„The Asylum for wayward victorian Girls“ von Emelie Autumn

Information

Verlag: The Asylum Emporium
ISBN: 978-0998990927
Seitenzahl: 392 Seiten
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook, welches dieses Jahr neu erschienen ist. Das Taschenbuch ist mittlerweile die 4. Auflage und erschien bereits 2009. Das Buch gibt es bisher nur auf Englisch.

Handlung

Nachdem Emelie einen Selbstmordversuch hinter sich hat, wird sie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Sie beschreibt ihren Aufenthalt dort und ihre Gefühle.
Scheinbar gleichzeitig, jedoch in einer fremden Zeit, kommt Emely ebenfalls eine Klinik für schwer erziehbare Mädchen.
Beide Geschichten sind unterschiedlich und dennoch gleich, denn beide Emelies/Emelys gehören, obwohl getrennt, doch irgendwie zusammen. Und beide haben einen „Feind“. Ihren Arzt, der ihre Persönlichkeit durch verschiedene Methoden brechen will.

Layout

Das Cover zeigt die Beine von einem Mädchen mit Ringel-Overknees, die an einigen Stellen Löcher haben. Der Titel ist in verschnörkelten Buchstaben zu lesen. Das Cover wirkt düster, aber es macht neugierig. Die Kapitel sind mit Überschriften abgeteilt, und man weiß direkt, welche Emely/Emelie gerade erzählt.

Fazit

Ein zum Teil biographischer Roman, der auf eine mysteriöse Weise erzählt wird. Die Emely/Emelie im Hier und Jetzt erzählt sehr nüchtern und sarkastisch vom Klinikaufenthalt, hinterfragt Therapien und Handlungen des Personals und versucht immer sich selbst zu schützen. Ich kann die Gefühle gut nachvollziehen. Sofort bekommt sie als Patientin einen Stempel aufgedrückt. Sie passt in ein Schema, was in der Klinik vordefiniert wurde und das gilt dann in jedem Fall für alle Patienten.
Gäbe es nur diesen Teil der Geschichte, wäre das Buch allerdings nicht typisch Emelie Autumn. Durch den Teil der anderen Emely, der in einer alternativen, viktorianischen Vergangenheit spielt, bekommt der Roman etwas mysteriöses und groteskes. Ratten, die sprechen, sind da nur der Gipfel. Man fragt sich immer, was will die Autorin Emelie vielleicht damit sagen?
Egal was es ist und egal was autobiografisch ist und was aus ihrer exzentrischen Fantasie entspringt, die Neuauflage als eBook ist gelungen.
Im Roman selbst gibt es immer wieder versteckte Links zu Internetseiten und man muss nach dem passenden „Schlüssel“ suchen, um den Inhalt sehen zu können. Ich habe es noch nicht gelöst. Ich wollte die Geschichte erst zu Ende lesen. Jetzt werde ich das Buch in Ruhe nochmals zerlegen und die Internetseiten besuchen.
Das Album „Orphelia“, welches gelichzeitig mit dem Buch erschien bekommt nun noch mehr Tiefgang und Verständnis.
Emelie Autumn ist eben ein Gesamtpaket an Künstlerin.
Zugegeben, man muss diese Art mögen, man muss das Groteske spannend finde. Aber wer auf Alice im Wunderland und all die merkwürdigen Interpretationen steht, der wird Emelie Autumns Buch lieben. Man hinterfragt dieses Buch nicht, denn man kann es nicht hinterfragen. Man wird einfach mit einem wirren und doch genialen Verstand konfrontiert, der anders tickt. Aber der einen in seinen Bann zu ziehen weiß.
Ich bin fasziniert und werde wohl noch lange an den Rätseln meine Freude haben.

5 Eseslsöhrchen von mir.

Meine Bewertung:
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