Seite 101

„Schon oft hat das Lesen eines Buches jemandes Zukunft beeinflußt.“ ~ Ralph Waldo Emerson

Bücher, die im Herzen sitzen!

weiterlesen

Wie ich mich für ein Buch entscheide

weiterlesen

„Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult

weiterlesen

„Der verbotene Liebesbrief“ von Lucinda Riley

weiterlesen
Bücher | Buchgeschichten

Bücher, die im Herzen sitzen!

von am Dezember 2, 2017

Kinder, was die Zeit vergeht. Der 2. Dezmeber. Noch 22 Tage bis Heilig Abend. In dieser Zeit werde ich immer sehr sentimental und mir geht so allerhand durch den Kopf. Unter anderem denke ich an meine Kindheit. Und so komme ich natürlich auch auf Bücher, die mich sehr früh geprägt haben und meine alten Schätze in meinem Bücherregal, die mir nach Jahren einfach nicht aus dem Kopf gehen.

Während ich mich manchmal ja gut von Büchern trennen kann, gibt es manchmal Bücher, die die Seele berühren und die man nie wieder vergisst.
Eigentlich kann ich behaupten, dass ich nie eine Geschichte vergesse, aber meistens brauche ich für das eine oder andere Buch das Buch an sich, damit ich mich daran erinnere. Dann gibt es aber diese Geschichten, die einfach da sind, Bilder sind in der Seele verwurzelt, dass es keine Erinnerungsstütze braucht.

Ein Klassiker

Herzlich Willkommen in meiner neuen Buchgeschichte.

Heute geht es um einen Kinderbuch-Klassiker. „Heidi“. Geschrieben wurde es von Johanna Spyri in zwei Bänden 1880 und 1881.

Es geht um das kleine schweizer Mädchen Adelheid, die Heidi genannt wird. Als sie noch ein Baby war, da starben ihre Eltern. Die ersten 5 Jahre wächst Heidi bei ihrer Tante Dete in Maienfeld auf. Dete findet jedoch eine gut bezahlte Anstellung im deutschen Frankfurt am Main als Hausmädchen. Da sie Heidi nicht mitnehmen kann, beschließt sie, Heidi nach Dörfli zu bringen. Dort lebt der Großvater des Kindes, zurückgezogen, oben in den Bergen in einer kleiner Hütte. Er wird von allen „Alpöhi“ genannt. Er ist als Sonderling und Griesgram verschrieen und die Bewohner raten Dete allesamt ab, das Kind bei dem Verrückten zu lassen.
Zunächst sieht es auch so aus, als wolle der alte Mann das Kind nicht haben. Aber er schließt Heidi schnell in sein Herz und das Kind lebt sich schnell ein.
Heidi findet Anschluß beim Geißenpeter, geht mit auf die Weide zum Ziegenhüten und verzaubert durch ihre Art die Menschen.
Drei Jahre bleibt Heidi bei ihrem Großvater und sie fühlt sich wohl. Sie genießt die Freiheiten und das Leben in den Bergen.
Als sie 8 ist, kommt ihre Tante zurück und nimmt Heidi gegen ihren Willen und mit falschen Versprechungen mit nach Frankfurt, wo sie Klara, einer Tochter aus dem reichen Hause Sesemann, Gesellschafterin sein soll.
Heidi bekommt schnell großes Heimweh und wird krank.

Heidi ist wie Kari

Dieses Buch ging mir schon als Kind sehr nahe, denn ich habe immer ein Stück Heidi in mir gesehen und gesprürt. Ich konnte ihr Heimweh gut nachvollziehen, denn auch ich litt und leide auch heute noch unter Heimweh. Ich weiß, wie es ist, deswegen krank zu werden und immer weinen zu müssen.
So waren Ferienfreizeiten ein Graus für mich, ich habe nie gerne bei meiner Oma geschlafen, auf jeden Fall nicht für lange, das Wochenende war in Ordnung. Und im Urlaub ging es nur, weil meine Mama da war, aber ich war auch stets froh, wenn ich wieder in meiner gewohnten Umgebung war.

Heimweh kann viel machen. Heute, als Erwachsenen ist Heidi mir näher als je zuvor. Denn ich erlebe eine neue Art von Heimweh. Heimweh kann man nicht nur nach einem Ort haben, sondern auch nach einem geliebten Menschen. In diesem Fall habe ich so etwas wie Heimweh nach meiner Mama. Das fühlt sich an wie Heimweh. Nur du kannst nicht zurück.

Etwas zum Festhalten was bleibt

In diesem Jahr war ich auf dem Flohmarkt und habe eine alte Ausgabe von Heidi gefunden und ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut. Natürlich habe ich schon eine Ausgabe, die aus dem Arena-Verlag. Dennoch hast diese alte Ausgabe ihren ganz eigenen Charme. Dieses Buch haben andere vor mir gelesen, die auch mit Heidi dieses Heimweh erlebt haben. Das verbindet, wie ich finde.

Ich habe mir vorgenommen, diese kleine Sammlung nun zu erweirten, denn im Laufe dieser 130 Jahre, die es diese Geschichte gibt, gab es jede Menge Ausgaben in den verschiedensten Designs und Sprachen. Ich möchte Heidi Bücher sammeln.

Ich habe das Gefühl, dass ich das brauche. Ich möchte was zum Festhalten haben, was bleibt und was mich irgendwie an meine Kindheit und an meine Mama erinnert. Und ich möchte verstehen, warum ich dieses Kind, dieses kleine schweizer Mädchen so sehr mag. Vielleicht gelingt es mir ja, einfach mit der Zeit.

Kinder sollten viel mehr lesen, um die Welt zu verstehen

Generell finde ich es sehr schade, dass viele Kinder Heidi nicht mehr kenne. Und nicht nur Heidi. Es wird, so finde ich, an sich viel weniger gelesen als früher. Die Zeit wird viel schneller, alle sind gehetzt und auch Kinder sind heutzutage schon vollgepackt mit Terminen.
Ich denke gerne an meine ersten Lesestunden zurück und welche Magie mich damals erreicht hat, als ich das erste Mal auch Glücksdrache Fuchur geflogen bin oder mit Trixie Belden die ersten Kriminalfälle gelöst habe. Es geht soviel verloren, wenn man nicht liest.
Das wäre doch ein schöner Weihnachtswunsch. Viel mehr Zeit zu lesen, den Eltern, um die Kinder daranzuführen. Denn mit Büchern kann man die Welt soviel besser verstehen. Und manchmal findet man zu sich selbst.

Du willst dieses Buch deinen Freunden zeigen? Dann teil es doch ganz einfach!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

weiterlesen

Buchgeschichten

Wie ich mich für ein Buch entscheide

von am Oktober 26, 2017

Immer wieder da Gleiche. Man liest ein Buch, ist fertig, dann muss was neues her. Aber was soll ich nur lesen?

Natürlich lese ich in erster Linie dann Bücher, die hier noch so rumstehen, liegen, in der Folie schlafend auf mich warten. Oder auch die digitalen Ausgabe auf meinem Kindle (mein Tolino ging nach einem Unfall leider von mir, da warte ich noch auf Ersatz).

Aber diese Bücher, die hier noch freudig auf meine Zuneigung warten, die habe ich mir ja irgendwann mal ausgesucht. Hier möchte ich euch erzählen, wie ich mich für Bücher entscheide.

Du willst dieses Buch deinen Freunden zeigen? Dann teil es doch ganz einfach!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

weiterlesen

Drama

„Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult

von am Oktober 23, 2017

Information

Verlag: C. Bertelsmann
ISBN: 978-3570102374
Seitenzahl: 592 Seiten
Format: gebundene Ausgabe, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Ausgabe.

Handlung

Als Afroamerikanerin hatte es Ruth Jefferson nie leicht. Aber sie ging unbeirrt ihren Weg. Sie wohnt nun ganz selbstverständlich in einem Viertel, welches überwiegend von Weißen bewohnt wird, ihr Sohn geht auf eine Schule, die von Weißen besucht wird und Ruth ist eine erfahrene und gute Säuglingsschwester. Die einzige schwarze Schwester, die als Hebamme auf der Entbindungsstation des Krankenhauses arbeitet. Ihre schwarzen Freunde sind jedoch skeptisch, ob Ruths Leben wirklich so reibungslos und ohne Vorurteile verläuft. Und tatsächlich ist sie immer wieder Sticheleien und Skepsis ausgesetzt, auch von langjährigen Arbeitskolleginnen. Doch Ruth lächelt es weg, schließlich meinen sie alle es ja nicht böse. Es ist eben noch immer dieses Denken, was in den Köpfen der Menschen, ungewollt, steckt.
Ruths Leben gerät jedoch ordentlich ins Wanken, als ihr untersagt wird, sich um ein Neugeborenes zu kümmern. Die Eltern des kleinen Davis sind Rassisten und machen aus der Abneigung kein Geheimnis.
Kurz nach der Geburt ist Ruth einen Augenblich allein mit dem kleinen Davis, dieser bekommt Luftnot und einen Herzstillstand. Ruth ist hin- und hergerissen. Soll sie sich der Anweisung der Klinikleitung widersetzen und dem Jungen helfen? Nach kurzem Zögern hilft sie dem Jungen, ein Arzt kommt dazu und eine weitere Kollegin. Jedoch kommt alle Hilfe zu spät, und Ruth wird vom Kindesvater angezeigt. Sie soll schuld am Tod des Neugeborenen sein.
Eine emotionale und nervenaufreibende Zeit beginnt, in der Ruth immer wieder auf diese kleinen rassistischen Situationen im Alltag stößt, die selbstverständlich in der Gesellschaft scheinen, die Ruth aber kaum ertragen kann.

Layout

Das Buch kommt mit einem altrosa Papierumschlag daher, den man abnehmen kann. Das gebundene Buch an sich ist dunkelblau. Auf dem Umschlag ranken Orchideen. Die Schriftart gleicht der Schrift der vorangegangen Picoult Romane und bietet somit ein unübersehbares Wiedererkennungsmerkmal.
Die Kapitel werden von den Hauptprotagonisten erzählt und sind durch die Namen in der Überschrift gut voneinander abgrenzbar.

Fazit

Mit diesem Buch bin ich praktisch durch die Hölle der Gesellschaft gegangen. Ich war wütend, fassungslos, musste weinen und hätte am liebsten geschrien. Was stimmt den nicht mit der verkorksten Menschheit? Haben wir noch immer nicht begriffen, dass wir alle zumindest eines sind, und zwar Menschen? Hautfarbe, Glaube oder was weiß ich, einfach egal?
Jodi Picoult versteht es, den einzelnen Protagonisten im Roman ihren Raum zu geben, so dass man die Möglichkeit hat, jede Sichtweise zumindest nachzuvollziehen, auch wenn man vielleicht nicht jede befürwortet.
Die Protagonisten erzählen von ihrer Vergangenheit und von den Erlebnissen während des Prozesses. Das Buch ist sehr vielschichtig und das Thema Rassismus wird nie von nur einer Seite beleuchtet. Vor allem die Welt von Kindsvater Tuck wird greifbar in Szene gesetzt und man bekommt eine Idee von den Wurzeln des Rassismus.
Ruth verliert im ganzen Buch nie den Mut und ist für die leise Geschichte, die mehr so zwischen den Zeilen spielt, zuständig.
Mich hat das Buch gepackt. Schon auf den ersten Seiten, auf denen ich fassungslos innehalten musste, als dir Familie die Hebamme vor die Tür gesetzt hat.
Das ganze Buch spiegelt dieses unglaublich unfassbare Dilemma der Gesellschaft wieder. Obwohl man es vielleicht gar nicht will, besteht in jedem von uns die Gefahr, ansetzte von Rassismus im Denken zu haben. Keiner ist davon befreit.
Jodi Picoult geht mutig und offen an ein brisantes Thema, welches nach wie vor aktuell ist. Dabei wird sie nie die moralische Autorin, die mahnend den Zeigefinge hebt. Vielmehr versteht sie es den Leser zur Selbstreflektion zu bringen. Ich habe mich immer wieder selbst hinterfragt. Wie sehe ich das eigentlich?
Dieses Buch lege ich wirklich jedem ans Herz, denn es sollte von jedem gelesen werden, egal welches Genre man mag. Es macht die Welt vielleicht nicht besser, aber es hilft, viel öfter mal über sich und sein eigenes Handeln nachzudenken. Stoße ich vielleicht selbst manchmal, wenn auch ungewollt, Menschen vor den Kopf, weil sie für mich „anders“ sind?
Von mir 5 Eseslsöhrchen.

Meine Bewertung:
Du willst dieses Buch deinen Freunden zeigen? Dann teil es doch ganz einfach!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

weiterlesen

Liebesroman

„Der verbotene Liebesbrief“ von Lucinda Riley

von am Oktober 11, 2017

Information

Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442484065
Seitenzahl: 704 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung:

Obwohl die junge Journalistin Joanna Haslam mit einer Erkältung flach liegt, wird sie von ihrem vorgesetzten Redakteur zur Trauerfeier des kürzlich verstorbenen Schauspielers Sir James Harrison geschickt.
Während der Trauerfeier trifft sie eine ältere Dame, Rose, der es nicht so gut geht. Noch während der Trauerfeier begleitet Joanna sie nach Hause. Ein paar Tage nach der Trauerfeier erhält Joanna einen Umschlag mit einem merkwürdigen Inhalt. Darunter befindet sich ein Liebesbrief und ein altes Theaterprogrammheft. Joanne stellt sich die Frage, warum die alte Dame ihr diese Unterlagen schickt und wer die zwei Liebenden waren.
Joanna macht sich auf den Weg zu der Frau, doch als sie an deren Wohnung ankommt, ist diese durch einen Unfall verstorben.
Joanna Haslam kann nicht anders. Neugierig beginnt sie zu recherchieren, nichts ahnend, dass sie in ein Wespennest sticht und dabei sogar ihr Herz verliert.
Was verbirgt sich für eine Liebesgeschichte hinter dem Brief und warum sind Menschen sogar bereit, dafür zu töten. Wer ist Freund in diesem Schauspiel, wer Feind?

Layout

Eine raue Küstenlandschaft dominiert das Cover. Lila und Grau die ins Auge springenden Farben. Im oberen Drittel findet man in klarer Schrift den Namen der Autorin und den Buchtitel.
Von den Farben her ein sehr stimmiges Layout, aber es scheint sehr beliebig zu sein, denn es hat nicht wirklich viel mit der Handlung zu tun.
Das Buch ist in nummerierte Kapitel unterteilt. Es gibt verschiedene Abschnitte, die alle Namen von Schachzügen haben. Das wirft zu Anfang zwar Fragen auf, doch im Laufe der Geschichte erschließt sich der Sinn.

Fazit

Ich habe alle Riley Bücher bisher gelesen, und muss gestehen, dass dieses hier das schwächste für mich ist.
Die Handlung ist zäh und plätschernd, auch wenn die Idee der Geschichte wieder ein typischer Riley Stoff ist.
Protagonisten aus der Gegenwart stoßen auf Geheimnisse der Vergangenheit, die es zu lüften gilt. Doch in diesem Roman springt Lucinda Riley nicht wie üblich immer mal wieder in die Vergangenheit um die Geschichte parallel zu erzählen. Dieses Mal wird alles im Hier und Jetzt aufgeklärt. Dabei wirkt die Geschichte manchmal sehr konstruiert. (Achtung Spoiler, nur damit ich ein Beispiel nenne: Protagonist stirbt, lebt dann aber, wie durch ein Wunder, in Mexiko weiter).
Ich hätte dieses Mal Schema F von Mrs. Riley sehr passend gefunden. Ich glaube, das hätte der Geschichte mehr Tiefe gegeben.
So bleibt das Buch leider sehr platt für mich, die Protagonisten handeln eher unlogisch und unbegründet und so wirklich viel für die eigentliche Handlung passiert auf den ersten 300 Seiten nicht.
Ja, ich habe tatsächlich mehr als bis zu Seite 101 versucht dem Buch eine ehrliche Chance zu geben. Ab Seite 300 kommt dann auch so etwas wie ein Spannungsbogen auf, als man so eine erste Idee bekommt, wer denn die verstorbene Rose ist und was sie vielleicht mit dem verstorbenen Schauspieler zu tun hat. Aber ab da wird die Geschichte trotz Spannung leider sehr zurechtgerückt und man bekommt gerade zum Thema englisches Königshaus Zusammenhänge vermittelt, die ich skeptisch hinterfrage.
Ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, denn dann würde ich einfach zu sehr spoilern.

Von mir gibt es leider nur schwache 3 Eselsöhrchen, aber auch nur, weil ich der erwartenden Hoffnung mehr als 100 Seiten geschafft habe.

Meine Bewertung:
Du willst dieses Buch deinen Freunden zeigen? Dann teil es doch ganz einfach!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

weiterlesen

Fantasy | Romantik

„Sternenstaub“ von Nora Roberts

von am September 20, 2017

Information

Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0341-4
Seitenzahl: 480 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Unsere sechs Protagonisten reisen im finalen Band der Sternen-Trilogie nach Irland. Dort soll der letzte von den drei Sternen versteckt sein. Und das letzte Pärchen ist nun dran. Doyle und Riley verbindet nicht nur diese mysthische, grüne Insel. Während sie nach dem Stern suchen und recherchieren kommen sie sich näher und als Archäologin Riley in Gefahr schwebt, wird Doyle zum Held.
Es beginnt nicht nur ein Kampf um Doyles Herz, der nach einem Schicksalsschlag nie wieder lieben wollte, es beginnt auch ein Wettlauf gegen die Zeit, denn nur wenn alle drei Sterne beisammen sind, kann die Welt und die Menschheit gerettet werden.

Layout

Nach blau und pink folgt in Band drei nun ein sattes grün. Sehr passend für eine Handlung die in Irland spielt. Der Name der Autorin und der Titel nimmt in eine sehr harmonisch eingearbeitete Schrift ein Drittel des Covers ein. Im unteren Drittel sieht man das Meer, ein Baum auf einer Klippe und pink blühende Büsche. Das Cover reiht sich nahtlos in die Trilogie ein.

Fazit

Für mich ist der Abschlussband der stärkste. Dicht gepackt und rasant kommt „Sternenstaub“. Es bleibt kaum Zeit zum Luftholen. Okay, ich muss zugeben, das beginnt erst ab einer kleinen Durststrecke von 100 Seiten, aber nach einem Vorspiel nimmt das Buch fahrt auf. Darauf hatte ich mich aber schon eingestellt, nachdem die beiden Vorgänger auch echte Spätzünder waren.
Die Protagonisten entwickeln sich sehr stark und das eine oder andere letzte Geheimnis wird gelüftet.
Ein wirklich gut gelungener Abschluss einer insgesamt sehr starken Buchreihe von Nora Roberts.
Es hatte viele Aspekte, die Nora Roberts natürlich ausmachen. Liebesgeschichten sind halt ihr Ding. Aber selten habe ich so überzeugend von ihr auch die Punkte Fantasy, Mythen und Zauber erlebt. Natürlich gibt es da schon einige Reihen, aber die Sternen-Trilogie ist für mich die beste bisher.

Für einen tollen Abschluss vergebe ich wehmütig 4 Eselsöhrchen. Warum wehmütig? Ich finde es schade, dass ich nichts mehr von den 6 hören werde.

Meine Bewertung:
Du willst dieses Buch deinen Freunden zeigen? Dann teil es doch ganz einfach!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

weiterlesen

Fantasy | Liebesroman

„Sternenfunken“ von Nora Roberts

von am September 5, 2017

Information

Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3734103407
Seitenzahl: 480 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Der zweite Band der Sternen-Trilogie.

Es geht hauptsächlich um die Beziehung zwischen Annika und Sawyer. Und es geht weiter mit der Suche nach den Sternen.

Annika kommt aus dem Meer. Und für diese Mission ist sie an Land gekommen. Aber wer hätte gedacht, das die Meerjungfrau an Land auf ihre große Liebe Sawyer trifft?
Nicht nur, dass sie noch immer gegen ihre Feinde kämpfen müssen, das alleine steht der Liebe schon im Weg. Sie haben auch nur sehr begrenzte Zeit, denn Annika muss auf jeden Fall wieder zurück ins Meer. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und ein Kampf gegen Gefahren und Tabus.

Layout

Der zweite Band reiht sich vom Layout passend in die Reihe ein. Dieses Mal erscheint das Cover in einem satten pink. Ein kleines Boot ankert auf Wasser, im pinken Himmel funkeln Sterne. Romantisch und verträumt wirkt das Cover. Der Titel und der Name der Autorin stechen sofort ins Auge.

Fazit

Ich versuche einfach mich kurz zu fassen, um nicht zu viel von der Handlung zu verraten. Das ist eben das Problem an solchen Trilogien.

Die Liebesgeschichte ist eine typische Roberts Geschichte. Viel Drama und Herzschmerz. Es ist rührend, wie Annika und Sawyer immer wieder ihre nicht so ganz normale Liebe hinterfragen. Dass Annika eine Meerjungfrau ist, das fand ich zu Anfang befremdlich und auch für Nora Roberts ist so viel Fantasie ja doch eher ungewöhnlich, auch wenn es immer mal wieder magische Momente in Roberts-Romanen gab.

Leider finde ich die ersten 100 Seiten sehr langgezogen. Es ist einfach viel Geplänkel und viel Luft um nichts. Es ist für die Handlung nicht sonderlich wichtig, diese Trainingseinheiten und das viele Gerede um Sex und Liebe. Nichts desto trotz ist es irgendwie niedlich, dass Annika so naiv wirkt.

Ab etwa der Hälfte des Buches wird so richtig Fahrt aufgenommen und neben der Liebesgeschichte geht es endlich wieder um Action und Abenteuer.

Insgesamt fand ich den 2. Band schwächer als den ersten und vergebe 3 Eselsöhrchen.

Und nun lese ich mal fix den dritten Band, denn ich will trotz allem wissen, wie es weitergeht!

Meine Bewertung:
Du willst dieses Buch deinen Freunden zeigen? Dann teil es doch ganz einfach!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

weiterlesen

Thriller

„Aquila“ von Ursula Poznanski

von am August 26, 2017

Information

Verlag: Loewe
ISBN: 978-3785586136
Seitenzahl: 432 Seiten
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Als Studentin Nika morgens erwacht, denkt sie noch, das die Samstagsparty doch heftiger gewesen ist, als angenommen. Ihr tut der Kopf weh und sie kann sich an nichts erinnern.
Als sie den Fernseher anmacht, stellt sie erschrocken fest, dass es jedoch schon Dienstag ist. Wo sind die fehlenden zweieinhalb Tage und viel wichtiger, was ist in dieser Zeit geschehen.
Ihr Handy ist verschwunden. Die Wohnung ist abgeschlossen und sie findet ihren Schlüssel nicht, ihr Laptop hat keinen Akku mehr. Und auch von Mitbewohner Jennifer fehlt jede Spur.
Aber sie findet ein blutiges T-Shirt im Badezimmer und in ihrer Hosentasche einen Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.
Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …
Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?

Layout

Ein knalliges Gelb begrüßt den potentiellen Leser auf dem Cover und die Signalwirkung der Farbe wirkt. Beim Betrachten des, ich denke, es handelt sich um einen Drachen, fällt die goldene Prägeschrift sehr positiv auf. Der Einband scheint sehr hochwertig und erinnert mich beim Anfassen an Leder.
Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt und wirkt dadurch übersichtlich strukturiert.

Fazit

Von Anfang an weiß dieses Buch zu überzeugen. Die Suche nach den verlorenen Tagen ist rasant und spannend. Ich folge Nika beinahe atemlos und lese Seite um Seite und merke gar nicht, wie die Zeit vergeht.
Nikas Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und auch die Angst, den Menschen zu vertrauen, kommt authentisch rüber und packt mich.
Bis etwa 80 Seiten vor Buchende finde ich persönlich die Geschichte am allerbesten von allen Poznanski Büchern. Allerdings schwächelt dann die Story sehr und wirkt mir zu sehr konstruiert mit viel zu vielen Zufällen.
Von mir 4 von 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:
Du willst dieses Buch deinen Freunden zeigen? Dann teil es doch ganz einfach!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

weiterlesen

Biografie | Fantasy

„The Asylum for wayward victorian Girls“ von Emelie Autumn

von am August 18, 2017

Information

Verlag: The Asylum Emporium
ISBN: 978-0998990927
Seitenzahl: 392 Seiten
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook, welches dieses Jahr neu erschienen ist. Das Taschenbuch ist mittlerweile die 4. Auflage und erschien bereits 2009. Das Buch gibt es bisher nur auf Englisch.

Handlung

Nachdem Emelie einen Selbstmordversuch hinter sich hat, wird sie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Sie beschreibt ihren Aufenthalt dort und ihre Gefühle.
Scheinbar gleichzeitig, jedoch in einer fremden Zeit, kommt Emely ebenfalls eine Klinik für schwer erziehbare Mädchen.
Beide Geschichten sind unterschiedlich und dennoch gleich, denn beide Emelies/Emelys gehören, obwohl getrennt, doch irgendwie zusammen. Und beide haben einen „Feind“. Ihren Arzt, der ihre Persönlichkeit durch verschiedene Methoden brechen will.

Layout

Das Cover zeigt die Beine von einem Mädchen mit Ringel-Overknees, die an einigen Stellen Löcher haben. Der Titel ist in verschnörkelten Buchstaben zu lesen. Das Cover wirkt düster, aber es macht neugierig. Die Kapitel sind mit Überschriften abgeteilt, und man weiß direkt, welche Emely/Emelie gerade erzählt.

Fazit

Ein zum Teil biographischer Roman, der auf eine mysteriöse Weise erzählt wird. Die Emely/Emelie im Hier und Jetzt erzählt sehr nüchtern und sarkastisch vom Klinikaufenthalt, hinterfragt Therapien und Handlungen des Personals und versucht immer sich selbst zu schützen. Ich kann die Gefühle gut nachvollziehen. Sofort bekommt sie als Patientin einen Stempel aufgedrückt. Sie passt in ein Schema, was in der Klinik vordefiniert wurde und das gilt dann in jedem Fall für alle Patienten.
Gäbe es nur diesen Teil der Geschichte, wäre das Buch allerdings nicht typisch Emelie Autumn. Durch den Teil der anderen Emely, der in einer alternativen, viktorianischen Vergangenheit spielt, bekommt der Roman etwas mysteriöses und groteskes. Ratten, die sprechen, sind da nur der Gipfel. Man fragt sich immer, was will die Autorin Emelie vielleicht damit sagen?
Egal was es ist und egal was autobiografisch ist und was aus ihrer exzentrischen Fantasie entspringt, die Neuauflage als eBook ist gelungen.
Im Roman selbst gibt es immer wieder versteckte Links zu Internetseiten und man muss nach dem passenden „Schlüssel“ suchen, um den Inhalt sehen zu können. Ich habe es noch nicht gelöst. Ich wollte die Geschichte erst zu Ende lesen. Jetzt werde ich das Buch in Ruhe nochmals zerlegen und die Internetseiten besuchen.
Das Album „Orphelia“, welches gelichzeitig mit dem Buch erschien bekommt nun noch mehr Tiefgang und Verständnis.
Emelie Autumn ist eben ein Gesamtpaket an Künstlerin.
Zugegeben, man muss diese Art mögen, man muss das Groteske spannend finde. Aber wer auf Alice im Wunderland und all die merkwürdigen Interpretationen steht, der wird Emelie Autumns Buch lieben. Man hinterfragt dieses Buch nicht, denn man kann es nicht hinterfragen. Man wird einfach mit einem wirren und doch genialen Verstand konfrontiert, der anders tickt. Aber der einen in seinen Bann zu ziehen weiß.
Ich bin fasziniert und werde wohl noch lange an den Rätseln meine Freude haben.

5 Eseslsöhrchen von mir.

Meine Bewertung:
Du willst dieses Buch deinen Freunden zeigen? Dann teil es doch ganz einfach!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

weiterlesen

Lebensgeschichte

„Das Licht zwischen den Wolken“ von Amy Hatvany

von am August 3, 2017
Das Licht zwischen den Wolken von Amy Hatvany

Information:

Verlag: blanvalet
ISBN: 978-3764506094
Seitenzahl: 512 Seiten

Format: eBook, gebundene Ausgabe

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Hardcover-Ausgabe.

Handlung:

Jennifer ist 20 und hat es nicht leicht. Sie ist Mutter von zwei kleinen Mädchen, von ihrem Freund getrennt, hat weder Job noch eine Wohnung. So lebt sie mit ihren Töchtern im Auto, und wenn das Geld mal nicht reicht, um etwas zu essen zu kaufen, dann klaut sie aus ihrer Not heraus. Dieses geht natürlich nicht lange gut. Jennifer wird erwischt und verurteilt. Unter anderem wegen Gefährdung des Kindeswohl. Obwohl sie es eigentlich gar nicht will, gibt sie nach dem massiven Druck der Fürsorge nach und gibt ihre Kinder zur Adoption frei.

Während Baby Natalie sofort neue Eltern findet bleibt Brooke im Heim. Nach 35 Jahren erfährt Natalie von ihrem Schicksal und sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Mutter und ihrer großen Schwester.

Drei unterschiedliche Frauenschicksale die am Ende doch miteinander verwoben sind.

Layout:

Das Buch hat einen babyblauen Papiereinband. In Creme sieht man filigran die Silhouetten von Vögeln und Blumen. In der Mitte des Covers ist in einem zarten Roséton der Titel des Buches geschrieben.
Wenn man den Schutzumschalg abnimmt, ist das Buch ebenfalls babyblau.
Das Buch besteht aus gut gekennzeichneten Kapiteln, so dass man immer weiß, aus welcher Perspektive gerade geschrieben wurde.

Fazit:

Hach, das war wirklich rührend und herzzerreißend.

Aus den drei Blickwinkeln der Protagonisten bekomme ich die Geschichte erzählt. Natalie, Brooke und Jennifer bekommen in der Geschichte ihren Raum, so dass ich alle Einzelheiten der Vergangenheit mit den Frauen aufarbeiten kann und sie mir erzählen, wie es ihnen heute geht.

Jeder geht anders mit dem Schicksal um. Jennifer, die immer um ihre Mädchen gekämpft hat und ihnen regelmäßig Briefe geschrieben hat beeindruckt im Buch, da sie nie ihren Mut verliert.

Brooke hat wohl am meisten in dieser Geschichte gelitten. Sie tut sich schwer damit Menschen zu vertrauen und an sich heranzulassen. Ihre Perspektive geht mir am meisten unter die Haut.

Und dann ist da die „kleine“ Natalie, durch ihre Initiative kommt die Geschichte erst ins Rollen.

Autorin Amy Hatvany ist es gelungen eine Geschichte voller kleiner Lichtblicke zu schreiben. Zart miteinander verwobene Handlungsstränge, die zu Anfang sehr dünn und empfindlich sind werden nach und nach stärker. Ich fiebere mit, mit jedem einzelnen Charakter. Ich bin gerührt und habe für alle Parteien der Geschichte das größte Verständnis und Respekt.

Auch das Ende, was ich zwar fast erwartet habe, ist stimmig und auf seine Art versöhnlich.

Ein ruhiges, aber liebevolles Buch, was mit wenig Action auskommt und dennoch eine spannende Familiengeschichte erzählt.

Von mir verzauberte 5 Eseslöhrchen.

Meine Bewertung:
Du willst dieses Buch deinen Freunden zeigen? Dann teil es doch ganz einfach!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

weiterlesen

Manga und Comic

„31 I Dream“ Band 1 von Arina Tanemura

von am Juli 24, 2017

Information

Verlag: Tokyopop
ISBN: 978-3842011793
Format: Manga

Inhalt

31, ledig. Jungfrau. Chikage Deguchi hatte bisher noch nie einen Freund. Natürlich war sie schon mal verliebt, aber auch das ging in ihrer Schulzeit deutlich in die Hose. Auf einem Klassentreffen posaunt ein Freund dann auch noch laut hinaus, dass sie eine alte Jungfer ist.
Tokita, ein alter Schulfreund, hat Mitleid mit ihr, denn Chikage leidet nach diesem Vorfall sehr und stellt ihr ganzes bisheriges Leben in Frage.
Ihr Schulfreund gibt ihr eine Wunderpille, mit der sie die Möglichkeit hat, für eine kurze Zeit nochmal in ihr 15-jähriges Vergangenheits-Ich zu schlüpfen. Chikage nimmt die Pille „I Dream“ an und bekommt die Chance ihres Lebens? Oder war ihr Leben, so wie es abgelaufen war, vielleicht doch nicht ganz so übel. Chikage beginnt ihr Leben zu hinterfragen und schaut auf Möglichkeiten die vergangen sind und Dinge, die sie hat. Vielleicht ist ja doch nicht alles ganz so schlecht, wie sie dachte.

Layout

Die Zeichnungen sind eben tyspische Shojo Arina Tanemura Kulleraugen. Und doch wirken sie ein wenig erwachsener. Die Bilder sind gut ausgearbeitet, die Charaktere erkennbar und die Zeichnungen übersichtlich und nicht zu sehr überladen.
Das Cover von Band eins ist in Rose-Tönen gehalten und zeigt die erwachsene Chikage.

Fazit

Mich spricht Band eins sehr an. Es ist eine gelungene Mischung aus Shojo und Magical Girl im weitesten Sinne, aber auch genug Slice of Life in dieser Story zu finden. Zugegeben, wer Arina Tanemuras Werke liebt, der bekommt hier etwas eher Untypisches. Denn die Protagonisten sind erwachsen. Aber genau das macht den Charme dieser bisher 4-bändigen Mangaserie aus. Auch ich bin als Leserin erwachsen geworden, mag natürlich noch kleine kulleräugige Shojo Mädels und deren Abenteuer lesen, aber manchmal hinterfragt doch jeder: Ist das Leben wirklich so gelaufen, wie man sich das vorgestellt hat? Oder würde man was ändern wollen, wenn man die Möglichkeit dazu hätte? Und vor allem die Frage: Wäre man dann so viel glücklicher?

Mir gefällt die Mischung wirklich sehr. Arina Tanemura hat es mit „31 I Dream“ geschafft eine Brücke zu schlagen und gemeinsam mit ihrer Leserschaft vielleicht, wenn auch nur ein klein wenig, erwachsen zu werden.

Das kostet Mut und der wird von mir in jedem Fall belohnt!

5 Eselsöhrchen von mir!

Meine Bewertung:
Du willst dieses Buch deinen Freunden zeigen? Dann teil es doch ganz einfach!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on TumblrEmail this to someone

weiterlesen