Das Haus am See von Kate Morton

Zurück aus der Sommerpause starte ich gleich mit einem Buch, welches mich nicht mal drei Tage begleitet hat und mir den Start in den Sommer versüßt hat. Bittersüße Liebes-Lebens-Familiengeschichte mit Spannung und Tragödie. Da blieb keine Wunsch offen!

 

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Information

Verlag: Diana
Seitenzahl: 608 Seiten
ISBN: 978-3-453-29137-9
Format:  gebundene Ausgabe, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung
1933

Familie Edevane wohnt in einem prunkvollen Haus. Die Familie ist angesehen, vermögend und gesellschaftlich etabliert.
Während des jährlichen Mitsommerfests verschwindet der jüngste Sohn aus seinem Kinderbett in der Nacht.
Alles Suchen ist erfolglos, der Kleine bleibt verschwunden. Nur Schwester Alice scheint irgendwas zu wissen.

2003

Polizistin Sadie braucht von ihrem Job als Ermittlerin eine Auszeit. Sie konnte in einem Fall einfach nicht so helfen wie sie wollte. Doch diese Auszeit hindert ihren Spürsinn nicht daran, der vertrauten Arbeit nachzugehen. Bei einem Spaziergang stößt Sadie auf das verfallene Haus der Edevanes. Sie erfährt die Geschichte des verschwunden Jungen und beschließt den Fall noch einmal aufzurollen.
Dabei geht sie tief in die Familiengeschichte der Edevanes, trifft auf Tochter Alice, die nun Schriftstellerin ist und erfährt die ganze Tragödie, die die Familie so sehr aus der Bahn geworfen hat.

 

Layout

Passend zum Titel ist ein See im Vordergrund zu sehen, am Ufer auf der anderen Seite steht ein Haus. Oben rankt ein Blumenzweig auf dem Bild.
Es ist ein passendes, typisches Cover für dieses Genre, wenig innovativ und schon oft gesehen. Nichts desto trotz wirkt es stimmig.
Das Buch ist in Kapitel gegliedert. Ort und Zeitangabe kennzeichnen die Handlungsstränge eindeutig.

Fazit

Rasant und fesselnd. Dabei vielschichtig gut ausgearbeitete Hauptprotagonisten und zwei Handlungsstränge, die gut durchdacht sind. Manchmal kann Begeisterung so einfach funktionieren.
Durch die beiden Hauptprotagonistinnen Alice und Sadie sind die beiden Erzählebenen logisch miteinander verknüpft.
Ich erfahre gut dosiert die Ereignisse in der Vergangenheit und bekomme das bleibende Geheimnis, was und warum sich die Tragödie in der Nacht 1933 zugetragen hat. in der Gegenwart aufgelöst.
Emotionale und auch willensstarke Frauen begegnen mir in den Epochen, die nachvollziehbar reagieren und agieren.
Kate Morton schreibt flüssig. Es bleibt immer spannend und ich kann das Buch in einer Rutsche lesen, weil ich unbedingt wissen will, was nun geschehen ist. Die Mischung aus großer Familiengeschichte, persönlicher Tragödie und Liebe ist gelungen.
Von mir fünf Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:
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„Sternenregen“ von Nora Roberts

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Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 464 Seiten
ISBN: 978-3734103117
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Der Prolog beginnt mit drei Göttinnen. Eine neue Königin wird geboren und für diese Königin erschaffen sie drei Sterne mit magischen Kräften. Die vierte, böse Göttin möchte diese Sterne besitzen. Die Göttinnen beschließen, die Sterne vor der Widersacherin in Sicherheit zu bringen…

Sasha Riggs ist eine sehr zurückhaltende Person. Sie ist erfolgreiche Künstlerin, hält sich aber in der Öffentlichkeit lieber bedeckt.
Doch sie findet einfach keine Ruhe. Schon seit ihrer Kindheit wird sie von Visionen und Träumen, die sie immer wieder heimsuchen, geplagt. Lange kann sie diese verdrängen, aber das gelingt ihr nun nicht mehr. Immer häufiger und intensiver wird sie von immer denselben Bildern heimgesucht. In ihrer Kunst versucht sie diese Erscheinungen zu verarbeitet. Leider nützt es nichts. Die fünf Menschen werden immer präsenter, nehmen in ihrem Denken immer mehr Raum ein. Sie weiß, es geht um eine Suche und sie muss sich diesen Menschen anschließen. Und als dann noch der Mann in ihrem Traum sagt, sie müsse ihn finden, beschließt sie ihren Träumen endgültig zu folgen.
In ihren Zeichnungen erkennt sie die griechische Insel Korfu.
Wider ihre Natur packt sie ihre Sachen und sitzt keine zwei Tage später im Flieger nach Griechenland. Schon am ersten Tag begegnet sie der ersten Person aus ihren Träumen.
Sasha nimmt all ihren Mut zusammen und spricht die Frau an.
Endlich bekommt Sasha eine erste Idee von dem, was ihr Träume zu bedeuten haben.
Eine mysteriöse Suche nach den anderen Menschen beginnt, die sie in ihren Träumen immer wieder gesehen hat. Und auch die Suche nach den Sternen aus einer Legende steht auf dem Plan. Sasha muss sich ihren eigenen Ängsten stellen, dem Bösen trotzen und fragt sich immer wieder, ob es das war, was sie all die Jahre gesucht hat. Eine magische Suche nach Antworten beginnt.

Layout

Dunkles Blau und dunkles Pink rahmen ein sommerliches Bild mit Meer, einer Insel und einer weißen Villa ein. Sterne scheinen vom Himmel zu fallen.
In dezentem hellen Grün und Blau ist der Name der Autorin und der Titel auf dem Cover zu finden.
Es wirkt romantisch, verspielt und kraftvoll.
Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt.

Fazit

Mit „Sternenregen“ ist Nora Roberts ein richtig guter Auftakt in eine spannende Trilogie gelungen. Mit dem typischen Roberts Charme gibt es Hauptprotagonisten, die alle ihren eigenen Kopf und eigene Macken und Stärken haben.
Leidenschaft, Liebe, Romantik gepaart mit einem Spritzer Magie und Mystik, ein Kampf, dem sich die Protagonisten stellen müssen und die Suche nach dem eigenen Glück, das macht diesen Band aus.
Nora Roberts gelingt es in einer flüssigen Sprache und einem packenden, flotten Erzählrhythmus eine dichte Spannung aufzubauen, die bis zum Schluss zu überzeugen weiß.
In diesem ersten Band geht es in erster Linie um Sasha und Bran mit ihrer Liebesgeschichte. Aber auch die anderen Charaktere kommen nicht zu kurz, denn sie alle spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte.
Für mich ist es ein typischer Roberts mit dem gewissen Etwas, weil die Hintergrundstory um die Mondgöttinnen einen phantasievollen Aspekt in das Buch bringen.
Charme und Witz machen die Story rund.
Ich leide und liebe mit Sasha Riggs.
Eine wirklich überzeugende Hauptprotagonistin, die schon immer anders war. Ich begleite sie auf dem Weg von einer verunsicherten zu einer starken Frau, die sich und ihre Fähigkeit akzeptieren muss und sich anderen Menschen, vor allem aber der Liebe wieder hingeben muss um ihr Lebensglück zu finden.
Wer Nora Roberts mag, wird hier auf keinen Fall enttäuscht. Wer eine spannende Strandlektüre braucht, der kommt an diesem Buch nicht vorbei. Und wer auf magische Liebesgeschichten steht, der muss sich dieses Buch auf die Leseliste setzen.
Ich freue mich sehr auf Band 2, den ich mal eben vorbestellt habe. Wie soll ich denn nun bis Januar warten?
Von mir klare 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:
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„Das italienische Mädchen“ von Lucinda Riley

Das italienische Maedchen von Lucinda Riley

Information

Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 560 Seiten
ISBN: 978-3442480098
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung:

Rosanna Menici schafft es schon im zarten Alter von elf Jahren die Menschen mit ihrem Gesang gefangen zu nehmen. Auf einer Familienfeier ist auch der junge Tenor Roberto Rossini anwesend, der von Rosanna wie verzaubert ist. Als Rosanna eben diesen Roberto erblickt, ist ihr klar, das ist der Mann, den sie mal heiraten wird.
Nach diesem ersten Treffen trennen sich ihre Wege erstmal wieder. Roberto Rossini mausert sich zum angesagten Opernstar. Rosanna nimmt sechs Jahre lang Gesangsunterricht. Ohne das Wissen ihres Vaters, nur mit der Unterstützung ihres Bruders.
Nach ihrer Ausbildung trifft sie in der Mailänder Scala wieder auf Roberto. Und sie werden nicht nur beruflich ein Paar. Auch privat wird ihre Leidenschaft entfacht, die Welt um Rosanna herum wird immer unwichtiger.
Doch schnell muss Rosanna verstehen, dass nicht alles so rosig ist, wie es zu Anfang schien.

Layout:

Das Bild eines Mädchens ist auf dem Cover zu sehen. Von hinten.  Sie steht an einer Balustrade, rechts von ihr das blaue Meer. Blau, grün und lila dominieren das Cover. Die Schriften des Titels und der Autorin fügen sich nahtlos in das Farbkonzept ein. Es wirkt sehr harmonisch und hat einen Hauch von Kitsch.

Fazit:

Ein Leben voll Höhen und Tiefen, immer mit der tiefen Liebe zur Musik.
Ich begleite Hauptprotagonistin Rosanna in diesem Roman. Das ganze Leben bekomme ich von der Autorin erzählt.
Es gibt Schicksalsschläge, Einsichten, Geheimnisse und Leidenschaft.
Mit einer guten Mischung aus Drama, Liebe und Familiengeschichte gelingt es Lucinda Riley einen frischen Roman abzuliefern. Flüssig und schlüssig geschrieben bleibt keine Frage offen. Durch Wendungen und unvorhersehbaren Ereignissen bleibt es spannend bis zum Schluss.
Es ist ein typischer Riley, mehr oder weniger. Die Schreibweise ist die gleiche, die Charaktere sind wie immer gut ausgearbeitet, doch dieses typische Setting mit mehreren Handlungssträngen, die am Ende verknüpft werden, das fehlt.
Aber das ist sehr angenehm, da es dadurch einfach nicht vorhersehbar ist.
Ein Buch, was auf jeden Fall in den Sommer gehört.
Von mir klare 5 Eseslsöhrchen.

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„Schattenengel“ von Sara Brandt

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Information:

Verlag: Create Space
Seitenzahl: 466 Seiten
ISBN: 978-1530487257
Format: eBook

Handlung:

Lizzie und Sam kennen sich von Kindesbeinen an. Viele Dinge haben sie miteinander erlebt,was sie eng zusammengeschweißt hat. Doch Sam hat ein Geheimnis. Als dieses ans Licht kommt, ist nichts mehr so wie es war. Denn nicht nur Sam hat Lizzie einiges verschwiegen. Auch ihre Tante und ihr Vater waren nicht aufrichtig zu ihr. Und so steht Lizzie urplötzlich zwischen Mächten, von denen sie nie geglaubt hat, dass es sie gibt. Und diese Mächte bekriegen sich. Engel und Dämonen. kämpfen miteinander. Lizzie muss sich sich für eine Seite entscheiden, und das fällt ihr alles andere als leicht. Eine gefährliche Findung nach der Wahrheit beginnt. Wer ist denn nun Gut und wer wirklich Böse?

Layout

Das Cover ist in einem dunklen Türkis gehalten, ein verschnörkeltes Ornament prangt filigran in Schwarz ziemlich mittig auf dem Cover. Klein darunter kann man den Namen der Autorin lesen. Der Buchtitel besteht aus Großbuchstaben und sticht sofort ins Auge. Ein weißer Flügel oben rechts und einer schwarzer Flügel unten links runden das Bild mit dem Anhänger am „L“ von „Schattenengel“ ab.
Das Buch ist in Kapitel mit einzelnen Überschriften gegliedert, was eine gute Struktur während des Lesens bildet.

Fazit

Ich hatte mir ja eigentlich geschworen, nie wieder Rezensionsexemplare zu nehmen. Aber manchmal muss man auch Ausnahmen machen, vor allem, wenn ein Buch sofort beim Klappentext neugierig macht. So machte ich während des Umzugs bei einer Leserunde mit und bekam das Rezensionexemplar von der Autorin.
In der Leserunde war ich wegen dem Stress im Umzug eher nur stille Leserin und musste auch während des Lesens lange überlegen, ob und ich was ich schreibe über das Buch.
Ich kam nicht wirklich in das Buch rein. Ich beginne irgendwie mittendrin, wie es scheint. Alle Protagonisten haben schon eine Vergangenheit miteinenader. Die Gespräche, die sie führen, setzen Wissen voraus, welches ich als Leserin nicht habe. Ich kam mir auf den ersten Seiten, ich denke es waren etwa 80, vor, als wäre ich zu spät ins Kino gekommen und hätte die wichtigsten Schlüsselszenen verpasst. Doch wie jedem Buch gab ich auch diesem Buch 100 Seiten Zeit und wieder einmal bewahrheitet es sich: Diese Zeit muss man einer guten Story geben. Es ist eben wie guter Weit, der braucht auch erst Zeit zum Atmen!
Nach und nach gelingt es der Autorin diese ganze Fragezeichen zu entwirren und je weiter ich lese, desto ein klareres Bild zeichnet sich ab. Dabei bleibt die Handlung spannend und bietet einige Wendungen, die nicht vorhersehbar sind und der Story zu einer rasanten Berg- und Talfahrt verhelfen.
Besonders positiv sind mir die Hauptprotagonisten aufgefallen. Lizzie und Sam wirken sehr lebendig und Sara Brandt schafft es, dass ich sie bildlich vor mir sehe. Ich fühle, was sie fühlen. Ich leide mit ihnen und vor allem Lizzies Situation zwischen allen Stühlen zu sitzen, zwischen Gut und Böse zu stehen und nicht zu wissen was denn nun Gut und Böse ist, ist gut herausgearbeitet. Aber auch die Nebenprotagonisten, ohne die eine Geschichte ja nie funktioniert, sind facettenreich dargestellt.
Die Autorin schreibt flüssig und nachvollziehbar.
An der einen oder anderen Stelle verwirrt mich das Buch zwar, vor allem immer dann, wenn viele Protagonisten auf einmal in einer Szene vorkommen.
Aber das verbuche ich eher als kleines persönliches Manko, mit dem vielleicht nur ich so meine Probleme habe, denn das ist nich das erste Mal, dass mich Menschenmassen in Büchern überfordern.
Ich bekomme viel Fantasie, Engel und Dämonen, wie ich sie bisher nicht betrachtet habe, Romantik, Liebe, Freundschaft und eine starke weibliche Hauptperson, die mit viel Drama und Leid ihr Leben neu sortieren muss. Es ist der Weg zum Erwachesenwerden und für seine Entscheidungen einzustehen, mit allen Konsequenzen.
Wegen anfänglichen Zündschwierigkeiten bekommt „Schattenengel“ von Sara Brandt 4 von 5 Eselsöhrchen von mir!
Auf den 2. Band bin ich gespannt.

Meine Bewertung:
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Umzug 

img_9575.jpgIhr lieben Bücherwürmer. Bitte verzeiht mir, dass es im Moment ein wenig ruhiger ist. Die Bücher, mein Mann und meine Tiere stecken grad mitten im Umzug.

Im Moment mache ich bei einer Leserunde mit und lese hierzu Sara Brands „Schattengel“.

Gelesen habe ich in den letzten Tagen während den kleinen Pack- und Aufräumphasen viel.

Sobald wir wieder Internet und PC nutzen können folgen die Rezis.

Vergesst mich nicht und genießt die Sonne mit nem guten Buch!

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„Weg ins Nichts – Rojan Dizon 1“ von Francis Knight

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Seitenzahl:  416 Seiten
Verlag: Papierverzierer Verlag
Genre: Dystopie, Abenteuer
ISBN: 978-3944544205
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung:

Rojan Dizon ist Kopfgeldjäger, der sein Geld mit der Suche nach Straftätern, oder auch nach entflohenen Minderjährigen verdient. Daber ist er kein gewöhnlicher Kopfgeldjäger. Rojan kann Schmerz in Magie umwandeln, tut dies jedoch nur in Ausnahmefällen, da der Gebrauch dieser sog. „Schmerzmagie“ vom Ministerium, der Regierung der Stadt, strengstens untersagt wurde. Statt den Magier haben in der Stadt die Alchemisten das Sagen, die mittels Wissenschaft die Gesellschaft formen. Als Rojan von seinem Bruder um Hilfe gebeten wird, ist er zunächst wenig begeistert, denn er hat mit seinem Bruder seit dem Tod ihrer Mutter kaum Kontakt gehabt. Dennoch gibt er sich einen Ruck. Sein Bruder liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Das Problem: Seine Tochter, Rojans Nichte, wurde von Magiern des Ministeriums entführt. Rojan macht sich auf die Suche nach ihr, und landet in den untersten Schichten der Stadt, dort, wo die ärmsten der Armen zuhause sind. Welche Rolle spielen die Magier in all dem, und wieso scheint es, dass alles, was das Ministerium von sich gibt, eine einzige Lüge ist?

Layout:

Wir blicken vom Dach eines Wolkenkratzers auf eine futuristische Stadt, im Hintergrund die untergehende Sonne. Auf de Dach steht ein Mann, der raucht, vermutlich Rojan. In schwarzen Lettern steht der Name des Autors am oberen Rand, in weißen Buchstaben der Buchtitel, sowie der Name der Buchreihe am unteren Rand.

Fazit:

Als ich in die Geschichte eintauchte, hatte ich sofort Bilder vor Augen. Die Story erinnerte mich zunächst an eine bizarre Mischung aus den japanischen Serien „Witch Hunter Robin“ und „Fullmetal Alchemist“, mit einem Schuss „Harry Potter“, und dazu das ganze zehnmal düsterer. Der Schreibstil ist flüssig und der Autor schafft es, den Leser in seinen Bann und in die grässlichsten Ecken dieser Stadt zu ziehen. Die Charaktere sind an keiner Stelle farblos, jeder von ihnen hat seine Macken und Eigenarten, mit denen man sich anfreunden kann, oder eben auch nicht. Der Auftakt dieser Buchreihe ist fast gelungen. Wieso? Leider bleiben für mich ein paar Fragen zuviel offen, die ich gerne geklärt hätte, gerade in Band 1 einer Reihe. So wird die Gesellschaftsstruktur, das alltägliche Leben mit Religion und ethischen Vorstellungen, aber leider auch der genaue Aufbau der Stadt, nur hier und da angerissen, aber nie endgültig verständlich erklärt. Vielleicht ist das dem eBook geschuldet, und das Taschenbuch würde mir die fehlenden Informationen in Grafiken und Skizzen liefern (vielleicht tut’s das eBook am Ende auch, ich habe nicht nachgesehen). So werde ich als Neuling aber ein wenig im Regen stehen gelassen. Nichtsdestotrotz sollte sich natürlich jeder selber ein Urteil bilden, denn die Story weiß durchaus zu fesseln.

Wegen dieser kleinen Schwäche gibt es für den Auftakt der Reihe nur 4 von 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:
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„Schattenspiel – Der zweite Teil der Schattenwächter-Saga“ von Sandra Grauer

SchattenspielE-Book
Information:

Seitenzahl:  240 Seiten (eBook)
Verlag: Createspace
Genre: Romantasy, Mystery
ISBN: 978-1506174624
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung:

Die Portale zur Schattenwelt sind auf der ganzen Welt geöffnet, und Emmalyn, Joshua und Gabriel haben gemeinsam mit den anderen Schattenwächtern alle Hände voll zu tun. Zu allem Überfluss scheint dann auch noch Joshs und Gabriels Vater Noah von den Schatten entführt worden zu sein. Auf ihrer verzweifelten Suche nach einer Lösung wenden Sie sich an den, in den Ruhestand gegangenen Schattenwächter Wilhelm, der ihnen nur widerwillig seine Unterstützung zusagt. Doch das Team bekommt unerwartete Hilfe. Ausgerechnet ein Feind, der Alpha-Schatten Sheitan, will ihnen helfen, Noah zurückzubekommen, der wohl vom Schattenkönig an Sylvester geopfert werden soll. Doch dann gerät alles aus den Fugen, denn Emmalyn hat plötzlich Wissen, dass sie nicht haben kann, und kann Dinge, die sie eigentlich nicht können dürfte. Kann sie sich überhaupt noch selbst vertrauen? Und welche Rolle spielt der abtrünnige Schattenwächter in diesem Spiel?

Layout:

Wie schon der erste Band ist auch das Cover vom zweiten Band sehr übersichtlich gehalten (was ja nichts schlechtes sein muss). Das halbe Gesicht eines Jungen (Gabriel?), neben ihm die Silhouette einer jungen Dame mit einem Schwert (Emmalyn), über ihnen die Silhouette eines Bauwerks (das ich nicht identifizieren konnte, es könnte Palenque sein, aber da bin ich mir nicht sicher), das gesamte Cover zusätzlich noch mit Blättern und Zweigen überlagert, und in Altrosa und Türkisgrün gehalten. Der Titel des Buchs in stilisierten Buchstaben prangt am unteren Coverrand, ebenso wie der Name der Autorin.

Fazit:

Ich muss gestehen, dass ich riesiger Fan der Schattenjägerreihe „war“ (war in „“, wieso erfahrt ihr gleich), denn der erste Band brachte mich immer wieder ins Grübeln, warf mich von „Oh mein Gott“-Momenten bis hin zu „Scheiß Timing“-Episoden. Eins vorweg: Auch diese Abschnitte gibt es im zweiten Band noch, wenn auch nicht mehr so gehäuft. Denn im zweiten Band steht die Dramatik klar im Vordergrund, gefolgt von der Frage, wem man überhaupt noch trauen kann. Leider (aber das ist nur meine persönliche Meinung) hat sich die Geschichte selbst im zweiten Band in eine Richtung entwickelt, die für mich persönlich zu vorhersehbar und zu unbefriedigend war. Das ständige hin und her zwischen „Wir können uns doch vertrauen, oder?“ und „Wem können wir überhaupt noch trauen, wenn wir uns ständig alles verschweigen?“ war an der einen oder anderen Stelle einfach überflüssig und hat zumindest keinen positiven Beitrag zur Story geleistet (über negativ wollen wir hier nicht reden, ich fand es nicht störend, nur unpassend). Auch das Ende war sehr durchschaubar (ich spoiler jetzt aber nicht), zumindest für jemanden, der unzählige vergleichbare Urban Fantasy-Romane gelesen hat („anders.“ von Wolfgang Hohlbein z.B.). Ich persönlich hätte mir dann doch eine etwas andere Wendung gewünscht. Ich bin immernoch Fan der Serie und freue mich auf den dritten Band (weil einfach zuviele Fragen noch ungeklärt sind), dennoch, wenn ich Band 1 und 2 miteinander vergleiche, war der Auftakt wesentlich stärker.

Deshalb bekommt der zweite Band der „Schattenwächter“-Reihe leider „nur“ 4 von 5 Eselsöhrchen und die Hoffnung, dass das Finale mich wieder umhaut.

Meine Bewertung:
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„Magical Girl Site“ von Kentaro Sato

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Seitenzahl:  208 Seiten
Verlag: Tokyopop
Genre: Mystery, Drama, Horror
Ab 18 Jahre
ISBN: 978-3842025127

Handlung:

Aya Asagaris Leben ist schrecklich. In der Schule wird sie aufs äußerste gemobbt und drangsaliert. Ihr Bruder benutzt sie als Ventil für seine Aggressionen und verprügelt sie regelmäßig. Aya erträgt es und versucht stark zu bleiben. Eines Tages entdeckt sie eine merkwürdige Internetseite. Oder hat diese Seite im Netz sie entdeckt?
Die Magical Girl Site. Sie, Aya, soll einen Zauberstab bekommen. Aya kann kaum glauben, was sie hört und tut es erstmal als Scherz ab. Aber als am nächsten Tag tatsächlich der angekündigte „Zauberstab“ in ihrem Spind im Schulschrank liegt, traut sie ihren Augen nicht. Der „Zauberstab“ ist eine Pistole, mit Herzchen und Flügeln verziert.
Damit ist sie ein Magical Girl, mit ganz besonderen Fähigkeiten. Und es gibt noch mehr von ihr. Doch nicht alle sind ihr wohlgesonnen. Wem kann sie trauen, wie weit wird sie gehen, um sich gegen ihre Peiniger zu wehren und was hat es mit dem Countdown zum Tempest auf sich.
Eine spannende Geschichte nimmt ihren Lauf, die nichts für schwache Nerven und empfindliche Mägen ist.

Layout:

Das Cover besticht durch ein dunkles Rot als Hintergrundfarbe. Hauptprotagonistin Aya liegt auf dem Rücken und weint blutige Tränen. Da die Figur nur in Schwarz und Weiß gestaltet ist, stechen die Tränen sofort ins Auge.
Der Titel ist auf der linken Seite und erinnert an eine kantige Computerschrift.
Die Zeichnungen im Manga sind detailliert und gut ausgearbeitet. Bis ins kleinste Detail kann man vor allem die brutalen Szenen nicht nur erahnen, sondern man bekommt sie bildlich auf einem Silbertablett serviert. Die Sprechblasen und die Texte sind übersichtlich angeordnet und nicht überladen.

Fazit:

Das ist nun wirklich nichts für schwache Nerven. Der Titel „Magical Girl Site“ mag zwar niedlich und unschuldig anmuten, aber von niedlich und brav kann nun wirklich nicht die Rede sein. Das fängt bei den Darstellungen der Mobbing Attacken und der Brutalität des Bruders an und zieht sich wie ein roter Faden durch die Story.
Ob man Blut, Speichel und andere Körperflüssigkeiten so in den Fokus stellen muss, darüber lässt sich gewiss streiten. Aber es tut der Qualität der Geschichte keinen Abbruch. Neben dem dargestellten Ekel geht in erster Linie um die Frage:
Wie weit bist du bereit für Rache zu gehen, wenn du die Möglichkeit hast. Würdest du deine Peiniger umbringen oder würdest du Gnade walten lassen, Hauptsache sie lassen dich in Ruhe?
Ich habe den ersten Band wirklich gern gelesen.
Aya ist ein Magical Girl, ein ganz Besonderes. Ich bin gespannt wie es weitergeht.
Ihr müsst zwar eine Naht abkönnen, um diesen Manga zu lesen, nichts desto trotz lege ich ihn euch ans Herz. Gesellschaftskritisches Futter und eine starke Hauptprotagonistin schaffen eine Story, die nicht nur unter die Haut geht.
Von mir 5 von 5 Eseslsöhrchen!

Meine Bewertung:
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Der Letzte


Ich lese gerade Anne Hertz „Wunschkonzert“

Auf jeden Fall lese ich weiter. Leichte Kost zum Lachen ist passend im Sommer. Dazu ist es jedoch nicht langweilig oder platt. Rundum gelungen und eine perfekte Mischung aus Humor, Frau und Liebe.

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„Forgive – Sommerzauber“ von Andrea Bielfeldt

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Verlag: Create Space
ISBN: 978-1533188021
Seitenzahl: 235 Seiten
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Mit dem Abi in der Tasche gilt für Louisa, genannt Lulu, nur eins: die Welt entdecken und beginnen so richtig zu leben. Blöd nur, dass meistens alles anders kommt und dann auch noch anders als man denkt.
Alles beginnt mit einem harmlosen Telefonat mit Olli, dem Mitbewohner von Hanne. Dieser ist wiederum mit Pam zusammen. Lulus bester Freundin und Mitbewohnerin. Olli ist nur auf der Suche nach Hanne, er musst dringend mit ihm sprechen. Hanne ist jedoch mit Pam unterwegs, aber dieses ist gar nicht tragisch.
Lulu und Olli finden sich nämlich auf Anhieb am Telefon ganz sympathisch. Vor allem Lulu weiß gar nicht wie ihr geschieht.
Während Olli ihr Schmetterlinge in den Bauch zaubert, ist die Mädelsfreundschaft in Gefahr. Hanne macht sich ständig an Lulu ran, gegenüber Pam verdreht Hanne jedoch die Tatsachen. Pam packt wütend ihren Kram und verlässt die WG.
In ihrer Traurigkeit trifft es sich gut, dass Olli vorschlägt, sich mit ihr zu treffen, um sie auf andere Gedanken zu bringen.
Am Lokal angekommen, trifft es Lulu wie ein Schlag. Olli ist Milo, ihre erste große Liebe, die sie nie vergessen konnte und auf die sie noch immer sauer ist.

Layout

Das Cover ist ein wahrer Mädchentraum in den verschiedensten Rosatönen. Ein florales Design und eine verspielte Schrift, schlicht, aber wirkungsvoll gestaltet. Mich spricht das Cover an und man ahnt auch schon ohne den Klappentext gelesen zu haben, dass es sich um romantische Kost handelt.
Die Geschichte wird in zwei Perspektiven geschildert. Durch klare Kapiteltrennungen und dem jeweiligen Protagonistennamen, kommt man nicht durcheinander und findet sich gut zurecht.

Fazit.

Liebe! Erste Liebe, zweite Liebe, Liebe auf den ersten Ton, den ersten Blick, ewige Liebe, einfach Liebe. Nicht nur zwischen Lulu und Milo, sondern auch bei mir als Leserin.
Nach der „Nilmarut“- Trilogie, den kleinen Romanzenquckies wie unter anderem „Einmal Himmelblau und zurück“ und dem Vorgänger „Remember – Winterzauber“ von der Autorin, bin ich ein kleiner Bielfeldt Fan oder stiller Groupie.
Die Geschichte zwischen Lulu und Milo ist witzig und charmant, einfach im Kleinen gehalten, aber gerade deswegen so bezaubernd und lesenswert. Es geht eben um Gefühle. Um die Liebe. Andrea Bielfeldt versteht es, greifbare Protagonisten zu erschaffen, die ihre kleinen Macken, aber auch ihre Vorzüge haben. Chaotisch, witzig, charmant, manchmal etwas durch den Wind, das macht Lulu aus. Nachdenklich, entschlossen und der tragische, gute Geist der Geschichte, so begegnet mir Milo. Der Perspektivenwechsel, dass mir einmal Milo und einmal Lulu die Geschichte erzählt, macht das Buch sehr lebendig. Flüssig und schlüssig geschrieben wird durch die Protagonisten die Geschichte vorangetrieben. Es kommt genau das bei mir an, was die beiden gerade in ihrer Welt erleben und so fällt es mir nicht schwer, mit ihnen zu lachen, zu weinen oder auch mal sauer zu sein.
Andrea Bielfeldt beweist, dass eine gute Geschichte nicht viel braucht, nicht mal Magie, um einfach magisch zu sein. Manchmal ist es schon das Leben selbst, die Liebe und das Gefühl, die einem den Lesegenuss verzaubern. Und wenn es dann noch die erste Liebe ist, die nie vergeht, dann wird die Geschichte zauberhaft immer in Erinnerung des Lesers bleiben.
Von mir ewig verliebte 5 Eselsöhrchenen. Dieses Buch gehört in jede Strandtasche oder auf Balkonien.

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