Fantasy | Jugendbuch | Thriller

„Erebos“ von Ursula Poznanski

von am Juli 22, 2013

Handlung

Von seinem Schulfreund Dan bekommt Nick eine DVD auf der ein Computerspiel drauf ist. „Erebos“ heißt es, und schon viele auf Nicks Schule sind dem Spiel verfallen.Dan weist ihn ausdrücklich darauf hin, dass er es auf keinen Fall irgendjemandem geben soll, oder gar davon erzählen soll. Nick willigt ein, verseht aber die Aufregung nicht ganz.  Nick probiert es ebenfalls aus und es fesselt ihn sofort. Es ist ein Fantasy-Rollenspiel. Durch eine Anfangssequenz, in der man noch ein namenloser Charakter ist, trifft man auf einen Toten, der ihm berichtet, wenn er bereit sei das Spiel zu spielen, solle er durch die Schlucht gehen und nach einem gelbäugigen Boten Ausschau halten. Nick ist fasziniert von der Grafik, es scheint so, als würde dieser „Tote“ ihn direkt durch den Bildschirm hindurch anschauen. Nick macht sich im Spiel natürlich auf den Weg, bis er diesen Boten findet. Dieser Bote erklärt Nick, dass es nun Zeit für den ersten Ritus sei. Der Bildschirm seines PC´s wird schwarz und das Spiel fordert ihn auf, seinen Namen zu nennen. Er will sich Gargoyle nennen, aber das Spiel möchte seinen Namen. Nachdem er auch mit Simon White scheitert, nennt er seinen richtigen Namen, Nick Dunmor.Damit gibt sich das Spiel zufrieden. Nick wird schon etwas unbehaglich zumute, woher weiß das Spiel seinen Namen? Aber für weitere Überlegungen bliebt keine Zeit, denn schon werden ihm die Spielregeln nachdrücklich erklärt. Nick hat nur diese eine Chance, dieses Spiel zu spielen, er darf es niemandem zeigen, es gegenüber niemandem erwähnen, Namen, sind tabu. Im Spiel werden die echten Namen nicht Preis gegeben, in der Realität nicht der Spielname und er müsse auf jeden Fall die Spiel-DVD sicher aufbewahren. Nachdem Nick alles mit „Okay“ bestätigt hat, geht es daran einen Charakter zu erstellen. Er wählt einen Dunkelelf und nennt sich Sarius. Und schon geht das Spiel los. Es besteht aus Kämpfen und Missionen, mit den Mitspielern kann man nur an Lagerfeuern reden. Nick bemerkt sofort, dass sich nicht alle wohlgesonnen sind. Und auch die Missionen scheinen merkwürdig, denn es gibt Aufträge, die er in der realen Welt ausführen muss, um höhere Level und Belohnungen zu erreichen. Auf seiner ersten Mission in der Realitiät trifft er auf Dan, der ihm hinter vorgehaltener Hand verrät, dass er glaube, das Spiel würde leben. Nachdem Nick als Belohnung ein T-Shirt erhält, welches eigentlich schon ausverkauft war,ist auch er irritiert. Woher weiß das Spiel, dass er sich das gewünscht hat, er hat es doch bei niemanden erwähnt. Doch für Zweifel und Angst ist es zu spät, Nick ist mitten drin in der Welt von „Erebos“.

Layout

Das Cover ist schon echt super. Der Einband des Taschenbuchs fasst sich irgendwie an wie Fofokarton, nur irgendwie samtiger. Titel und das abgebildete Auge sind im Prägedruck. Das Buch scheint einen irgendwie anzusehen, klingt komisch, aber das Gefühl werde ich bis jetzt nicht los. Ich fühl mich ein bißchen wie Nick. Wirklich starkes Layout mit einem kurzen und knappen Klappentext, der brüllt: „LES MICH!“.

Fazit

Diesem Drang bin ich nur sehr gerne nachgegangen. „Erebos“ war eine Empfehlung meiner lieben Sanny und dieser Empfehlung bin ich nur zu gerne nachgegangen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ausgewogen und spannend erzählt Ursula Poznanski Nicks Geschichte. Ich wurde gleich nach den ersten 30 Seiten mitgenommen in das Rollenspiel und hatte sogleich Bilder im Kopf, die „World of Warcraft“ schon sehr ähnelten. Und obwohl ich keine begeisterte Gamerin bin, nahm mich „Erebos“ mit und ich fand mich in einem Strudel der Emotionen wieder, aus dem es kein entrinnen gab. Ich war gefangen im Spiel, welches sich nicht nur auf die Festplatte von Nick beschränkte, sondern in der Realität von Nick gefährliche Kreise zog. Und ich steckte mittendrin und es gab kein Entrinnen. Ich war nach dem Buch genauso süchtig, wie Nick nach dem Spiel Die Geschichte fesselte mich so sehr, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte, und es nach nicht mal einem Tag gelesen war.

Am schlimmsten fand ich den Gedanken, dass das alles gar nicht so sehr an den Haaren herbeigezogen ist. Es gibt süchtige Jugendliche, die nur in dieser virtuellen Welt leben, es müssen Missionen und Aufgaben erfüllt werden, damit man weiterkommt. So weit enfernt, dass es dann vielleicht auch Missionen in der realen Welt gibt, ist das gar nicht mehr.

Zwischendurch habe ich mich an das Buch „Die Welle“ von Morton Rhue erinnert gefühlt. In diesem Buch versucht ein Lehrer in einer amerikanischen Highschool den Schülern durch ein Experiment zu erläutern, wie es zu Hitlers Macht im dritten Reich kommen konnte. „Erebos“ hat mir ebenfalls dieses beklemmende Gefühl gegeben. Wenn du nicht für sie bist, dann bist du gegen sie und musst dafür büßen.

Ich als Leser hätte Nick und seine Mitspieler am liebsten gepackt und ihnen ins Gewissen geredet, sie sollen nicht die Augen verschließen, vor den Dingen die mit ihnen passieren.

„Erebos“ wird mich wohl noch ein paar Tage festhalten, weil es, obwohl Fiktion ist, gar nicht mehr so weit weg von der Realität zu sein scheint.

Ich lege Euch dieses Buch ans Herz, lesenswert, auch für Spielunerfahrene.

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Fantasy | Jugendbuch

„Night School: Du darfst keinem Trauen“ von C.J. Daugherty

von am Juli 21, 2013

Handlung

Seit dem Verschwinden ihres Bruders rebelliert die Teenagerin Allie gegen ihre Eltern und gegen jegliche Form von Autorität. In ihrer Not greifen ihre Eltern deshalb zu drastischen Maßnahmen und schicken ihre Tochter auf das Eliteinternat Cimmeria. Nicht nur die Lage der Schule stört Allie (es liegt mitten im Nirgendwo in einem Wald), sondern auch die Regeln nerven sie gewaltig. Kein Schmuck, keine Handys, nichts ist an dieser Schule erlaubt. Und wer sich den Regeln widersetzt, wird hart bestraft. Dies muss Allie schon sehr bald herausfinden, als sie sich widerrechtlich in den Wald verirrt. Doch dabei kommt sie einem Geheimnis auf die Spur.

Was hat es mit der mysteriösen Night School auf sich, deren Existenz zwar durch die Schulordnung beschrieben, aber nicht näher definiert wird? Und was weiß Sylvain, der wohl begehrteste Junge an der Schule, der sich offenbar für Allie interessiert? Als ein Schuler getötet wird, und eine andere Schülerin Selbstmord begehen will, erkennt Allie, dass diese Schule nicht normal ist.

 

Layout

Das Cover ist im Grunde genommen ein „Standard-Fantasy-Cover“:  Ein Frauengesicht, Ornamente, nichts was man nicht schon gesehen hätte. Doch die Aufmachung ist etwas besonderes. Das Cover ist minimalistisch gezeichnet und geheimnisvoll. Die Seiten sind schön gestaltet, und der Text lässt sich flüssig lesen.

 

Fazit

Oh man. Selbst wenn ich spoilern wollte, ich könnte es nicht. Denn der Text und die Handlung sind so dicht gepackt, dass dort nicht mal für Spekulationen Platz bleibt. Die Story wird als „Vampir- und Werwolffrei“ beworben. Anfangs mag man zweifeln, doch ich kann dies nur bestätigen. Trotzdem streift irgendetwas oder irgendwer in den Wäldern herum und tötet Schüler. Aber was es mit der Schule und den Unglücksfällen auf sich hat, wird sich wohl erst in den folgenden vier Bänden der Pentalogie klären. Ich bin jedenfalls gefesselt und will unbedingt wissen wie es weiter geht. Daumen Hoch für diesen gelungenen Auftakt!

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Fantasy | Jugendbuch | Liebesroman

„Elfenkuss“ von Aprilynne Pike

von am Juli 19, 2013

Handlung

„Elfenkuss“ ist der erste Band einer vierbändigen Fantasyreihe von Aprilynne Pike.

Laurel ist 15 und ein typischer Teenager. Mit ihren Eltern ist sie erst vor kurzem umgezogen und sie fühlt sich noch nicht richtig wohl in ihrer neuen Schule. Viel lieber wäre sie in ihrer alten Heimat geblieben. Doch mit David und Chelsea findet sie schnell Anschluß und Laurel lebt sich ein. Vor allem zu David entwickelt sie ein innige Freundschaft. Er steht ihr auch bei, als Laurel plötzlich Flügel aus dem Rücken wachsen. Laurel vertraut sich nur David an, der mit ihr feststellt, dass es sich bei den Flügeln um Blütenblätter handelt.

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