Macht euch bereit, der Aether naht!

Nun stehen die Termine und die Themen der Aether-Blogtour fest. Hier habt ihr mal eine Übersicht.

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Und so wie es sich für eine gute Blogtour gehört, gibt es auch etwas zu gewinnen. 2 Printausgaben von Waldesruh und eine Kette aus der Waldesruh-Welt.

 

1465132_752059031538295_6967535423615145356_nWas genau ihr tun müsst, erfahrt ihr auf den jeweiligen Blogs. Ihr habt ab dem 04. Dezember bis zum 14. Dezember Zeit für das Lösen der jeweiligen Aufgaben. Jede(r) Bloggerin/Blogger lost dann einen Gewinner aus, dieser Gewinner wandert dann in einen großen Lostopf und am Ende der Blogtour wird es drei glückliche Gewinner geben.

Ihr merkt, mit uns in die Aetherwelt zu reisen soll nicht zu eurem Nachteil sein.

Wir freuen uns sehr auf euch.

„Waldesruh“ von Anja Bagus

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Verlag: Edition roter Drache
Seitenzahl: 298 Seiten
ISBN: 3939459844
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Wir befinden uns in Hochschwarzwald 1912 im Hotel „Waldesruh“. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Die höhere Gesellschaft feiert hier den Jahreswechsel, beschwingt aber auch voller Sorge, denn der Aether verändert das Gefüge der Welt.

Menschen verändern sich, die Umwelt reagiert auf den Aether.

In diesem Szenario befindet sich auch die junge Witwe Minerva. Von ihrer Mutter unterdrückt und viel zu sehr bevormundet muss sie sich nicht nur der Veränderung der Welt stellen sondern auch den Tod ihres Mannes verkraften. Wie kann ihr Weg aussehen, was bringt ihr die Zukunft?

In diesem Jahreswechsel passiert so einiges, was Minerva hilft, ihren Weg zu finden. Vor allem die Männer und sie als Person, die mit ihrem eigenen Kopf und Ansichten vom Leben versucht sich neu zu definieren zeigen ihr den Weg auf, wo ihre Lebensreise hingehen wird.

Vor allem zwei Männer haben es ihr angetan, aber die sind beide grundverschieden. Wer ist der Mann, der mit ihr klarkommen kann und ihr ihre Freiheiten lässt?

Und dann stellt sich noch die Frage, welche mysteriösen Dinge auf dem Glasberg vonstattengehen. Minerva packt die Abenteuerlust nach dem Tod ihres Mannes erneut. Neue Lebensgeister werden geweckt und sie kann sich, ganz zum Verdruss ihrer strengen Mutter, den Mythen nicht entziehen.

Das Leben geht endlich weiter, voller Gefahren und Liebe.

Layout

Blau und Grün dominieren das Cover. Verschneite Tannen, ein Hirschgeweih, an einigen Spitzen blutig und wie im Dunst die Armaturen eines Automobils. Laden und in die Welt des Aethers ein. Und natürlich sehen wir den grünen Aethernebel emporsteigen.

In schwungvoller, weißer Schrift steht der Titel ganz oben geschrieben, etwas kleiner, direkt darunter in der gleichen Schriftart der Name der Autorin.

Unten steht der Hinweis, in grün, dass es sich um einen Aetherwelt-Roman handelt, darunter, kleiner und in sehr nüchterner Schriftart der Verlagsname.

Mich spricht das Cover sehr an. Mystisch zeigt es alles, was den Roman später ausmacht und eine Verbindung zu den Vorgängern ist durch den grünen Nebel gelungen. Man weiß auch ohne Aufdruck, dass es sich um eine Geschichte aus der Aetherwelt handelt.

Die Tage ab dem 29.12.1912 bilden die Kapitel, Handlungssprünge innerhalb des Tages werden mit einem kleinen schwarzen Kreis in dem in weiß ein Hirschkopf und eine Kugel abgebildet ist, unterteilt. Ein Hirschgeweih schmückt ebenfalls jedes Kapitel und die Seitenzahlen werden davon umrahmt.
Am Ende jedes Kapitels sind Tannen gedruckt.

Allein die optische Aufmachung des Buches hat mich begeistert und den Lesegenuss auf jeden Fall positiv beeinflusst.

Fazit

Minerva kam, schmiss den Motor an und siegte.

Mit dem Roman ist es Anja Bagus gelungen, nochmal eine Schippe draufzulegen und die Aetherwelt weiter wachsen zu lassen.

Ich begleite die Witwe Minerva, die auf tragische Weise ihren Mann verloren hat. Mit ihm konnte sie leben, wie sie wollte, sie konnte das sein, was sie wollte. Doch nach dem Tod geht sie, so wie es sich in dieser Zeit gehört, zu ihrer Mutter zurück.
Und in dieser Situation lerne ich sie kennen und lieben.

Nach außen stark, nach Innen aber doch zerbrechlich auf der Suche nach einem neuen Lebensweg nimmt sie mich wie ganz selbstverständlich mit zurück in die Welt des Aethers. Und es war mir, als hätte ich diese Welt nie verlassen.

Die Geschichte funktioniert. Nicht nur, weil Anja Bagus es versteht, zügig zu schreiben, Charaktere authentisch und lebendig werden zu lassen, sondern weil es ihr gelingt, eine Fiktion zu schaffen, die man nicht als solche empfindet.
Natürlich kann es 1912 so gewesen sein, Frau Bagus schreibt es mit einer Selbstverständlichkeit, dass ich gar keine Zweifel habe.

Und obwohl wir uns in einer fiktiven Vergangenheit befinden, ist die Sache als solches übertragbar.
Diese Thematik des Veränderns, des Anders seins, von einer Welt, die im Umbruch ist, findet sich zu jeder Zeit. Überall gibt es Menschen, die wir als anders sehen. Und dieses Anders sein war und ist immer schwer zu dulden. Ob nun durch Aether, Behinderung oder sexuelle Ausrichtung. Ganz egal. Mich packt es, wie die Autorin in einem historischen Fantasy-Roman topaktuell ist. Es regt mich zum Nachdenken an und ich hinterfrage mich, wie bin ich, wenn ich „Andere“ sehe. Habe ich Berührungsängste oder kann ich so sein wie Minerva sein, die unerschrocken in die Welt geht und hinterfragt um die Welt zu verstehen.

Mit „Waldesruh“ kann man einfach nichts falsch machen, denn es hat alles, was das kleine Leserherz verlangt. Spannung, Liebe, tolle Protagonisten und Fantasy, die so selbstverständlich rüberkommt, dass das alles auch wahr sein kann.
Ich bin gespannt auf die nächsten Romane, denn es muss mit Falk und Minerva in der Geschichte weitergehen.

5 Eselsöhrchen von mir.

Meine Bewertung:

Eine Rundreise in der Aetherwelt

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Im Moment bin ich ja fasziniert von Anja Bagus Welt rund um Aether und all den Figuren die deswegen und aufgrund dessen Abenteuer erleben.

Da ich von Annabelle Rosenherz so geflasht war, habe ich mich begeistert einer Gruppe Blogger angeschlossen. Wir lesen nun alle „Waldesruh“. Natürlich werde ich dieses in Kürze wie gewohnt rezensieren.

Aber darüber hinaus wird es ab dem 5. Dezember eine Blogtour in die Aetherwelt geben. Viele verschieden Themen weit weg von Rezensionen sind geplant. Was genau es geben wird und die genauen Daten was wann wo erfahrt ihr zeitnah bei mir und auf allen anderen Blogs.

Lasst euch in die Welt des Arthers entführen und spürt, wie diese Welt lebendig wird.

„Aetherhertz“ von Anja Bagus

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Verlag: Create Space
Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN: 1484903536
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch

Handlung

Wir befinden uns in einer alternativen Vergangenheit.

Baden-Baden 1910. Seit zehn Jahren verändert sich die Welt wegen einem grünen Nebel, der über Gewässern aufsteigt. Aether wird diese Substanz genannt. Sie hat positive und negative Eigenschaften, jedoch weiß man noch immer nicht zu sagen, was diese Substanz alles zum Leisten im Stande ist.

In dieser Welt lebt auch die junge Annabelle Rosenherz. Als Kind hatte sie mit Aether Kontakt und hat seitdem eine grüne Hand, die sie in ihren Empfindungen beeinflusst. Eine Berührung offenbart ihr mehr, als anderen Menschen. Doch da solche Menschen als „Verdorbene“ gelten und von der Gesellschaft isoliert werden müssen, ist dies das Geheimnis von Annabelle, ihrem verschollenen Vater und der Haushälterin Frau Barbara. Nicht einmal die beste Freundin Johanna weiß davon. Ständig trägt sie einen Handschuh über der grünen Hand.

Als ihr Vater für tot erklärt werden soll, steht die Welt Kopf. Nun ist sie eine Waise, da ihre Mutter schon bei ihrer Geburt verstorben ist. Die ganzen wissenschaftlichen Hinterlassenschaften ihres Vaters sollen zu einer Stiftung gemacht werden. Annabelle missfällt das zutiefst. Aber auch heiraten kommt für sie nicht in Frage.

Der junge Peter Falkenberg tritt in ihr Leben. Er soll die Sammlung ihres Vaters sichten und sortieren. Aber er macht viel mehr als das. Während er im Erbe Ordnung schafft, bringt er Annabelles Herz ganz schön durcheinander.

Und dann ist da noch ein Verbrechen, welches sie aufklären muss, und das irgendwas mit dem Aether zu tun hat.

Layout

Mystisch, dunkel, grün. So kann man es kurz zusammenfassen.

Vor einem alten Ziffernblatt steigt grüner Nebel auf. Das alles auf einem schwarzen Hintergrund. Groß, mit schnörkeligen,
Buchstaben steht der Titel in weiß mitten auf dem Cover geschrieben. Darunter, etwas kleiner der Zusatz „Ein Annabelle Rosenherz-Roman“.

Ebenfalls in Weiß, ganz unten auf dem Cover findet man den Namen der Autorin.
Die Kapitelüberschriften sind verschnörkelt, die Seitenzahlen mit Ornamenten verziert und nach jedem Kapitel ist ein Schmetterling gedruckt.

Der Buchrücken ist ebenfalls mit grünem Nebel gestaltet. Wenn man alle drei Bände hat, dann wird es ein Aethernebel, der zusammengehört und ein Bild ergibt.

Das ist seit langer Zeit mal wieder ein Cover, das mich sprachlos macht und zum Verweilen einlädt, es länger anzuschauen. Weil es einfach mal was ganz anderes ist. Und die Farbe Grün hatte auf mich irgendwie schon immer eine besondere Anziehungskraft.
Das Layout hat mich gleich in den Bann gezogen und fasziniert. Das ist wirklich gelungen und für mich ein sehr seltenes Gefühl.

Fazit

Ich will Historie, Fantasie und Romatik! – Aber das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal.
Ja, ich weiß, und dann will ich auch noch Spannung, Thriller und eine geniale Hauptprotagonistin. – Aber Kari, jetzt hör mal auf, das alles zusammen, das geht nicht. Das Leseleben ist doch kein Ponyhof.

Oh doch, bei Anja Bagus bekomm ich nicht nur drei Wünsche, sondern alle meine Wünsche erfüllt.

Ich lerne Annabelle Rosenherz kennen. Eine selbstbewusste, junge Frau, die ihre Freiheit im steifen Baden-Baden über alles liebt. Sie hat ein Geheimnis, was sie mir als Leserin schnell an die Hand gibt. Sie ist wie sie ist, die Tochter ihres Vaters, für die arbeiten, Geld verdienen und ihre „Frau“ stehen, nichts Besonderes ist.

Ich liebte Annabelle von Anfang an und ich habe mich von ihr gerne in eine historische Welt mitnehmen lassen, die so viel mehr ist.

Anja Bagus ist Magie und Zauber gelungen. Ganz einfach und leicht hat sie es geschafft eine Welt zu erschaffen, die aus Fantasie entsprungen ist und doch ganz real wirkt. Einfach nur ein Detail in historische Tatsachen gepackt und schon wird die Welt mit Aether lebendig.

Flüssig, mit ganz viel Charme und einer Protagonistin, die ich sofort leibhaftig vor meinem geistigen Auge stehen hatte, erzählt die Autorin eine Story, die wohl lange seinesgleichen sucht. Ich habe nichts zu meckern, gar nichts.

Alles war rund, gut durchdacht und ich hatte immer das Gefühl, wer weiß, vielleicht gab es dieses Aetherzeug ja wirklich. Und das Amt für Aetherangelegenheiten gibt es noch heute und kaschiert das gut, damit es nicht zu Ausschreitungen kommt.
Große Kunst ist Anja Bagus da gelungen, denn für mich wurde Fantasie lebendig.

Danke für einen einmaligen Lesegenuss und für meine neue beste Freundin Annabelle. Ich liebe sie.

Fünf Eseslöhrchen.

Meine Bewertung:

6 Fragen an Ina Tomec

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Mein Name ist Ina Tomec, Autorin und Musikerin

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe bereits in meiner Kindheit Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben, die ich allerdings nicht aufgehoben habe. Dann stieß ich 2009 zufällig zu einer Autorengruppe und entschied mich spontan, einen historischen Roman zu schreiben. Für mich stand fest, dass die Geschichte über eine wahre Begebenheit aus dem Ruhrgebiet handeln wird.

In welchen Genres schreibst du am liebsten?

Ich fühle mich bei historischen Fantasy- Romanen auf jeden Fall zu Hause. Dennoch habe ich auch zwei Kurzgeschichten aus dem Alltag geschrieben, die im Februar 2013 in einer Anthologie mit 13 weiteren Autoren aus NRW veröffentlich worden sind. Dann auch Weihnachtsgeschichten für Kinder, die ich zur Adventszeit vorlese, und ich notiere mir so manche Verse, die mir spontan einfallen. Momentan arbeite ich an einer Krimi-Kurzgeschichte, eine kleine „Auftragsarbeit“ für einen Verlag. Also, ich möchte und kann mich nicht für ein bestimmtes Genre festlegen.

Wie entsteht bei dir eine Geschichte?

„Ayleva – Die Reise im Licht des Nebels“ ist mein Debütroman. Das Thema um die Ermordung des Kölner Erzbischofs ist mir vorgeschlagen worden. Ansonsten entstehen die Themen durch Erlebnisse und Beobachtungen im Alltag und natürlich mit viel Fantasie. Meine Ideen für die Geschichten selbst kommen mir beim Schreiben. Unter Berücksichtigung von historisch belegbaren Ereignissen ist so auch mein historischer Fantasy-Roman mit Dichtung verknüpft entstanden.

Wer sind deine Vorbilder?

Ich mag eigentlich alle Bücher mit unvorhersehbaren Ereignissen und Wendungen, die spannend und fesselnd aufgebaut sind, und bei denen ich mitdenken und mit raten kann. Auf jeder Seite möchte ich wissen, warum ich umblättere. Der Autor oder das Genre ist für mich nicht entscheidend. Bei mir finden neben Krimis auch Psychothriller, humorvolle alltägliche Geschichten und Lyrik Begeisterung. In meinem Bücherschrank befinden sich viele Bücher von Autorenkollegen, die nicht (noch nicht ) berühmt sind und tolle Werke geschrieben haben.

Was liest du selbst am liebsten?

Sehr gern historische Romane, weil ich für kurze Zeit dem Alltag entfliehen und abschalten kann. Dann tauche ich in eine andere Welt ein, aber ich möchte nicht in mittelalterlicher Zeit leben. Die Geschichten dürfen gern von Menschen handeln, die außergewöhnliche Fähigkeiten besitzen, wie Heilerinnen oder Personen, die ein zweites Gesicht haben, die tief in sich kehren können undvielleicht in die Zukunft blicken können. Ich finde es spannend und aufregend, weil ich es mir nicht real vorstellen kann.

Welche drei Dinge dürfen beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

Ich benötige einen Kugelschreiber, die Zettel mit meinen Notizen und einen absturzsicheren Computer.

Hast du eine Homepage/einen Blog/eine Facebookseite?

Für einen Blog fehlt mir bei all meinen Aktivitäten die Zeit, aber Informationen über mich und zu meinem Buch findet man unter: www.ina-tomec.de und auf Facebook: https://www.facebook.com/pages/Ayleva-Die-Reise-im-Licht-des-Nebels/471749089549069

 

Liebe Claudia,
ich bedanke mich herzlich für das schöne Interview und wünsche dir eine schöne Zeit.
Herzliche Grüße von Ina Tomec

 

Liebe Ina,

ich bedanke mich von Herzen, für diesen kleinen Blick hinter die Kulissen und für die schöne Zeitreise.

 

„Ayleva – Die Reise im Licht des Nebels“ von Ina Tomec

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Verlag: BAR-Verlag
Seitenzahl: 325 Seiten
ISBN: 3944515455
Format: Taschenbuch

Handlung

Ayleva wird in einer Vollmondnacht des Jahres 2000 ins Jahr 1224 katapultiert. Dort sitzt sie nun ungewollt im mittelalterlichen Hattingen fest.

Zuvor hatte sie auf dem Dachboden des Elternhauses noch handgeschriebene Dokumente aus dieser Zeit gefunden. Es ging um einen Erbstreit der westfälischen Grafengeschlechter.

Ob das wohl was damit zu tun hat? Ayleva ist zunächst verwirrt und will so schnell wie möglich wieder in ihre Zeit, doch der Sternennebel jener Vollmondnacht taucht nicht wieder auf. Zum Glück kommt sie bei Ludger unter, den sie kennen und lieben lernt. Und der ihr hilft, so manche Gefahren dieser rauen Zeit zu überstehen.

Layout

Man sieht eine junge Frau in einem blau-roten Gewand. Sie streckt ihre Hände einem von oben links kommenden Lichtschein entgegen. Der Hintergrund wirkt mystisch durch den Lichteinfall und den Nebel.

Der Titel des Buches ist in gelben, großen, fließenden Buchstaben im unteren Drittel zu sehen, der Untertitel „Die Reise im Licht des Nebels“ ist im gleichen Schriftzug, nur etwas kleiner und weiß, direkt darunter zu finden.
In der oberen rechten Ecke des Covers steht in ebenfalls der gleichen Schrift und in weiß der Name der Autorin.

Mir gefällt das Cover sehr gut. Es wirkt ohne viel Schnörkel und allein das Bild verrät mir schon, auf welche Art von Roman ich mich einstellen kann.

Fazit

Ich war auf Zeitreise. Und auf was für einer.

Ayleva hat mich an die Hand genommen und ohne dass ich mich dagegen wehren konnte, war ich im mittelterlichen Hattingen gefangen. Dort erlebte ich jede Menge Abenteuer, die Lust auf mehr machten. Flüssig und zügig wird die Geschichte vorangetrieben, Zeit zum Atmen bleibt kaum, was einem stetigen Spannungsbogen garantiert

Ich bin Ayleva und Ludger gerne gefolgt. Der Autorin ist es gelungen, eine längst vergangene Zeit und regionale Geschichte für mich so glaubwürdig und tief darzustellen, dass die Story mich auch Tage später nicht los ließ. Ich hab mich selbst nochmal an den PC gesetzt und mir die Schauplätze, wie zum Beispiel Burg Altena. angeschaut. Gut recherchiert und einiges auf sich genommen schafft es Ina Tomec, längst Vergangenes lebendig werden zu lassen. Da hat sich alles, was sie unternommen hat, wirklich gelohnt.

Kleine Kritikpunkte habe ich jedoch.
Zu Anfang wurde ich mit Ayleva nicht so recht warm. Es ging mir da doch ein wenig zu schnell. Dachboden, schwupps Mittelalter. Und auch beim ersten Realisieren, was mit ihr passiert ist, ist sie mir zu emotionslos. Aber sie entwickelt sich, und das finde ich sehr positiv. Mit den Schwierigkeiten und den Erlebnissen wächst Ayleva und man merkt, dass sie ihr Schicksal mutig antritt.

Dann habe ich es auch ein wenig bereut, dass ich den Klappentext gelesen habe. Da wurde mir alles ein wenig vorweggenommen. Ich glaube, da täte die Autorin gut dran, das zu kürzen, um nicht schon alles an Geschichte vorweg zu nehmen. So konnte ich zum Beispiel gar nicht mit Ayleva fiebern, ob sie denn mit Ludger zusammenkommt oder nicht. Das wusste ich ja schon.

Ansonsten hatte ich viel Spaß beim Lesen und tolle Stunden in einer spannenden Vergangenheit. So macht Geschichtsunterricht Spaß. Es war fast, als würde ich einen Film sehen, denn ich konnte das Mittelalter sogar riechen.

Für diese Leistung und trotz leiser Kritik gebe ich 5 Eselsöhrchen. Ich reise gerne noch einmal mit Ina Tomec, denn Geschichten für Zeitreisen gibt es regional bestimmt genug.

Meine Bewertung:

„Das Mädchen, das Hoffnung brachte“ von Nicholas Vega

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Format: eBook

Handlung

Als Waisenkind hatte es Anna nie leicht. Aber zum Glück hat sie ihre Fantasie, die sie immer wieder in fantastische Welten mitnimmt, um dem grauen Alltag zu entfliehen. Dort kann ihre Mutter eine Königin sein, sie eine Prinzessin und ihr Leben ist sorgenfrei.
Doch im wahren Leben ist das alles anders. Und Chancen auf eine Adoption hat sie aufgrund ihrer Stummheit auch nicht.

Doch dann kommt der Tag, in dem sie alles hinter sich lassen will. Sie will nicht mehr das brave Heimkind sein und ihre Mutter finden. Das Abenteuer beginnt schon im U-Bahnhof. Dort trifft sie auf die freakige Zelda und den Rollstuhlfahrer Luke. Alle drei werden von Xantia abgeholt. Sie sollen in Niemalsfern, einem Kinderhospiz, auf die Königin treffen.

Anna kommt sich vor, als wären ihre Fantasien auf einen Schlag merkwürdig in die Wirklichkeit gerückt.

Layout

Ein blaues Cover mit schwarzen Ornamenten, Schnörkeln, zwei Silhouetten von Mädchen auf einer Wiese bilden den Grundstock von dem „Vega-typischen“ Cover. Mit typisch meine ich auf keinen Fall schlecht. Ganz im Gegenteil.
Das Cover weiß zu verzaubern und es macht Lust auf den Klappentext. In welche fantastische Welt entführt uns der Autor diesmal? Ich mag das Cover und ich bin mir sicher, auch auf andere Leser wird dieses Cover magisch wirken.

Fazit

Herr Vega, was machen sie nur immer wieder mit mir?

Einmal mehr ist es dem Autor gelungen, mich zu verzaubern und auf eine Reise voller Mut, Magie und Abenteuer mitzunehmen.

Ohne viele Umschweife beginnt die Geschichte um Anna und ihre neuen Freunde, die ein Kinderhospiz vor der Schließung retten wollen und die alle auf der Suche nach ihrer eigenen Portion Hoffnung sind. Eine flüssige und bildreiche Sprache lassen alles lebendig werden. Und diese ganz spezielle Art von Humor gibt dem Buch eine Leichtigkeit, die seinesgleichen sucht.
Jeder Charakter ist liebevoll ausgearbeitet, hat seine Macken und Eigenheiten, seine Stärken und Schwächen. Gemeinsam funktionieren und agieren diese Protagonisten perfekt. Jeder übernimmt eine Rolle, die wichtig ist und die Geschichte trägt. Die stille Heldin, eine Rebellin mit Herz, eine Mutterfigur, der tragische Schicksalsbehaftete und natürlich der Bösewicht. Alles zusammen wird eins und davon lebt dieses moderne Märchen.

Und bei all den lauten, lustigen und tragischen Momenten, hat diese Geschichte aber auch diese leisen kleinen Zwischentöne, die zu Herzen gehen. Es ist nämlich viel mehr als eine Fantasy-Story, sondern sie erzählt auch vom Erwachsenwerden, vom Schicksal annehmen, vom sich selbst annehmen, vom glücklich sein, vom Weitermachen und niemals aufgeben.

Nicholas Vega ist es scheinbar leicht gelungen, dem Thema Sterben und Hospiz ein so positives und warmes Gewand zu geben, dass es mein Herz erwärmt. Egal wie nahe ich dem Ende des Buches komme, und wie klar es auch wird, was diese Bilder, die Herr Vega in dieser Geschichte beschreibt, zu bedeuten haben, es stimmt mich nie traurig, ich bin nie verzweifelt. Es ist ihm gelungen, auch mir ein bisschen Hoffnung und Mut zu schenken.

„Denn Hoffnung ist eine Sache des Herzens…“ und nie ist etwas ganz vorbei.

Ich danke für diese tolle Welt, ich hoffe das Niemalsfern für uns alle irgendwann begreiflich und fassbar ist.

5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Killing Butterflies“ von M. Anjelais

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Verlag: Chicken House
Seitenzahl: 366 Seiten
ISBN: 978-3-551-52071-5
Format: eBook, gebundene Ausgabe

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Ausgabe.

Handlung

Schon bevor Sphinx und Cadence das Licht der Welt erblicken, malen sich die Mütter eine rosige Zukunft für ihre Kinder aus. Und es kommt, wie sie sich es vorgestellt haben. Sphinx und Cadence werden geboren und wachsen fast wie Geschwister auf. Doch schon früh wird klar, irgendwas ist anders und beängstigend an Cadence. Er tötet als Fünfjähriger ist einen Schmetterling. Ohne mit der Wimper zu Zucken. Die Befürchtungen von Sphinxs Vater, Cadence sei nicht normal, schlagen die Mütter in den Wind. Doch dann passiert das mit dem Messer. Sphinx wird für ihr Leben durch einen Messerschnitt im Gesicht.von Cadence gezeichnet. Und vorerst trennen sich ihre Wege. Bis ein Anruf aus England kommt.

Layout

Auf einem weißen Hintergrund ist ein blauer Schmetterling zu sehen. Wie ein Bild, das gefaltet wurde in der Mitte, mit Plakafarbe zufällig entstanden. Jeweils links und rechts ist in den Flügeln das Gesicht einer Frau und eines Mannes von der Seite abgebildet. Der in lila geschriebene Titel ist prominent über dem Schmetterling zu sehen. Der Name der Autorin ist in kleineren, geschwungenen blauen Buchstaben am unteren rechten Flügel zu lesen.

Das Buch kommt mit einem blauen Lesebändchen daher.

Die Kapitelüberschriften gleichen der Schrift des Covers.

Schöne Aufmachung des Buches, es macht Spaß, es in die Hand zu nehmen.

Fazit

Das Buch macht das, was angepriesen wird von Chicken House. Es verstört.

Die Geschichte von Sphinx und Cadence berührt mich. Und ich kann nicht mal sagen warum. Ich fand es nicht sonderlich ereignisreich und die erwartete klassische Liebesgeschichte mit Happy End blieb aus. Jedoch lerne ich mit Sphinx und Cadence zwei so unterschiedliche Teenager kennen, die mich, warum auch immer, faszinieren. Ihr miteinander, was so zerstörerisch wie liebevoll ist, gräbt sich tief in mein Gehirn

Sphinx erzählt mir ihre Geschichte. Ihre Gefühle und ihre Beobachtungen prägen das gesamte Buch. Sie hat Angst vor Cadence, aber im gleichen Maße, steht sie in seinem Bann. Sie weiß, mit ihm stimmt was nicht. Er tut ihr nicht gut. Aber sie liebt ihn auf eine Art und Weise, die sie nicht los lässt. Sie weiß, sie will bis zum Schluss bei ihm sein, aber auch keinen Schritt weiter.

Ich empfinde Sphinx als sehr stark. Ich begleite sie in diesem Buch vom Kind sein zum Erwachsen werden. Immer tat sie das, was ihre Eltern für richtig erachtet haben. Doch sie bricht aus und fällt ihre eigene Entscheidungen. Dann will Cadence sie manipulieren. Aber trotz der Angst bleibt sie stark.

Dieses Buch ist mit nichts zu vergleichen und es ist sicher auch keine leichte Kost. Die leisen Zwischentönte und die vielen Gedankenfetzen, die man erst nach der Geschichte so im Kopf hat, machen die Story richtig gut. Soviel Interpretationspotential steckt da drin. Wer hat wen manipuliert, wer lenkt wen in welche Richtung. Warum handeln sie, wie sie handeln, was wäre gewesen wenn.

Das Kopfkino ist auch nach der letzten Seite nicht bei mir ausgegangen und ich denke immer noch schwermütig über diese Geschichte nach. Dieses Buch bleibt mir auf jeden Fall immer im Gedächtnis. Und wenn ein Buch sowas schafft, in mir noch wochenlang nachhallt und ich die verschiedenen Aspekte beleuchten muss, dann ist mir das 5 Eselsöhrchen wert.

Hut ab und Danke für ungewöhnliche, beklemmende und verwirrende Lesestunden, die mich noch weiter beschäftigen werden.

Meine Bewertung: