Abenteuer | Bücher | Fantasy | Thriller

„Der Aurora-Effekt“ von Rainer Wolf

von am März 11, 2015


Information:

Verlag: Books on Demand
Seitenzahl: 264 Seiten
ISBN: 978-3837069938
Format: Gebunden, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Inhalt:

Im Zentrum der Handlung steht Mark Winter. Er ist Angestellter einer kleinen Werbeagentur in Hamburg. Diese hat den Auftrag bekommen, ein Werbekonzept für das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum zu entwickeln. Geplant ist eine Mondmission, für die ein hoher Millionenbetrag benötigt wird.
Bei einer Projektbesprechung lernt Mark die junge Wissenschaftlerin Angelique Brockhaus kennen. Schon beim ersten Aufeinandertreffen funkt es zwischen den beiden. Dies will sich Mark jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingestehen. Kurz darauf wird Mark jedoch von der Polizei aufgesucht, die ihn vom Tod seiner Exfrau unterrichten.
Zeitgleich macht sich ein kleines Team des deutschen Forschungsschiffs „Polarstern“ auf den Weg zu einem Kreuzfahrtschiff, welches einen Notruf gesendet hat.
An Bord entdeckt das vierköpfige Team ein unvorstellbares Blutbad. Es scheint, dass sich alle Passagiere und die Besatzung gegenseitig umgebracht haben. Die gruseligste Entdeckung ist jedoch das freundliche Lächeln auf dem Gesicht jedes Toten. Unter ihnen befindet sich auch Mark Winters Exfrau Isabell.
Beim nachgeholten Mittagessen mit Angelique erfährt Mark, dass in der Region, in der das Kreuzfahrtschiff aufgefunden wurde, ein Seebeben stattgefunden, und eine Monsterwelle das Schiff unter sich begraben hat.
Schon bald finden Mark und Angelique heraus, dass hinter den Vorkommnissen mehr steckt als nur pure Naturextreme. Eine Forschungsanlage in Alaska birgt ein gefährliches Geheimnis, für dass manche sogar zu Töten bereit sind…

Layout:

Das Cover ist in dunklen Violett und Lilatönen gehalten und klar strukturiert. Am oberen Rand scheint ein Gewitter zu toben. Am Rechten Rand ist die Silhouette einer der Statuen der Osterinsel zu sehen. In der Mitte prangt ein großes „Vorsicht Hochspannung“-Schild. Der Titeltext ist relativ schnörkellos gehalten. Das Cover allein macht nicht wirklich neugierig.

Fazit:

Als Fan von Verschwörungstheorien und -thrillern habe ich mich diesem Buch mit extremer Neugier und Vorfreude genähert. Das Buch gab es damals gratis zur Einführung des Apple iBook-Stores, weshalb es für mich ein weiterer Grund war, zuzuschlagen.
Wie erwähnt, bin ich Fan von Verschwörungstheorien und darum war mir der Hintergrund dieser Geschichte auch wohlbekannt. Aber als ich die Geschichte dann gelesen habe, war ich enttäuscht. Die Story beginnt mysteriös und geheimnisvoll, verliert sich dann aber schnell in Belanglosigkeiten. Bereits nach etwa 80 Seiten weiß der Leser, worum es geht. Danach beginnt eigentlich nur noch eine Flucht über den Globus und die Jagd nach den Hintermännern.
Ich hatte mir von der Geschichte wesentlich mehr versprochen. Immer wieder wurden angeblich real existierende Vorkommnisse eingestreut, die jedoch jeglicher Grundlage entbehren. Die Story schleppt sich mühsam bis zum Höhepunkt, dessen Beweggründe (ohne viel zu verraten) für mich nicht wirklich Sinn ergeben.
Der Autor hat sich Mühe gegeben, hier für Spannung zu sorgen. Doch leider ist ihm das nicht wirklich gelungen. Einhundert bis einhunderfünfzig Seiten mehr hätten diesem Buch sicher gut getan. Auch die Beziehung zwischen den Hauptfiguren funktioniert nicht wirklich.
Schade, denn dieses Buch, bzw. die zugrundeliegende Verschwörungstheorie bietet wesentlich mehr Potential. Selbst Jesse Ventura hat in seiner Sendung „Conspiracy Theory“ wesentlich mehr aus dieser Geschichte rausgeholt (und das waren nur 45 Minuten, also etwa 40 Seiten).
Auch wenn die Grundthematik spannend und beklemmend, und die dahinterliegenden, wissenschaftlichen Prinzipien eher „Science Fact“ als „Science Fiction“ sind, kann ich diesen Buch leider nur zwei Eselöhrchen geben.

 

Meine Bewertung:

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Thriller

“Mission – Spiel auf Zeit” von Douglas Preston und Lioncoln Child

von am Oktober 26, 2014

mission-spiel-auf-zeit-epubInformation
Verlag: Knaur
Seitenzahl: 432 Seiten
ISBN: B0056A9WBW
Format: eBook, Taschenbuch, gebundene Ausgabe, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch!

Handlung

Gideon Crew verliert schon als Kind seinen Vater. Warum er starb, bleibt Gideon jedoch vorerst verborgen. Erst als die Mutter ihm auf dem Sterbebett alles erklärt, wird Gideon klar, dass sein Vater in politische Machenschaften verwickelt war. Die Mutter nimmt ihrem Sohn das Versprechen ab, den Vater zu rächen.

Das gelingt Gideon auch. Er stellt den Schuldigen. Nun könnte das Leben für Gideon einfach weitergehen. In Ruhe. Doch ein komischer Typ einer Geheimbehörde der Regierung sucht ihn auf. Sie hatten beobachtet, mit welcher Raffinesse er die Feinde seines Vaters aufgespürt hat. Sie wissen, Gideon ist für ihre Zwecke nützlich. Doch Gideon lehnt ab.

Als sie ihm jedoch Röntgenbilder eines inoperablen Aneurysma zeigen, der in seinem Kopf ist, geht Gideon den Deal ein. Er soll einen chinesischen Wissenschaftler finden, der eine Formel für eine Waffe hat, mit der man die gesamte Menschheit auslöschen kann.

Layout

Ein komplett weißes Buch. Ein Metallseil spannt sich quer rüber, welches kurz vor dem Reißen steht. In großen, sehr prominenten Buchstaben stehen die Nachnamen der Autoren über der Grafik, etwas kleiner der Titel des Buches. Unter dem Seil steht der Untertitel „Spiel auf Zeit“ etwas kleiner. Die Schrift ist in Schwarz und Rot gehalten, das Seil ist Grau.

Mich sprach das Cover nicht an. Mich lockten eher die Namen auf dem Cover an. Da war ich sehr empfänglich für und es war durchaus gut, das mich zuerst die Namen von Preston und Child angesprungen habe. Sonst hätte ich dem Cover wohl keinen zweiten Blick geschenkt und den Klappentext gelesen.

Fazit

Und der nächste Griff ins Klo. Ich habe mich verführen lassen, ich gebe es zu. Ich hab die Pendergast Romane begeistert verschlungen. Das habe ich mir auch von einem neuen Hauptprotagonisten erhofft.

Ein bisschen war Crew ja auch so, aber auch nur, wenn man sich so seine Denkweise und Ausdrucksweise anschaut. Ansonsten liegen diese beiden Protagonisten meilenweit auseinander.

Ich kam erst gar nicht rein in die Story. Die ersten 100 Seiten waren Vorgeschichte, die irgendwie aber für den restlichen Verlauf nicht mehr wirklich wichtig waren. Ich begleite Gideon auf der Jagd nach den Feinden seines Vaters.
Und es war so langweilig. Ich fragte mich immer, warum die Autoren mir das erzählen. Ich sah da keinen Sinn drin und auch die Emotionen von Gideon erreichten mich nicht. Die Handlungen waren zwar nachvollziehbar, aber der Hauptprotagonist blieb mir viel zu blass und eintönig.

Und dann wird er angeheuert diesen Chinesen zu jagen. Oh wie öde. Spannung Fehlanzeige. Immer wieder fragte ich mich, wo denn da der Thriller sein sollte, der mir doch auf dem Cover angepriesen wird. Zwischendruch war es mal Krimi, Gideon Crew als Haupprotagonist war Drame, dann waren Verschwörungselemente drin. Und gut, wenn ich beide Augen zudrücke, kann man vielleicht auch Thrillerelemente entdecken. Es war eine Suppe aus vielen Themenversuchen, die aber nicht sehr rund abgeschmeckt war. Ich machte lange Pausen, um vielleicht nach zwei Tagen Abstinenz wieder auf den Geschmack zu kommen. Aber das half meiner Neugier auch nicht weiter. Und da mich das Buch auch nach 200 Seiten nicht mitnahm, war ich enttäuscht raus. Mist.

Für mich war es auf jeden Fall überhaupt nichts. Vielleicht bin ich mit zu großen Erwartungen rangegangen, nachdem ich den Pendergast ja verehre. Ich bin doch einfach viel zu verwöhnt.

Leider nur ein Eselsöhrchen von mir!

Meine Bewertung:

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Krimi | Thriller

„Blinde Vögel“ von Ursula Poznanski

von am August 15, 2014

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Verlag: Rowohlt (eBook), rororo (Taschenbuch ab Januar 2015)

ISBN: 978-3499259807

Seiten: 480

Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

 

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

 

Handlung

Der zweite Fall von Bea Kaspary und ihrem Kollegen und Vertrauten Flori führt das Salzburger Ermittlerduo auf einen Campingplatz. Dort finden sie zwei Leichen, die nichts gemeinsam zu haben scheinen. Bei Recherchen ist der einzige Verbindungspunkt eine Facebook-Gruppe, in der Lyrik und Poesie gepostet wird. Bea bleibt nichts anderes übrig, als sich einen Account mit falschem Namen zu machen und selbst in der Gruppe zu recherchieren. Denn ihr Chef ist nicht davon überzeugt, dass es sich bei dem Fall doch um Mord handelt und mehr dahintersteckt, als man auf den ersten Blick meinen könnte.

 

Layout

Eine große Krähe fliegt von rechts in das Bild des Covers. Eine in blau getauchte Umgebung ist zu sehen, und ein gekreuzter Pfosten eines Zauns. Mittig, schräg über das Bild ist der Titel und der Name der Autorin zu lesen. Auf mich wirkt das Cover sehr stimmungsvoll und mystisch.

 

Fazit

Nach dem Hörbuch von Fall eins, saß ich auf dem Trocknen. Hallo? Ich wollte doch wissen, wie es vor allem mit Bea und Flori weitergeht. Ich wusste und spürte, da geht doch was. Was die beiden nun für einen Fall hatten, war mir in erster Linie egal, ich wollte wissen, was zwischen denen passiert. Aber was machen, an einem Samstagabend?

Gottlob geht das mit dem Kindle so schön komplikationslos und mit einem Klick habe ich mir das Buch gekauft, gelesen und war fertig.

Hm, was soll ich sagen. Ja, da geht was, aber sie sind noch nicht weiter. Außer das Flori (ACHTUNG SPOILER) jetzt eine Exfreundin hat und ich unbedingt will, dass es einen dritten Band gibt.

Und der Fall von Bea und Flori?

Der war ungewöhnlich aber sehr gut. Mit viel Liebe zum Detail und guter Recherche ist es Ursula Poznanski wieder gelungen, mich zu fesseln. Da war die stockende Liebesbeziehung, die nur ab und zu mal einen Funken sprühte, nebensächlich. Die anderen Charaktere der Geschichte wachsen einem so sehr ans Herz, das man mit ihnen leidet. Es blieb spannend bis zur letzten Seite und ging so in eine ganz andere Richtung, als ich dachte. Immer wieder werden mir als Leser kleine Häppchen hingeworfen, so dass ich selbst mit raten kann. Aber alles ist wirklich so ganz anders als gedacht.
Mit diesem Hintergrund des Falls habe ich nicht gerechnet.

Mir hat es sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es bald weiter geht. Denn da geht was.

 

 

Meine Bewertung:

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Hörbuch | Thriller

„Fünf“ von Ursula Poznanski

von am August 1, 2014

 

Informationen

Verlag: Wunderlich
Argon Hörbuch

ISBN: 3805250312

Seitenzahl: 594 Seiten

Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

 

Ich habe das Hörbuch gehört.

Gelesen von: Nicole Engeln

 

Handlung

Als Beatrice Kaspary und ihr Kollege Florin Wenninger von der Salzburger Kripo zu einer Leiche auf eine Kuhwiese gerufen werden, ahnen beide nicht, dass dieses erst der Anfang ist. Die ermordete Frau hat an ihren Fußsohelen Koordinaten eintätowiert.

Mit einem GPS-Gerät bewaffnet suchen sie die Stelle auf und finden in einer Tupperdose eine abgetrennte Hand, dazu einen Hinweis. Der Mörder schickt sie auf eine perfide Schnitzeljagd und Bea und Florin müssen zu Geocachern werden.

Rätsel müssen gelöst werden, Stationen gefunden und immer wieder finden sich neue, nicht sehr erfreuliche Dinge in Dosen verpackt.

 

Fazit

Alter Schwede, oder sollte ich eher sagen, alter Salzburger? Dieses Hörbuch war innerhalb von 12 Stunden am Stück gehört.

Die Handlung ließ mich einfach nicht los, und da mein Handy so klein ist, das ich es mir einfach in die Hosentasche stecken kann, konnte ich Nicole Engeln auch am Stück zuhören.

Die Sprecherin hat eine sehr angenehme Stimme. Sie versteht es, Emotionen in die Stimme zu packen und dem Hörer zu transportieren. Vor allem zum Schluss merkt man die Ängste der Hauptprotagonisten total und ich habe eine regelrechte Gänsehaut bekommen. Außerdem versteht es Nicole Engeln durch kleine Veränderungen in ihrer Stimme die verschiedenen Charaktere mit Leben zu füllen. Kinder, Frauen Männer, alle haben während des Lesens durch die Sprecherin was ganz Eigenes und man kann sie total gut auseinanderhalten.

Ich mag das Ermittlerduo sehr und immer wieder streut die Autorin Bemerkungen ein, die darauf hinweisen, dass sie sich nicht nur beruflich gut verstehen. Doch währen es im Beruf fluppt, ist es privat nur freundschaftlich. Aber da ist ein Knistern, ich habe es deutlich gespürt

Der zu lösende Mordfall ist sehr spannend. Ursula Poznanski baut fortwährend eine bleibende Spannung auf. Man will dabei bleiben und muss wissen, was es alles zu bedeuten hat. Das Thema Geocachen ist gut beschrieben, und ich spüre, auch ohne das Nachwort zu kennen, das die Autorin selbst Cacherin ist. Willkommen im Club.

Ich kann nur hoffen, dass wir nie Leichenteilen in Tupperdosen begegnen.

Das Ende verprach mehr, das Knistern zwischen Flori und Bea wurde stärker, aber dann war das Hörbuch einfach zu Ende. Und nun?

Ich war so angefixt von der Geschichte, dass ich gleich am selben Abend den Folgeband als eBook gekauft habe. Natürlich ist auch dieses Buch schon beendet und ich verrate euch bald, wie ich es fand.

Für „Fünf“ gibt es in jeder Hinsicht fünf Eselsöhrchen und meinen Respekt an die wundervolle Sprecherin.

Meine Bewertung:

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Thriller

„Schauder: Ein Mann der Tat“ von Steffen Wittenbecher

von am Juli 25, 2014

Informationen

Verlag : CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 9781499353006
Seitenzahl: 594 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook

 

Handlung

Ein Mann wird lebendig begraben. Seine Frau wird danach vom Täter informiert. Er nennt sich Schauder. Was will er von ihr?

Zu einer damaligen Zeit. Ein Kind, welches Schauder heißt fällt nach einem Badeunfall ins Koma. Sein Freund hat ihm vor Angst und Panik, Schauder könne Tod sein, nicht geholfen. Erst als Erwachsener erwacht Schauder wieder. Und er sinnt auf Rache.

Mehrere Handlungsstränge beleuchten Vergangenheit und Gegenwart. Wie passt das alles zusammen?

 

Layout

Auf einem Schwarzen Hintergrund erkennt man einen in Rot getünchten Ausschnitt eines Sees in der Mitte des Covers. Über dem Bild steht in großen, weißen Buchstaben, die ein wenige ausgefranzt erscheinen, der Titel „Schauder“. Unter dem Bild sieht man steht ein Teasertext und etwas größer darunter der Name des Autors.

Wenn ich mir das Bild so betrachte erinnert es mich an ein Filmplakat oder ein altes Buchlayout von Alfred Hitchcock. Einfach gestaltet, aber sehr wirkungsvoll. Es läuft einem sogleich ein Schauder über den Rücken.

 

Fazit

Harte Nuss. Ich bin sehr zwiegespalten, was mein Fazit angeht.

Zum einen habe ich einen Psychothriller, der teilweise sehr unter die Haut geht und an Spannung und Zynismus wohl kaum zu überbieten ist. Schauder ist eine sehr vielschichtige Person. Opfer und Täter zugleich. Gut durchdacht erzählt mir der Autor die Geschichte, er versteht sein Handwerk und weiß, wohin die Geschichte gehen soll.

Aber dann ist da Aufbau der Geschichte. Lange Zeit bin ich verwirrt. Was denn jetzt? Wo befinden wir uns eigentlich. Die vielen unterschiedlichen Erzählstränge, das Wechseln zwischen dem Ich-Erzähler Schauder und dem Allwissenden-Erzähler gaben ihr Übriges zu meiner Verwirrtheit dazu. Immer wieder musste ich zurückblättern. Wie hieß nochmal das Kapitel? In welcher Zeit befinde ich mich. Da musste man wirklich sehr aufmerksam sein und das minderte doch sehr mein Lesevergnügen.

Was ich sehr schade finde, denn das Buch hat Potential, die Idee ist gut, der Hauptprotagonist so schön tragisch. Ich hab die ganze Zeit überlegt, was hätte der Autor für mich anderes machen müssen, um mich vom Hocker zu hauen.

Da hab ich tatsächlich ein paar Vorschläge. Weg von den Überschriften der Kapitel, diese einfach durch Jahreszahlen ersetzen, schon kann ich mir als Leser ein ganz anderes Bild schaufeln. Es wird sofort klar, auf welche Erzählebene ich mich einlasse. Dann vielleicht fokussierter in einer Zeit bleiben. Ein wenig länger, dass die Bilder auch eine Chance haben, in mir zu reifen. Warum kann ich das Schicksal vom jungen Schauder nicht in einer Rutsche bekommen?

Und dann die wechselnden Erzählperspektiven. Das sollte meiner Meinung nach auf jeden Fall eliminiert werden. Entweder darf jeder Protagonist aus seiner Perspektive erzählen, oder nur der stille Beobachter darf erzählen.

Vielleicht hat der Autor einfach zu viel gewollt, manchmal ist weniger jedoch mehr.

Das sind natürlich alles nur meine höchstpersönlichen Empfindungen und ich denke, jeder sollte sich sein eigenes Bild von Schauder machen. Vielleicht ist alles halb so schlimm oder auch schlimmer als gedacht.

Ich vergebe, auch wenn es mir schwer fällt, weil ich die Geschichte und das Handwerk des Schreibens eigentlich mag, vier Eselsöhrchen und hoffe auf eine Überarbeitung. Denn wenn ein andere Aufbau da wäre, wäre die Story für mich perfekt!

Meine Bewertung:

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Hörbuch | Thriller

„ZERO – Sie wissen was du tust“ von Marc Elsberg

von am Juli 20, 2014

 

Kurzinformation

Verlag: Blanvalet Verlag

ISBN: 3764504927

Seitenzahl: 481

Format: Buch, eBook, Hörbuch

 

Ich habe das Hörbuch gehört.

Sprecher: Steffen Groth

 

Handlung

Cynthia Bonsant ist Journalistin. Nachdem eine geheime Online-Aktivisten-Gruppe, die sich ZERO nennt, den Präsidenten der Vereinigten Staaten mit Drohnen filmt und live online sendet, muss sie sich mit der Welt des Internets mehr auseinandersetzen als ihr lieb ist. Zu Recherchezwecke  bekommt sie eine Brille, mit der man mithilfe von Gesichtserkennung Daten seines Gegenübers abfragen kann. Aber auch im Internet surfen ist damit möglich und telefonieren kann das Ding auch. Cynthia ist skeptisch. Aber ihre Tochter Viola liebt diese Brille. Als sie und ihre Freunde mit dieser Brille einen Verbrecher auf der Straße erkennen und verfolgen, stirbt ein Junge und ZERO ist wieder auf dem Plan. ZERO äußern sich kritisch, vor allem über das Onlineportal Freemee. Freemee beeinflusst die Menschen, ZEROs Meinung nach zum Negativen. Cynthia beginnt zu recherchieren, wer steckt hinter ZERO und was hat das alles mit diesem sozialen Netzwerk von Freemee zu tun?

 

Fazit

Zu Anfang kam ich nicht so recht rein. So viel Technik, so viele Menschen. Ich musste ganz genau zuhören und jede Ablenkung brachte mich raus. Aber ich glaube, dass hatte nichts mit der Geschichte an sich zu tun, sondern, dass ich mir auch vorher immer sehr schwer tat mit Hörbüchern.

Doch ich gewöhnte mich daran und schnell war ich begeistert von dem Roman und von Steffen Groth als Sprecher. Mit viel Ruhe und einer angenehmen Stimme trägt er das Buch vor, so dass auch schwierigere IT-Begriffe einfach ein Teil der Geschichte werden.

ZERO ist gesellschaftskritisch und mit Cynthia Bonsant rolle ich als Hörer alle Zusammenhänge auf. Mir wird die Story von unterschiedlichen Seiten erzählt. Jede Partei wird beleuchtet, so dass ich mir unabhängig von der Hauptprotagonisten ein Bild der Situation machen kann.

Durchweg spannend habe ich in jeder freien Minute gehört und das Beste, wie sicher für alle Hörbücher, Hausarbeit und Hören geht parallel.

Egal ob ihr es euch anhören oder durchlesen wollt. Gerade in der heutigen Zeit, wo sogar Frau Merkel abgehört wird, hat dieses Buch Brisanz. Wir sollten uns immer und überall hinterfragen, was wir im Netz eigentlich so treiben und ob das alles so seine Richtigkeit hat.

Ich liebe dieses Buch. Krimi, Thriller und Gesellschaftsliteratur werden hier vereint, mit einer sympathischen und starken Hauptprotagonistin, die man in ihrer Meinung sehr gut verstehen kann.

Auch wenn es viele technische Hintergründe in diesem Buch gibt und vielleicht auch der eine oder andere Begriff aus der IT ein wenig zu viel waren (zum Glück hab ich einen Ehemann, der als Fachinformatiker arbeitet), sollte man dem Buch eine Chance geben.

 

Für Spannung pur und den virtuell erhobenen Zeigefinger an die heutige Gesellschaft vergebe ich fünf Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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Krimi | Thriller

„Schmerz: Malmingers letzter Fall“ von Henriette Clara Herborn

von am Juli 8, 2014

Kurzinformationen zum Buch

Format: Kindle Edition

Dateigröße: 699 KB

Seitenzahl der Print-Ausgabe: 356 Seiten

Verlag: Leinpfad Verlag; Auflage: 1 (3. Juni 2014)

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

Sprache: Deutsch

ASIN: B00KPSM014

 

Handlung

 

Als Ernst-August Malminger im Januar 2017 zu einem Mordfall gerufen wird, ahnt er nichts Böses. Aber schon der erste Anblick der entstellten Frauenleiche lässt den Kommissar erkennen, dass der Täter wohl ein Nachahmungstäter sein muss. Die Fakten ähneln einem Fall aus 1947 aus Los Angels. Dort wurde Elizabeth Shorts ermordet, der Fall wurde als Schwarzen Dahlie bekannt.
Malminger ist führender Experte für diesen Fall in Deutschland. Deswegen steht für Malminger fest, dass der Täter mit ihm auf diese Art in Kontakt treten will.
Neben dem Erforschen des Mordfalls, hat Malminger aber auch in eigenen Reihen zu kämpfen. Ein Fall, den Malminger an Grenzen bringt, nicht nur an seine eigenen.

 

Layout

Das Cover ist sehr minimalistisch gehalten. Eine schwarz-rote Dahlie erkennt man auf sandfarbenen Grund. Von der Blume tropft Blut. Der Titel des Buches ist in großen roten Buchstaben rechts neben der Dahlie zu finden. Name der Autorin findet sich klein und unauffällig darüber in weiß.

Buchrücken und die Rückseite sind schwarz.

Ich finde das Cover super. Beim ersten Anblick weiß ich, es muss ein Krimi sein, die Farbgebung lässt keine anderen Schlüsse zu.

Mich macht es neugierig und das ist immer in Pluspunkt.

 

Fazit

Spannend, mit einem Ende, den ich mir eigentlich vom Titel her hätte ableiten können.

Ich lerne viele spannende Menschen kennen. Böse und Gute und auch welche, bei denen man das nicht einschätzen kann. Und aus all diesen Sichtweisen wird mir eine Geschichte erzählt, die spannend bis zur letzten Seite ist. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund.

Die Beschreibungen der Leiche, die zwischenmenschlichen Handlungen, Umgangssprache schaffen eine Stimmung, die man für einen Krimi braucht. Dazu jedoch kommen Thrillerelemente und man begibt sich auf die Reise in die tiefsten Seelenabschnitte der Menschen. Was können Neid, Eifersucht, oder auch Drogensucht in einem Menschen auslösen.

Geschickt verwebt die Autorin die reale Vergangenheit von 1947 mit der fiktiven Zukunft und so entsteht ein Roman, vom dem man nicht mehr los kommt.

Das Ende sah ich erst kritisch. Hallo? Geht es noch? So doch nicht. Aber doch, genauso musste es enden. Geht gar nicht anders. Und ich sitze hier und denke…. Bitte Nachschlag.

Von mir gibt es für geniale Charaktere, spannende Seiten und einen tiefgründigen Thriller 5 Eselsöhrchen.

 

Meine Bewertung:

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Fantasy | Thriller

„Lichtsturm – Die weiße Festung“ von Mark Lanvall

von am Mai 13, 2014

Handlung

Die Geschichte startet in der Welt der Kelten. Der Keltenhäuptling Kellen wird in einem Kampf schwer verletzt. Wie durch ein Wunder überlebt er jedoch und erwacht in einer ihm nicht bekannten Umgebung. Nach und nach stellt sich heraus, dass es sich um Alben handelt, und Larinil eine Schwertkampfmeisterin ist. Kellen erkennt, dass es von Vorteil ist, sich mit den Alben zusammenzutun, um voneinander zu lernen und gemeinsam gegen die Feinde zu kämpfen, die ihre Welt bedrohen.

Während dieser Ereignisse wechselt die Geschichte immer wieder in unsere Welt. Ben, eigentlich ein Graf, ist aus seinem „Spießerleben“ ausgestiegen. Er arbeitet auf einem Campingplatz und unterstützt zwei Freunde bei ihren schrägen Internetaktionen.
Sein Leben könnte zwar ungewöhnlich, aber ruhig sein. Doch dann beginnt Ben sich zu verändern. Warum bekommt er auf einmal so komisch spitze Ohren? Und warum verfolgen ihn Menschen, die ihn umbringen wollen? Was steckt dahinter?

Layout

Ein in blau gehaltenes Cover begrüßt den neugierigen Leser. Zurückhaltend, klein und im Hintergrund gemalt erkennt man eine weiße Festung, Über dieser Burg scheint Licht zu strahlen. Der Titel „Lichtsturm“ ist in großen grauen  und klaren Buchtstaben dominant im oberen Drittel des Covers zu finden. Darüber, in der gleichen Schrift, jedoch kleiner, steht der Name des Autors. Unter der Festung ist der Untertitel des Buches „Die weiße Festung“  in einfacher, weißer Schrift zu lesen.

Das Layout wirkt auf mich sehr stimmig und mysteriös. Meine visuelle Leseader wird direkt angesprochen und macht neugierig.

Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt, die jeweils mit einer Kapitelüberschrift beginnen.

Leider waren die Überschriften in der gleichen Schrift und ohne irgendwelche besonderen Kennzeichen in den Text eingearbeitet. Im Lesefluss beeinträchtigte es zwar nicht, aber es kam immer so unerwartet, da man einfach weiterlas ohne einen optischen Hinweis zu haben, dass nun ein neues Kapitel anfängt. Fette Buchstaben oder irgendwas, was die Überschrift kennzeichnet, würde ich mir hier wünschen.

Fazit

Eine spannende Lektüre habe ich da zwischen die Finger bekommen, die mir jedoch ein bisschen Geduld abverlangt hat.

Ich kam nicht direkt so richtig rein in die Story, weil ich mir mit dem Part von Kellen erst sehr schwer tat. Mein Kopf wollte einfach nicht zu diesem jungen Kelten vordringen und als dann auch noch Alben dazukamen, war mein Kopf erst einmal völlig überfordert.

Das macht Ben jedoch schnell wieder gut. Der Handlungsstrang um den gescheiterten Adelsspross war spannend geschrieben und ich war sofort dabei. Atemlos machte ich mit ihm so manche Verfolgungsjagd durch.

Deswegen hielt ich durch und wollte auch Kellen die Chance geben, mich mitzureißen. Ich weiß nicht genau, bei welcher Szene es mir gelang, doch plötzlich offenbarte sich mir auch Kellens Welt und das Buch wurde zum reinsten Hochgenuss.

Thriller, Fantasy, rasante Action. Ich war gefangen in Fragen, auf die ich Antworten wollte. Was geschah mit Ben, was hatte das mit Kellen zu tun? Die wildesten Spekulationen machten sich breit und ich wartete sehnsüchtig auf Aufklärung.

Aber der Autor versteht sein Handwerk. Er nimmt mich als Leser mit, schmeißt mir immer mal wieder ein Bröckchen hin, damit ich am Ball bleibe, verrät mir aber nicht zu viel, damit es bis zu letzten Seite spannend und packend bleibt und ich atemlos und gefesselt die Reise mit Kellen und Ben zu Ende mache.

Die Figuren sind authentisch ausgearbeitet, die Geschichte rund und mit viel Liebe zu Detail zusammengeführt. Eine sehr ungewöhnliche, aber gelungene Mischung.

Ich bin froh, mich auf das Buch eingelassen zu haben und wieder einmal bestätigt sich: Gib dem Buch ruhig bis Seite 101 Zeit.

Danke für einen phantastischen Lesegenuss. Das war Top!

Meine Bewertung:

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Jugendbuch | Thriller

„Saeculum“ von Ursula Poznanski

von am März 9, 2014

Handlung

Als Medizinstudent Bastian Sandra kennenlernt, taucht er in eine ihm völlig unbekannte Welt ein. Sandra begeistert sich für das Mittelalter und zusammen mit der Gruppe „Saeculum“ erlebt sie immer wieder Conventions, auf denen sie ein paar Tage in ihre Mittelalterrolle schlüpft.

Zuerst hat Bastian nicht wirklich den Drang, dieses merkwürdige Hobby zu vertiefen. Er ist irritiert von der Sprache und den Verhaltensweisen, die die Rollenspieler mit völliger Inbrunst und Liebe an den Tag legen. Aber da er beginnt sich in Sandra zu verlieben, lässt er sich auf die große Convention zu Pfingsten in einem fern abgelegenem Wald einladen. Er ist einer von nur Wenigen, die zu dieser Veranstaltung von Spielleiter Paul eingeladen werden.

In einer „Zentrale“ müssen sie alles, was nicht ins Mittelalter gehört ablegen und sind von nun an in ihrer Rolle. Ohne Handy, ohne Brille und alles, was das Leben sonst so angenehm macht, Geht die Gruppe in die Wildnis, für fünf Tage.

Aber als der erste Spieler vermisst wird, wird aus Spiel plötzlich Ernst. Ist der Fluch, von dem in einer Sage die Rede ist, doch wahr?

Layout

Das Buch ist in schlichtem Schwarz-Weiß gestaltet. Äste und Zweige in schwarz zieren den kompletten Bucheinband auf weißem Untergrund. Die Schrift des Titels prangt mitten drauf und mutmaßt im Schriftbild mittelalterlich an.

Im inneren des Buches gibt es in regelmäßigen Abständen schwarze Seiten, die einen in Ereignisse vor der Convention mitnehmen. Die Anfangsbuchstaben der einzelnen Kapitel sind mit verschnörkelten Buchstaben geschrieben und die Seitenzahlen scheinen verzerrt.

Mir gefällt das Layout des Buches sehr gut. Obwohl es schlicht ist, fällt es auf und es verleitet, es in die Hand zu nehmen. Die schwarzen einzelnen Seiten erkennt man sofort und man blättert ganz automatisch rein.

Fazit

Oh mein Gott.

Lange habe ich mich nicht mehr so sehr gegruselt. So sehr, dass ich das Buch zwischendurch mal aus der Hand legen musste. Ich hätte mir fast in die Hose gemacht.

Die Autorin hat mich in den ersten Sätzen mitgenommen in die mir unbekannte Welt des Mittelalter-Rollenspiels. Zu Anfang empfand ich das Buch erst einmal sehr schleppend, aber nur bis die Rollenspieltruppe im Zug saß und Paul von dem Fluch erzählte, der der Spielstätte wohl inne wohnt.

Von da ab gibt es kein Entrinnen mehr. Eine regelrechte Spirale der Spannung nimmt mich immer tiefer mit und schürt meine Angst. Frau Poznanski hat die Gabe Situationen und Umgebungen so gut zu beschreiben, dass man sich mitten im Buch befindet und Zuschauer dieser Geschichte wird.

Ich fand die einzelnen Charaktere authentisch. Vor allem Bastian und Iris wachsen einem sehr ans Herz, weil man sie als Leser am meisten begleitet. Man erfährt Hintergründe und kann ihre Gedanken und Handlungen sehr nachvollziehen.

Konstant spannend treibt die Autorin die Geschichte voran. Ständig fragt man sich als Leser, ob es wirklich spukt oder ob nicht doch eine Mensch dahinter steckt.

Leider muss ich zugeben, dass ich das Buch relativ schnell durchschaut hatte. Da wurde sich derbe aus der Klischeekiste bedient. Da ich aber immer wieder dachte, dass diese Erklärung ja viel zu einfach sei, blieb das Buch trotz allem spannend und ein paar kleinere Überraschungen hatte Frau Poznanski zum Schluss dann doch noch für mich übrig.

Deswegen, trotz dieser kleinen Schwäche alle fünf Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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Krimi | Thriller

„Oliver Hell – Das zweite Kreuz“ von Michael Wagner

von am August 18, 2013

Handlung

„Das zweite Kreuz“ ist der dritte Roman um den Ermittler „Oliver Hell“.

Der alte Fall von Oliver Hell und seinem Team hallt noch nach und nimmt nochmal Wendungen an, mit denen niemand rechnen konnte. Der Übeltäter aus dem vorigen Fall, der eigentlich für tot gehalten wurde, taucht wieder auf und stiftet ordentlich Verwirrung bei der Polizei.

In diesen Verwirrungen findet eine erste Entführung statt. Alt wirkendes Papier, auf einer Schreibmaschine getippte Koordinaten. Diese führen zu einem Mülleimer in den Rheinauen. In diesem Mülleimer ist ein Holzkästchen hinterlegt, in dem ein Foto von einer männlichen Hand zu sehen ist. Zur gleichen Zeit meldet sich die Frau eines verschwundenen Bestatters. Kurz darauf besteht kein Zweifel mehr: die Hand gehört zu dem Vermissten.

Auf gleiche Weise verfährt der Entführer bei einer älteren Dame. GPS Koordinaten, diesmal gibt es einen Umschlag, in dem Hinweise auf die Vergangenheit der Entführten zu finden sind.

Da es jedoch keine Lösegeldforderungen vom Entführer gibt, ist es für die Staatsanwaltschaft auch keine richtige Entführung. Auf Bauchgefühle von Oliver Hell kann man da keine Rücksicht nehmen.

Was hat das alles auf sich? Und wie hängen diese Entführungen zusammen, bisher ist noch kein Muster zu erkennen.

Layout

Das Cover finde ich richtig gut. Titel des Buches und Layout des Covers passen in Schwarz-Weiß-Rot einfach perfekt zusammen. Zwei angebrannte Streichhölzer bilden ein Kreuz, vom Querbalken tropft  am Streichholzkopf Blut. Schriftart und das Streichholzbild wirken auf mich sehr gekonnt und rund. Es ergibt ein einheitliches Bild, das schon darauf hinweist, dass es sich um einen Roman aus dem Genre Krimi/Thriller handelt. Diese Kombination macht neugierig.

Fazit

Ich tat mir zu Anfang ein wenig schwer, in die Geschichte reinzukommen. Da ich die ersten beiden Bände nicht gelesen hatte, musste ich mir erst einmal ein Bild machen und hab ein wenig gebraucht, bis ich mir die Zusammenhänge der Vorbände erschließen konnte.

Aber da der neue Fall parallel aufkam, wurde ich mitgenommen und lernte Oliver Hell und sein Team schnell kennen. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte immer den Eindruck, ich würde eine Folge „CSI“ schauen. Das ist nicht negativ, sondern eher positiv. Es wurde eine Spannung aufgebaut, die mich fesselte. Die Geschichte wurde durch mehrere Perspektiven beleuchtet: Hell, der Entführer, die Entführten, sodass sich nach und nach das Puzzle zusammensetzte. Mir als Leser hat das sehr gut gefallen. Zum einen wurden nach und nach Fragezeichen aus meinem Kopf gelöscht, andere Geheimnisse wurden wiederum aufgeworfen.

Das Tempo der Story wurde so immer auf einem rasanten Pegel gehalten und ich flog förmlich durch die Geschichte. Der eine oder andere Fingernagel musste dran glauben.

Die Sprache ist einfach gehalten und man kann sich schnell in die einzelnen Charaktere hineinversetzen. Ich hab im Kopf sogar selbst den grippalen Infekt eines Charakters mit durchgemacht, so sehr war ich im Team involviert.

Als nächstes werden die ersten beiden Bände auf meinen Reader wandern, aber ich warte mit dem Lesen erst einmal, bis meine Fingernägel wieder nachgewachsen sind.

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