„Aquila“ von Ursula Poznanski

Information

Verlag: Loewe
ISBN: 978-3785586136
Seitenzahl: 432 Seiten
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Als Studentin Nika morgens erwacht, denkt sie noch, das die Samstagsparty doch heftiger gewesen ist, als angenommen. Ihr tut der Kopf weh und sie kann sich an nichts erinnern.
Als sie den Fernseher anmacht, stellt sie erschrocken fest, dass es jedoch schon Dienstag ist. Wo sind die fehlenden zweieinhalb Tage und viel wichtiger, was ist in dieser Zeit geschehen.
Ihr Handy ist verschwunden. Die Wohnung ist abgeschlossen und sie findet ihren Schlüssel nicht, ihr Laptop hat keinen Akku mehr. Und auch von Mitbewohner Jennifer fehlt jede Spur.
Aber sie findet ein blutiges T-Shirt im Badezimmer und in ihrer Hosentasche einen Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.
Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …
Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?

Layout

Ein knalliges Gelb begrüßt den potentiellen Leser auf dem Cover und die Signalwirkung der Farbe wirkt. Beim Betrachten des, ich denke, es handelt sich um einen Drachen, fällt die goldene Prägeschrift sehr positiv auf. Der Einband scheint sehr hochwertig und erinnert mich beim Anfassen an Leder.
Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt und wirkt dadurch übersichtlich strukturiert.

Fazit

Von Anfang an weiß dieses Buch zu überzeugen. Die Suche nach den verlorenen Tagen ist rasant und spannend. Ich folge Nika beinahe atemlos und lese Seite um Seite und merke gar nicht, wie die Zeit vergeht.
Nikas Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und auch die Angst, den Menschen zu vertrauen, kommt authentisch rüber und packt mich.
Bis etwa 80 Seiten vor Buchende finde ich persönlich die Geschichte am allerbesten von allen Poznanski Büchern. Allerdings schwächelt dann die Story sehr und wirkt mir zu sehr konstruiert mit viel zu vielen Zufällen.
Von mir 4 von 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Good as Gone“ von Amy Gentry

Good as Gone von Amy Gentry
Good as Gone von Amy Gentry

Information

Verlag: C. Bertelsmann
ISBN:     978-3570103234
Seitenzahl: 350 Seiten
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Als acht Jahre zuvor die 13-jährige Julie aus dem Elternhaus entführt wird, ist für die Familie nichts mehr, wie es war.
Nun taucht die Tochter wie aus heiterem Himmel wieder auf. Sie steht einfach so vor der Tür ihres Elternhauses. Verstört, verwahrlost aber lebend.
Was ist Julie in den acht Jahren nur wiederfahren?
Die Freude währt nicht lange, denn Julie scheint sich in den acht Jahren verändert zu haben. Was ja eigentlich auch nur natürlich ist. Oder ist es etwa gar nicht die vermisste Tochter und Schwester.
Eine belastende Zeit beginnt für die Familie, die noch schwerer scheint, als die Zeit nach der Entführung. Wem kann man trauen und was ist wirklich vor acht Jahren geschehen?

Layout

Der Einband ist schwarz. Der Titel ist in gelber Prägeschrift in großen, klaren Buchstaben auf dem Cover zu sehen. Darunter der Untertitel „Ein Mädchen verschwindet. Eine Fremde kehrt zurück.“ Er ist in der gleichen Schriftart wie das Titel, jedoch um einiges kleiner und in einem hellen Grau geschrieben. Im ersten O von Good sieht man den dunklen Umriss einer Frau, die von oben hell angestrahlt wird.

Fazit

Ein sehr flutschiges Buch, wenn ich mal so unverblümt drüber reden darf. Nein, im Ernst.
Ich bekomme mit „Good as Gone“ einen sehr gut durchdachten Psychothriller, der spannend anfängt, so dass ich ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen mag. Die ersten 100 Seiten waren in einer Rutsche weggelesen und auch ab Seite 101 gab es für mich als Leser kein Entrinnen.
Gleich von der ersten Seite ist das Buch dicht gepackt an Handlung und der Sog beginnt.
Die Story wird mir von der Mutter erzählt, zum größten Teil, sodass ich Anna gut nachvollziehen kann in ihren Ängsten um ihre Tochter, aber auch in den Zweifeln, die sich nach und nach in ihr aufbauen, ist sie authentisch dargestellt.
Dann bekommen einzelne Protagonisten eigene Kapitel, die mir aber von einem allgemeinen Erzähler berichtet werden. Mal sind es Schnipsel aus der Vergangenheit, mal Ereignisse die gerade passieren.
So gelingt es der Autorin Amy Gentry ein dichtes Geflecht an rasanter, psychischer Handlung zu spinnen, die einen nicht mehr loslässt.
Die Protagonisten agieren glaubwürdig und man kann spüren, was in ihnen vorgeht. Ich leide regelrecht mit Mutter und Schwester, und auch mit dem Vater, die sich ständig fragen, wer ist diese Julie, die da wiederaufgetaucht ist. Darf man ihr zweifeln, oder sollte man ihr blind vertrauen?
Von mir gibt es begeisterte 5 Eseslsöhrchen und den einen oder anderen abgeknabberten Fingernagel.

 

Meine Bewertung:

„Das Paket“ von Sebastian Fitzek

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Verlag: Bastei Lübbe
Laufzeit: 411 Minuten
ISBN: 978-3-7857-5389-7
Gelesen von: Simon Jäger
Format: Hörbuch, Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch.

Handlung

Emma wird in einem Hotel während einer Psychiatertagung von dem sogenannten „Friseur“ überfallen und vergewaltigt.
Doch ihr Mann und ihre Freunde glauben ihr nicht. Im Hotel war Emma nämlich nie zu Gast, und auch ihre gesundheitliche Vorgeschichte lassen die Schlüsse zu, dass sie sich vieles nur eingebildet hat.
Seit diesem Vorfall jedoch sind ihre Ängste und Zwänge, die sie schon seit ihrer Kindheit hat, noch ausgeprägter, so dass sie auch ihrem Job als Psychiaterin nicht mehr nachgehen kann.
Als eines Tages der Postbote ihr ein Paket für den Nachbarn zustellt, zweifelt auch sie an ihrem Verstand, aber glaubt auch fest daran, den Täter gefunden zu haben, direkt in ihrer Nachbarschaft. Nun geht der Wahnsinn erst richtig los.
Emma fragt sich, ob sie wirklich den Verstand verliert oder ob jemand ein perfides Spiel mit ihr spielt.

Fazit

Ein Fitzek mit kleinen Schwächen und ein wenig durchschaubar.
Nichts desto trotz war das Hörbuch spannend und ich habe es sehr gerne gehört. Simon Jäger schafft es jedem Protagonisten einen ganz persönlichen Touch zu geben und jeden ein wenig anders klingen zu lassen.
Ein perfider Thriller, der wieder die dunklen Abgründe der Menschen betrachtet.
Emma ist eine Hauptprotagonistin, der man durch die Erzählung den Wahnsinn, der in ihr entsteht, anmerkt. Auf den ersten Blick scheint Emma sehr konfus und verwirrt zu handeln. Aber genau das ist sie ja auch. Verwirrt, durch die Psychospiele, die mit ihr gespielt werden. Medikamente und Angst tun ihr übriges. Ich kann zwar ihre Handlungen nicht immer verstehen, aber das soll man ja auch wahrlich nicht. Das ist schon sehr gut von Sebastian Fitzek als Autor und Simon Jäger als Sprecher rübergebracht.
Die Handlung ist dicht gepackt, die Ereignisse überschlagen sich und ziehen sich bis zum großen Finale zu.
Und dennoch fehlt es an dem gewissen Tüpfelchen. Trotz viel Brimborium vor dem Buch ist „Das Paket“ für mich persönlich schwächer als vorherige Fitzek Romane. Ich kann nicht mal genau sagen, woran ich das festmache. Es fehlt einfach ein wenig an Raffinesse, an dem einen Punkt, der mich denken lässt: Wow, wie ist ihm das denn eingefallen.? So wie es mir zum Beispiel beim Passagier 23 ging. Von mir 4 Eseslsöhrchen, denn nur weil „Das Paket“ nicht vollgestopft mit dem Allerbesten ist, ist es noch lange nicht schlecht.

Meine Bewertung:

„Layers“ von Ursula Poznanski

indexInformation

Verlag: Löwe/Der Hörverlag
Seitenzahl: 448 Seiten
ISBN: 978-3785582305
Format: Taschen, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch. Gelesen von Jens Wawrczeck.

Handlung

Dorian ist von zu Hause abgehauen. Seitdem lebt er auf der Straße. Dies ist alles andere als leicht. Aber als er eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, kommt sein Leben komplett ins Wanken. Alles weist darauf hin, dass er es unter Umständen gewesen ist, der den Mann umgebracht hat. Aber er kann sich nicht daran erinnern, was in der Nacht geschehen ist. Er bekommt es mit der Angst zu tun. Auf seinem Weg, sich vor der Polizei zu verstecken, wird er von einem Fremden aufgegabelt, der alles zu wissen scheint, ihn jedoch in Sicherheit bringen will. Dafür muss er nur eine Gegenleistung erbringen.
In dem Haus, in das er gebracht wird, hat jeder seine Aufgabe, er soll Flyer verteilen. Außerdem muss er an einem sehr merkwürdigen Unterricht teilnehmen.
Dorian weigert sich jedoch, weiter Flyer zu verteilen. Er bittet den Hausbesitzer um einen neuen Job. Nun muss er Kurierdienste übernehmen und Päckchen verteilen, die die Empfänger eigentlich nicht wollen.
Eine Übergabe jedoch geht schief und Dorian findet in dem Karton eine Brille, die ihm seine Welt in einem ganz anderen Blickwinkel sehen lässt.
Dieses Wissen bringt Dorian in Gefahr, in Lebensgefahr. Ihm hilft nur, die Wahrheit rund um diese Brille herauszufinden. Doch diese ist vielschichtig.

Fazit

Ein rasantes Hörbuch voller Spannung und vielen Fragen zu Anfang, die nach und nach aufgedröselt werden. Immer hat man das Gefühl, man ist der Wahrheit schon ganz nah, aber man bekommt sie nie zu fassen. Atemlos folgt man Sprecher Jens Wawrczeck, der durch Anpassung der Stimme und des Lesetempos den Spannungsbogen aufgreift und somit dem, an sich schon wirklich dichtem Stoff noch einem perfekten Stempel aufgedrückt.
Gutes Buch, authentisch entwickelte Hauptcharaktere und ein Sprecher, der seines Gleichen sucht. 5 von 5 Eselsöhrchen

Meine Bewertung:

„Narbenkind“ von Erik Axl Sund

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Verlag: Goldmann Verlag
Seitenzahl: 512 Seiten
ISBN: 978-3442481187
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook. Es ist der 2. Teil einer Trilogie

Handlung

Nachdem ein einflussreicher und wichtiger schwedischer Geschäftsmann grausam ermordet wird, laufen die Ermittlungen im Fall der missbrauchten Jungen nur noch nebenbei. Jeanette Kihlberg muss nun erst einmal die Hintergründe des aktuellen Falls aufklären. Das ist in der Öffentlichkeit viel dringlicher. Es sieht alles nach einem Akt der Rache aus. Doch für was sollte der Ermordete büßen?
Sofia Zetterlund arbeitet nun als psychologische Beraterin enger mit der Polizistin zusammen. Der Name Victoria Bergmann fällt immer öfter, doch diese scheint ein Phantom zu sein. Wie ausradiert findet man nichts mehr über diese Person.
Sofia wird immer häufiger von ihrer Vergangenheit eingeholt, ohne das Freundin und Polizistin Jeanette Kihlberg ahnt, was Sofia quält und wie nah sie der Wahrheit eigentlich schon ist.

Layout

Der zweite Band reiht sich nahtlos in Aufmachung, Stimmung und Schrift in die Reihe an. Auf den ersten Blick erkennt man, dass das Buch zum Vorgänger „Krähenmädchen“ gehört. Düster und irgendwie grotesk wirkend stimmt das Cover schon auf die Geschichte ein und verspricht eine Psychoreise in tiefe, dunkle Abgründe.

Fazit

Da hat das Autorenduo tatsächlich ne Schippe draufgegelegt. Punkte wie Langatmigkeit und Infos, die ich eigentlich nicht brauchte wurden relativiert, denn das Puzzle setzt sich weiter zusammen. Ich bin begeistert von der dunklen Atmosphäre des Buches. Die Protagonisten sind spannend und voller Facetten gestaltet, so dass es der Geschichte eine eigene Dynamik gibt.
Dieser mittlere Band ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven, und auch wenn ich mir als Leser schon so einiges zusammenreimen kann, und ich auch an einigen Punkte mehr weiß als die schwedische Polizei, spitzt sich das Katz-Maus-Spiel immer weiter zu und raubt mir den Atem.

Der letzte Band hält sicher noch mehr für mich parat. Ich bin schon sehr gespannt.
Von mir gibt es 4 Eseslöhrchen und Vorfreude auf die letzte Schippe!

 

Meine Bewertung:

„Krähenmädchen“ von Erik Axl Sund

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Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 480 Seiten
ISBN: 978-3442481170
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.
Handlung

 

Tatort Stockholm. Eine Leiche eines Jungen wird in einem Park gefunden. In der Pathologie findet man schnell heraus, dass der Junge missbraucht wurde und dasS  ihm schlimme Dinge angetan wurden.
Jeannette Kihlberg von der Polizei nimmt sich dem Fall an und ermittelt.

In einem anderen Handlungsbogen arbeitet Psychologin Sofia Zetterlund. Sie therapiert eine Frau, die als Kind missbraucht wurde und arbeitet die Lebensgeschichte ihrer Patientin auf. Außerdem therapiert sie einen Sexualstraftäter.

In einem dritten Handlungsbogen spielt ein Junge die Hauptrolle. Dieser ist eingesperrt und wird von einer namenlosen Frau missbraucht.

Wie gehören alle diese losen Fäden zusammen und was steckt hinter dem toten Jungen?

Eine Ermittlung und Psychothriller mit Höhen und Tiefen, vielen Fragezeichen und einem offenen Ende beginnt. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint und man schaut in die tiefsten Seelenabgründe der Menschen.

Layout

 

Das Cover ist passend in düsteren Farben gestaltet. Eine karge Landschaft, der Himmel schwarz, die Schrift des Titels Weiß und irgendwie grotesk und verstörend die Schriftart.
Die Kapitel sind mit dick gedruckten Überschriften gekennzeichnet, Erinnerungen und Aufzeichnungen sind kursiv.

Fazit

 

Höhen und Tiefen, Stärken und Schwächen. Sowohl die Handlung, als auch die Charaktere.
Der Roman besteht aus mehreren Perspektiven, ich begleite drei Haupthandlungsstränge, die in sich nochmals Handlungen und Schauplätze zeigen. Manchmal war ich doch ein wenig überfordert. Schnell und locker lesen fiel mir schwer. Aber es war spannend. Ermittlerin Jeanette überzeugt mich in ihrer Polizeiarbeit, Psychologin Sofia muss sich mit den düstersten Abgründen der menschlichen Seele auseinandersetzen. Krimi und Thriller und manchmal schon grenzwertig ekelhaft.
Ich bekomme eine Geschichte aus der Vergangenheit präsentiert, den Mordfall des Jungen und einen Vater, der seine eigene Tochter missbraucht hat. Dann ist da noch diese namenlose Frau, die einen Jungen einsperrt und misshandelt.
Zu Anfang des Buches ergibt sich für mich persönlich kein klares Bild der Handlungsstränge, aber die losen Fäden der einzelnen Protagonisten nehmen mich gefangen und ich will wissen, wie es mit den einzelnen Geschichten weitergeht. Und für meine Neugier werde ich belohnt. Etwa in der Mitte des Buches verknüpfen sich so ganz langsam die einzelnen Fäden, die bis zum Schluss immer mehr Gestalt annehmen. Nur um dann, mittendrin, an der spannendsten Stelle zu enden.

Ich glaube, es gibt noch viel mehr Luft nach oben, Schauplätze und Handlungsstränge fand ich manchmal etwas über und nicht zur Handlung beitragend. Dadurch war es manchmal ein wenig in die Länge gezogen. Aber vielleicht gibt es ja einen Grund für diese Informationsflut und diese Fäden werden in Band 2 und 3 der Trilogie aufgegriffen und verwoben.

ich bin gespannt und vergebe 3 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Fremd“ von Ursula Poznanski und Arno Strobel

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Verlag: Wunderlich
Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN: 978-3805250849
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das broschierte Taschenbuch.

Handlung

Joanna ist allein zu Hause. Alles scheint friedlich, doch dann hört sie ungewöhnliche Geräusche. Als sie nach dem Rechten schauen geht, steht ein fremder Mann in ihrer Küche, der behauptet, dass er ihr Lebensgefährte ist.
Joanna ist voller Panik, sie weiß nichts von einem Lebensgefährten und auch in ihrem Haus deutet nichts auf diesen Erik hin. Er jedoch beharrt auf seine Geschichte. Er ist jedoch seinerseits verwirrt, warum im gemeinsamen Haus alle seine Habseligkeiten fehlen.
Irgendetwas scheint gar nicht zu stimmen. Eine gemeinsame Freundin bestätigt Eriks Geschichte, Joannas Vater wiederrum kennt keinen Erik.
Als Joanna auch noch merkwürdige Fantasien hat und versucht, Erik umzubringen, ist klar, irgendetwas merkwürdiges geht hier vor sich.
Erik und Joanna ist klar, sie müssen sich gegenseitig vertrauen, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, auch wenn sie sich noch so fremd scheinen.

Layout

Schwarzes, schlichtes Cover mit einem halben, weiblichen Gesicht drauf, welches auf eine faszinierende Art geisterhaft scheint.
Der Titel ist in einfachen, klaren Buchstaben in Rot geschrieben, die Autoren prangen in gleicher Schrift in Weiß oben auf dem Cover.
Ein sehr stimmiges Cover, einfach, jedoch wirkungsvoll, welches ich sofort anspricht.

Fazit

Auf kein anderes Buch habe ich so sehr gewartet, wie auf dieses. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Erik und Joanna erzählen abwechselnd ihre Sicht der Ereignisse und das funktioniert in der Kombination des Autorenduos richtig gut.
Voller Spannung wird ein stimmiger Handlungsbogen gesponnen, der einen regelrechten Sog entwickelt. Ich will als Leser wissen, was denn da jetzt Sache ist.
Welche Erinnerungen sind denn jetzt richtig? Wer spinnt sich was zusammen? Oder haben gar beide Recht und sie sind Opfer eines perfiden Spiels?
Im Laufe des Romans wird schon klar, wer dahinter steckt. Aber was passiert ist, das bleibt bis zur letzten Seite das große Fragezeichen.
Stimmungen und Gefühle der Hauptprotagonisten sind durch die Ich-Erzählweise nachvollziehbar und berühren mich.
Das Buch endet mit einem Cliffhänger. Zwar nicht von unseren Hauptprotagonisten, sondern von der Gegenseite, aber das ist clever durchdacht. Autoren Poznanski und Strobel haben dadurch die Möglichkeit für eine Fortsetzung geschaffen, die in jede Richtung weitergehen könnte.
Das Buch war innerhalb weniger Stunden gelesen und ich war ein wenig betrübt, als es zu Ende war. Denn es war wirklich kurzweilig.
Von mir in jedem Fall 5 Eselsöhrchen!

Meine Bewertung:

„Passagier 23“ von Sebastian Fitzek – Hörbuch

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Verlag: Audible GmbH
Laufzeit: 7 Stunden und 37 Minuten
Gelesen: von Simon Jäger
Format: gebundene Ausgabe, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch.

Handlung

Passagier 23, so werden die Passagiere auf einem Schiff bezeichnet, die spurlos verschwinden. Denn im Durchschnitt ist es jeder 23. Passagier. Und eigentlich kommen diese Menschen nie wieder zurück. Bis jetzt. Ein Mädchen, ein Passagier 23 taucht auf dem Schiff, auf dem sie verschwunden war, wieder auf.

Martin Schwartz wird an Board gerufen. Von einer älteren, gut betuchten Dame, die glaubt, dass er das Rätsel lösen kann, denn er scheint involviert. Fünf Jahre zuvor verlor er Frau und Sohn auf diesem Schiff. Aber die Leiche seines Sohnes wurde nie gefunden.
Als psychisches Wrack, dem eigentlich alles egal ist, geht der Polizeipsychologe auf das Kreuzfahrtschiff.
Sie weiß von dem Mädchen, welches wieder aufgetaucht ist, und dieses Kind, von dessen Existenz eigentlich niemand erfahren soll, hatte den Teddy seines Sohnes im Arm.

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn der nächste Passagier 23 ist schon an Board. Kann Martin Schwartz die Vergangenheit seines Sohnes rekonstruieren und kann er weitere Unglücke auf dem Schiff vermeiden?

Fazit

Ein Hörbuch, welches ich tatsächlich in einer Rutsche gehört habe. Vielschichtig, mit vielen Wendungen in dem alles viel komplizierte ist, als es scheint.
Sebastian Fitzek versteht es, gleich mehrere Handlungsstränge so geschickt zu verweben, dass später ein Gesamtkonstrukt von atmosphärischer Dichte entsteht.
Die Stimme von Simon Jäger ist sehr angenehm und übermittelt Emotionen pur, so dass jeder Protagonist zum Leben erweckt wird.

Auch wenn ich zum Schluss das Gefühl hatte, ja ne ist klar, das muss ja auch noch so kommen, habe ich mich richtig gut unterhalten gefühlt.

Ich gebe, nur wegen dem doch etwas sehr klischeehaftem Ende mit rosa fast Happy End Feeling 4 von 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Tod und tiefer Fall“ von Elias Haller

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Verlag: Create Space, Amazon
Seitenzahl: 301 Seiten
ISBN: 978-1511913393
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.
„Tod und tiefer Fall ist der erste Band der Erik Donner Thriller Reihe.
Handlung

Drei Jahre zuvor. Erik Donner ist Kriminalhauptkommissar.
Sein Partner ist Schuld an dem Tod seiner Tochter, seine Frau ist seitdem spurlos verschwunden und auch sein Ex-Kollege ist bei diesem Vorfall verstorben.
Erik Donner selbst ist vom Dach gestürzt und kann seitdem seinem Job nicht mehr nachgehen.
Er empfindet sein Leben sinnlos. Körperlich und geistig ist er am Ende, er kann bei der Polizei nur noch einem nervenden Schreibtischjob nachgehen.
Eigentlich hat er nichts mehr, wofür es sich zu leben lohnt.
Doch dann erreicht ihn eine Nachricht seines toten Kollegen. Donner ist sofort wieder der Hauptkommissar. Er will wissen, wer hinter den Botschaften steckt. Seine Vergangenheit holt ihn wieder ein und bestimmt sein zukünftiges Handeln.
Layout

Das Cover ist schlicht in Weiß und Grau gehalten. Die Schrift des Titels und der Name des Autors prangen ebenfalls in Grau rechts auf dem Cover. Das links abgebildete Seil, welches nur noch an von einem dünnen Überbleibsel gehalten wird sticht somit mit den verwaschenen Bluttropfen stehen somit total im Mittelpunkt. Ich finde Motiv und Covergestaltung sehr passend und wirkungsvoll. Das Seil sieht so aus, als würde es direkt reißen, wenn nur ein Lufthauch kommt. Das Blut auf hellem Hintergrund verfehlt seine Wirkung ebenfalls nicht. Mir gefällt das Cover richtig gut.
Fazit

Warum kann er das? Was ist das nur? Autor Elias Haller ist mir schon lange bekannt. Allerdings kenne ich ihn von seinen Fantasy-Büchern als Nicholas Vega, und da muss ich ja doch gestehen, bin ich so ein kleines Fangirl.
Dass er Fantasy kann, das hat er für mich schon lange bewiesen. Spätestens mit seinem Buch „Der Junge der Glück brachte“ hatte er mich als Stammleserin gewonnen.
Dann bekam ich mit, er möchte sich mal im Thriller probieren. Skeptisch war ich nie, warum sollte er nicht auch fern ab von Fantasy spannende Geschichten schreiben? Viel mehr war ich neugierig, wie es ihm gelingt, wie er schreibt, ob es sich von der Erzählweise unterscheidet.
Kurz und knapp: Es ist natürlich anders und es ist saugut.
Kaum steht ein anderer Alias-Name auf dem Cover, schreibt der Autor anders, aber nicht weniger gut.
Erik Donner ist ein tragischer Hauptprotagonist, der durch die Ereignisse ein wenig verschroben und eigenwillig wirkt. Das gestehe ich ihm als Leser zu. Ich kann Gefühle und Handlungsweisen verstehen und nachvollziehen.
Die Handlung überzeugt mich schon auf den ersten Seiten. Durch Rückblenden erfahre ich, was das Schicksal mit Hauptkommissar Donner gemacht hat. Durch diese Erlebnisse werden nun die Geschehnisse in der Gegenwart beeinflusst und nehmen ihren Lauf.
Es wird nie langweilig. Elias Haller findet eine gute Mischung, um mich als Leserin bei Laune zu halten. Immer mehr Hinweise auf das, was vor sich geht, bekomme ich häppchenweise hingeworfen und kann mir gemeinsam mit Erik Donner die Zusammenhänger zusammenpuzzeln.
Durch einen einfachen, flüssigen Schreibtstil ist die Erzählung lebendig. Das soll aber nicht heißen, dass das Buch was für zwischendurch ist. Durch eine komplexe, dichte Handlung und einen Hauptprotagonisten, der sein Päckchen mitbringt, baut das Buch eine packende Stimmung auf, die auch noch nach 300 Seiten einige Tage nachhängt.

Den kann ich mir gut als neuen Tatort-Kommissar vorstellen, Donner for Sonntagskrimi, das wäre voll genial.

Ich freue mich sehr auf den nächsten Band.

Von mir 5 begeisterte Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Stimmen“ von Ursula Poznanski

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Verlag: Wunderlich
Seitenzahl: 448 Seiten
ISBN: 978-3805250627
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch
Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.
Inhalt

Der dritte Fall für Beatrice Kaspary und Florin Wenninger.

Ein toter Arzt in einer Psychiatrie gibt dem Salzburger Kommissaren-Duo ein Rätsel auf. Der Leichnam des Arztes liegt drapiert auf einer Liege, auf ihm Plastikmesser, ein Kamm und ein Kugelschreibe. Eine Eisenvorrichtung zum Aufhängen eines Küchenschranks durchbohrt seinen Hals. Vorhandenes Blut ist teilweise von einem Patienten mit der Zunge beseitigt worden.

Schauderhaft und mysteriös beginnt dieser Fall, alle und keiner können es gewesen sein. Die ersten Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig. Ein Patient hört Stimmen, die andere ist manisch depressiv und der Klinikleiter fürchtet um den guten Ruf seiner Einrichtung.

Und nicht nur dieses verwirrt Bea. Auch ihre Gefühle zu Kollege Florin stürzen sie stets in eine Achterbahn der Gefühle. Dann ist da noch ihr Ex-Mann, der ihr ständig vorhält, wie unzuverlässig sie sich um die Kinder kümmert.

Ein schwerer Fall für Beatrice Kaspary, der sie nicht nur beruflich an emotionale Grenzen bringt.

Layout

Der Stil des Cover passt sich den vorherigen Bänden an. In kräftigen violetten Tönen erkennt man ein Fenster. An einer Stelle ist es zersprungen, die Wände scheinen in keinem guten Zustand. Wie bei den anderen Bänden ist auch hier wieder der schwarze Vogel zu sehen.

Wieder, in prominentem Rot, und in Großbuchstaben geschrieben, sieht man den Titel in erhabener Strukturprägung.

Auf mich wirkt das Layout stimmig und vor allem beklemmend. Gut und ansprechende gestaltet.

Die Kapitel sind klar unterteil, Gedanken durch kursive Schrift gekennzeichnet.

Fazit

Was habe ich dem dritten Band entgegengefiebert. Und als das Erscheinungsdatum feststand, habe ich auch gleich vorbestellt. Pünktlich kam es an und ich hab mich gleich mal in die Irrenanstalt begeben.

Das habe ich nicht bereut.

Der Fall, in dem diesmal ermittelt wurde, hat mich sogleich gepackt. Gut recherchiert, mit viel Hintergrundwissen der Autorin werde ich in den Strudel der Ereignisse gezogen. Mich als Arzthelferin sprach auch die Thematik sehr an. Psychische Erkrankungen in all ihren Formen so gut und vor allem verständlich mit der ständigen Balance zwischen spannend und nicht übertrieben wiederzugeben, das ist Frau Poznanski genial gelungen.

Die Aspekte der Therapien und auch das mit dem Tarot waren ungewöhnlich, doch so gut durchdacht, das ich nie das Gefühl hatte, das es nicht passt oder zu sehr an den Haaren herbeigezogen wäre.

Flüssig, zügig und mit immer der richtigen Dosis an Information bleibe ich als Leserin am Ball und es bleibt durchweg spannend bis zum Schluss. Und dann, vor allen Dingen der Schluss, der es, wie auch bei den vorherigen Fällen, geschafft hat, noch einmal eine Schippe draufzulegen.

Alle Charaktere haben was ganz eigenes und vor allem sehr geheimnisvolles (die Verdächtigen), dass es Spaß macht, mit zu rätseln, zu denken, man hat den Fall gelöst, um nachher doch komplett was anderes als Lösung zu bekommen.

Auch das Privatleben und die familiären Ereignisse in Beas Leben sind gut in das Gesamtkonzept verwoben, so dass es alles ein stimmiges Paket wird, was man gerne liest.

Und hier noch ganz unqualifiziert ein Hurra von mir. Ich wusste, dass da was geht. Man spürte es so sehr. Die Gefühlsebene und das vorsichtige Herantasten von Bea und Flori gefielen mir richtig gut. So wurden die Ermittler noch authentischer für mich. Ich konnte mit ihnen mitfiebern, rätseln und sie in die Psychiatrie begleiten.

Von mir natürlich 5 Eselsöhrchen und die dringende Bitte: Liebe Frau Poznanski, ich will mehr Fälle mit Florin und Bea… Da geht doch sicher noch mehr.

Meine Bewertung: