Fantasy | Jugendbuch | Romantik

„Glaslügen Band 1“ von Nicholas Vega

von am April 6, 2014

Handlung

„Glaslügen“ ist der erste Band der sogenannten „Glastrilogie“

Als der selbstkomponierte Elektro-Song  „Eversong“ von der 17-jährigen Rebecca im Internet auf Platz eins landet, verschwinden gleichzeitig auch 2 Kinder aus einem anderen Teil von England und das Familienerbstück, die Fabula, eine alte Flasche, um die sich viele Geheimnisse ranken, aus dem Museum.

Für Rebecca, die eine Nachkommin des berühmtesten Märchenerzählers von England ist, steht sofort fest, dass das alles zusammenzuhängen scheint.

Dann erreicht Rebecca noch eine mysteriöse Mail von ihren verschollen geglaubten Eltern. Ein geheimnisvoller Geiger spielt ihren Song und singt dazu. Und ihre Zieheltern sterben bei einem Überfall.

Rebecca befindet sich mitten in einem alten Familiengeheimnis wieder und alle haben Angst vor einer Märchenfigur. Dem Glasmacher. Rebeccas Welt steht Kopf. Wem kann sie was glauben und was hat das alles mit ihr zu tun?

 

Layout

Das Cover ist in schwarz weiß gehalten und klar strukturiert. Etwa in der Mitte des Covers ist ein schwarzer Balken, in dem in weißer, klarer und einfacher Schrift der Titel und der Autor zu lesen ist. Auf dem Cover selber ist viel los. Es verleitet, das Layout länger zu betrachten und man erkennt immer wieder neue Einzelheiten, die mir eine Geschichte erzählen wollen. Eine Uhr, ein Herz und eine Geige sind nur einige Aspekte, die ich sehen kann und sie machen sehr neugierig auf den Inhalt des Buches.

 

Fazit         

Nach dem einmaligen Lesevergnügen von „Der Junge der Glück brachte“ lag die Messlatte bei mir wirklich sehr, sehr hoch. Und Herr Vega hat meine persönliche Messlatte überwunden.

Die Idee von Märchenfiguren, die auf einmal in unserer Welt leben, ist sicher nicht neu. Aber viele Aspekte, wie zum Beispiel, dass ein Mensch ganz aus Glas besteht, die sind originell.

Und was diese Geschichte für mich trotz nicht neuer Idee einmalig macht, ist der Zauber und die Magie, die dieses Buch versprüht. Nicholas Vega gelingt es durch eine bildgewaltige Sprache und durch viel Phantasie, Rebeccas Welt für mich zauberhaft und lebendig werden zu lassen. Ich konnte das Glas regelrecht an meinen Fingern spüren. Ich habe mit Rebecca gefühlt, mit ihr gelitten, geweint und geliebt.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, ich mag sie, ich bin skeptisch und ich bin Teil dieser Figuren, indem ich sie in der Geschichte begleite. Sie sind alle auf ihre Art liebenswert. Selbst die Bösewichte haben ihren ganz eigenen Charme. Einige sind gar nicht einzuschätzen. Das ist Herrn Vega wirklich gelungen. Wortwitz und Eigenheiten lassen jeden der einzelnen Protagonisten lebendig und echt wirken. Es ist fast so, als würde es die Fabula wirklich geben und die erdachten Figuren werden lebendig, sobald ich zu lesen beginne. Eine schöne Vorstellung, wie ich finde.

Die Geschichte besteht aus drei, geschickt miteinander verwobenen Handlungssträngen. Jeder einzelne für sich war spannend und da in jedem Erzählstrang wichtige Informationen für den Leser stecken, wird die Geschichte nie langweilig und schnell vorangetrieben,

Ich hatte nie das Gefühl, dass irgendetwas unnütz erzählt wurde. Alles war wichtig, richtig und stimmig,

Der erste Band ist wirklich gelungen und stellt einen megatollen Auftakt für die Glastrilogie dar. Die Messlatte, lieber Herr Vega, haben sie sich jetzt noch höher gelegt. Im zweiten Band möchte ich noch mehr Zauber, mehr Magie, mehr Liebe und noch mehr Märchen Und ich will eine Fabula an einem Lederbändchen, die ich mir als Fan um den Hals hängen kann. Ich finde ein bisschen Fanservice und Merchandise sollte jetzt noch mehr dazukommen, vor allem, da es den „Eversong“ ja jetzt wirklich gibt. Extra komponiert von Joachim Heinrich. Ich liebe diese Melodie und würde es super gerne mal mit dem erdachten Songtext hören.  Da haben sie sich eine harte Nuss zum selber Knacken geliefert.

Meine Bewertung:

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Fantasy | Jugendbuch | Romantik

„Lovisa – Das Vermächtnis der Lil`Lu: Der Riss im Universum“ von Marita Sydow Hamann

von am April 2, 2014

Handlung

Die Mutter der 17 jährigen Lovisa lebt aufgrund von psychischen Wahnvorstellungen in einer psychiatrischen Klinik und wird dort behandelt. Lovisa wächst deswegen bei Pflegeeltern auf, die sie über alles lieben. Doch auch zu ihrer Mutter Ulrika hat Lovisa immer mal wieder Kontakt und verliert sie nie aus den Augen.

Lovisa schreibt in ihrer Freizeit Geschichten, die ihre Mitschüler mit Begeisterung lesen. Sie sind überzeugt von Lovisas Talent. Was sie jedoch nicht ahnen ist, dass Lovisa sich diese Geschichten nicht ausdenkt, sondern sie in Visionen selber erlebt. Nach und nach macht Lovisa das jedoch Angst. Was ist, wenn sie, wie ihre Mutter, auch eine psychische Störung hat?

Nachdem sie in einer ihrer Visionen eindeutig ihre Mutter Ulrika erkennt, gibt es für Lovisa nur eine Möglichkeit, herauszufinden, ob sie durchdreht oder etwas anderes dahinter steckt. Sie muss Ulrika einen Besuch abstatten. Ihre Mutter offenbart Lovisa, dass alle ihre Visionen echt sind und sie nennt ihr eine Adresse, wo Briefe unter einer losen Diele liegen sollen. Da Ulrika jedoch wieder in eine Wahnvorstellung gerät, kann Lovisa nicht noch mehr fragen.

Kurzerhand macht sie sich auf den Weg, um an der besagten Adresse nach den Briefen zu suchen. Sie wird fündig, wird aber auch vom Hausbesitzer erwischt. Zum Glück kommt ihr der mysteriöse Erik zur Hilfe, der sie schon von Anfang der Geschichte an verfolgt. Nun steht Lovisas Leben völlig Kopf und nichts ist mehr so, wie es zu sein scheint.

Layout

Das Cover ist in vielen verschiedenen Blautönen gehalten. Im Vordergrund erkennt man das Abbild einer jungen Frau. Es wirkt auf mich wie eine Buntstiftzeichnung. Im Hintergrund erkennt man einen See, Berge und den Nachthimmel mit Vollmond. Ich mag das Cover sehr. Es wirkt geheimnisvoll und lädt mich ein, die junge Frau auf dem Cover kennenzulernen.

Die Geschichte ist in Kapitel gegliedert, zwischen den Gedankensprüngen erkennt man ein mysteriöses Symbol, welches ich als Schwert mit Flammen drum herum bezeichnen würde. Die Aufmachung macht Lust, die Geschichte zu lesen.

Fazit

Romantasy, die keinen Wunsch offen lässt.

Fantasy und Romance wurden in dieser Geschichte geschickt miteinander verwoben. Durch den flüssigen und einfachen Schreibstil gelingt es der Autorin mich als Leserin schon nach den ersten Sätzen an der Hand zu nehmen und mit Lovisa auf ein Abenteuer der besonderen Art zu gehen.

Lovisa erzählt mir ihre Geschichte selber, so dass ich die Chance habe, sie und ihre Gedanken kennenzulernen. Ich spüre deutlich ihre Angst, dass sie auch wie ihre Mutter, an einer psychischen Störung leiden könnte. Ich finde es bemerkenswert, wie sie dadurch nach und nach stärker zu werden scheint. Sie reißt sich immer wieder zusammen, als sie die unglaublichen Hintergründe und Zusammenhänge ihrer Visionen versteht. Das beeindruckt mich schon sehr, wie es Lovisa immer wieder gelingt, sich zu beruhigen und nicht durchzudrehen. Die Vergangenheit ihrer Mutter Ulrika hat sie stark gemacht.

Erik lerne ich in separaten Abschnitten kennen, indem ein außenstehender Erzähler die Ereignisse schildert. Zunächst finde ich ihn weniger spannend, aber das entwickelt sich im Laufe der Geschichte und ich finde seine Wandlung spannend. Durch Lovisas Erzählungen haben ich die Chance ihn durch ihre Augen zu sehen und ich kann mit ihnen und ihrer entstehenden Liebe fiebern.

Das Ende ist sehr rund gestaltet, macht jedoch neugierig wie es weiter geht. Ob der liebe Eric wirklich begeistert sein wird?

Sehr guter und spannender Auftakt zu dieser Reihe. Ich bin schon sehr gespannt wie es weiter geht. Für Romantik pur an und stimmiger Fantasy an drei lauen Märzabenden vergebe ich alle 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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