„Sternenregen“ von Nora Roberts

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Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 464 Seiten
ISBN: 978-3734103117
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Der Prolog beginnt mit drei Göttinnen. Eine neue Königin wird geboren und für diese Königin erschaffen sie drei Sterne mit magischen Kräften. Die vierte, böse Göttin möchte diese Sterne besitzen. Die Göttinnen beschließen, die Sterne vor der Widersacherin in Sicherheit zu bringen…

Sasha Riggs ist eine sehr zurückhaltende Person. Sie ist erfolgreiche Künstlerin, hält sich aber in der Öffentlichkeit lieber bedeckt.
Doch sie findet einfach keine Ruhe. Schon seit ihrer Kindheit wird sie von Visionen und Träumen, die sie immer wieder heimsuchen, geplagt. Lange kann sie diese verdrängen, aber das gelingt ihr nun nicht mehr. Immer häufiger und intensiver wird sie von immer denselben Bildern heimgesucht. In ihrer Kunst versucht sie diese Erscheinungen zu verarbeitet. Leider nützt es nichts. Die fünf Menschen werden immer präsenter, nehmen in ihrem Denken immer mehr Raum ein. Sie weiß, es geht um eine Suche und sie muss sich diesen Menschen anschließen. Und als dann noch der Mann in ihrem Traum sagt, sie müsse ihn finden, beschließt sie ihren Träumen endgültig zu folgen.
In ihren Zeichnungen erkennt sie die griechische Insel Korfu.
Wider ihre Natur packt sie ihre Sachen und sitzt keine zwei Tage später im Flieger nach Griechenland. Schon am ersten Tag begegnet sie der ersten Person aus ihren Träumen.
Sasha nimmt all ihren Mut zusammen und spricht die Frau an.
Endlich bekommt Sasha eine erste Idee von dem, was ihr Träume zu bedeuten haben.
Eine mysteriöse Suche nach den anderen Menschen beginnt, die sie in ihren Träumen immer wieder gesehen hat. Und auch die Suche nach den Sternen aus einer Legende steht auf dem Plan. Sasha muss sich ihren eigenen Ängsten stellen, dem Bösen trotzen und fragt sich immer wieder, ob es das war, was sie all die Jahre gesucht hat. Eine magische Suche nach Antworten beginnt.

Layout

Dunkles Blau und dunkles Pink rahmen ein sommerliches Bild mit Meer, einer Insel und einer weißen Villa ein. Sterne scheinen vom Himmel zu fallen.
In dezentem hellen Grün und Blau ist der Name der Autorin und der Titel auf dem Cover zu finden.
Es wirkt romantisch, verspielt und kraftvoll.
Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt.

Fazit

Mit „Sternenregen“ ist Nora Roberts ein richtig guter Auftakt in eine spannende Trilogie gelungen. Mit dem typischen Roberts Charme gibt es Hauptprotagonisten, die alle ihren eigenen Kopf und eigene Macken und Stärken haben.
Leidenschaft, Liebe, Romantik gepaart mit einem Spritzer Magie und Mystik, ein Kampf, dem sich die Protagonisten stellen müssen und die Suche nach dem eigenen Glück, das macht diesen Band aus.
Nora Roberts gelingt es in einer flüssigen Sprache und einem packenden, flotten Erzählrhythmus eine dichte Spannung aufzubauen, die bis zum Schluss zu überzeugen weiß.
In diesem ersten Band geht es in erster Linie um Sasha und Bran mit ihrer Liebesgeschichte. Aber auch die anderen Charaktere kommen nicht zu kurz, denn sie alle spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte.
Für mich ist es ein typischer Roberts mit dem gewissen Etwas, weil die Hintergrundstory um die Mondgöttinnen einen phantasievollen Aspekt in das Buch bringen.
Charme und Witz machen die Story rund.
Ich leide und liebe mit Sasha Riggs.
Eine wirklich überzeugende Hauptprotagonistin, die schon immer anders war. Ich begleite sie auf dem Weg von einer verunsicherten zu einer starken Frau, die sich und ihre Fähigkeit akzeptieren muss und sich anderen Menschen, vor allem aber der Liebe wieder hingeben muss um ihr Lebensglück zu finden.
Wer Nora Roberts mag, wird hier auf keinen Fall enttäuscht. Wer eine spannende Strandlektüre braucht, der kommt an diesem Buch nicht vorbei. Und wer auf magische Liebesgeschichten steht, der muss sich dieses Buch auf die Leseliste setzen.
Ich freue mich sehr auf Band 2, den ich mal eben vorbestellt habe. Wie soll ich denn nun bis Januar warten?
Von mir klare 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Schattenspiel – Der zweite Teil der Schattenwächter-Saga“ von Sandra Grauer

SchattenspielE-Book
Information:

Seitenzahl:  240 Seiten (eBook)
Verlag: Createspace
Genre: Romantasy, Mystery
ISBN: 978-1506174624
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung:

Die Portale zur Schattenwelt sind auf der ganzen Welt geöffnet, und Emmalyn, Joshua und Gabriel haben gemeinsam mit den anderen Schattenwächtern alle Hände voll zu tun. Zu allem Überfluss scheint dann auch noch Joshs und Gabriels Vater Noah von den Schatten entführt worden zu sein. Auf ihrer verzweifelten Suche nach einer Lösung wenden Sie sich an den, in den Ruhestand gegangenen Schattenwächter Wilhelm, der ihnen nur widerwillig seine Unterstützung zusagt. Doch das Team bekommt unerwartete Hilfe. Ausgerechnet ein Feind, der Alpha-Schatten Sheitan, will ihnen helfen, Noah zurückzubekommen, der wohl vom Schattenkönig an Sylvester geopfert werden soll. Doch dann gerät alles aus den Fugen, denn Emmalyn hat plötzlich Wissen, dass sie nicht haben kann, und kann Dinge, die sie eigentlich nicht können dürfte. Kann sie sich überhaupt noch selbst vertrauen? Und welche Rolle spielt der abtrünnige Schattenwächter in diesem Spiel?

Layout:

Wie schon der erste Band ist auch das Cover vom zweiten Band sehr übersichtlich gehalten (was ja nichts schlechtes sein muss). Das halbe Gesicht eines Jungen (Gabriel?), neben ihm die Silhouette einer jungen Dame mit einem Schwert (Emmalyn), über ihnen die Silhouette eines Bauwerks (das ich nicht identifizieren konnte, es könnte Palenque sein, aber da bin ich mir nicht sicher), das gesamte Cover zusätzlich noch mit Blättern und Zweigen überlagert, und in Altrosa und Türkisgrün gehalten. Der Titel des Buchs in stilisierten Buchstaben prangt am unteren Coverrand, ebenso wie der Name der Autorin.

Fazit:

Ich muss gestehen, dass ich riesiger Fan der Schattenjägerreihe „war“ (war in „“, wieso erfahrt ihr gleich), denn der erste Band brachte mich immer wieder ins Grübeln, warf mich von „Oh mein Gott“-Momenten bis hin zu „Scheiß Timing“-Episoden. Eins vorweg: Auch diese Abschnitte gibt es im zweiten Band noch, wenn auch nicht mehr so gehäuft. Denn im zweiten Band steht die Dramatik klar im Vordergrund, gefolgt von der Frage, wem man überhaupt noch trauen kann. Leider (aber das ist nur meine persönliche Meinung) hat sich die Geschichte selbst im zweiten Band in eine Richtung entwickelt, die für mich persönlich zu vorhersehbar und zu unbefriedigend war. Das ständige hin und her zwischen „Wir können uns doch vertrauen, oder?“ und „Wem können wir überhaupt noch trauen, wenn wir uns ständig alles verschweigen?“ war an der einen oder anderen Stelle einfach überflüssig und hat zumindest keinen positiven Beitrag zur Story geleistet (über negativ wollen wir hier nicht reden, ich fand es nicht störend, nur unpassend). Auch das Ende war sehr durchschaubar (ich spoiler jetzt aber nicht), zumindest für jemanden, der unzählige vergleichbare Urban Fantasy-Romane gelesen hat („anders.“ von Wolfgang Hohlbein z.B.). Ich persönlich hätte mir dann doch eine etwas andere Wendung gewünscht. Ich bin immernoch Fan der Serie und freue mich auf den dritten Band (weil einfach zuviele Fragen noch ungeklärt sind), dennoch, wenn ich Band 1 und 2 miteinander vergleiche, war der Auftakt wesentlich stärker.

Deshalb bekommt der zweite Band der „Schattenwächter“-Reihe leider „nur“ 4 von 5 Eselsöhrchen und die Hoffnung, dass das Finale mich wieder umhaut.

Meine Bewertung:

„Obsidian. Schattendunkel“ von Jennifer L. Armentrout

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Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN: 978-3551583314
Format: gebundene Ausgabe, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Hardcover-Ausgabe

Handlung

Kat zieht mit ihrer Mutter aus dem warmen Florida nach West Virgina in ein kleines Kaff. Kat findet das alles doof. Sie muss ihre Freunde zurücklassen, es gibt noch kein Internet und in diesem Provinznest ist nichts los. Nicht mal an ihrem Buchblog kann die begeisterte Leseratte schreiben, dabei ist ihr doch gerade das ihr liebstes Hobby.
Ihre Mutter versucht Kat bei Laune zu halten und schlägt einen Besuch bei den Nachbarskindern vor. Nur schwer lässt Kat sich überzeugen. Als sie anklingelt, Öffnet ihr Daemon die Tür, der unverschämt, arrogant und hübsch ist.
Kat kann mit ihm nichts anfangen, aber als sie seine Schwester Dee kennenlernt, befreunden sich die ungleichen Mädchen sofort.
Noch vor Ende der Sommerferien bemerkt Kat, dass mit den Zwillingen irgendetwas nicht zu stimmen scheint, doch da ist es schon zu spät. Sie wird überfallen. Warum ist sie, seit sie Daemon und Dee kennt nicht mehr sicher? Was geht in der Stadt vor sich?

Layout

Der abnehmbare Papierumschlag ist hochwertig verarbeitet. Das Papier fühlt sich an, als wäre es mit Stoff überzogen.
Auf dem Cover sieht man ein Junge und ein Mädchen von hinten. Sie scheinen in ein Licht zu gehen. Alles erstrahlt in Bronze und Beige, Lichtpunkte und -reflexe lassen das Cover irgend leuchtend erscheinen. Der Titel des Buches ist groß im oberen Drittel des Bildes zu finden.
Das Buch ohne Umschlag ist mit creme- und gelbfarbenen Punkten auf beigen Hintergrund versehen.
Alles in allem ein sehr stimmiges Layout und wenn man weiß, um was es in den Büchern geht, auch sehr passend gewählt.
Es wirkt mystisch und verfehlt die Wirkung auf mich nicht. Ich will den Klappentext lesen.

Fazit

Wie ihr wisst, bin ich immer um eine möglichst objektive Kritik bemüht. Deshalb fange ich mit dem Positiven an.
Der Schreibstil fesselt, und man möchte wissen, was es mit dem geheimnisvollen Daemon auf sich hat. Auch das Coverdesign ist ansprechend und gefällt mir richtig gut.
Leider aber ist das Coverdesign und der Schreibstil nur schöne Fassade, denn wer Stephanie Meyer gelesen hat, der wird sich in diesem Buch sofort zurecht finden und kann das Ende bereits absehen.
Bis Seite 190 (ich habe ausnahmsweise mal weiter gelesen, weil ich wissen wollte, wer Daemon ist) war das Buch recht spannend und der typische „Er ist so schön“-Aspekt hat sich in Grenzen gehalten.
Aber ab Seite 191 wurde es dann nur noch absurd, und – soviel sei verraten – die Auflösung um Daemons Identität und seiner „Familie“ ist so platt wie eine Flunder.
Ich hatte ja Stephanie Meyer bereits angesprochen, und auch die Autorin nimmt in einer kleinen Randnotiz bewusst die Ähnlichkeit ihres Werks mit „Twilight“ auf die Schippe (ich spoilere nicht!). Hier nur der O-Ton von Daemon „Und ich glitzere auch nicht!“
Aber genau das ist leider das Hauptproblem dieser Story. Junges Mädchen kommt in eine neue Stadt, freundet sich mit den krassen Aussenseitern der Stadt an, und lernt ihre Geheimnisse kennen. Achja, erwähnte ich, dass der Hauptcharakter Daemon „total schön“ ist?
Seht ihr, und genau diese Ähnlichkeit zu „Twilight“ ist, was mich am meisten stört. Muss denn jedes Jugend-Fantasy-Buch exakt identisch ablaufen? Ich habe ja nichts gegen ein bisschen Romance einzuwenden, aber so ein naives Dummchen wie Kat brauche ich nicht zum hunderttausendsten Mal.
Wo sind die weiblichen Protagonistinnen mit „Eiern in der Hose“? Katniss Everdeen war da eine willkommene Abwechslung, aber „The Hunger Games“ ist nunmal kein klassischer „Romantasy“-Schinken. So bleibt mir wohl nichts anderes übrig als dieses Genre vorerst zu meiden.
Für Fans von Bella und Edward gibt es hier aber eine gute Geschichte die sich aber in allen Punkten mit „Twilight“ und „The Host“ deckt. Upps, jetzt habe ich doch gespoilert.
Und dann sind da noch einige kleine Probleme mit der Recherche und der Korrektheit der Angaben. Auch bei Fantasy sollte man, sofern die Story in unserer Welt spielt, zumindest die physikalischen Gesetze beachten, und sich nicht in sog. „Isso“-Aussagen flüchten.
Leider kann ich diesem Buch aufgrund meiner persönlichen, eher ablehenden Meinung dieser „Literaturgattung“ nur zwei Eselsöhrchen geben, wobei ich das zweite auch nur gebe, weil ich hin und wieder doch herzhaft lachen musste. Man hätte aus dieser Story einfach so viel mehr herausholen können.
Aber Jennifer L. Armentrout wählt die denkbar einfachste und (entschuldigung) dümmste Lösung. Dieses Buch ist also wirklich nur für eingefleischte Romantasy-Fans etwas, wobei ich hoffe, dass dieses Schema in den Folgebänden durchbrochen wird.

Meine Bewertung:

„Schattendasein – Der erste Teil der Schattenwächter Saga“ von Sandra Grauer

Information

Verlag: Sandra Grauer
Seitenzahl: 360
ISBN: 978-3-0004-4140-0
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook!

Handlung

Wenn man es nicht besser wüsste, würde man Emmalyn Blum für eine typische, 17-jährige Abituranwärterin halten, deren Leben sich um Probleme wie Klausuren und Jungs drehen. Den perfekten Jungen an ihrer Seite hat sie bereits: Tim, ein guter Kumpel ihres Bruders Mark.

Im Abiturstress lässt sie sich von ihrer besten Freundin Hannah zu einem Referat über Satanismus überreden. Das tut Hannah nicht ganz uneigennützig, möchte sie sich doch an Gabriel Lennert ranmachen, der bereits ein solches Referat gehalten hat, und auch sonst den Ruf eines Teufelsanbeters hat.

Doch die Sache gerät aus dem Ruder, als Emmalyn eines Abends auf dem Nachhauseweg auf den bis an die Zähne mit Schwertern bewaffneten Gabriel und dessen Bruder Joschua trifft und in einen Kampf hineingezogen wird, dem sie glücklicherweise aber mit einem Schock entkommt. Sie muss Gabriel versprechen, niemandem von diesem Vorfall zu erzählen.

Aber sie kann diese Begegnung nicht vergessen und stellt Nachforschungen an, die sie schließlich zu Gabriels Elternhaus, einem vornehm anmutenden Schlosshotel, führen. Nachdem sie ein Gespräch belauscht hat,  sieht sich Noah, Gabriels und Joschuas Vater gezwungen, sie in das Geheimnis seiner Familie und den „Custodes Umbrarum“, einem Geheimbund, einzuweihen.  Als wäre die Wahrheit noch nicht schlimm genug, stellt er sie vor die Wahl, sich dem Kampf gegen die geheimnisvollen Schatten anzuschließen. Noch begreift Emmalyn nicht, was dieser Schritt bedeutet. Nicht nur für sie, sondern für alle Menschen um sie herum.

Layout

Das Cover ist in lachsrosa und lindgrün gehalten. Auf der rechten Hälfte sieht man das Gesicht eines jungen Mädchens, das vermutlich Emmalyn darstellen soll. In der Mitte sieht man die Silhouette einer Kämpferin, die mit einem Schwert zum Schlag ausholt. Oben links sieht man Teile einer Stadtsilhouette (Heidelberg, der Handlungsort des Buchs?), der Rest des Covers ist von schwarzen Baumzweigen bedeckt. In der Mitte steht in verschnörkelter Schrift der Name des Buchs, rechts darüber in grün der Name der Buchreihe, unten links in schwarzen Lettern mit weißem, halbtransparenten Rahmen der Name der Autorin.

Auf dem Cover ist alles wesentliche zu sehen, was man für den Anfang zum Lesen der Geschichte benötigt. Trotzdem verrät es nicht zu viel, was den Anreiz, dieses Buch endlich zu lesen, noch verstärkt.

Fazit

Leute, dreht eure Lautsprecher auf 11 und legt „No more Sorrow“ von Linkin Park auf (ein Lied, dass in dem Buch übrigens eine tragende Rolle spielt). So könnt ihr euch am besten auf die Geschichte einstimmen, die so spannend ist, dass ich Mühe hatte, mich loszureißen (Einen Euro ins Phrasenschwein).

Nicht zuletzt aus eigenem Interesse als Autor habe ich mich an dieses Buch herangetraut und bis jetzt (und ich bin schon wesentlich weiter als nur Seite 101) keine einzige Zeile bereut. Sandra Grauer schafft es, den Leser vollends in den Bann zu ziehen. Spannend kombiniert sie reale Schauplätze mit phantastischen Elementen, und schafft eine Atmosphäre, die – besonders für Leser aus Heidelberg – bedrohlich und faszinierend zugleich wirkt. Ich jedenfalls habe mich heute morgen auf dem Weg zum Bus immer wieder nach Schatten umgesehen, und dass mein Klingelton ausgerechnet auch noch „In The Shadows“ von The Rasmus ist, ist absolut kein Vorteil!

Besonders gefällt mir die Chemie zwischen Emmalyn und Gabriel. Zwar hat Sandra Grauer hier mal wieder ein wenig in die Klischeekiste gegriffen (Zuerst ist Gabriel nicht von Emmalyn begeistert, aber es entwickelt sich doch eine Freundschaft),  aber sowas merkt man sicherlich erst, wenn man zig dutzend Bücher gelesen hat.

Die Kampfsequenzen, die in der Story vorkommen sind gut beschrieben und versetzen mich als Leser mitten ins Geschehen. Die Trainingssequenzen sind wiederum nicht zu  ausschweifend und auf das nötigste beschränkt, sodass man zwar wichtige Hintergrundinfos bekommt, aber trotzdem nicht gelangweilt wird.

Auch auf der Gefühlsebene wirbelt Sandra Grauer mächtig Staub auf. Es gab zig Szenen, in denen ich immer wieder den Kopf geschüttelt habe und gedacht habe: „Nein…oh nein, nein, nein, uh-uh, nope, bitte nicht!“, obwohl ich genau wusste, dass meine Befürchtungen sich bewahrheiten würden. Ein Geheimnis zu bewahren ist halt nicht leicht. Achja, auch mein Zwerchfell bekam ordentlich zu tun. So muss das sein!

Ich möchte auf jeden Fall auch die weiteren Bände der Reihe lesen, und Emmalyn und Gabriel weiter begleiten. Auf jeden Fall führe ich ab sofort immer Haarspray und ein Feuerzeug bei mir. Man kann ja nie wissen, was einem so in einer dunklen Gasse begegnet. Wer wissen will, was ich damit meine, sollte sich das Buch kaufen. Von mir gibt es hierfür nämlich 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Nilamrut: Die Hoffnung erwacht“ von Andrea Bielfeldt

Information

Verlag: –Nilamrut--Die-Hoffnung-erwacht-B00NR06MC0_xxl
Seitenzahl:
etwa 253
Format: eBook

 

Handlung

Nach der versuchten Vergewaltigung aus Band 2, hängen Cat die Ereignisse in Band 3 noch sehr nach. Und dann sind auch noch die Ringe weg. Cat geht es immer schlechter. Beginnt er nun, der Fluch, vor dem sich alle gefürchtet haben? Aber wie sollen ihre Freundin Ann, deren liebster Levian und Cat´s Ric es schaffen den Fluch aufzuhalten, wenn die Ringe weg sind? Ein Wettlauf mit der Zeit, um die Liebe und gegen den Tod beginnt.

 

Layout

Mit dem letzten Band der Trilogie hat sich das Design zum Positiven gemausert. Im neuen Look kommt nun das Cover, wie auch alle vorherigen Bände, mit einem großen Ring in der Mitte daher. Band eins und zwei sind in Blau, bzw. rot gehalten, Band drei ist grün. Eben die Farbe der Hoffnung. Ich mag die verschnörkelte Schrift von „Nilmrut“ sehr. Das Cover transportiert alles, was die Reihe ausmacht. Romantik, Fantasy und Mystik. Sehr gut gelungen und ein sehr schöner Wandel der Reihe zum Abschluss.

 

Fazit

Was habe ich dem dritten und letzten Band entgegengefiebert, war aber auch ein wenig traurig, weil ich wusste, nun ist es gleich vorbei. Mit jeder Seite, die ich lese, weiß, ich, der Abschied von meinen so lieb gewonnen Hauptprotagonisten steht unmittelbar bevor.

Doch vorher gehe ich mit ihnen nochmals durch Dick und Dünn, durch Höhen und Tiefen. Lache, weine, leide und liebe mit ihnen.

Andrea Biefeldt hat es mit diesem dritten Band geschafft, noch einmal eine Schüppe auf die Vorgängerbände draufzulegen und hat mich so gefesselt, dass ich beim Lesen gar nicht merkte, wie die Zeit verging.

Schon mit den ersten Sätzen war ich wieder bei Cat und wusste sofort, obwohl der letzte Band über ein halbes Jahr her war, was geschehen war. Es war so, als hätte ich nie aufgehört zu lesen.

In den drei Bänden sind mir Cat, Ric, Ann und Levian sehr ans Herz gewachsen und vor allem in diesem letzten Band scheinen sie nochmals eine riesige Entwicklung in Richtung erwachsenwerden durchzumachen. Die Ereignisse prägen alle und schweißen sie zusammen.

Ich dachte immer, ich könnte das Ende vorausahnen. Ja, so und so musste es enden. Doch die Autorin war immer wieder für eine Überraschung gut, so dass der Spannungsbogen immer aufrecht gehalten wurde.

Ich fand es sehr schön, wie die drei Untertitel der Buchreihe nochmals in die Handlung verwoben waren, so dass es zum Schluss alles ein großes Ganzes ergab. Das eine konnte nicht ohne das andere. Alles was in den Büchern passierte war richtig, wichtig und gut. Frau Bielefeldt hätte die Handlung gar nicht anderes machen können. Das wurde mir während des Lesens klar. Gut durchdacht führt die Autorin alles zu einem gut durchdachten Finale.

Für mich war es sehr beeindruckend, wie die Charaktere gereift sind. So ist die Reihe für mich viel mehr als nur Fantasy. Sie ist Liebe, Freundschaft, Verantwortung für das Leben übernehmen und aus den Kinderschuhen herauswachsen.

Ich bin traurig und froh zugleich. Es ist ein sehr gelungener Abschluss der Trilogie und ich kann Cat mit einem ruhigen und guten Gewissen ihrer Zukunft überlassen, denn ich weiß, es wird ihr gut gehen und sie wird geliebt.

Ich danke für diese tolle Buchreihe und lege sie jedem ans Herz. Cat und ihre Freunde werden euch verzaubern.

 

Meine Bewertung:

„Unter halbblauem Himmel“ von Michelle Schrenk

Information

 

Verlag: Create Spaceunter halbblauem himmel

ISBN: 3942790076

Seiten: 342

Format: Taschenbuch, eBook

 

Ich habe das eBook gelesen.

 

Handlung

Auf einem Konzert trifft Lena auf ihren Kindheits- und Jugendfreund Robin. Es ist, als hätten sie sich nie aus den Augen verloren und die alten Gefühle keimen wieder auf. Doch in den Jahren, in denen sie sich nicht gesehen haben, ist einiges passiert und vor allem Robin hat sich zu eine verantwortungsvollem Menschen verändert, für den Träume und Wünsche nur noch zweitrangig sind. Aber dieses Treffen und die Gefühle, die Lena und Robin auf Anhieb wieder empfinden, lassen sie beide ihr bisheriges Leben in Frage stellen. Ist es für eine gemeinsame Liebe vielleicht doch noch nicht zu spät? Erst eine schwere Krankheit und ein Schicksalsschlag öffnet beiden die Augen. Für Veränderungen und das Leben von Träumen ist es nie zu spät.

Layout

Unter blauem Himmel und dem in geschwungenen Buchstaben geschriebenen Titel stehen ein Mann und eine Frau. Man kann nur ihre Silhouetten erkennen. Sie halten sich an der Hand, die Frau hat eine Gitarre in der Hand. Gemeinsam schauen sie auf eine Stadt im Hintergrund.

Stimmig, sehnsüchtig und romantisch wirkt dieses Cover auf mich. Ich schaue mir das Layout sehr gerne an. Gelungen und macht sogleich Lust auf mehr.

 

Fazit

Liebe, Freundschaft, Träume und Wünsche. Und das Gefühl, die Geschichte möchte ich gerne in bewegten Bildern sehen. Einen Soundtrack gibt es ja schon.

Mir hat die Geschichte großartig gefallen. Manchmal machen es doch die leisen Töne im Leben, die herrlich berührende Geschichten erzählen. Michelle Schrenk lässt ihre Hauptprotagonisten Lena und auch Robin erzählen und so wird die Liebesgeschichte und alle Zweifel, Ängste, aber auch Wünsche und Träume, für mich greifbar. Die Protagonisten lassen mich an ihrem Leben teilhaben und ich darf mit ihnen um ihr Glück bangen.

Dabei begleitet mich der Soundtrack von Gabriel Strack, der der Geschichte soviel Realität gibt, dass es alles genauso passiert sein muss.

Idee, Umsetzung, Handlung und Nebenprodukte sind stimmig und bereiteten mir ein tolles Lesevergnügen. Und es zeigt mir, dass ich Recht habe. Zum Träumen ist es nie zu spät, denn mit dem nötigen Mut geht alles. Wie heißt es so schön bei den Höhnern?

„Wenn sich ein Stern manchmal hinterm Mond versteckt
ist er nur kurz mal nicht zu sehen – und niemals weg
so kommen Träume auch immer wieder
wie die längst vergessenen Lieder
und es sind geheime Träume von großen Glück“

(„Mein Traum“)

Ich kann gar nicht anders, denn mein Himmel ist nun wirklich blau und ich weiß, es wird so bleiben. Ich lege allen dieses berührende Buch ans Herz. Es ist Balsam für die Seele. Fünf Eselsöhrchen und Danke für das Bestärken einer Lebenseinstellung.

 

 

 

 

Meine Bewertung:

„Schattenblau – Das Herz der Tiefe“ von Karla Farby

 

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Verlag: Create Space

ISBN: 978-1500439781

Seiten: 480

Format: Taschenbuch, eBook

 

Ich habe das eBook gelesen.

 

Handlung

Als Lilli erfährt, dass sie mit ihren Eltern nach Spanien umziehen soll, ist sie wenig begeistert. Aber sie hat ja nicht viel Wahl und so fügt sie sich murrend ihrem Schicksal. In ihrer neuen Heimat trifft sie dann auf Alex. Er rettet ihr Leben, sie seines.

Und nicht nur ihr Kennenlernen scheint schicksalshaft. Alex ist wirkt sehr mysteriös auf Lilli. Er fasziniert Lilli aber zugleich. Und als sie sieht, wie er ohne Taucherausrüstung länger als fünfzehn Minuten taucht und trotzdem ihren verunglückten Vater beatmen kann, da steht für Lilli fest, Alex ist mehr, als er zugibt zu sein.

 

Layout

Das Cover ist in Blautönen gehalten. Das Gesicht eines Mannes schimmert, wie als würde man es durch Wasser betrachten, in den oberen zweidrittel des Covers. Auf meinem Blog wurde schon überlegt, ob er tot ist und deswegen unheimlich oder ob er einfach nur genießt und so verführerisch wirkt? Egal, in wessen Gesicht ich da schaue. Das Layout wirkt sofort fesselnd und mysteriös. Es lässt viele Gedanken zu und Überlegungen in welche Richtung das Buch gehen könnte. Mir gefällt es richtig gut, denn allein das Cover nimmt einen schon mit in die spätere Geschichte. Großes Lob an das Layout.

 

Fazit

In der Handlung musste ich mich zusammenreißen, nicht zu viel zu verraten, denn das Buch birgt so viele Geheimnisse, die auch einfach so bleiben müssen, damit das Buch spannend ist. Deswegen möchte ich auch gar nicht so tief ins Detail gehen, bei meinem Fazit.

Nur ganz kurz. Ich liebe dieses Buch und lege es euch ans Herz. Es hat Fantasie, Liebe, Herz, Schmerz und berührt. Ab und zu musste ich an Romeo und Julia denken. So könnte es bei denen auch gewesen sein, wenn Shakespeare heute gelebt hätte und ein wenig mehr Fantasy hätte spielen lassen. Drama, Gut und Böse, aber auch der Wandel der Welt spielen in dem Buch eine Rolle. Und mittendrin eine Liebe, die nicht sein darf, aber sein soll. Weil ich das als Leser so empfinde. Und deswegen leide ich so mit Alex und Lilli.

Karla Farby versteht es durch eine durchweg flüssige Erzählweise und lebendige Hauptprotagonisten, die Geschichte spannend und berührend zu erzählen. Ich fühlte mich mit allen verbunden und habe mit ihnen gebangt, geliebt und gelitten.

Das Buch ist einfach mehr als ein Fantasyroman. Es ist eine Geschichte, die tief unter die Haut geht, fesselt und berührt. Diese Geschichte wird noch lange in mir nachhallen!

Ganz klar fünf Eselsöhrchen.

 

 

 

Meine Bewertung:

„Lovisa –Im Zeichen des Feuers“ von Marita Sydow Hamann

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Information

Verlag: Create Space
ISBN: 978-3-736825734
Seiten: 254
Format: Taschenbuch, eBook

 

Handlung

Lovisas komplettes bisheriges Leben hat sich auf den Kopf gestellt. Ihre Mutter ist vor ihren Augen in den Tod gesprungen, Erik, der Mann, den sie liebt, ist wieder zurück in seine Dimension gewechselt und dann diese ganzen Visionen, die sie von vergangenen Zeiten hat, aber auch von der Zukunft. Und trotz des Versprechens von Erik, wieder zu ihr zurückzukehren, folgt Lovisa dem Drang und wechselt ebenfalls in Eriks Dimension. Dies ist jedoch auch die Dimension, aus der ihre Mutter Ulrika stammte, aus der sie geflüchtet ist und in der Lovisa als Prinzessin und Enkeltochter des Königs von Schweden zurückkehrt.

Es kommt, wie es kommen muss. Lovisa landet nicht bei Erik, sondern im Königsschloss. Dort wird sie nicht nur freudig erwartet und aufgenommen. Sie muss auch die Etikette erfüllen und ihren Pflichten als Prinzessin nachkommen. Aber das ist alles nebensächlich, als sich ihre wahre Identität herausstellt und sie sich das erste Mal verwandelt…
Nun ist sogar ihr Leben in Gefahr.

 

Layout

Im Vordergrund ist wieder das gezeichnete Mädchen zu sehen. Die Ähnlichkeit der Zeichnungen sowie Gestaltung und Aufbau zu Band eins geben das Bild einer Buchreihe und man weiß als Leser, diese beiden Bücher gehören zusammen. Nur die Farbpalette hat sich geändert, und so ist passend zum Feuer alles in gelb, orange und rot gehalten.

Das Layout im Buch ist übersichtlich gegliedert und in einzelne Kapitel unterteilt. Um die verschiedenen Abschnitte noch mehr zu gliedern, ist das Symbol das brennenden Dolches zwischen die Kapitel gesetzt worden.

Alles wirkt gut durchdacht und macht mir als Leser Spaß, denn es gehört alles zusammen. Die Geschichte wird im gesamten Layout aufgegriffen und man kann sich ein rundes Bild machen.

 

Fazit

Nach Band eins, der mich wirklich vom Hocker gehauen hatte, war ich auf den Folgeband richtig gespannt. Wie würde es Lovisa in der anderen Dimension ergehen?

Und ich wurde nicht enttäuscht.

Lovisa erzählt ihre Geschichte selbst, ab und zu kommt ein allwissender Erzähler dazu und ich erfahre auch, wie es Erik zur gleichen Zeit ergeht.
Schon zu Anfang wurde ich gefangengenommen von Lovisas Erzählung und sie konnte mich mitnehmen auf eine fantastische Reise. Ich treffe auf alte Freunde, erschließe mir mit Lovisa neue Freunde und durchlebe so manches Leid mit ihr.

Stets und durchgehend spannend weiß Marita Sydow Hamann die Geschichte aufzubauen und bringt so manches Geheimnis um Lovisa ans Licht, mit dem ich nicht gerechnet habe. Das brachte zusätzliche Spannung in die Geschichte. Alles wurde zum Finale in ein abgerundetes passendes Bild gebracht mit dem ich als Leser zum Ende vorerst zufrieden bin, obwohl ich weiß, ja, es geht auf jeden Fall weiter.

Am schönsten fand ich die Idee, dass Ulrika, obwohl sie tot ist, immer noch mit ihrer Tochter kommunizieren kann und die beiden miteinander verbunden sind. So steht sie Lovisa immer mit Rat zur Seite.

Ich mag Lovisa und Erik und die Entwicklung die beide durchmachen. Irgendwie sind die zwei ja süß miteinander.

Viel mehr möchte ich gar nicht verraten, denn sonst laufe ich Gefahr, noch mehr zu spoilern, als ich das bisher getan habe.

 

Ich bin restlos begeistert und hoffe auf eine baldige Fortsetzung.

Von mir 5 Eselsöhrchen.

 

Meine Bewertung:

„Gefühlte Wahrheit“ von Carin Müller

 

Handlung

Selma, arbeitslose Sportreporterin, geht für einen Job auf einen Luxusdampfer, um eine Reportage über das Schiff und die Crew zu machen.
Henri ist mitten in der Scheidung, er nimmt ebenfalls einen Job auf dem Schiff an.
Und dann ist da noch Kito. Eines Tages erwacht Kito und fühlt sich reichlich merkwürdig. Als ein Gorilla offenbart, dass er Tod ist und er von der Totenreichzentrale CAFE zu hören bekommt, dass er sich als Geist nur weiter entwickeln kann, wenn er einen Menschen findet, der an ihn glaubt, verschlägt es Gorilla und Schweinsteiger Fan Kito auch auf das Schiff.
Selma ist die einzige, die Kito sehen kann und mit ihm spricht.
Sie ahnt nicht, wie wichtig der tote Kito mal für sie sein wird und das auch Henri eine wichtige Rolle in ihrem Leben einnimmt.

 

Layout

Auf einem hellblauen Hintergrund sieht man oben in der Ferne ein Schiff, davor, in einfacher Bleistiftzeichnung einen Mann und eine Frau. Ein Gorilla und der ein Junge mit Fußballtrikot neben den beiden.

In klarer, großer Schrift ist der Titel auf dem unteren Drittel des Covers zu lesen. Darunter, in einem kleinen grauen Balken der Name der Autorin.

Eindeutig weiß man nach dem Buch, das es sich um die Hauptprotagonisten handelt.

Sehr stimmig und es erklärt die Story ohne Umschweife im Bild.

 

Fazit

  1. Ich hab selten so viel gelacht.
  2. Das schlimme an Abba-Songs ist es, das man nur den Titel lesen muss und schon vor sich hin singt.
  3. Bei dem sprechenden Gorilla musste ich ständig an „Ape“ aus „George aus dem Dschungel“ denken.
  4. Zur Fußball-WM kommt dieses Buch richtig gut.
  5. Dieses Buch brachte einen entspannten und amüsierten Lesenachmittag im Liegestuhl und Kaltgetränk.

Nein, jetzt nochmal etwas ausführlicher. Diese Geschichte hat mich sofort erreicht. In den ersten Minuten musste ich schon so herzlich lachen, dass ich einfach weiterlesen musste. Und so geschah es, dass ich gar nicht mehr aus meinem Liegestuhl aufstand und meine Nachbarn wahrscheinlich dachten, jetzt hätte ich endlich den Wahnsinn erreicht.

Komik, Humor, Ideen und liebevolle Hauptcharaktere in eine lockern Handlung, bei der man das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommt, machen „Gefühlte Wahrheit“ zu einem wahren Genuss.

Vor allem Kito hat mich begeistert, aber auch Selma, Henri und die vielen Nebencharaktere haben ihren Charme und machen die Story lebendig.

Während ich las hatte ich immer das Traumschiff vor Augen. Diese Geschichte würde da so genial hinpassen. Und wenn Selma dann von Helene Fische gespielt werden würde, dass wäre der Oberknaller. Liebe Frau Müller, machen sie mal ein Drehbuch daraus und bieten sie es dem ZDF an. Das käme sicher gut an.

Aber einen kleinen Beschwerdepunkt hätte ich da doch. Wie kann man mir ein einem Buch nur gefühlte hundert Ohrwürmer machen? Ich hab glatt meinen MP3-Player rausgekramt und mir das Abba-Musical angemacht.

Ich habe nichts zu meckern, hatte einen spaßigen Nachmittag und habe Tränen gelacht, geschmunzelt und mich köstlich amüsiert.

Da gibt es nur eine einzige Wahl. Fünf Dancing-Queen-Mäßige Eselsöhrchen!

Meine Bewertung:

„Glaslügen Band 1“ von Nicholas Vega

Handlung

„Glaslügen“ ist der erste Band der sogenannten „Glastrilogie“

Als der selbstkomponierte Elektro-Song  „Eversong“ von der 17-jährigen Rebecca im Internet auf Platz eins landet, verschwinden gleichzeitig auch 2 Kinder aus einem anderen Teil von England und das Familienerbstück, die Fabula, eine alte Flasche, um die sich viele Geheimnisse ranken, aus dem Museum.

Für Rebecca, die eine Nachkommin des berühmtesten Märchenerzählers von England ist, steht sofort fest, dass das alles zusammenzuhängen scheint.

Dann erreicht Rebecca noch eine mysteriöse Mail von ihren verschollen geglaubten Eltern. Ein geheimnisvoller Geiger spielt ihren Song und singt dazu. Und ihre Zieheltern sterben bei einem Überfall.

Rebecca befindet sich mitten in einem alten Familiengeheimnis wieder und alle haben Angst vor einer Märchenfigur. Dem Glasmacher. Rebeccas Welt steht Kopf. Wem kann sie was glauben und was hat das alles mit ihr zu tun?

 

Layout

Das Cover ist in schwarz weiß gehalten und klar strukturiert. Etwa in der Mitte des Covers ist ein schwarzer Balken, in dem in weißer, klarer und einfacher Schrift der Titel und der Autor zu lesen ist. Auf dem Cover selber ist viel los. Es verleitet, das Layout länger zu betrachten und man erkennt immer wieder neue Einzelheiten, die mir eine Geschichte erzählen wollen. Eine Uhr, ein Herz und eine Geige sind nur einige Aspekte, die ich sehen kann und sie machen sehr neugierig auf den Inhalt des Buches.

 

Fazit         

Nach dem einmaligen Lesevergnügen von „Der Junge der Glück brachte“ lag die Messlatte bei mir wirklich sehr, sehr hoch. Und Herr Vega hat meine persönliche Messlatte überwunden.

Die Idee von Märchenfiguren, die auf einmal in unserer Welt leben, ist sicher nicht neu. Aber viele Aspekte, wie zum Beispiel, dass ein Mensch ganz aus Glas besteht, die sind originell.

Und was diese Geschichte für mich trotz nicht neuer Idee einmalig macht, ist der Zauber und die Magie, die dieses Buch versprüht. Nicholas Vega gelingt es durch eine bildgewaltige Sprache und durch viel Phantasie, Rebeccas Welt für mich zauberhaft und lebendig werden zu lassen. Ich konnte das Glas regelrecht an meinen Fingern spüren. Ich habe mit Rebecca gefühlt, mit ihr gelitten, geweint und geliebt.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, ich mag sie, ich bin skeptisch und ich bin Teil dieser Figuren, indem ich sie in der Geschichte begleite. Sie sind alle auf ihre Art liebenswert. Selbst die Bösewichte haben ihren ganz eigenen Charme. Einige sind gar nicht einzuschätzen. Das ist Herrn Vega wirklich gelungen. Wortwitz und Eigenheiten lassen jeden der einzelnen Protagonisten lebendig und echt wirken. Es ist fast so, als würde es die Fabula wirklich geben und die erdachten Figuren werden lebendig, sobald ich zu lesen beginne. Eine schöne Vorstellung, wie ich finde.

Die Geschichte besteht aus drei, geschickt miteinander verwobenen Handlungssträngen. Jeder einzelne für sich war spannend und da in jedem Erzählstrang wichtige Informationen für den Leser stecken, wird die Geschichte nie langweilig und schnell vorangetrieben,

Ich hatte nie das Gefühl, dass irgendetwas unnütz erzählt wurde. Alles war wichtig, richtig und stimmig,

Der erste Band ist wirklich gelungen und stellt einen megatollen Auftakt für die Glastrilogie dar. Die Messlatte, lieber Herr Vega, haben sie sich jetzt noch höher gelegt. Im zweiten Band möchte ich noch mehr Zauber, mehr Magie, mehr Liebe und noch mehr Märchen Und ich will eine Fabula an einem Lederbändchen, die ich mir als Fan um den Hals hängen kann. Ich finde ein bisschen Fanservice und Merchandise sollte jetzt noch mehr dazukommen, vor allem, da es den „Eversong“ ja jetzt wirklich gibt. Extra komponiert von Joachim Heinrich. Ich liebe diese Melodie und würde es super gerne mal mit dem erdachten Songtext hören.  Da haben sie sich eine harte Nuss zum selber Knacken geliefert.

Meine Bewertung: