„Weil ich Will liebe“ von Colleen Hoover

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Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 368 Seiten
ISBN: 978-3423715843
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook. Es ist der zweite Band der Reihe (Achtung, Spoiler).
Handlung

Mehr als ein Jahr ist mittlerweile vergangen, seit Will und Layken sich kennengelernt haben. Laykens Mutter ist tot und so ganz langsam stellt sich ein Alltag bei den beiden und ihren Brüdern ein. Ihre Liebe wächst jeden Tag mehr, ihre Freunde stehen ihnen in den schweren Zeiten beiseite und neue Nachbarn sind eine Bereicherung.
Auch Layken geht nun auf das College und sie müssen ihre Zeiten so managen, dass die Brüder Caulden und Kel betreut werden können. So landen sie an verschiedenen Uni-Tagen im Unterricht. Dort begegnet Will seiner Ex-Freundin, die ihm zu verstehen gibt, dass sie ihn noch immer mag. Als Layken die beiden in einer eher harmlosen Situation erwischt, bricht für Layken jedoch eine Welt zusammen und sie stellt Wills Liebe in Frage.
Da können auch die Zettel von Laykens Mutter nicht helfen, die sie den beiden hinterlassen hat und die ihnen helfen sollen, wenn mal schwierige Zeiten ins Haus stehen.

Layout

Das Cover ist das Ebenbild zum Vorgängerband. Nur die Farbe ist dieses Mal ein knalliges Türkis.
Die Kapitel sind dieses Mal mit Notizen aus Wills Tagebuch gekennzeichnet.
Ein solides Design, welches klar in die Buchreihe einzuordnen ist.

Fazit

Dieses Mal erzählt Will die Geschichte. Poerty Slam, große Worte und Romantik spielen noch immer eine große Rolle. Auch der Wortwitz und der rote Faden ist wieder vorhanden. Aber irgendwie war es nicht so gut wie Band eins. Will und Layken wollen das erste Mal miteinander schlafen, aber immer wieder bricht einer von beiden ab, weil sie Laykens Mama versprochen haben, sich Zeit damit zu lassen. Diese Thematik stand mir doch zu sehr im Vordergrund. Außerdem waren mir die Geschehnisse zu sehr konstruiert, ein wenig zu kitschig und zu dramatisch.
Layken reagiert für ich persönlich viel zu heftig auf den Stirnkuss, den Will seiner Ex gibt. Ich kann ihre Enttäuschung durchaus nachvollziehen, aber so auf stur zu schalten halte ich für kindisch. Gut, sie ist erst 18, aber auch schon.
Und so gibt so einige Szenen, die ich für zu übertrieben halte. Aber gut, es ist ein Jugendbuch ab 14 und die Mädels fahren da sicher drauf ab, denn den nötigen Kitsch und Schmalz legt der liebe Held Will an den Tag um die Herzen höher schlagen zu lassen.
Von mir gibt es solide 3 von 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Weil ich Layken liebe“ von Colleen Hoover

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Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
Seitenzahl: 384 Seiten
ISBN: 978-3423715621
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung

Nachdem Laykens Vater bei einem Unfall tödlich verunglückt, zieht die 18jährige gemeinsam mit ihrer Mutter und Bruder Kel Von Texas nach Michigan.
Zuerst gegen alles, gewöhnt sich schnell an die neue Umgebung und Nachbarschaft, vor allem Nachbar Will schleicht sich schnell in ihr Herz. Kel freundet sich auf Anhieb mit Wills Bruder Caulden an.
Will und Layken kommen sich schnell näher, doch schon am ersten Schultag ist der Traum aus. Will ist Referendar in Laykens Schule, eine Beziehung kommt für beide auf keinen Fall in Frage.
Doch die beiden kommen nicht los voneinander, weil sie sich als Lehrer und Schülerin ständig im Unterricht sehen. Und auch privat sind sie durch ihre Brüder in ständigem Kontakt.
Auch zu Hause wird Layken nicht aufgefangen, denn ihre Mama scheint ebenfalls ein Geheimnis vor ihr zu bewahren. Und dieses wird Laykens Leben von Grund auf verändern.

Layout

Weißer Hintergrund, ein knalliger, pinker Farbkleks und verspielte Schrift. Eigentlich ist das Cover simpel gestaltet. Aber durch die Farben wirkt es frisch und jung.
Das Buch selbst ist in Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel fängt immer mit einem Liedausschnitt von der Band „Avett Brothers“ an, welche immer ein wenig die Stimmung des Kapitels beschreiben und die Texte abrunden.

Fazit

Herrlich einfach, ohne Schnörkel und einfach aus dem Leben. Manchmal braucht es eben nicht viel, um eine ansprechende Geschichte zu erzählen.
Ein wenig Liebe, Drama, außergewöhnliche Interessen der Protagonisten und die Sache läuft. Nichts glitzert, keiner kann irgendwas Magisches.
Ich begleitet Layken, die mir ihre Geschichte erzählt. Sie beginnt als Teenie und wird während eines Jahres muss sie erwachsen werden.
Poetisch, voller Gefühl und mit großen Worten schafft es Autorin Colleen Hover eine Liebesgeschichte zu schreiben. Die Grundthematik ist nicht neu. Eine Lehrer Schüler Liebe kenne ich noch von Brigitte Blobel, aber die kleinen Zutaten, die jede Liebesgeschichte ausmacht, die sind anders dosiert, so dass ich eine sehr charmante und herzzerreißende Geschichte gelesen habe, die zwar immer ein wenig kitschig anmutete, aber nie übertrieben wirkte!
5 von 5 Eseslsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Der Sommer der Blaubeeren“ von Mary Simses

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Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 416 Seiten
ISBN: 978-3442382170
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung

Auf dem Sterbebett verspricht Ellen ihrer geliebten Großmutter einen Brief in deren Heimatdorf Beacon in Maine zu bringen. An einen gewissen Chet.
Ellen, die sehr an ihrer Großmutter hängt, verspricht ihr das, und macht sich ganz selbstverständlich nach dem Tod auf den Weg aus dem Großstadtleben New York in die Provinz.
Ihren Verlobten und ihre Mutter lässt sie zurück.
Schon in den ersten Tagen merkt sie, wie wenig sie eigentlich über ihre Großmutter weiß.
In Beacon scheint nicht nur die Vergangenheit der Oma zu liegen, sondern auch ihre eigene Zukunft.
Nicht nur der Pier unter ihren Füßen bricht weg und lässt sie ins Meer fallen, ihr ganzes Leben gerät ins Wanken. Schuld sind die Blaubeeren, Roy, und das Talent ihrer Oma.
Für Ellen beginnt ein Selbstfindungstripp, getriggert aus der Vergangenheit.

Layout

Passend zum Titel sieht man Blaubeeren auf dem Cover auf hölzernem Hintergrund. Im oberen Drittel sind in den passenden Farben die Autorin und der Titel geschrieben.
Ein sehr harmonisches Bild, welches den Buchtitel abrundet und gleich Lust auf Sommer macht. Mich spricht das Cover sehr an. Wen wohl auch nicht, frisches Obst ist eben immer lecker.
Das Buch selbst weiß im inneren durch betitelte Kapitel zu überzeugen. Briefe und Notizen der Protagonisten werden mit verschiedenen Schriftarten hervorgehoben. Rein optisch ein wirkliches Highlight.

Fazit

Ja, war halt so ein typischer Frauenroman, wa? Humor, Liebe, eine schöne Landschaft, Lebensveränderung und einen Hauch Kitsch.
Nichts was es nicht schon gab, aber auch nichts, was eben nicht funktioniert.
So was liest man eben gern mal zwischendurch. Hauptprotagonistin Ellen steht kurz vor ihrer Hochzeit, die geliebte Oma stirbt und Ellen erfüllt ihr den letzten Willen. Die Konfrontation mit der Vergangenheit hat natürlich auch Auswirkung auf die Gegenwart.
Die Hauptprotagonisten sind jetzt eher typisch für dieses Genre. Sie selbstbewusst aber fragend. Der aktuelle Typ gediegen, nett, aber irgendwie nicht passend für sie. Der neue Kerl charmant, verwegen, frech, aber auch hinreißend.
Dann nehme man eben noch ein schönes Sommerfeeling, ein paar Briefe, die die Hauptprotagonisten zum Nachdenken bringen und man hat eine nette Lektüre für zwischendurch, wenn es mal nichts Anderes gibt.
Ich fühlte mich gut unterhalten. Aber es war eben nicht sehr überraschend oder innovativ. Aber wenn man so ein Buch in die Hand bekommt, ahnt man eh, wie es ausgeht. Deswegen war ich nicht enttäuscht.
Es war nicht grottenschlecht, aber eben auch nicht supergeil.
Von mir gutgelaunte drei Eselsöhrchen für einen Stoff, der wahrscheinlich so schnell wieder vergessen ist, wie er gelesen war.

Meine Bewertung:

„Ein dunkles Geschenk“ von Nora Roberts

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Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 608 Seiten
ISBN: B00QZEQLNK
Format: eBook, gebundene Ausgabe, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf auf die gebundene Ausgabe!

Handlung

Lila Emerson ist hauptberufliche Autorin. Damit ihr Leben spannend bleibt, verdient sie sich zusätzlich etwas als Haussitterin dazu. Immer wenn Menschen für länger verreisen, zieht sie in das verlassene Domizil und passt auf die vier Wände inklusive möglicher tierischer Mitbewohner auf.
Bei ihrem aktuellen Job beobachtet sie oft die Nachbarschaft durch die großen Fenster. Mit dabei ein Pärchen, welches sich immer streitet. Eines Abends sieht sie wieder einen Streit. Dieser endet in einem Mord mit folgendem Suizid des Mörders.
Diese Ereignisse verändern ihr Leben komplett, denn nichts ist so, wie es scheint. Die Polizei ermittelt, sie trifft auf den Bruder des potentiellen Mörders und irgendwer bricht in ihr Domizil ein. Ihr Leben ist in Gefahr, aber sie weiß nicht warum. Außerdem läuft sie Gefahr sich unsterblich zu verlieben.

Layout

Ein Parkweg, gesäumt von Bäumen und Bänke, die zum Verweilen einladen. Das ist auf dem Cover zu sehen. Mitten drauf prangt in der typischen Nora Roberts Buchschrift der Name der Autorin und der Titel. Es handelt sich um einen Papierumschlag. Abgenommen ist der Einband lila, geprägt in weiß ist der Titel zu lesen. Passend zum lila Einband ist ein Lesebändchen integriert. Die Story ist übersichtlich in Kapitel gegliedert.

Fazit

Puh, ne. Das war irgendwie nicht so mein Fall. Ich glaube, das war in den letzten Monaten zu viel Roberts. Der klassische Schema F, alles läuft auf ein Happy End hinaus Overkill.
Die Geschichte war ohne Frage spannend, aber halt im typischen Nora Roberts Klang. Es war vorhersehbar. Aber es wunderte mich nicht und enttäuschte mich auch nicht, denn wenn ich einen Roberts in die Hand nehme, dann ist da Roberts drin.
Aber die Charaktere fand ich zu blass, zu klassisch, mit den üblichen Macken, den üblichen Eigenschaften. Der Spannungsbogen bot nichts Besonderes.
Es war eben so ein Buch, was man mal so eben liest, wenn man nicht viel denken will. Ich war leider unterfordert und gelangweilt. Das Buch kam mir zum falschen Moment in die Hand.
Ab der Hälfte habe ich nur noch sporadisch durchgeblättert, um es nicht abbrechen zu müssen. Von mir nur punktuelle drei Öhrchen. Wenn ich nicht schon Roberts gesättigt gewesen wäre, hätte es mich bestimmt mehr getouched. Das war Pech für dieses Buch.

Meine Bewertung:

„Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joël Dicker

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Verlag: Piper Verlag
Seitenzahl: 736 Seiten
ISBN: 978-3492056007
Format: gebunden, Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe.

Handlung

Der junge Schriftsteller Marcus Goldmann legt mit seinem Debütroman einen Bestseller vor. Er ist der gefeierte Jungautor, von dem sich noch viel mehr versprochen wird. Doch er kann dem Erwartungsdruck nicht standhalten. Eine Schreibblockade verhindert seinen nächsten Roman. Immer wieder fängt er eine Geschichte an, nur um sie zu werfen. In dieser Zeit nimmt er Kontakt zu seinem alten Mentor Harry Quebert auf. Dieser wusste schon immer, dass sein ehemaliger Schüler das Zeug zu einem großen Autor hat. Er gibt ihm die nötige Kraft und Marcus fährt gestärkt und voller Tatendrang wieder nach Hause. Ein paar Tage später erfährt Marcus etwas Schreckliches. Sein ehemaliger Lehrer sitzt im Gefängnis. Er soll vor 30 Jahren ein 15 jähriges Mädchen getötet haben. Die Leiche wurde nun in seinem Garten gefunden, mit bei der Leiche das Originalmanuskripts des damaligen Bestsellers seines Mentors Harry Quebert. Für Marcus steht fest, er muss seinem Lehrer helfen, da kümmert ihn auch keine Deadline seines Verlags, die noch immer auf sein Manuskript warten. Für Marcus beginnt eine Reise in die Vergangenheit. Er will diesen Mordfall aufklären und bekommt gleichzeitig auch die einmalige Chance, seine Schreibblockade abzulegen.

Layout

Das Cover ist in creme-gelb gehalten. Als würde man durch ein Loch in einem Papier auf die nächste Seite schauen, sieht man einen Teil einer Stadt mit Tankstelle und Wohnhäusern. Oben in großen, klaren Buchstaben steht der Name des Autors in weinrot. Unter dem Bild findet sich sehr dominant in klarer, blauer Schrift der Titel des Buches.
Das Bild der Stadt durch dieses Loch im Papier findet sich auch im Buch, wenn ein neuer Teil beginnt. Vergangenheitsszenen und Gegenwart sind klar gekennzeichnet, es ist in Kapitel unterteilt und verschiedene Abschnitte, die das Buch nochmals klar gliedern.

Fazit

Ein so dicker Wälzer verdient auf jeden Fall Respekt. Egal welchen Inhalt das Buch hat. Voller Respekt und Ehrfurcht habe ich auch zu lesen begonnen. Ein wenig Angst hatte ich davor schon, dass vielleicht Langeweile wegen der Länge aufkommt. Wie viel Geplänkel kann auf so vielen Seiten geschehen, die einfach nicht handlungsrelevant sind. Aber die Angst war unbegründet. Jede Seite, jedes Ereignis war wichtig und tragend.

Marcus Goldmann erzählt mir seine Sicht der Dinge. Er erzählt wie es ist, wenn man Autor ist, auf was es ankommt, seine Erfahrungen mit Ruhm und Scheitern. Das ganze beginnt wie eine Biografie. Durch Rückblenden erfahre ich als Leserin, wie Marcus Harry Quebert kennenlernte. Aber schnell wird dieses Buch mehr. Es wird Kriminalfall, Liebesgeschichte, Kleinstadtdrama. Mit jede Menge Klischees zwar gespickt, aber dennoch nicht langweilig. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ausgewogen ab, zwischendurch nimmt mich Marcus Goldmann sogar mit in sein Buch, welches in diesem Buch entsteht.
Mir hat dieser Roman richtig gut gefallen. Gerade weil so viele verschiedene Genres bedient werden, voller Klischees gespickt und dennoch so gekonnt neu verstrickt, bot es viel Spannung und Abwechslung. Ich konnte den Kriminalfall mit lösen, bekam drei Biografien und Drama. Ich vergebe 5 begeisterte Eseslöhrchen. Nach diesem Buch wird es schwer, mich auf was neues einzulassen, ich brauch wohl einen Tag eine Pause.

Meine Bewertung:

„Sturmzeit“ von Charlotte Link

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Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 545 Seiten
ISBN: 978-3442374168
Format: eBook, Taschenbuch, gebunden

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.
Handlung

Felicia stammt aus Ostpreußen. Ihrer Familie gehört ein Familiengut. Bisher konnten Felicia und ihre Geschwister ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben führen. Nur die Liebe macht Felicia sorgen. Sie fühlt sich zu Alex hingezogen, der will aber nur Freundschaft.

Im Sommer 1914 bricht der erste Weltkrieg aus. Felicia muss vom Familiengut fliehen, ihre Brüder ziehen in den Krieg und auch Jugendliebe Alex verändert sich. Felicia muss vom verwöhnten Kind zur erwachsenen und verantwortungsvollen Frau innerhalb von Wochen heranreifen. Doch in der Liebe behält sie sich ihre kindliche Naivität.

Alex, der sich nun in eine andere Frau verliebt hat, soll eifersüchtig gemacht werden. Aber der Schuss geht nach hinten los. Sie heiratet und Alex ist davon unbeeindruckt.
Nun muss sich Felicia mit ihrem Schicksal abfinden, denn ihr „Notnagel“ Ehemann lässt sie nicht mehr ziehen.

Layout

Das Cover des Buches ist eher schlicht gehalten. Das Bild zeigt eine Landschaft, vorne eine Grasfläche, hinten sieht man im Nebel ein Gebirge. In großer, roter und klarer Schrift ist der Titel im oberen Drittel abgedruckt, der Name der Autorin steht darunter.

Das Buch ist in verschiedene Zeitabschnitte unterteilt, diese wiederum sind einzelne Kapitel unterteilt. Dadurch wird das Layout sehr übersichtlich.

Fazit

Auf die Buchreihe bin ich durch die Filme aufmerksam geworden. Den mehrteiligen Fernsehfilm fand ich toll und so machte ich mich gespannt auf die Suche nach dem Buch. Auf Tauschticket wurde ich schnell fündig und forderte Band eins der Reihe an. Ich dachte, die anderen könnte ich mir ja noch immer besorgen, wenn ich den ersten Band mag.

Das war eine gute Überlegung, denn Band eins gefiel mir gar nicht.

Charlotte Link packt mir viel zu viele Personen und Charaktere in dieses Buch und da bleibt leider die Charaktertiefe auf der Strecke. Ich werde mit Felicia nicht warm, ich versteh nicht, was sie an Alex so fasziniert und ihre Entscheidungen kann ich nicht nachvollziehen. Ihre Naivität und der Egoismus gingen mir sehr auf den Geist. Mitten im Krieg, allen geht es schlecht, findet sie sich ungerecht behandelt, wenn sie mit einem Zug fahren muss, der Verletzte transportiert. Und, oh nein, sie muss sogar helfen, diese Kranken zu pflegen. Da hat sie sich ja echt einen Zacken aus der Krone gebrochen.

Außerdem ist es der Autorin nicht gelungen, mir das Elend und die Brutalität des Krieges näherzubringen. Bei mir kam leider nichts an. Dabei liebe ich diese Bücher, mit geschichtlichem Hintergrund. Diese Story um Felicia jedoch, hätte meiner Meinung nach überall spielen können. Zeit und Ort wären beliebig austauschbar und Felicias Liebesleben würde noch genauso ablaufen können. Und auch die Grundidee ist nicht neu. Anwesen, Krieg, Mann an den man nicht rankommt, Anwesen wird zum Mittelpunkt. Kommt euch das bekannt vor? Richtig. Ich fühlte mich ein wenig an „Vom Winde verweht“ erinnert.

Klappentext und Film versprachen mehr, als das Buch dann hergegeben hat. Krimis liegen Frau Link in jedem Fall mehr, mit dieser Familiengeschichte kann ich leider nichts anfangen.

Ich habe etwas mehr geschafft als Seite 101, ich war schon auf Seite 200, aber bis dahin hatte es mich absolut nicht gepackt. Von mir nur ein Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Die sieben Schwestern“ von Lucinda Riley

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Verlag: Goldmann Verlag
Seitenzahl: 544 Seiten
ISBN: 978-3442313945
Format: Gebunden, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Ausgabe!

Inhalt:

Maia und ihre fünf Geschwister wurden als Babys adoptiert. Aus den verschiedensten Teilen der Welt fanden sie bei ihrem „Pa Salt“ und Haushälterin Marina, genannt „Ma“ ein neues Zuhause auf einem herrschaftlichen Anwesen am Genfer See. Maia ist die älteste der Schwester, die alle nach Sternen des Siebengestirns benannt wurden. Als der Vater stirbt kommen alle Schwestern zusammen. Er hat den Schwestern Briefe hinterlassen mit Hinweisen auf ihre Vergangenheit.
Maia ist die Erste, die sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit macht und auch auf die Reise, um ihren geliebten „Pa Salt“ besser kennenzulernen. Was hat ihren Vater dazu gebracht, sechs. Mädchen zu adoptieren und wie kam er zu ihr nach Brasilien. Eine Reise in Maias Familiengeschichte. aber auch in ihre Seele, beginnt.

Layout:

Ein großes, Schmiedeeisernes Tor ist halb geöffnet. Hinaus führt es direkt auf einen See. Im Hintergrund schaut man idyllisch auf Berge. Über der Szenerie rankt sich ein Kirschblütenzweig, funkelnde Sterne kann man am Horizont erkennen. In der Mitte des Covers steht in weißer, geschwungener Schrift der Name der Autorin geschrieben, darunter, in Pink, der Titel des Buchs.

Den Papierumschlag kann man abnehmen. Das blanke Buch ist blau, auf dem Buchrücken steht der Titel. Zusätzlich ist in Silber ebenfalls ein Stern geprägt worden.

Das Buch kommt mit Lesebändchen daher. Die Kapitel sind klar gegliedert und die verschiedenen Zeiten klar unterteilt.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut.

Fazit:

Dies ist der erste Band der Reihe von Lucinda Riley. Als Auftakt war es nicht schlecht, hat mich aber auch nicht vom Hocker gerissen.

Das Buch ist ein typischer Riley. Als erstes erzählt Maia mir ihre Geschichte und ich erfahre ihre Familiengeschichte, angefangen bei ihrer Urgroßmutter. Das Schema ist wie bei allen Büchern. Handlungsstrang in der Gegenwart verknüpft mit dem Handlungsstrang der Vergangenheit.

Lucinda Riley treibt die Story flott voran, die Sprache ist einfach gehalten. Doch es zündet irgendwie nicht. Es gibt viele Fragen zu Anfang des Buches und ich bekomme nur sehr wenige davon aufgedeckt. Warum ich nur Maias Geschichte erfahre, das ist mir schon klar, jede Schwester bekommt einen Band. Und da beginnt meine Kritik.

Für mich wird schon im ersten Band so Einiges unnötig in die Länge gezogen. Vieles hätte es für Maias Geschichte meiner Meinung nach nicht gebraucht. Das finde ich sehr schade. Denn diese Geheimnisse um das Siebengestirn und die Schwester bieten so viel Potential. Ob man da unbedingt jede Schwester einzeln beleuchten muss, wobei sich der Aufbau, wie bei allen Rileys immer und immer wieder wiederholt, das stelle ich in Frage.

Maia bleibt mir leider zu blass und handelt für mich an einigen Stellen nicht sehr nachvollziehbar. Fragt man denn nie nach, wer ist mein Vater, der mich adoptiert hat? Was hat das alles auf sich? Vor allem, wenn ich die Tochter bin, die den Vater doch scheinbar am nächsten steht. Für mich war das alles nicht rund.

Vielleicht hätte mal eine Veränderung gut getan. Schema F zieht nicht immer, so wie es dieses Mal ausschaut.

Dies ist der erste Riley, der mich doch etwas enttäuscht hat, auch wenn Hintergrund und Grundidee sehr stimmig sind. Nur weil es gerade „IN“ ist, mehrteilige Reihen zu schreiben, muss doch nicht jeder auf diesen Zug aufspringen. Auch das kann ein Buch kaputt machen. So wie hier.

Ich denke, dem nächsten Band (ein deutsches Releasedatum scheint noch nicht festzustehen) werde ich wohl noch eine Chance geben. Mal schauen, ob ich wenigstens ein paar kleine Antworten auf die Grundfragen bekomme. Wer war „Pa Salt“. Denn er als Schlüsselfigur, der die Schwestern ja „gesammelt“ hat, ist der größte Geheimnisträger, und von dem weiß ich bisher nur, dass er tot ist.

Für Schema F mit vielen Längen und guter Grundidee bekommt das Buch von mir drei Eselsöhrchen.

 

Meine Bewertung:

„Der Engelsbaum“ von Lucinda Riley

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Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 614 (ohne Leseprobe)
ISBN: 978-3-442-48135-4
Format: eBook, Taschenbuch

 

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch!

Handlung

Greta Marchmont hat ihr Gedächtnis verloren. Viele Jahre ist das nun schon her. Sie hatte immer Angst vor dem, was vielleicht passiert ist. Doch endlich kratzt sie all ihren Mut zusammen und fährt mit ihrem langjährigen Freund David Marchmont zurück in das alte Herrenhaus Marchmont Hall. Sie ist bereit sich ihrer schmerzhaften Vergangenheit zu stellen.

Bei einem Spaziergang im Garten des Herrenhauses stößt sie auf ein Grab. Bei dem Lesen der Inschrift kommen die Erinnerungen wie ein Blitz zurück und sie kann mit Hilfe von David das Geschehene wiedererleben und verarbeiten.

Ihr Familienschicksal beginnt schon früh und vieles kann sie erst jetzt begreifen.

Layout

Weiß-Blau sind die dominierenden Farben des Covers. Eine Frau ist mit dem Rücken zu uns gewandt und schaut von einem Balkon in eine verschneite Winterlandschaft mit zugefrorenem See. Über ihr ranken sich Baumzweige, die in voller Blüte stehen. Der Name der Autorin ist dunkeblau geschrieben, der Titel des Buches in gold geprägt eingelassen.

Rein von der Stimmung her, mag ich das Cover schon, aber die Motive finde ich dieses Mal wirklich schlimm und nicht zueinander passend. Ein blühender Baum mitten im Winter? Eine Frau, die nur in einem dünnen Kleid bekleidet draußen auf dem Balkon steht? Das Cover wirkt auf mich zusammengewürfelt. Wäre das Buch nicht von Lucina Riley, ich hätte ihm wohl keinen zweiten Blink geschenkt. Doch es fügt sich zumindest in die Coverreihe von Rileys Romanen, die bisher alle irgendwelche blühenden Details auf dem Cover hatten.

Die Geschichte ist klar in die verschiedenen Perspektiven und Zeitabschnitte gegliedert, so dass es einfach ist, der Handlung über drei Generationen zu folgen.

Fazit
Ein typischer Riley eben, und doch der beste, den ich bisher gelesen habe. Die Protagonistin selbst hat ihr Gedächtnis verloren und sie will diesmal ihre eigene Geschichte rekonstruieren. Das ist der wesentliche Unterschied zu den Vorgängern, in der ja Familienmitglieder sonst Geheimnisse von Angehörigen gelüftet haben.

Greta ist eine starke und zu Anfang sehr naive Hauptprotagonistin, die ich im ersten Drittel des Buches begleite, danach folge ich ihrer Tochter und der Enkelin im dritten Abschnitt. Alle drei Frauen sind mit Marchmond Hall und David Marchmond eng verbunden.

Ich kann alle Gefühle nachvollziehen und leide mit ihnen. Besonders gefallen hat mir der Abschnitt der labilen und psychisch auffälligen Cheska. Der Autorin gelingt es, dass ich ihren Wahnsinn spüren kann.
Etwas zu kurz kam mir leider Enkeltochter Ava. Ihr Schicksal hätte ich gerne noch intensiver erlebt.
Frau Riley knüpft nahtlos an die Vorgängerromane an. Ein Familienschicksal, welches mich wieder zutiefst berührt und begeistert hat. Ich möchte fast sagen, das ist ihr bisher stärkstes Buch.

Und dank der Leseprobe des neuen Romans in diesem Buch, habe ich das neue Werk gleich mal für März vorbestellt. Ja, ich bin ein kleiner Riley-Junkie und Groupie.
5 Eselsöhrchen von mir.

Meine Bewertung:

„Remember – Winterzauber“ von Andrea Bielfeldt

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Verlag: eBook bei Amazon erhältlich, Printbuch ist noch in Arbeit, folgt jedoch
Seitenzahl: 301
ISBN: noch nicht vorhanden
Format: eBook, Taschenbuch folgt

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung

Hannah fährt mit gemischten Gefühlen und mit einem altersschwachen Auto durch verschneite Landschaften zurück in ihre alte Heimat, um über die Weihnachtsfeiertage ihre Familie zu besuchen. Es kommt wie es kommen muss, ihr Auto bleibt liegen und zu allem Überfluss ist auch noch ihr Handyakku leer, so dass sie völlig hilflos in einer menschenleeren Pampa gestrandet liegt.

Ihr Warten wird jedoch belohnt, aber diese Hilfe hat sie sich nun echt nicht herbeigesehnt. Ihr Verflossener kommt mit dem Auto vorbei und bietet Pannenhilfe an. Obwohl sie auch nach Jahren der Trennung nicht gut auf ihn zu sprechen ist, nimmt sie erst einmal seine Hilfe an. Nick, der Helfer und Retter in der Not setzt jedoch auf schneeglatter Fahrbahn das Auto vor einen Baum. Er hat zwar nun ein Handy, aber in der Pampa ist das mit dem Empfang so eine Sache.

Zum Glück kommt Bruder Momo ebenfalls mit seinem Auto vorbei, wie es der Zufall eben will. Und auch er baut einen Unfall.

Das ist ja eine durchschlagende und schmerzende Konfrontation mit ihrer Vergangenheit. Doch egal wie sehr es auch wehtut und wie gern Hannah alles verdrängen würde. Ihr Herz ist mit der Vergangenheit noch lange nicht fertig und schreit nun nach einer Entscheidung. Hannah kann nicht fliehen und muss einsehen, vor Gefühlen davonlaufen bringt gar nichts, auch nach Jahren verfolgt es einen noch.

Layout

Das Cover ist schlicht, aber elegant und wirkungsvoll. So stelle ich mir Winterzauber vor. Graublau gestaltet mit Ornamenten und Ranken, die in die Mitte des Covers zu wachsen scheinen. Fasst wie Eisblumen an einem Fenster, wenn die Dämmerung im Winter einsetzt. Passend dazu wurde die Schrift für den Titel gewählt, so dass das Layout des Covers stimmig ist.
Romantisch, jedoch leise flüsternd wispert es Winterzauber.

Der Text ist klar strukturiert, so dass auch die beiden Erzählstränge und Perspektiven der Geschichte von Momo und Hannah klar zu erkennen sind. Sequenzen, die in der Vergangenheit spielen sind zusätzlich noch einmal kursiv gekennzeichnet und heben sich von der Gegenwart ab.

Fazit

ACHTUNG SPOILER

Andrea Bielfeldt hat hier so etwas wie einen Quickie geschrieben. Eine Reise in die Vergangenheit, eine Reise zu sich selbst und immer wieder die Frage, was wiegt im Leben mehr: Herz oder Kopf?

Ohne viele Umschweife taucht sie direkt in die Geschichte ein. Hannah und Momo, die zwei Hauptprotagonisten, erzählen mir ihre Geschichte selbst. Ich bekomme sowohl die Vergangenheit in kleinen Häppchen, als auch die gegenwärtigen Ereignisse aus beiden Perspektiven geschildert.

Aber die Dosis macht es eben. Und die ist stimmig. Ich bekomme immer so viele Brocken hingeworfen, das die Geschichte zügig erzählt wird, aber ich nur so viel, dass es spannend bleibt.

Momo und Hannah sind sehr authentisch ausgearbeitete Charaktere und ich kann mich gut in beide hineinversetzen. Vor allem Hannah ist eine Königin des Chaos und schumnmelt sich gleich mal in mein Herz. Ich kann lachen und weinen.

Manchmal hatte ich das Bedürfnis Hannah anzubrüllen. Jetzt hör doch mal auf dein Herz Kind, und nimm ihn dir. Ich bin mir sicher, das war das Anliegen der Autorin. Ich als Leser weiß, was Hannahs Herz eigentlich will, nur Hannah hat da noch leicht ein Brett vor ihrem Kopf.

Das war auch der einzige Wehrmutstropfen. Ich ahnte schnell, wohin die Reise mit Hannah gehen wird. Das mag daran liegen, dass besagter Herzensmensch eben einen eigenen Erzählpart bekommt.

Trotzdem wollte ich jedoch wissen, was es alles braucht, das Hannah endlich auf ihr Herz hört. Ich meine, es hätte ja auch durchaus kein Happy End geben können. Das mit den Unfällen kennen wir ja schon.

Für eine Zwischendurch-Geschichte um große Gefühle, die leise Musik und für durchschaubare Herzensangelegenheiten vergebe ich 4 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung: