„Die Geschenke meiner Mutter“ von Cecilie Enger

Die Geschenke meiner Mutter von Cecilie Enger

Information:

Verlag: Penguin Verlag
ISBN: 978-3328100195
Seitenzahl: 272 Seiten
Format: eBook, Taschenbuch, gebundenes Buch

Diesse Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung:

Cecilies Mutter ist an Altersdemenz erkrankt und kommt in ein Pflegeheim, da sie alleine im Alltag nicht mehr zurechtkommt. Nun ist es an der Zeit den Haushalt des Elternhauses aufzulösen. Cecilie fällt dies sehr schwer, da sie die Krankheit und das fortschreitende Vergessen nur schwer ertragen kann. Beim Aufräumen findet sie einen Stapel mit Zetteln, auf denen ihre Mutter Jahrzehnte lang alle Weihnachtsgeschenke an die Liebsten notiert hat. Das weckt viele Erinnerungen in Cecilie und bringt sie so ihrer Mutter wieder ein Stück näher. Es ist wie eine Geschichte, die ihre Mutter ihr nun nicht mehr erzählen kann, die auf diesem Papier notiert wurde.

Layout:

Auf dem Cover sieht man Hände. Diese scheinen einem Mädchen zu gehören, denn im Hintergrund sieht man ein verspieltes, hellblaues Kleid. Die Hände halten rote Kinderschuhe in die Kamera. Der Namen der Autorin und der Titel sind über und unter den Schuhen platziert und leuchten im gleichen Rot wie die Schuhe. Es ist ein übersichtliches und schlichtes Cover, das Bild ansprechend und es lädt ein, einen Blick in das Buch, wenigstens jedoch auf den Klappentext zu werfen.
Das Buch ist in Kapitel unterteil, die durchnummeriert sind.

Fazit:

Ich bekomme hier einen autobiografischen Roman. Autorin Cecilie Enger berichtet von ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter. In vielen Erinnerungsschnipseln, die das Lesen der Liste in ihr auslösen, lerne ich die Familie kennen. Mit jedem Geschenk verbindet Cecilie Enger Erinnerungen, und diese Erinnerungen lösen weitere Erinnerungen aus.
Ich kann mir vorstellen, dass es genauso war. Sie hielt diese Liste in den Händen und ihre Erinnerungen schlugen regelrecht Purzelbäume, flogen durcheinander und löste eine Arte Dominobahn aus.
Für Cecilie ist die Liste nicht nur bloß eine Liste. Sie nähert sich ihrer Mutter wieder an und kann sich mit der Krankheit der Mutter versöhnen. Denn in ihren Erinnerungen, die so wehmütig und bittersüß sind, erkennt Cecilie Enger, dass ihre Mutter ein sehr erfülltes und spannendes Leben hatte. Voll mit Abenteuern, einem erfüllten und turbulenten Familienleben und vielen Menschen, die sie stets geliebt haben und noch lieben.
Auch ich ertappe mich immer wieder beim Lesen, wie sehnsüchtig die Gedanken schweifen lasse. Zurück in meine eigene Kindheit und wie ich über meine Mama nachdenke, die letzten Dezember gestorben ist. Ich kann die Gedanken der Autorin nachvollziehen, dass sie sich bewusst mit dieser Liste und den Erinnerungen daran auseinandersetzen mag, denn es scheint lebendige Geschichte zu sein.
Das Buch ist wunderschön und rührend geschrieben.
Leider gibt es für mich einen Wehmutstropfen. Cecilie Enger schreibt die Geschichte sehr sprunghaft. Von der einen Erinnerung zur anderen springt sie in den Zeiten hin und her. Sie erklärt, warum sie das so macht. Weil ihr eben in dieser Reihenfolge die Listen der Geschenke in die Hände fielen und sie es dem Zufall überlassen will, was als nächstes kommt. Für mich jedoch ist es zwischendurch zu sprunghaft und es fehlt so ein wenig der rote Faden. Natürlich soll es gar nicht darum gehen, es sind eher Momentaufnahmen des Lebens der Mutter. Jedoch hätte es für mich genau das gebraucht, um das Buch für mich genial zu machen. So waren es eben nur Aneinanderreihungen von Erinnerungen, die ich mir als Fremde erst zusammenbasteln muss.
Von mir rührende drei Eselsöhrchen, denn das Cecilie Enger erzählen kann, das steht fest. Jedoch glaube ich, dass das Buch noch viel besser hätte sein können.

 

 

Meine Bewertung:

„«Ich habe das Internet gelöscht!»: Aus dem Alltag eines IT-Dienstleisters“ von Philipp Spielbusch

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„Ich habe das Internet gelöscht“ von Philipp Spielbusch

Information

Verlag:  Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3499631894
Seitenzahl: 240 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch

Handlung

Der selbstständige IT-Berater und -Dienstleister Philipp Spielbusch gibt im Buch „Ich habe das Internet gelöscht“ einen Einblick in den täglichen Wahnsinn seines Berufes. Von Hunden, die bei Nutzung des WLANs verrückt spielen, über den Kampf mit dem (oder besser gesagt gegen den) eigenen Internetanbieter bis hin zu virenverseuchten Computer, bei denen der Kunde natürlich „nichts gemacht“ hat. In humoristisch geschriebenen Kurzgeschichten berichtet der Autor nicht nur über seinen Berufsalltag, sondern gibt auch wertvolle Tipps und Ratschläge für Menschen mit PC-Problemen.

Layout

Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Es zeige einen Marineblauen Hintergrund in gelbem Rand, auf dem ein gezeichneter Computer zu sehen ist. Der Computer ist dabei eher eine Art „Monster“, genauso wie die Computermaus, die auf dem Bild mit Zähnen dargestellt wird. In stilisierter Schrift ist dort der Titel des Buchs und der des Autors abgedruckt. Am linken Rand findet sich das für den Verlag charakteristische „ro ro ro“.

Fazit

Puh. Mir fällt das schreiben einer Bewertung zu diesem Buch nicht leicht, da ich selbst IT-Fachmann bin. Deswegen versuche ich, das Fazit mit der gebührenden Sachlichkeit zu verfassen.

Der Autor beschreibt in seinem Buch den alltäglichen Wahnsinn eines IT-Dienstleisters, zu dem jeder Kunde mit seinen Problemen kommt. Die Probleme sind dabei oft relativ einfach zu lösen, und es bewahrheitet sich sehr oft die Aussage, die ich auch aus meinem Alltag voll unterstütze: An vielen Fehlern ist der Kunde selbst schuld (auf Pornoseiten gesurft und einen Virus eingefangen, die Aussagekräftige Fehlermeldung einfach weggeklickt, logische Denkfehler, die selbst einem Laien nicht passieren dürften). Die Geschichten sind dabei als lustige Anekdoten verpackt. So weit, so gut. Für einen Unbedarften, einem „einfachen Nutzer“, mögen diese Geschichten ansprechend und interessant, und zuweilen auch lustig sein. Auch ich musste bei der Geschichte mit dem WLAN-scheuen Hund schmunzeln. Allerdings, und das darf man nicht vergessen, ist genau diese Menschengruppe, der „einfache User“, die Zielgruppe des Buchs.

Mich als IT-Spezialist hat das Buch weniger fasziniert, da sehr viele Probleme für mich als Fachmann einfach zu vorhersehbar waren. „Ich kriege ständig Spam von irgendwelchen russischen Prostituierten.“ Könnte vielleicht daran liegen, das du dich desöfteren mal auf Schmuddelseiten rumtreibst, Junge. Solche Beispiele durchziehen das Buch und machen es für einen Fachmann wie mich leider weniger interessant. Nur zwei Fälle haben wirklich meine Neugier geweckt, neben dem WLAN-Hund vielleicht noch der Fall der sich trotz Gewittersturm ausfahrenden Markise. Sonst ist das Buch eher mit – für meine Fachkenntnis – Banalitäten gespickt. Und der im Buch auftauchende Nebencharakter „Jonas“, ein Verschwörungs-Vollpfosten vor dem Herrn, wird auf Dauer einfach nur noch nervig.

Wie gesagt, mir fällt es nicht leicht, ein objektives Urteil zu fällen, deshalb einige ich mich auf einen Mittelwert und gebe 4 Eselsöhrchen. Denn das Buch ist für den normalen PC-Nutzer ansprechend und witzig geschrieben, aber eben auch nur für den.

Meine Bewertung:

Das Haus am See von Kate Morton

Zurück aus der Sommerpause starte ich gleich mit einem Buch, welches mich nicht mal drei Tage begleitet hat und mir den Start in den Sommer versüßt hat. Bittersüße Liebes-Lebens-Familiengeschichte mit Spannung und Tragödie. Da blieb keine Wunsch offen!

 

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Information

Verlag: Diana
Seitenzahl: 608 Seiten
ISBN: 978-3-453-29137-9
Format:  gebundene Ausgabe, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung
1933

Familie Edevane wohnt in einem prunkvollen Haus. Die Familie ist angesehen, vermögend und gesellschaftlich etabliert.
Während des jährlichen Mitsommerfests verschwindet der jüngste Sohn aus seinem Kinderbett in der Nacht.
Alles Suchen ist erfolglos, der Kleine bleibt verschwunden. Nur Schwester Alice scheint irgendwas zu wissen.

2003

Polizistin Sadie braucht von ihrem Job als Ermittlerin eine Auszeit. Sie konnte in einem Fall einfach nicht so helfen wie sie wollte. Doch diese Auszeit hindert ihren Spürsinn nicht daran, der vertrauten Arbeit nachzugehen. Bei einem Spaziergang stößt Sadie auf das verfallene Haus der Edevanes. Sie erfährt die Geschichte des verschwunden Jungen und beschließt den Fall noch einmal aufzurollen.
Dabei geht sie tief in die Familiengeschichte der Edevanes, trifft auf Tochter Alice, die nun Schriftstellerin ist und erfährt die ganze Tragödie, die die Familie so sehr aus der Bahn geworfen hat.

 

Layout

Passend zum Titel ist ein See im Vordergrund zu sehen, am Ufer auf der anderen Seite steht ein Haus. Oben rankt ein Blumenzweig auf dem Bild.
Es ist ein passendes, typisches Cover für dieses Genre, wenig innovativ und schon oft gesehen. Nichts desto trotz wirkt es stimmig.
Das Buch ist in Kapitel gegliedert. Ort und Zeitangabe kennzeichnen die Handlungsstränge eindeutig.

Fazit

Rasant und fesselnd. Dabei vielschichtig gut ausgearbeitete Hauptprotagonisten und zwei Handlungsstränge, die gut durchdacht sind. Manchmal kann Begeisterung so einfach funktionieren.
Durch die beiden Hauptprotagonistinnen Alice und Sadie sind die beiden Erzählebenen logisch miteinander verknüpft.
Ich erfahre gut dosiert die Ereignisse in der Vergangenheit und bekomme das bleibende Geheimnis, was und warum sich die Tragödie in der Nacht 1933 zugetragen hat. in der Gegenwart aufgelöst.
Emotionale und auch willensstarke Frauen begegnen mir in den Epochen, die nachvollziehbar reagieren und agieren.
Kate Morton schreibt flüssig. Es bleibt immer spannend und ich kann das Buch in einer Rutsche lesen, weil ich unbedingt wissen will, was nun geschehen ist. Die Mischung aus großer Familiengeschichte, persönlicher Tragödie und Liebe ist gelungen.
Von mir fünf Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Helenas Geheimnis“ von Lucinda Riley

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Verlag: Goldmann
Seitenzahl:
ISBN: 978-3-442-48405-8
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung:

Sommer, Zypern, 2006. Nach Jahren kehrt Helena zurück nach Pandora, ein herrschaftliches Haus, in welchem sie schon in ihrer Jugend so manch schöne Ferien erlebt hat. Nun will Helena ihrer Familie dieses Anwesen zeigen. Und sie stellt sich auch ihrer Vergangenheit. Jugendliebe Alexis ist dabei nur eine Erinnerung, die das traumhafte Anwesen wieder in Helenas Gedächtnis ruft und somit sie und ihre Familie auf eine harte Bewährungsprobe stellt.
Helenas Familienglück wird durch ihre Geheimnisse überschattet.

Layout:

Das Cover ist so ein typisches Riley Ding, würde ich sagen. Florale Elemennte, ein idylischer Blick, verträumt und verspielt. Titel und Autorin in klarer Schrift mitten auf dem Cover platziert. So sehen die Romane von Riley eben aus, irgendwie beliebig und doch weiß ich, ach, das hat die Lucinda geschrieben.
Die Kapitel im Buch sind gut gegliedert, die verschiedenen Handlungsebenen und Zeiten gut gekennzeichnet und voneinander getrennt.

Fazit:

Kein typischer Riley. Die Handlung ist auf wenige Wochen angelegt. Einen Sommer lang begleite ich die Geschehnisse in Helenas Familie.
Dabei bekomme ich die Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Helenas Sohn, hochbegabt, 13 Jahre alt, führt Tagebuch und schildert komplex die Ereignisse in Pandora. Alex geht es in erster Linie um das Geheimnis, wer ist denn nun mein Erzeuger.
Dann bekomme ich die Ereignisse noch allgemein geschildert, so dass ich alle Protagonisten mehr oder weniger gut kennenlerne.
Allein die verschiedenen Erzählweisen machen das Buch für mich sehr attraktiv. Auf der einen Seite der neutrale Erzähler, der hinter jede Fassade schauen kann. Dann der eigentlich heimliche  Hauptprotagonist Alex, den ich am besten kennenlerne, weil er mir sein Tagebuch offenbart.
Flüssig, schlüssig und spannend verpackt Lucinda Riley eine Familiengeschichte, die aus der Vergangenheit genährt wird, sich in einem Sommer abspielt und zehn Jahre nach den Ereignissen von Alex aufbereitet wird.
Eine erfrischend andere Lucinda Riley, womit ich allerdings erst warm werden musste, denn vergleichbar ist damit noch kein anderes Buch.
Eine leichte Geschichte, wie eine warme Sommerbrise auf Zypern eben. Ein Urlaubsschmankerl für zwischendurch, für Strand oder Balkonien. Von mir 4 Eselsöhrchen, denn einiges war sehr vorhersehbar.

Meine Bewertung:

„Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joël Dicker

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Verlag: Piper Verlag
Seitenzahl: 736 Seiten
ISBN: 978-3492056007
Format: gebunden, Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe.

Handlung

Der junge Schriftsteller Marcus Goldmann legt mit seinem Debütroman einen Bestseller vor. Er ist der gefeierte Jungautor, von dem sich noch viel mehr versprochen wird. Doch er kann dem Erwartungsdruck nicht standhalten. Eine Schreibblockade verhindert seinen nächsten Roman. Immer wieder fängt er eine Geschichte an, nur um sie zu werfen. In dieser Zeit nimmt er Kontakt zu seinem alten Mentor Harry Quebert auf. Dieser wusste schon immer, dass sein ehemaliger Schüler das Zeug zu einem großen Autor hat. Er gibt ihm die nötige Kraft und Marcus fährt gestärkt und voller Tatendrang wieder nach Hause. Ein paar Tage später erfährt Marcus etwas Schreckliches. Sein ehemaliger Lehrer sitzt im Gefängnis. Er soll vor 30 Jahren ein 15 jähriges Mädchen getötet haben. Die Leiche wurde nun in seinem Garten gefunden, mit bei der Leiche das Originalmanuskripts des damaligen Bestsellers seines Mentors Harry Quebert. Für Marcus steht fest, er muss seinem Lehrer helfen, da kümmert ihn auch keine Deadline seines Verlags, die noch immer auf sein Manuskript warten. Für Marcus beginnt eine Reise in die Vergangenheit. Er will diesen Mordfall aufklären und bekommt gleichzeitig auch die einmalige Chance, seine Schreibblockade abzulegen.

Layout

Das Cover ist in creme-gelb gehalten. Als würde man durch ein Loch in einem Papier auf die nächste Seite schauen, sieht man einen Teil einer Stadt mit Tankstelle und Wohnhäusern. Oben in großen, klaren Buchstaben steht der Name des Autors in weinrot. Unter dem Bild findet sich sehr dominant in klarer, blauer Schrift der Titel des Buches.
Das Bild der Stadt durch dieses Loch im Papier findet sich auch im Buch, wenn ein neuer Teil beginnt. Vergangenheitsszenen und Gegenwart sind klar gekennzeichnet, es ist in Kapitel unterteilt und verschiedene Abschnitte, die das Buch nochmals klar gliedern.

Fazit

Ein so dicker Wälzer verdient auf jeden Fall Respekt. Egal welchen Inhalt das Buch hat. Voller Respekt und Ehrfurcht habe ich auch zu lesen begonnen. Ein wenig Angst hatte ich davor schon, dass vielleicht Langeweile wegen der Länge aufkommt. Wie viel Geplänkel kann auf so vielen Seiten geschehen, die einfach nicht handlungsrelevant sind. Aber die Angst war unbegründet. Jede Seite, jedes Ereignis war wichtig und tragend.

Marcus Goldmann erzählt mir seine Sicht der Dinge. Er erzählt wie es ist, wenn man Autor ist, auf was es ankommt, seine Erfahrungen mit Ruhm und Scheitern. Das ganze beginnt wie eine Biografie. Durch Rückblenden erfahre ich als Leserin, wie Marcus Harry Quebert kennenlernte. Aber schnell wird dieses Buch mehr. Es wird Kriminalfall, Liebesgeschichte, Kleinstadtdrama. Mit jede Menge Klischees zwar gespickt, aber dennoch nicht langweilig. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ausgewogen ab, zwischendurch nimmt mich Marcus Goldmann sogar mit in sein Buch, welches in diesem Buch entsteht.
Mir hat dieser Roman richtig gut gefallen. Gerade weil so viele verschiedene Genres bedient werden, voller Klischees gespickt und dennoch so gekonnt neu verstrickt, bot es viel Spannung und Abwechslung. Ich konnte den Kriminalfall mit lösen, bekam drei Biografien und Drama. Ich vergebe 5 begeisterte Eseslöhrchen. Nach diesem Buch wird es schwer, mich auf was neues einzulassen, ich brauch wohl einen Tag eine Pause.

Meine Bewertung:

„Sturmzeit“ von Charlotte Link

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Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 545 Seiten
ISBN: 978-3442374168
Format: eBook, Taschenbuch, gebunden

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.
Handlung

Felicia stammt aus Ostpreußen. Ihrer Familie gehört ein Familiengut. Bisher konnten Felicia und ihre Geschwister ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben führen. Nur die Liebe macht Felicia sorgen. Sie fühlt sich zu Alex hingezogen, der will aber nur Freundschaft.

Im Sommer 1914 bricht der erste Weltkrieg aus. Felicia muss vom Familiengut fliehen, ihre Brüder ziehen in den Krieg und auch Jugendliebe Alex verändert sich. Felicia muss vom verwöhnten Kind zur erwachsenen und verantwortungsvollen Frau innerhalb von Wochen heranreifen. Doch in der Liebe behält sie sich ihre kindliche Naivität.

Alex, der sich nun in eine andere Frau verliebt hat, soll eifersüchtig gemacht werden. Aber der Schuss geht nach hinten los. Sie heiratet und Alex ist davon unbeeindruckt.
Nun muss sich Felicia mit ihrem Schicksal abfinden, denn ihr „Notnagel“ Ehemann lässt sie nicht mehr ziehen.

Layout

Das Cover des Buches ist eher schlicht gehalten. Das Bild zeigt eine Landschaft, vorne eine Grasfläche, hinten sieht man im Nebel ein Gebirge. In großer, roter und klarer Schrift ist der Titel im oberen Drittel abgedruckt, der Name der Autorin steht darunter.

Das Buch ist in verschiedene Zeitabschnitte unterteilt, diese wiederum sind einzelne Kapitel unterteilt. Dadurch wird das Layout sehr übersichtlich.

Fazit

Auf die Buchreihe bin ich durch die Filme aufmerksam geworden. Den mehrteiligen Fernsehfilm fand ich toll und so machte ich mich gespannt auf die Suche nach dem Buch. Auf Tauschticket wurde ich schnell fündig und forderte Band eins der Reihe an. Ich dachte, die anderen könnte ich mir ja noch immer besorgen, wenn ich den ersten Band mag.

Das war eine gute Überlegung, denn Band eins gefiel mir gar nicht.

Charlotte Link packt mir viel zu viele Personen und Charaktere in dieses Buch und da bleibt leider die Charaktertiefe auf der Strecke. Ich werde mit Felicia nicht warm, ich versteh nicht, was sie an Alex so fasziniert und ihre Entscheidungen kann ich nicht nachvollziehen. Ihre Naivität und der Egoismus gingen mir sehr auf den Geist. Mitten im Krieg, allen geht es schlecht, findet sie sich ungerecht behandelt, wenn sie mit einem Zug fahren muss, der Verletzte transportiert. Und, oh nein, sie muss sogar helfen, diese Kranken zu pflegen. Da hat sie sich ja echt einen Zacken aus der Krone gebrochen.

Außerdem ist es der Autorin nicht gelungen, mir das Elend und die Brutalität des Krieges näherzubringen. Bei mir kam leider nichts an. Dabei liebe ich diese Bücher, mit geschichtlichem Hintergrund. Diese Story um Felicia jedoch, hätte meiner Meinung nach überall spielen können. Zeit und Ort wären beliebig austauschbar und Felicias Liebesleben würde noch genauso ablaufen können. Und auch die Grundidee ist nicht neu. Anwesen, Krieg, Mann an den man nicht rankommt, Anwesen wird zum Mittelpunkt. Kommt euch das bekannt vor? Richtig. Ich fühlte mich ein wenig an „Vom Winde verweht“ erinnert.

Klappentext und Film versprachen mehr, als das Buch dann hergegeben hat. Krimis liegen Frau Link in jedem Fall mehr, mit dieser Familiengeschichte kann ich leider nichts anfangen.

Ich habe etwas mehr geschafft als Seite 101, ich war schon auf Seite 200, aber bis dahin hatte es mich absolut nicht gepackt. Von mir nur ein Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Die sieben Schwestern“ von Lucinda Riley

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Verlag: Goldmann Verlag
Seitenzahl: 544 Seiten
ISBN: 978-3442313945
Format: Gebunden, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Ausgabe!

Inhalt:

Maia und ihre fünf Geschwister wurden als Babys adoptiert. Aus den verschiedensten Teilen der Welt fanden sie bei ihrem „Pa Salt“ und Haushälterin Marina, genannt „Ma“ ein neues Zuhause auf einem herrschaftlichen Anwesen am Genfer See. Maia ist die älteste der Schwester, die alle nach Sternen des Siebengestirns benannt wurden. Als der Vater stirbt kommen alle Schwestern zusammen. Er hat den Schwestern Briefe hinterlassen mit Hinweisen auf ihre Vergangenheit.
Maia ist die Erste, die sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit macht und auch auf die Reise, um ihren geliebten „Pa Salt“ besser kennenzulernen. Was hat ihren Vater dazu gebracht, sechs. Mädchen zu adoptieren und wie kam er zu ihr nach Brasilien. Eine Reise in Maias Familiengeschichte. aber auch in ihre Seele, beginnt.

Layout:

Ein großes, Schmiedeeisernes Tor ist halb geöffnet. Hinaus führt es direkt auf einen See. Im Hintergrund schaut man idyllisch auf Berge. Über der Szenerie rankt sich ein Kirschblütenzweig, funkelnde Sterne kann man am Horizont erkennen. In der Mitte des Covers steht in weißer, geschwungener Schrift der Name der Autorin geschrieben, darunter, in Pink, der Titel des Buchs.

Den Papierumschlag kann man abnehmen. Das blanke Buch ist blau, auf dem Buchrücken steht der Titel. Zusätzlich ist in Silber ebenfalls ein Stern geprägt worden.

Das Buch kommt mit Lesebändchen daher. Die Kapitel sind klar gegliedert und die verschiedenen Zeiten klar unterteilt.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut.

Fazit:

Dies ist der erste Band der Reihe von Lucinda Riley. Als Auftakt war es nicht schlecht, hat mich aber auch nicht vom Hocker gerissen.

Das Buch ist ein typischer Riley. Als erstes erzählt Maia mir ihre Geschichte und ich erfahre ihre Familiengeschichte, angefangen bei ihrer Urgroßmutter. Das Schema ist wie bei allen Büchern. Handlungsstrang in der Gegenwart verknüpft mit dem Handlungsstrang der Vergangenheit.

Lucinda Riley treibt die Story flott voran, die Sprache ist einfach gehalten. Doch es zündet irgendwie nicht. Es gibt viele Fragen zu Anfang des Buches und ich bekomme nur sehr wenige davon aufgedeckt. Warum ich nur Maias Geschichte erfahre, das ist mir schon klar, jede Schwester bekommt einen Band. Und da beginnt meine Kritik.

Für mich wird schon im ersten Band so Einiges unnötig in die Länge gezogen. Vieles hätte es für Maias Geschichte meiner Meinung nach nicht gebraucht. Das finde ich sehr schade. Denn diese Geheimnisse um das Siebengestirn und die Schwester bieten so viel Potential. Ob man da unbedingt jede Schwester einzeln beleuchten muss, wobei sich der Aufbau, wie bei allen Rileys immer und immer wieder wiederholt, das stelle ich in Frage.

Maia bleibt mir leider zu blass und handelt für mich an einigen Stellen nicht sehr nachvollziehbar. Fragt man denn nie nach, wer ist mein Vater, der mich adoptiert hat? Was hat das alles auf sich? Vor allem, wenn ich die Tochter bin, die den Vater doch scheinbar am nächsten steht. Für mich war das alles nicht rund.

Vielleicht hätte mal eine Veränderung gut getan. Schema F zieht nicht immer, so wie es dieses Mal ausschaut.

Dies ist der erste Riley, der mich doch etwas enttäuscht hat, auch wenn Hintergrund und Grundidee sehr stimmig sind. Nur weil es gerade „IN“ ist, mehrteilige Reihen zu schreiben, muss doch nicht jeder auf diesen Zug aufspringen. Auch das kann ein Buch kaputt machen. So wie hier.

Ich denke, dem nächsten Band (ein deutsches Releasedatum scheint noch nicht festzustehen) werde ich wohl noch eine Chance geben. Mal schauen, ob ich wenigstens ein paar kleine Antworten auf die Grundfragen bekomme. Wer war „Pa Salt“. Denn er als Schlüsselfigur, der die Schwestern ja „gesammelt“ hat, ist der größte Geheimnisträger, und von dem weiß ich bisher nur, dass er tot ist.

Für Schema F mit vielen Längen und guter Grundidee bekommt das Buch von mir drei Eselsöhrchen.

 

Meine Bewertung:

„Der Engelsbaum“ von Lucinda Riley

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Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 614 (ohne Leseprobe)
ISBN: 978-3-442-48135-4
Format: eBook, Taschenbuch

 

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch!

Handlung

Greta Marchmont hat ihr Gedächtnis verloren. Viele Jahre ist das nun schon her. Sie hatte immer Angst vor dem, was vielleicht passiert ist. Doch endlich kratzt sie all ihren Mut zusammen und fährt mit ihrem langjährigen Freund David Marchmont zurück in das alte Herrenhaus Marchmont Hall. Sie ist bereit sich ihrer schmerzhaften Vergangenheit zu stellen.

Bei einem Spaziergang im Garten des Herrenhauses stößt sie auf ein Grab. Bei dem Lesen der Inschrift kommen die Erinnerungen wie ein Blitz zurück und sie kann mit Hilfe von David das Geschehene wiedererleben und verarbeiten.

Ihr Familienschicksal beginnt schon früh und vieles kann sie erst jetzt begreifen.

Layout

Weiß-Blau sind die dominierenden Farben des Covers. Eine Frau ist mit dem Rücken zu uns gewandt und schaut von einem Balkon in eine verschneite Winterlandschaft mit zugefrorenem See. Über ihr ranken sich Baumzweige, die in voller Blüte stehen. Der Name der Autorin ist dunkeblau geschrieben, der Titel des Buches in gold geprägt eingelassen.

Rein von der Stimmung her, mag ich das Cover schon, aber die Motive finde ich dieses Mal wirklich schlimm und nicht zueinander passend. Ein blühender Baum mitten im Winter? Eine Frau, die nur in einem dünnen Kleid bekleidet draußen auf dem Balkon steht? Das Cover wirkt auf mich zusammengewürfelt. Wäre das Buch nicht von Lucina Riley, ich hätte ihm wohl keinen zweiten Blink geschenkt. Doch es fügt sich zumindest in die Coverreihe von Rileys Romanen, die bisher alle irgendwelche blühenden Details auf dem Cover hatten.

Die Geschichte ist klar in die verschiedenen Perspektiven und Zeitabschnitte gegliedert, so dass es einfach ist, der Handlung über drei Generationen zu folgen.

Fazit
Ein typischer Riley eben, und doch der beste, den ich bisher gelesen habe. Die Protagonistin selbst hat ihr Gedächtnis verloren und sie will diesmal ihre eigene Geschichte rekonstruieren. Das ist der wesentliche Unterschied zu den Vorgängern, in der ja Familienmitglieder sonst Geheimnisse von Angehörigen gelüftet haben.

Greta ist eine starke und zu Anfang sehr naive Hauptprotagonistin, die ich im ersten Drittel des Buches begleite, danach folge ich ihrer Tochter und der Enkelin im dritten Abschnitt. Alle drei Frauen sind mit Marchmond Hall und David Marchmond eng verbunden.

Ich kann alle Gefühle nachvollziehen und leide mit ihnen. Besonders gefallen hat mir der Abschnitt der labilen und psychisch auffälligen Cheska. Der Autorin gelingt es, dass ich ihren Wahnsinn spüren kann.
Etwas zu kurz kam mir leider Enkeltochter Ava. Ihr Schicksal hätte ich gerne noch intensiver erlebt.
Frau Riley knüpft nahtlos an die Vorgängerromane an. Ein Familienschicksal, welches mich wieder zutiefst berührt und begeistert hat. Ich möchte fast sagen, das ist ihr bisher stärkstes Buch.

Und dank der Leseprobe des neuen Romans in diesem Buch, habe ich das neue Werk gleich mal für März vorbestellt. Ja, ich bin ein kleiner Riley-Junkie und Groupie.
5 Eselsöhrchen von mir.

Meine Bewertung:

„Taranee – Zeiten des Zweifels“ von Kristin B. Sword

Handlung

Als ihre Mutter verstirbt zieht die gerade volljährig gewordene Taranee in das Haus ihrer Mutter. Taranee, von allen Tara genannt, hat ihr bisheriges Leben aufgrund von widriger Umstände im Leben ihrer Mutter, im Waisenhaus verbracht.

Der wichtigste Mensch in ihrem Leben, Jugendfreund Jonas, folgt ihr in die Kleinstadt, um ihr Stütze und Freund zu sein. Den kann Tara auch gut gebrauchen, denn die Vergangenheit und die Situation rund um ihre Kindheit und der immer währende Zorn auf ihre Mutter, machen Tara das Leben schwer. Naiv und nicht sehr gefestigt, beginnt für die junge Frau das Leben auf eigenen Beinen.

Nach der ersten, nicht sehr glücklichen Beziehung mit Dirk, zieht Jonas bei ihr ein. Alles könnte jetzt harmonisch werden, aber da ist schon der nächste Mann am Start, von dem Tara schwanger wird. Tara trennt sich von ihm und Jonas springt wie selbstverständlich ein. Endlich sind sie ein Paar. Aber das Schicksal will es anders.

Layout

Das Buchcover ist schwarz gehalten. Man erkennt eine Porzellanpuppe, die in zwei Bildabschnitte unterteilt ist. Zwischen der Bildunterbrechung steht in einem grünen Balken in schwarz geschrieben der Name der Autorin, darunter, in großer, klarer, weißer Schrift der Buchtitel, kleiner darunter der Untertitel. Die Schlichtheit des Covers und die Bildunterbrechung des Fotos lassen den Blick verweilen. Dadurch, dass Puppe auf den beiden Bildern von zwei verschiedenen Perspektiven dargestellt wird, bleibt der Blick auf dem Cover hängen.

Da Puppen mich eh magisch anziehen und sowohl was Niedliches aber auch Unheimliches haben, spricht mich das Layout durchaus an und verleitet dazu, sich mit dem Inhalt des Buches auseinanderzusetzen.

Fazit

Eine durchaus lesenswerte Lebensgeschichte ist der Autorin da gelungen.

Zu Anfang wurde ich mich Tara nicht so richtig warm. Mir war nicht klar, was will die Autorin mir eigentlich erzählen? So musste ich mich durch die ersten beiden Kapitel regelrecht zwingen. Aber dann, da wird es Weihnachten und Kristin B. Sword packte mich. Jonas ist wieder da, Dirk ist weg und irgendwie spürte ich dann, ich muss Taranee begleiten, ihr durch das Leben helfen.

Tara entwickelte sich und sie wurde mir sehr sympathisch. Wie gerne hätte ich bei den Männergeschichten geholfen und sie gefragt, warum sie Jonas einfach nicht so sieht wie ich? Der Mann tut ihr so gut und ich habe so sehr mit ihr gefühlt, dass es ihr einfach nicht gelang, das zu erkennen und ihn zu halten.

An manchen Stellen fand ich das Buch jedoch sehr langatmig. Die Autorin wollte einfach sehr viel reinpacken und viele Facetten in diesem Buch ansprechen.  Von allem ein bisschen weniger, dafür länger und fokussierter in Situationen bleiben. Ich denke, so wäre die ganze Geschichte noch ein wenig runder geworden. Nichts desto trotz hat mir Taranees Geschichte sehr gut gefallen, die ja irgendwie auch noch nicht zu Ende ist. Ich würde sie und ihre Kinder gerne weiter begleiten.

Für manche lange Stelle, aber eine tolle Entwicklung der Hauptprotagonistin vergebe ich 4 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Die Mitternachtsrose“ von Lucinda Riley

Handlung

Anahita blickt mit hundert Jahren auf eine lange Lebensgeschichte zurück. Vor allem ihre Kindheit und Jugend ist zu Anfang des 20. Jahrhunderts spannend und voller Schicksalsschläge.
Diese Geschichte schreibt sie für ihren toterklärten Erstgeborenen auf. Doch sie weiß genau, dass dieser damals nicht gestorben ist, wie alle behaupten, denn Anni ist mit der Gabe des Sehens gesegnet.
Kurz vor ihrem Tod überreicht sie ihrem Urenkel Ari alle Unterlagen und bittet ihn, die Geschichte nachzukonstruieren und sich auf die Spuren der Vergangenheit zu begeben. Das macht Ari jedoch erst zehn Jahre nach dem Tod seiner Großmutter, als er von seiner geliebten Dauerverlobten verlassen wird. Er begibt sich auf die Reise in die Vergangenheit seiner Großmutter. Diese führt in von Indien nach England.
In Astbury Hall, wo seine Großmutter damals eine kurze Zeit als Kindermädchen gearbeitet hat, trifft er auf den Hausherren Anthony und auf die Schauspielerin Rebecca. Alle drei scheinen in ein tiefes Familiengeheimnis verwickelt zu sein.

Layout

Von oben links wachsen dunkellilane Rosen in das Cover und lenken den Blick als erstes auf die Autorin und den Buchtitel. Unter der dominanten, ebenfalls in lila gehaltenen Schrift erkennt man ein altes Herrenhaus in der Ferne, davor einen See im Vordergrund.
Schönes, stimmiges Cover.
Als Zugabe in der gebundenen Ausgabe ist ein Lesebändchen eingearbeitet. Ein Lesezeichen mit den Rosen und den vorherigen Büchern der Autorin ist dem Buch beigelegt.

Fazit

Lucinda Riley in Bestform. Ich hatte das Buch schon letztes Jahr im Sommer vorbestellt, ohne zu wissen um was es genau geht. Das Risiko bin ich nach den ersten drei Büchern sehr gerne eingegangen.
Und ich wurde belohnt. Es gibt wieder zwei, sogar drei Handlungsstränge, wenn man es genau nimmt.
Anahita nimmt mich mit in ihre Vergangenheit und in der Ich-Perspektive reise ich mit ihr nach Indien, nach England, nach Frankreich, zurück nach England und so weiter. Anni beschreibt ihr aufregendes Leben sehr lebendig. Ich habe mit ihr mitgelitten. Einsam und verlassen, als ihre Familie starb. Lachend mit Indira, klein im Internat. Jede Station in Annis Leben habe ich gesehen, gehört und gerochen.
Dann ist da noch das Tagebuch von Annis Geliebten, welches auf gut hundert Seiten die Geschichte aus einer anderen Perspektive beleuchtet.
In der Gegenwart erzählt die Autorin das Leben in der Gegenwart, sowohl in Indien bei Ari und auch Rebecca in Astbury Hall darf ich kennenlernen und erlebe, wie sich alles in ein großes Ganzes fügt.
Mich sprechen die einzelnen Charaktere sehr an. Jeder ist nach der Suche nach sich selbst und Astbury Hall scheint das Schicksal für alle zu sein.
Lesebändchen und Lesezeichen sind das kleine I-Tüpfelchen zu einem grandiosen Buch.
Erwartungen wurden von Mrs. Riley übertroffen. Besser konnte man das nicht schreiben!

Ein Familienepos, das zu Herzen geht und die Vergangenheit lebendig werden lässt. Im Kopf, in der Nase und in den Ohren!

Für ein tolles Leseerlebnis mit allen Sinnen fünf Eselsöhrchen

Meine Bewertung: