„Schatten“ von Ursula Poznanski

Information

Verlag: Wunderlich
ISBN: 978-3805250634
Seitenzahl: 416 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Dies ist mittlerweile der 4. Fall für Beatrice Kaspary und Florin Wenninger. Das Ermittlerduo aus Salzburg ist nun ein Paar, seit nun vier Monaten, aber das versuchen die beiden nach wie vor geheim zu halten. Vor der Familie und vor allem in ihrem Job.
Florin würde gerne in die Welt brüllen, dass er verliebt ist, aber Bea geht das zu schnell. Sie braucht Zeit. Als dann der erste Mord passiert, der Bea unvorbereitet mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, ist sie schockiert, denn es rüttelt an Erinnerungen, die sie am liebsten für immer in ihrem Unterbewusstsein vergraben hätte. Nachdem die zweite Tote ebenfalls an ihre Vergangenheit anknüpft, steht für Beatrice fest, die Morde haben was mit ihr zu tun. Besorgt muss Florin mit ansehen, wie seine Kollegin sich auf eigene Faust auf Spurensuche in die Vergangenheit begibt. Als dann ein dritter Mord geschieht, der ebenso mit Beatrice in Verbindung steht, verschwindet sie spurlos. Florin setzt Himmel und Hölle in Bewegung seine große Liebe zu finden. Wie hängen diese Morde bloß miteinander zusammen? Ob das Tagebuch der verstorbenen Jugendfreundin helfen kann?

Layout

Holzbalken sind auf dem Cover zu sehen. In roter, prägnanter Prägeschrift prangt mahnend in der Luft der Titel „Schatten“. Wie auf allen drei Covern zuvor spielen auch hier wieder Vögel eine Rolle auf dem Einband.
Das Buch ist in Kapitel unterteilt, was das Lesen sehr überschaubar gestaltet.

Fazit

Gut, gut, sehr gut. Ursula Poznanski kann es eben. Und sie schafft es immer wieder mich zu packen. Ich habe angefangen, gelesen und dann war es weit nach Mitternacht und das Buch war durch. Wo waren nur die Stunden hin.
Ich mag diesen Fall sehr, denn die beiden Hauptprotagonisten schweißt es noch mehr zusammen und ich lerne vor allem noch mehr das Leben der Ermittlerin Beatrice Kaspary kennen. Warum ist sie so, wie sie ist, was hat sie geprägt.
Bis zum Schluss rätsle ich, wer denn nun der Täter ist. Ich hatte zwar immer eine Ahnung, aber dabei blieb es auch.
Was soll ich lange dumm herumreden. Wer meine anderen Rezensionen zu Poznanski Büchern kennt, der weiß, dass ich vor allem die Kaspary Reihe liebe. Kaspary wurde im Klappentext versprochen, Kaspary habe ich bekommen. So wie ich es erwartet habe. Ich wurde nicht enttäuscht. Ich wurde spannend unterhalten und ich bekam einen verfilmungswürdigen Krimi mit Liebeseinschlag geboten. Inklusive Familientragödie.
Von mir als Fan, Groupie und Buchauffresser 5 Eseslsöhrchen und bitte, bitte mehr. Ich will wissen, wie es zwischen dem Paar weitergeht.

Meine Bewertung:

„anonym“ von Ursula Poznanski und Arno Strobel

978-3-8052-5085-6Information

Verlag: Wunderlich
Seitenzahl: 384 Seiten
ISBN: 978-3-8052-5085-6
Format: Hardcover, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Hardcover Ausgabe.

Handlung

Nina Salomon tritt ihren ersten Tag bei der Hamburger Polizei an. Und der Start hat es in sich. Ein Mann wird ermordet aufgefunden, er scheint vor seinem Tod gezwungen worden zu sein, Glasscherben zu schlucken.
Ein anonymer Hinweis führ Nina und ihren Kollegen Daniel ins DarkNet, in ein Forum namens „Morituri“.
Hier können die die User Menschen vorschlagen, die den Tod verdient haben und der Forumsinhaber wählt aus den Vorschlägen 5 Personen aus, über die dann 36 Stunden lang abgestimmt werden darf. Nach der Votingphase wird der „Gewinner“ brutal und vor den Augen aller über einen Livestream getötet.
Daniel und Nina gehen auf eine Jagd ins DarkNet, die aussichtslos erscheint.

 

Layout

Der abnehmbare Schutzumschlag ist silber rot gestaltet und zeigt den Hafen von Hamburg. In weiß gehalten liest man die Namen der Autoren, mittig auf dem Umschlag steht der Titel.
Das Buch ist in Kapiteln unterteilt und ein integriertes Lesebändchen machen das Buch allein von der Optik schon zu einem kleinen Schatz im Buchregal.

Fazit

Das Buch wird abwechselnd aus der Perspektive von Nina und Daniel erzählt, wodurch es einen sehr persönlichen Touch bekommt, weil man so natürlich am allerbesten die Hauptdarsteller kennen lernt. Immer mal wieder kommt ein Abschnitt, der über die Geschehnisse und Gedanken des Mörders berichtet.

Da diese „Mörderkapitel“ vom allwissenden Erzähler geschrieben sind und diese Kapitel mit römischen Ziffern gekennzeichnet sind, kann man diese sofort erkennen.

In den Kapiteln von Nina und Daniel ist dies jedoch nicht so einfach. Nur die nackten Kapitelzahlen sind nicht hilfreich. Den jeweiligen Namen des Protagonisten hätte an dieser Stelle geholfen den Überblick zu behalten.

Die Geschichte ist spannend, grotesk und wirklich an manchen Stellen kaum auszuhalten. Fast bis zum Schluss bleibe ich gespannt dabei und fiebere mit den beiden Hauptprotagonisten mit, bin entsetzt von der Brutalität des Mörders und schaue gebannt mit ins Forum.

Allerdings finde ich persönlich das der Schluss ein wenig schwächelt und doch sehr durchsichtig ist. Das fand ich schade, aber es störte meinen Lesegenuss nicht.

Für einen tollen ersten Fall des Ermittlerduos, mit verbesserungswürdigen kleinen Schwächen, vergebe ich 4 Eselsöhrchen!

 

Euch gefällt das Buch und wollt es lesen? Dann einfach hier klicken.

Anonym

Meine Bewertung:

„Symphonie des Todes“ von J. D. Robb

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Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 528 Seiten
ISBN: 978-3442363339
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschebuch.

Handlung:

In einem Hotel wird ein Zimmermädchen ermordet. Der Verdächtige bekommt ist ein Profikiller. Yost nennt dieser sich.
Sein Muster ist immer gleich, ein Silberdraht zum Strangulieren und Musik zum Mord.
Wer ist dieser Sylvester York.
Eve Dallas und ihr Team nehmen die Suche nach dem Mörder auf. Auch Ehemann Roarke ist betroffen. Warum sucht sich der Tätet Opfer aus, die mit ihm zu tun haben? Welche Rechnung will der Mörder begleiche.
Eve will alles tun, um ihren Mann zu schützen, doch dieser wird als Ermittlungsberater in den Fall involviert.
Dies ist der 12. Fall von Eve Dallas.

Layout:

Wie alle Bände zuvor ist dieses Cover auch wieder Schwarz. Eine Blume ist darauf abgebildet. Die Schrift ist weiß und hebt sich klar vom Untergrund ab.
Es reiht sich perfekt in die Vorbände ein.

Fazit:

Der 12. Fall von Eve Dallas. Was soll ich sagen? Würde ich eine Reihe solange lesen, wenn sie mir nicht gefällt? Sicher nicht.
Mittlerweile ist es völlig normal, dass das Setting in der Zukunft spielt. 2059. Alte Bekannte treffe ich wieder. Eve Dallas, McNab, Peabody, Roarke und, und, und.
Auch im 12. Fall wird Spannung wieder großgeschrieben. Die Charaktere entwickeln sich weiter, ich begleite sie weiter auf ihrem Lebensweg.
Geschickt verwebt J.D. Robb Privatleben der Ermittler mit dem Fall, so dass vor allem Eve und Roarke noch mehr Charaktertiefe bekommen.
Und für Nora Roberts typisch darf auch ein Hauch Erotik nicht fehlen.
Eve Dallas geht eben immer und mich erwarten ja auch noch viele Bände. Aber das ist wie mit Schokolade. Nicht alle auf einmal.
Von mir 5 Eseslsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Narbenkind“ von Erik Axl Sund

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Verlag: Goldmann Verlag
Seitenzahl: 512 Seiten
ISBN: 978-3442481187
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook. Es ist der 2. Teil einer Trilogie

Handlung

Nachdem ein einflussreicher und wichtiger schwedischer Geschäftsmann grausam ermordet wird, laufen die Ermittlungen im Fall der missbrauchten Jungen nur noch nebenbei. Jeanette Kihlberg muss nun erst einmal die Hintergründe des aktuellen Falls aufklären. Das ist in der Öffentlichkeit viel dringlicher. Es sieht alles nach einem Akt der Rache aus. Doch für was sollte der Ermordete büßen?
Sofia Zetterlund arbeitet nun als psychologische Beraterin enger mit der Polizistin zusammen. Der Name Victoria Bergmann fällt immer öfter, doch diese scheint ein Phantom zu sein. Wie ausradiert findet man nichts mehr über diese Person.
Sofia wird immer häufiger von ihrer Vergangenheit eingeholt, ohne das Freundin und Polizistin Jeanette Kihlberg ahnt, was Sofia quält und wie nah sie der Wahrheit eigentlich schon ist.

Layout

Der zweite Band reiht sich nahtlos in Aufmachung, Stimmung und Schrift in die Reihe an. Auf den ersten Blick erkennt man, dass das Buch zum Vorgänger „Krähenmädchen“ gehört. Düster und irgendwie grotesk wirkend stimmt das Cover schon auf die Geschichte ein und verspricht eine Psychoreise in tiefe, dunkle Abgründe.

Fazit

Da hat das Autorenduo tatsächlich ne Schippe draufgegelegt. Punkte wie Langatmigkeit und Infos, die ich eigentlich nicht brauchte wurden relativiert, denn das Puzzle setzt sich weiter zusammen. Ich bin begeistert von der dunklen Atmosphäre des Buches. Die Protagonisten sind spannend und voller Facetten gestaltet, so dass es der Geschichte eine eigene Dynamik gibt.
Dieser mittlere Band ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven, und auch wenn ich mir als Leser schon so einiges zusammenreimen kann, und ich auch an einigen Punkte mehr weiß als die schwedische Polizei, spitzt sich das Katz-Maus-Spiel immer weiter zu und raubt mir den Atem.

Der letzte Band hält sicher noch mehr für mich parat. Ich bin schon sehr gespannt.
Von mir gibt es 4 Eseslöhrchen und Vorfreude auf die letzte Schippe!

 

Meine Bewertung:

„Ein dunkles Geschenk“ von Nora Roberts

27.AprilInformation

Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 608 Seiten
ISBN: B00QZEQLNK
Format: eBook, gebundene Ausgabe, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf auf die gebundene Ausgabe!

Handlung

Lila Emerson ist hauptberufliche Autorin. Damit ihr Leben spannend bleibt, verdient sie sich zusätzlich etwas als Haussitterin dazu. Immer wenn Menschen für länger verreisen, zieht sie in das verlassene Domizil und passt auf die vier Wände inklusive möglicher tierischer Mitbewohner auf.
Bei ihrem aktuellen Job beobachtet sie oft die Nachbarschaft durch die großen Fenster. Mit dabei ein Pärchen, welches sich immer streitet. Eines Abends sieht sie wieder einen Streit. Dieser endet in einem Mord mit folgendem Suizid des Mörders.
Diese Ereignisse verändern ihr Leben komplett, denn nichts ist so, wie es scheint. Die Polizei ermittelt, sie trifft auf den Bruder des potentiellen Mörders und irgendwer bricht in ihr Domizil ein. Ihr Leben ist in Gefahr, aber sie weiß nicht warum. Außerdem läuft sie Gefahr sich unsterblich zu verlieben.

Layout

Ein Parkweg, gesäumt von Bäumen und Bänke, die zum Verweilen einladen. Das ist auf dem Cover zu sehen. Mitten drauf prangt in der typischen Nora Roberts Buchschrift der Name der Autorin und der Titel. Es handelt sich um einen Papierumschlag. Abgenommen ist der Einband lila, geprägt in weiß ist der Titel zu lesen. Passend zum lila Einband ist ein Lesebändchen integriert. Die Story ist übersichtlich in Kapitel gegliedert.

Fazit

Puh, ne. Das war irgendwie nicht so mein Fall. Ich glaube, das war in den letzten Monaten zu viel Roberts. Der klassische Schema F, alles läuft auf ein Happy End hinaus Overkill.
Die Geschichte war ohne Frage spannend, aber halt im typischen Nora Roberts Klang. Es war vorhersehbar. Aber es wunderte mich nicht und enttäuschte mich auch nicht, denn wenn ich einen Roberts in die Hand nehme, dann ist da Roberts drin.
Aber die Charaktere fand ich zu blass, zu klassisch, mit den üblichen Macken, den üblichen Eigenschaften. Der Spannungsbogen bot nichts Besonderes.
Es war eben so ein Buch, was man mal so eben liest, wenn man nicht viel denken will. Ich war leider unterfordert und gelangweilt. Das Buch kam mir zum falschen Moment in die Hand.
Ab der Hälfte habe ich nur noch sporadisch durchgeblättert, um es nicht abbrechen zu müssen. Von mir nur punktuelle drei Öhrchen. Wenn ich nicht schon Roberts gesättigt gewesen wäre, hätte es mich bestimmt mehr getouched. Das war Pech für dieses Buch.

Meine Bewertung:

„Das Lächeln des Killers“ von J. D. Robb (Hörbuch)

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Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 544 Seiten
ISBN: 978-3442363346
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch. Gelesen von Tanja Geke.

 

 

 

Inhalt

 

Eine junge Frau hat ein Blind Date, alles läuft phantastisch, scheint ihre Internetbekanntschaft Dante doch ihr Traumprinz zu sein. Doch das Date endet tödlich. Voll mit Drogen stürzt sie vom Balkon. Detective Eve Dallas und ihr Team wird zu dem Fall gerufen. Noch während ihrer Ermittlungen kommt es zu einem zweiten Mord. Aber der Täter scheint kaltblütiger und abgebrühter zu sein. Auch sein Aussehen hat sich wieder verändert. Handelt sich um einen schizophrenen Täter oder hat sie es doch mit zwei Tätern zu tun, die in einer Art Wettstreit stehen. Und woher bekommen sie ihre Sexdrogen? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn über ein Flirtportal hat der Täter sich schon ein neues Opfer gesucht. Zum Glück hat Eve neben ihrem Team ihren Ehemann Roarke zur Seite, der ihr das eine oder andere Mal auf nicht ganz so gesetzestreuen Wegen hilft.

 
Fazit
Das ist der 13. Fall von Ermittlerin Eve Dallas im futuristischen New York. Die ersten 12 Bände habe ich vor Jahren verschlungen, machte dann aber eine Pause aus mir nicht mehr nachvollziehbaren Gründen. Denn dieses Hörbuch war einfach megaspannend.

Ich mag die taffe Eve, die trotz ihrer Vergangenheit und schlimmen Kindheit mitten im Leben steht. Auch Ehemann Roarke, der Buttler, Peabody und alle anderen Charaktere haben ihre Geschichte, ihren Hintergrund und leben ihr Leben in den Büchern weiter. So bauen sich zwar nicht die Fälle aufeinander auf, denn die sind abgeschlossen. Wohl aber bekommen die Hauptcharaktere die Chance ihre Story zu zeichnen, so dass es schon wichtig ist, die Fälle der Reihe nach zu lesen. Wie bei einer guten Krimiserie eben üblich.

Ein bisschen gestört, jedoch typisch für J. D. Robb (aka Nora Roberts) sind die wilden Sexszenen zwischen Roarke und Eve. Gebraucht hätte ich sie für meinen Geschmack nicht und auch die Situationen in den Eve Roarke braucht, finde ich sehr fragwürdig. Nach Albträumen, nach Erinnerungen. Ich kann es nicht nachvollziehen, aber gut, wenn Eve Dallas es braucht, sei es ihr gegönnt. Wir gehen schließlich alle anders mit postraumatischem Stress um.

Der Kriminalfall war in sich schlüssig und spannend. Eve bekommt als Hauptprotagonistin noch mehr Erinnerungen an ihr Kindheitstraume, so dass ich sie noch besser kennenlerne.

Tanja Geke schaffte es, mich mit ihrer Art und Weise des Vorlesens und der verschiedenen Stimmfarben und Betonungen mitzunehmen und jedem einzelnen Charakter Leben und Eigenheiten einzuhauchen. Vor allem der Buttler hat so schön liebenswürdig eingebildet nasal gesprochen. Einfach herrlich.

Von mir bekommt dieses Hörbuch 4 von 5 Sternchen. Einfach weniger pimpern lassen, das braucht es nicht immer. Ich weiß doch mittlerweile wie sehr sich Roarke und Eve lieben und begehren, das muss ich nicht auf allen 50 – 100 Seiten lesen. Und bei einem Hörbuch kann man so schlecht vorblättern.

Meine Bewertung:

„Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ von Joël Dicker

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Verlag: Piper Verlag
Seitenzahl: 736 Seiten
ISBN: 978-3492056007
Format: gebunden, Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die Taschenbuchausgabe.

Handlung

Der junge Schriftsteller Marcus Goldmann legt mit seinem Debütroman einen Bestseller vor. Er ist der gefeierte Jungautor, von dem sich noch viel mehr versprochen wird. Doch er kann dem Erwartungsdruck nicht standhalten. Eine Schreibblockade verhindert seinen nächsten Roman. Immer wieder fängt er eine Geschichte an, nur um sie zu werfen. In dieser Zeit nimmt er Kontakt zu seinem alten Mentor Harry Quebert auf. Dieser wusste schon immer, dass sein ehemaliger Schüler das Zeug zu einem großen Autor hat. Er gibt ihm die nötige Kraft und Marcus fährt gestärkt und voller Tatendrang wieder nach Hause. Ein paar Tage später erfährt Marcus etwas Schreckliches. Sein ehemaliger Lehrer sitzt im Gefängnis. Er soll vor 30 Jahren ein 15 jähriges Mädchen getötet haben. Die Leiche wurde nun in seinem Garten gefunden, mit bei der Leiche das Originalmanuskripts des damaligen Bestsellers seines Mentors Harry Quebert. Für Marcus steht fest, er muss seinem Lehrer helfen, da kümmert ihn auch keine Deadline seines Verlags, die noch immer auf sein Manuskript warten. Für Marcus beginnt eine Reise in die Vergangenheit. Er will diesen Mordfall aufklären und bekommt gleichzeitig auch die einmalige Chance, seine Schreibblockade abzulegen.

Layout

Das Cover ist in creme-gelb gehalten. Als würde man durch ein Loch in einem Papier auf die nächste Seite schauen, sieht man einen Teil einer Stadt mit Tankstelle und Wohnhäusern. Oben in großen, klaren Buchstaben steht der Name des Autors in weinrot. Unter dem Bild findet sich sehr dominant in klarer, blauer Schrift der Titel des Buches.
Das Bild der Stadt durch dieses Loch im Papier findet sich auch im Buch, wenn ein neuer Teil beginnt. Vergangenheitsszenen und Gegenwart sind klar gekennzeichnet, es ist in Kapitel unterteilt und verschiedene Abschnitte, die das Buch nochmals klar gliedern.

Fazit

Ein so dicker Wälzer verdient auf jeden Fall Respekt. Egal welchen Inhalt das Buch hat. Voller Respekt und Ehrfurcht habe ich auch zu lesen begonnen. Ein wenig Angst hatte ich davor schon, dass vielleicht Langeweile wegen der Länge aufkommt. Wie viel Geplänkel kann auf so vielen Seiten geschehen, die einfach nicht handlungsrelevant sind. Aber die Angst war unbegründet. Jede Seite, jedes Ereignis war wichtig und tragend.

Marcus Goldmann erzählt mir seine Sicht der Dinge. Er erzählt wie es ist, wenn man Autor ist, auf was es ankommt, seine Erfahrungen mit Ruhm und Scheitern. Das ganze beginnt wie eine Biografie. Durch Rückblenden erfahre ich als Leserin, wie Marcus Harry Quebert kennenlernte. Aber schnell wird dieses Buch mehr. Es wird Kriminalfall, Liebesgeschichte, Kleinstadtdrama. Mit jede Menge Klischees zwar gespickt, aber dennoch nicht langweilig. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ausgewogen ab, zwischendurch nimmt mich Marcus Goldmann sogar mit in sein Buch, welches in diesem Buch entsteht.
Mir hat dieser Roman richtig gut gefallen. Gerade weil so viele verschiedene Genres bedient werden, voller Klischees gespickt und dennoch so gekonnt neu verstrickt, bot es viel Spannung und Abwechslung. Ich konnte den Kriminalfall mit lösen, bekam drei Biografien und Drama. Ich vergebe 5 begeisterte Eseslöhrchen. Nach diesem Buch wird es schwer, mich auf was neues einzulassen, ich brauch wohl einen Tag eine Pause.

Meine Bewertung:

„Steamtown – Die Fabrik“ von Carsten Steenberg und T.S. Orgel

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Verlag: Papierverzierer Verlag
Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN: 978-3944544342
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.
Inhalt

In Steamtown geht es in einigen Vierteln sehr rau und gewaltvoll zu. So wundert es nicht, das eines Tages an der Bakers Hall eine Leiche gefunden wird, die auf grausame, fast schon bestialische Weise zugerichtet wurde. Dieser Fall scheint sehr brisant zu sein und erfordert gleich drei Ermittler, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der noch junge und unerfahrene Agent Eric van Valen trifft auf den in die Jahre gekommen Pater Siberius Grand und den etwas verschrobenen Forensiker Mister Ferret. Das Ministerium seiner Majestät besteht auf Diskretion und zügige, erfolgreiche Ermittlungen, bevor Panik in der Bevölkerung ausbricht.

Was zunächst nach einem einfachen Routinefall aussieht, entpuppt sich schnell als Albtraum und entführt unser Ermittlertrio in die Untiefen von Steamtown und in düstere Geheimnisse der Stadt.

Layout

Schwarz und Grün dominieren das Coverbild. Es mutete ein wenig wie die Plakate zu den James Bond Filmen an und führt den Leser gleich in die richtige Richtung des Genres. Eine schwarze Silhouette geht auf eine grün erleuchtete Tür zu, drum herum ein Zahnrad. Nach unten geht diese Tür weiter und es wird eine Art Reagenzglas mit grüner Flüssigkeit. In der Mitte dieses Bildes steht der Untertitel „Die Fabrik“ in einfacher, schnörkelloser weiser Schrift. Der Titel und die Autoren des Romans findet man oben auf dem Cover.

Das eBook ist übersichtlich durch Kapitel gegliedert.

Ein von außen gesehen sehr stimmiges Buch, Cover und Klappentext versprechen viel.

Fazit

Ich muss gestehen ich brauchte ein wenig, um mich in Steamtown und der Atmosphäre zurechtzufinden. Doch mit jeder Seite, die ich las und in der ich mich mitnehmen lies, entstand ein Bild vor meinem geistigen Auge. Wie ein Traum, vielleicht sogar Albtraum, in dem man nach und nach immer weiter abdriftet, nimmt mich der Kriminalroman im Steampunkgewand gefangen, hält mich fest und gibt mich nicht frei.

Als Agent van Valen auf den Schirm tritt, ist es um mich geschehen und ich muss lesen, es geht gar nicht anders.

Atmosphärisch dicht und mit Protagonisten, die alle ihren eigenen Charme versprühen, wird die Geschichte rund und bietet jede Menge Facetten rund um das Genre Steampunk. Es ist faszinierend, wie ich während des Lesens Geräusche der Umgebung aus dem Buch gehört habe, die Szenen vor Augen hatte und selbst Gerüche für mich realistisch wurden.

Dunkle, böse und brutale Geschöpfe, die in der Stadt leben, enstanden durch Substanzen, die in der Steamtown die Geschöpfe beeinflussen und verändern, sind sehr realistisch und angstmachend dargestellt. Also, ich für meinen Teil möchte solchen Monstern nicht begegnen. Mal gut, dass es in Steamtown extra Ämter für solche Angelegenheiten gibt.

Ein gelungener Steampunk Krimi ist das, zügig geschrieben, mit Protagonisten, die ich gerne auf der Mördersuche begleite.

Für einen Hochgenuss und eine Lesegeiselnahme, aus der ich nur schwer wieder in die Wirklichkeit fand, vergebe ich 5 Eseslsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Stimmen“ von Ursula Poznanski

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Verlag: Wunderlich
Seitenzahl: 448 Seiten
ISBN: 978-3805250627
Format: eBook, Taschenbuch, Hörbuch
Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.
Inhalt

Der dritte Fall für Beatrice Kaspary und Florin Wenninger.

Ein toter Arzt in einer Psychiatrie gibt dem Salzburger Kommissaren-Duo ein Rätsel auf. Der Leichnam des Arztes liegt drapiert auf einer Liege, auf ihm Plastikmesser, ein Kamm und ein Kugelschreibe. Eine Eisenvorrichtung zum Aufhängen eines Küchenschranks durchbohrt seinen Hals. Vorhandenes Blut ist teilweise von einem Patienten mit der Zunge beseitigt worden.

Schauderhaft und mysteriös beginnt dieser Fall, alle und keiner können es gewesen sein. Die ersten Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig. Ein Patient hört Stimmen, die andere ist manisch depressiv und der Klinikleiter fürchtet um den guten Ruf seiner Einrichtung.

Und nicht nur dieses verwirrt Bea. Auch ihre Gefühle zu Kollege Florin stürzen sie stets in eine Achterbahn der Gefühle. Dann ist da noch ihr Ex-Mann, der ihr ständig vorhält, wie unzuverlässig sie sich um die Kinder kümmert.

Ein schwerer Fall für Beatrice Kaspary, der sie nicht nur beruflich an emotionale Grenzen bringt.

Layout

Der Stil des Cover passt sich den vorherigen Bänden an. In kräftigen violetten Tönen erkennt man ein Fenster. An einer Stelle ist es zersprungen, die Wände scheinen in keinem guten Zustand. Wie bei den anderen Bänden ist auch hier wieder der schwarze Vogel zu sehen.

Wieder, in prominentem Rot, und in Großbuchstaben geschrieben, sieht man den Titel in erhabener Strukturprägung.

Auf mich wirkt das Layout stimmig und vor allem beklemmend. Gut und ansprechende gestaltet.

Die Kapitel sind klar unterteil, Gedanken durch kursive Schrift gekennzeichnet.

Fazit

Was habe ich dem dritten Band entgegengefiebert. Und als das Erscheinungsdatum feststand, habe ich auch gleich vorbestellt. Pünktlich kam es an und ich hab mich gleich mal in die Irrenanstalt begeben.

Das habe ich nicht bereut.

Der Fall, in dem diesmal ermittelt wurde, hat mich sogleich gepackt. Gut recherchiert, mit viel Hintergrundwissen der Autorin werde ich in den Strudel der Ereignisse gezogen. Mich als Arzthelferin sprach auch die Thematik sehr an. Psychische Erkrankungen in all ihren Formen so gut und vor allem verständlich mit der ständigen Balance zwischen spannend und nicht übertrieben wiederzugeben, das ist Frau Poznanski genial gelungen.

Die Aspekte der Therapien und auch das mit dem Tarot waren ungewöhnlich, doch so gut durchdacht, das ich nie das Gefühl hatte, das es nicht passt oder zu sehr an den Haaren herbeigezogen wäre.

Flüssig, zügig und mit immer der richtigen Dosis an Information bleibe ich als Leserin am Ball und es bleibt durchweg spannend bis zum Schluss. Und dann, vor allen Dingen der Schluss, der es, wie auch bei den vorherigen Fällen, geschafft hat, noch einmal eine Schippe draufzulegen.

Alle Charaktere haben was ganz eigenes und vor allem sehr geheimnisvolles (die Verdächtigen), dass es Spaß macht, mit zu rätseln, zu denken, man hat den Fall gelöst, um nachher doch komplett was anderes als Lösung zu bekommen.

Auch das Privatleben und die familiären Ereignisse in Beas Leben sind gut in das Gesamtkonzept verwoben, so dass es alles ein stimmiges Paket wird, was man gerne liest.

Und hier noch ganz unqualifiziert ein Hurra von mir. Ich wusste, dass da was geht. Man spürte es so sehr. Die Gefühlsebene und das vorsichtige Herantasten von Bea und Flori gefielen mir richtig gut. So wurden die Ermittler noch authentischer für mich. Ich konnte mit ihnen mitfiebern, rätseln und sie in die Psychiatrie begleiten.

Von mir natürlich 5 Eselsöhrchen und die dringende Bitte: Liebe Frau Poznanski, ich will mehr Fälle mit Florin und Bea… Da geht doch sicher noch mehr.

Meine Bewertung:

„Blinde Vögel“ von Ursula Poznanski

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Verlag: Rowohlt (eBook), rororo (Taschenbuch ab Januar 2015)

ISBN: 978-3499259807

Seiten: 480

Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

 

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

 

Handlung

Der zweite Fall von Bea Kaspary und ihrem Kollegen und Vertrauten Flori führt das Salzburger Ermittlerduo auf einen Campingplatz. Dort finden sie zwei Leichen, die nichts gemeinsam zu haben scheinen. Bei Recherchen ist der einzige Verbindungspunkt eine Facebook-Gruppe, in der Lyrik und Poesie gepostet wird. Bea bleibt nichts anderes übrig, als sich einen Account mit falschem Namen zu machen und selbst in der Gruppe zu recherchieren. Denn ihr Chef ist nicht davon überzeugt, dass es sich bei dem Fall doch um Mord handelt und mehr dahintersteckt, als man auf den ersten Blick meinen könnte.

 

Layout

Eine große Krähe fliegt von rechts in das Bild des Covers. Eine in blau getauchte Umgebung ist zu sehen, und ein gekreuzter Pfosten eines Zauns. Mittig, schräg über das Bild ist der Titel und der Name der Autorin zu lesen. Auf mich wirkt das Cover sehr stimmungsvoll und mystisch.

 

Fazit

Nach dem Hörbuch von Fall eins, saß ich auf dem Trocknen. Hallo? Ich wollte doch wissen, wie es vor allem mit Bea und Flori weitergeht. Ich wusste und spürte, da geht doch was. Was die beiden nun für einen Fall hatten, war mir in erster Linie egal, ich wollte wissen, was zwischen denen passiert. Aber was machen, an einem Samstagabend?

Gottlob geht das mit dem Kindle so schön komplikationslos und mit einem Klick habe ich mir das Buch gekauft, gelesen und war fertig.

Hm, was soll ich sagen. Ja, da geht was, aber sie sind noch nicht weiter. Außer das Flori (ACHTUNG SPOILER) jetzt eine Exfreundin hat und ich unbedingt will, dass es einen dritten Band gibt.

Und der Fall von Bea und Flori?

Der war ungewöhnlich aber sehr gut. Mit viel Liebe zum Detail und guter Recherche ist es Ursula Poznanski wieder gelungen, mich zu fesseln. Da war die stockende Liebesbeziehung, die nur ab und zu mal einen Funken sprühte, nebensächlich. Die anderen Charaktere der Geschichte wachsen einem so sehr ans Herz, das man mit ihnen leidet. Es blieb spannend bis zur letzten Seite und ging so in eine ganz andere Richtung, als ich dachte. Immer wieder werden mir als Leser kleine Häppchen hingeworfen, so dass ich selbst mit raten kann. Aber alles ist wirklich so ganz anders als gedacht.
Mit diesem Hintergrund des Falls habe ich nicht gerechnet.

Mir hat es sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es bald weiter geht. Denn da geht was.

 

 

Meine Bewertung: