Historie

„Tanz in die Freiheit“ von Susanne Betz

von am Februar 9, 2017
Tanz in die Freiheit von Susanne Betz
Tanz in die Freiheit von Susanne Betz

Information

Verlag: C. Bertelsmann
ISBN: 978-3570102114
Seitenzahl: 352 Seiten
Format: Gebundene Ausgabe, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Ausgabe

Inhalt

Wir schreiben das Jahr 1791. Die Geschichte beginnt in Weimar. Die Geschwister Felix und Eleonore sind die Kinder von einem adeligen Hofbeamten und einer Mutter, die sich sehr exzentrisch um die Wissenschaft der Mathematik kümmert. Die jungen Erwachsenen sind eher auf sich allein gestellt und das Leben langweilt die beiden sehr. Abwechslung bringt nur der Nachbar Johann Wolfgang von Goethe und die Geschichten, die aus dem fernen Paris zu ihnen dringen. Felix und Eleonore saugen das alles auf, denn es ist ihre Art nach Freiheit zu streben, was ihnen das Leben in Weimar einfach nicht bietet.
Dann stirbt die Mutter. Im Testament verfügt sie, dass ihre Kinder nur dann erben, wenn sie ihre mathematischen Formeln nach Paris bringen. Monsieur Schwartz soll die Berechnungen erhalten.
Eine Willkommene Wende im Leben der Geschwister. In Paris scheint alles so viel freier und offener, doch noch immer herrschen hier die Irren und Wirrungen der französischen Revolution. Welchen Preis müssen die Geschwister für ihren Drang nach Freiheit zahlen?

Layout

Man sieht eine junge Frau, sie schaut aus einem Fenster und steckt sich die Haare hoch. Man sieht ihren Rücken. Oben steht der Name der Autorin und im unteren Drittel präsent in Rot der Buchtitel. Das Cover ist wirklich sehr schlicht gehalten, verfehlt jedoch nicht seine Wirkung.
Die Kapitel sind mit Zeitangaben versehen, so dass eine klare Gliederung entsteht.

Fazit

Ein historischer Roman, in dem ich zwei junge Menschen in die Welt hinausbegleite. Natürlich geht es in erster Linie um die Geschwister Felix und Eleonore, doch es geht auch um mehr.
Geschickt schafft es Autorin Susanne Betz die Geschichte der Geschwister in die Geschichte der französischen Revolution zu verweben.
Eleonore und Felix sind sehr authentische Charaktere, beide erzählen abwechselnd ihre Geschichte und beide haben ihre eigenen Gründe aus dem konservativen, steifen Weimar auszubrechen. Sie sind beide nicht so geradlinig, wie es die Provinz von ihnen erwartet, und das macht das Buch sehr spannend.
Passen die beiden jungen Menschen denn in die scheinbar weltoffenere Metropole Paris, oder ist auch dieses alles mehr Schein als Sein?
Eine Art Selbstfindung mit der Frage, was eigentlich genau ist denn Freiheit? Und wieviel Freiheit bringt eine Revolution? Sowohl im Kleinen, als auch im Großen?
Neben den beiden Hauptcharakteren begegnen dem Leser viele historische Nebencharaktere, die das Buch sehr lebendig machen.
Alles in allem mochte ich die Erzählweise sehr, die Handlung war zügig. Das ist vielleicht auch das einzige Manko, was ich bemängeln möchte. In einigen Szenen des Buches wäre ich gerne länger geblieben. Ich hätte gerne viel mehr Paris gehabt und viel weniger Weimar, denn bis sie aufbrachen verging einige Zeit, in der mich das Buch erst gar nicht richtig packen wollte. Erst als ich mit den Geschwistern Paris erobern durfte, fesselte es mich.
Deswegen gibt es solide 4 Eseslsöhrchen und für alle Geschichtsmuffel eine klare Leseempfehlung.

 

 

Meine Bewertung:

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Fantasy | Historie

„Die Schattenschrift“ von Dana Carpenter

von am Oktober 14, 2016

 

Die Schattenschrift von Dana Carpenter

Information

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 432 Seiten
ISBN: 978-3453317277
Format: Taschenbuch, eBook

Handlung

Die Handlung des Romans ist in Böhmen im 13. Jahrhundert angesiedelt. Die Sitten sind rau, der Alltag hart und für ein junges Mädchen von 16 Jahren, welches auf sich allein gestellt ist, auch sehr gefährlich.
Maus wächst im Kloster auf. Sie weiß nichts von ihrer Herkunft, hat keinen richtigen Namen. Jedoch bemerkt sie früh, dass sie anders zu sein scheint, als andere Menschen. Sie ist was Besonderes. Sie ist ungewöhnlich klug, ihre Sinne sind schärfer als bei anderen Menschen. Sie sieht mehr, riecht mehr, hört mehr. Ob es Hexerei ist oder eine Gabe Gottes, dass weiß sie nicht.
Eines Tages rettet sie König Ottokar durch all diese Gaben das Leben.
Da ihre „Ziehmutter“ und ihr „Ziehvater“ Angst vor ihrer Gabe haben, die mittlerweile immer stärker und übernatürlicher wird, haben sie keine Einwände, als der böhmische König den Vorschlag macht, Maus mit sich nach Prag zu nehmen.
Maus muss ihr gewohntes Leben hinter sich lassen. Es ist für sie Fluch und Segen zugleich. Findet sie endlich heraus, wer sie wirklich ist? Oder wird sie als Hexe abgetan und endet, wie so manch andere Frau auf dem Scheiterhaufen?
Eine Reise durchs tiefste Mittelalter und der Weg zu sich selbst nimmt seinen Lauf.

Layout

Das Cover ist cremefarben mit einem roten Wachssiegel in der Mitte. Auf diesem sind schemenhaft mehrere alchimistische Zeichen sowie zwei ineinander geschachtelte, auf dem Kopf stehende Pentagramme zu sehen.
Der Titel und der Name der Autorin ist im selben Creme wie das Cover gestaltet und prangt über dem Wachssiegel.

Fazit

Eine Mischung aus historischem Roman und Fantasyliteratur.
Ich begleite eine junge Frau, die vor allem sich selbst finden will und muss, um zu verstehen, welche Rolle sie im Leben innehat.
Maus ist eine starke Hauptprotagonistin. Ihre Entwicklung im Buch ist nachvollziehbar.
Das Mittelalter wird durch Dana Carpenters Erzählweise wie durch Zauberhand völlig lebendig.
Ich hab mich stets gut unterhalten gefühlt. Der Spannungsbogen blieb stets gespannt und in jedem Kapitel konnte sie meine Neugier steigern.
Ab Seite 101 gab es tatsächlich kein Halten mehr.
Ich mag Fantasy und ich liebe historische Bücher. Beides in einem Buch zu bekommen, das war für mich Neuland. Aber dieser Versuch ist geglückt. Jeder, der auch nur ein Genre davon gerne liest, der wird das andere Genre dadurch lieben lernen.
Und alle, die auf starke, weiblich Hauptfiguren stehe, die kommen an Dana Carpenters „Die Schattenschrift“ nicht vorbei.
Damit kann der Winter kommen. Decke, einen Tee und ein Lesevergnügen bis tief in die Nacht. Dieses Buch wird euch nicht so schnell loslassen.

Von mir starke und magische 5 Eseslsöhrchen!

Meine Bewertung:

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Historie

„Gefährliche Zettel“ von Lee Strauss

von am November 4, 2015

Verlag: ESB Publishing
Seitenzahl: 310 Seiten
ISBN: 978-1927547465
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bez51c4CKOII7L._SX322_BO1,204,203,200_ieht sich auf das eBook.
Handlung

Emil Radle ist Mitglied im Deutschen Jungvolk. Er bewundert seinen Gruppenführer Heinz Schultz sehr, noch mehr aber ist er von Führer Hitler und seinen Reden überzeugt. Er glaubt, dass alles, was gesagt ist richtig ist. Doch nach und nach beginnt seine heile Welt zu bröckeln und er zweifelt an seiner eigenen Überzeugung. Seine Familie ist nicht so sehr begeistert von den Geschehnissen in Deutschland. Seine Schulfreunde, Juden, kommen in Haft und Emil kann auch das nur bedingt verstehen. Dann entdecken er und seine besten Freunde Moritz und Johann einen Radiosender. Die BBC berichtet über die wahren Hintergründe. Emils Leben und seine Überzeugungen wandeln sich. Nun hat er nur noch ein Ziel vor Augen. Seine Mitmenschen über die wahren Geschehnisse und die Gefahren Hitlers aufzuklären. Doch das ist gefährlich und verändert Emils Leben komplett.

Layout

Das Cover ist in mahnendem Rot gehalten. In diesem Rot erkennt man eine Gruppe der Hitlerjugend. Unten im Cover ist eine alte Karte vom Deutschen Reich. Der Name der Autorin prangt über dem Bild, der Titel unten.
Die Schrift ist klar und ohne Schnörkel in Weiß gehalten und sticht sofort ins Auge.
Das Cover schafft für mich schon die richtige Stimmung und auch ohne den Klappentext zu lesen, weiß ich, in welche Richtung das Buch geht.
Fazit

Ich liebe historische Romane, die in Hitler-Deutschland spielen. Ich bin jedes Mal fasziniert und entsetzt zu gleich. Nicht umsonst zählt „Das Tagebuch der Anne Frank“ zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.
„Gefährliche Zettel“ hat mir richtig gut gefallen. Ich mag Hauptprotagonisten Emil sehr und seine Entwicklung finde ich richtig stark. Vom treuen Anhänger zum Zweifler und Gegner von Hitler.
Er ist durch einen Reifungsprozess gegangen, den so mancher in der damaligen Zeit durchgemacht hat. Doch nicht alle haben sich für die Überzeugung eingesetzt. Emil jedoch findet den Mut mit guten Freunden sich gegen eine brutale Regierung zu stellen.
Authentisch und wortgewandt weiß die Autorin die Geschehnisse zu schildern, so dass es mich packt und ich weiterlese.
Ein untypischer Roman, wie ich finde, der mit dem Thema Hitler und 2. Weltkrieg nochmal ganz anders umgeht und einfach eine kleine Geschichte in dieser Zeit in den Vordergrund stellt, die jedoch genauso wichtig ist wie jedes große Tat.

Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Eseslöhrchen!

Meine Bewertung:

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Historie | Lebensgeschichte | Liebesroman

„Sturmzeit“ von Charlotte Link

von am Mai 9, 2015

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Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 545 Seiten
ISBN: 978-3442374168
Format: eBook, Taschenbuch, gebunden

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.
Handlung

Felicia stammt aus Ostpreußen. Ihrer Familie gehört ein Familiengut. Bisher konnten Felicia und ihre Geschwister ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben führen. Nur die Liebe macht Felicia sorgen. Sie fühlt sich zu Alex hingezogen, der will aber nur Freundschaft.

Im Sommer 1914 bricht der erste Weltkrieg aus. Felicia muss vom Familiengut fliehen, ihre Brüder ziehen in den Krieg und auch Jugendliebe Alex verändert sich. Felicia muss vom verwöhnten Kind zur erwachsenen und verantwortungsvollen Frau innerhalb von Wochen heranreifen. Doch in der Liebe behält sie sich ihre kindliche Naivität.

Alex, der sich nun in eine andere Frau verliebt hat, soll eifersüchtig gemacht werden. Aber der Schuss geht nach hinten los. Sie heiratet und Alex ist davon unbeeindruckt.
Nun muss sich Felicia mit ihrem Schicksal abfinden, denn ihr „Notnagel“ Ehemann lässt sie nicht mehr ziehen.

Layout

Das Cover des Buches ist eher schlicht gehalten. Das Bild zeigt eine Landschaft, vorne eine Grasfläche, hinten sieht man im Nebel ein Gebirge. In großer, roter und klarer Schrift ist der Titel im oberen Drittel abgedruckt, der Name der Autorin steht darunter.

Das Buch ist in verschiedene Zeitabschnitte unterteilt, diese wiederum sind einzelne Kapitel unterteilt. Dadurch wird das Layout sehr übersichtlich.

Fazit

Auf die Buchreihe bin ich durch die Filme aufmerksam geworden. Den mehrteiligen Fernsehfilm fand ich toll und so machte ich mich gespannt auf die Suche nach dem Buch. Auf Tauschticket wurde ich schnell fündig und forderte Band eins der Reihe an. Ich dachte, die anderen könnte ich mir ja noch immer besorgen, wenn ich den ersten Band mag.

Das war eine gute Überlegung, denn Band eins gefiel mir gar nicht.

Charlotte Link packt mir viel zu viele Personen und Charaktere in dieses Buch und da bleibt leider die Charaktertiefe auf der Strecke. Ich werde mit Felicia nicht warm, ich versteh nicht, was sie an Alex so fasziniert und ihre Entscheidungen kann ich nicht nachvollziehen. Ihre Naivität und der Egoismus gingen mir sehr auf den Geist. Mitten im Krieg, allen geht es schlecht, findet sie sich ungerecht behandelt, wenn sie mit einem Zug fahren muss, der Verletzte transportiert. Und, oh nein, sie muss sogar helfen, diese Kranken zu pflegen. Da hat sie sich ja echt einen Zacken aus der Krone gebrochen.

Außerdem ist es der Autorin nicht gelungen, mir das Elend und die Brutalität des Krieges näherzubringen. Bei mir kam leider nichts an. Dabei liebe ich diese Bücher, mit geschichtlichem Hintergrund. Diese Story um Felicia jedoch, hätte meiner Meinung nach überall spielen können. Zeit und Ort wären beliebig austauschbar und Felicias Liebesleben würde noch genauso ablaufen können. Und auch die Grundidee ist nicht neu. Anwesen, Krieg, Mann an den man nicht rankommt, Anwesen wird zum Mittelpunkt. Kommt euch das bekannt vor? Richtig. Ich fühlte mich ein wenig an „Vom Winde verweht“ erinnert.

Klappentext und Film versprachen mehr, als das Buch dann hergegeben hat. Krimis liegen Frau Link in jedem Fall mehr, mit dieser Familiengeschichte kann ich leider nichts anfangen.

Ich habe etwas mehr geschafft als Seite 101, ich war schon auf Seite 200, aber bis dahin hatte es mich absolut nicht gepackt. Von mir nur ein Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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Abenteuer | Historie | Liebesroman

„Das Geheimnis des Komponisten“ von Bettina Kiraly

von am Januar 13, 2015

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Verlag: BOD
Seitenzahl: 202
ISBN: 3735793614
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Professor Christian Obermann versucht schon lange zu beweisen, dass die Marseillaise, die Nationalhymne Frankreichs, nicht von Claude Joseph Rouget de Lisle komponiert wurde, sondern das der Ruppersthaler Komponist Ignaz Pleyel dieses Werk geschaffen hat.

Nun scheint Obermann endlich einer heißen Spur auf der Fährte zu sein. Ein Originalteil der Komposition mit Pleyels Handschrift darauf taucht auf und Obermann soll für einen geheimnisvollen Unbekannten ein Gutachten schreiben. Seiner Tochter kommt dieses allerdings nicht sehr geheuer vor. Und als dann auch noch ihr Vater verschwindet und auch sie selbst in Gefahr zu sein scheint, weiß sie, da muss mehr dahinter stecken, als nur das komponierte Stück. Wem kann sie noch trauen und was will dieser doch sehr gutaussehende Privatdetektiv von ihr, der einfach so auf der Bildfläche erscheint?

Für Sara beginnt ein Abenteuer, in dem sie nicht nur Wahrheiten der Musik findet, sondern auch menschlich findet sich vieles wieder, was längst verloren schien.

Layout

Ein Zimmer, ein Flügel, gemütliche Atmosphäre und eine geschwungene Schrift im Titel lockt dazu, den Klappentext zu lesen. Ich schaue mir das Buch an, und es weckt unzählige Emotionen in mir. Ich höre fast die Klaviermusik, die man mit diesem schönen Instrument erzeugen kann.

Stimmungsvoll geling es dem Layout des Covers, mich neugierig zu machen. Was könnte dieses Buch beinhalten. Gut gelungen und für mich als visuelle Leserin, die sich von schönen Covern locken lässt, genau richtig.

Fazit

Ich bekomme hier einen Abenteuer Roman, mit geschichtlichen Fakten. Und das ist Bettina Kiraly in jedem Fall gelungen.

Spannend erfahre ich die Geschichte um die Marseillaise.

Ich folge dem Professor und seiner Tochter Sara gern. Ich bekomm hier nicht nur ein spannendes Abenteuer und ein Geheimnis, was ich auch gerne lösen will, sondern so ganz nebenbei und ganz selbstverständlich ist es eine Familiengeschichte, eine Liebesgeschichte und ein Buch um Musik zu lesen.

Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll und wie genau es der Autorin gelungen ist. Aber ich war komplett in der Geschichte, habe mit Saras Augen gesehen und mit den Augen des Professors.
Durch den Wechsel der Handlungsstränge erfahre ich viele Details und auch die Emotionen der Hauptprotagonisten erreichen mich. Es bewegt mich, was Vater und Tochter miteinander erlebt haben und wie sie jetzt zueinander stehen. Distanziert, jedoch immer mit dem Wunsch über den eigenen Schatten zu springen.

Zügig treibt Bettina Kiraly die Handlung voran, die Sprache ist flüssig, und ich weiß, es klingt dumm, aber sie ist auch voller Musik. Damit meine ich jetzt nicht, die Liedtexte im Buch, sondern diese Texte klangen. Ich hatte immer Musik im Ohr.

Lebendig gewordenen Geschichte, lebendig gewordene Musik und eine Liebesgeschichte. Ich musste schmunzeln, summen und Fingernägelkauen.

Und die Geschichte war nicht zu Ende, nachdem ich das Buch beendet hatte. Ich hatte das Bedürfnis selbst noch einmal Pleyel, Ruppersthal und die Hintergründe der Marseillais zu recherchieren.

Das war ein Buch nach meinem Geschmack. Ich könnte mir gut das Ganze in einem ZDF Fernsehfilm vorstellen. Das wäre eine Überlegung wert.

Ich danke für diesen Lesegenuss und gebe ganz klar 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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Fantasy | Historie

„Waldesruh“ von Anja Bagus

von am November 28, 2014

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Verlag: Edition roter Drache
Seitenzahl: 298 Seiten
ISBN: 3939459844
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Wir befinden uns in Hochschwarzwald 1912 im Hotel „Waldesruh“. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Die höhere Gesellschaft feiert hier den Jahreswechsel, beschwingt aber auch voller Sorge, denn der Aether verändert das Gefüge der Welt.

Menschen verändern sich, die Umwelt reagiert auf den Aether.

In diesem Szenario befindet sich auch die junge Witwe Minerva. Von ihrer Mutter unterdrückt und viel zu sehr bevormundet muss sie sich nicht nur der Veränderung der Welt stellen sondern auch den Tod ihres Mannes verkraften. Wie kann ihr Weg aussehen, was bringt ihr die Zukunft?

In diesem Jahreswechsel passiert so einiges, was Minerva hilft, ihren Weg zu finden. Vor allem die Männer und sie als Person, die mit ihrem eigenen Kopf und Ansichten vom Leben versucht sich neu zu definieren zeigen ihr den Weg auf, wo ihre Lebensreise hingehen wird.

Vor allem zwei Männer haben es ihr angetan, aber die sind beide grundverschieden. Wer ist der Mann, der mit ihr klarkommen kann und ihr ihre Freiheiten lässt?

Und dann stellt sich noch die Frage, welche mysteriösen Dinge auf dem Glasberg vonstattengehen. Minerva packt die Abenteuerlust nach dem Tod ihres Mannes erneut. Neue Lebensgeister werden geweckt und sie kann sich, ganz zum Verdruss ihrer strengen Mutter, den Mythen nicht entziehen.

Das Leben geht endlich weiter, voller Gefahren und Liebe.

Layout

Blau und Grün dominieren das Cover. Verschneite Tannen, ein Hirschgeweih, an einigen Spitzen blutig und wie im Dunst die Armaturen eines Automobils. Laden und in die Welt des Aethers ein. Und natürlich sehen wir den grünen Aethernebel emporsteigen.

In schwungvoller, weißer Schrift steht der Titel ganz oben geschrieben, etwas kleiner, direkt darunter in der gleichen Schriftart der Name der Autorin.

Unten steht der Hinweis, in grün, dass es sich um einen Aetherwelt-Roman handelt, darunter, kleiner und in sehr nüchterner Schriftart der Verlagsname.

Mich spricht das Cover sehr an. Mystisch zeigt es alles, was den Roman später ausmacht und eine Verbindung zu den Vorgängern ist durch den grünen Nebel gelungen. Man weiß auch ohne Aufdruck, dass es sich um eine Geschichte aus der Aetherwelt handelt.

Die Tage ab dem 29.12.1912 bilden die Kapitel, Handlungssprünge innerhalb des Tages werden mit einem kleinen schwarzen Kreis in dem in weiß ein Hirschkopf und eine Kugel abgebildet ist, unterteilt. Ein Hirschgeweih schmückt ebenfalls jedes Kapitel und die Seitenzahlen werden davon umrahmt.
Am Ende jedes Kapitels sind Tannen gedruckt.

Allein die optische Aufmachung des Buches hat mich begeistert und den Lesegenuss auf jeden Fall positiv beeinflusst.

Fazit

Minerva kam, schmiss den Motor an und siegte.

Mit dem Roman ist es Anja Bagus gelungen, nochmal eine Schippe draufzulegen und die Aetherwelt weiter wachsen zu lassen.

Ich begleite die Witwe Minerva, die auf tragische Weise ihren Mann verloren hat. Mit ihm konnte sie leben, wie sie wollte, sie konnte das sein, was sie wollte. Doch nach dem Tod geht sie, so wie es sich in dieser Zeit gehört, zu ihrer Mutter zurück.
Und in dieser Situation lerne ich sie kennen und lieben.

Nach außen stark, nach Innen aber doch zerbrechlich auf der Suche nach einem neuen Lebensweg nimmt sie mich wie ganz selbstverständlich mit zurück in die Welt des Aethers. Und es war mir, als hätte ich diese Welt nie verlassen.

Die Geschichte funktioniert. Nicht nur, weil Anja Bagus es versteht, zügig zu schreiben, Charaktere authentisch und lebendig werden zu lassen, sondern weil es ihr gelingt, eine Fiktion zu schaffen, die man nicht als solche empfindet.
Natürlich kann es 1912 so gewesen sein, Frau Bagus schreibt es mit einer Selbstverständlichkeit, dass ich gar keine Zweifel habe.

Und obwohl wir uns in einer fiktiven Vergangenheit befinden, ist die Sache als solches übertragbar.
Diese Thematik des Veränderns, des Anders seins, von einer Welt, die im Umbruch ist, findet sich zu jeder Zeit. Überall gibt es Menschen, die wir als anders sehen. Und dieses Anders sein war und ist immer schwer zu dulden. Ob nun durch Aether, Behinderung oder sexuelle Ausrichtung. Ganz egal. Mich packt es, wie die Autorin in einem historischen Fantasy-Roman topaktuell ist. Es regt mich zum Nachdenken an und ich hinterfrage mich, wie bin ich, wenn ich „Andere“ sehe. Habe ich Berührungsängste oder kann ich so sein wie Minerva sein, die unerschrocken in die Welt geht und hinterfragt um die Welt zu verstehen.

Mit „Waldesruh“ kann man einfach nichts falsch machen, denn es hat alles, was das kleine Leserherz verlangt. Spannung, Liebe, tolle Protagonisten und Fantasy, die so selbstverständlich rüberkommt, dass das alles auch wahr sein kann.
Ich bin gespannt auf die nächsten Romane, denn es muss mit Falk und Minerva in der Geschichte weitergehen.

5 Eselsöhrchen von mir.

Meine Bewertung:

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Fantasy | Historie

„Ayleva – Die Reise im Licht des Nebels“ von Ina Tomec

von am November 13, 2014

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Verlag: BAR-Verlag
Seitenzahl: 325 Seiten
ISBN: 3944515455
Format: Taschenbuch

Handlung

Ayleva wird in einer Vollmondnacht des Jahres 2000 ins Jahr 1224 katapultiert. Dort sitzt sie nun ungewollt im mittelalterlichen Hattingen fest.

Zuvor hatte sie auf dem Dachboden des Elternhauses noch handgeschriebene Dokumente aus dieser Zeit gefunden. Es ging um einen Erbstreit der westfälischen Grafengeschlechter.

Ob das wohl was damit zu tun hat? Ayleva ist zunächst verwirrt und will so schnell wie möglich wieder in ihre Zeit, doch der Sternennebel jener Vollmondnacht taucht nicht wieder auf. Zum Glück kommt sie bei Ludger unter, den sie kennen und lieben lernt. Und der ihr hilft, so manche Gefahren dieser rauen Zeit zu überstehen.

Layout

Man sieht eine junge Frau in einem blau-roten Gewand. Sie streckt ihre Hände einem von oben links kommenden Lichtschein entgegen. Der Hintergrund wirkt mystisch durch den Lichteinfall und den Nebel.

Der Titel des Buches ist in gelben, großen, fließenden Buchstaben im unteren Drittel zu sehen, der Untertitel „Die Reise im Licht des Nebels“ ist im gleichen Schriftzug, nur etwas kleiner und weiß, direkt darunter zu finden.
In der oberen rechten Ecke des Covers steht in ebenfalls der gleichen Schrift und in weiß der Name der Autorin.

Mir gefällt das Cover sehr gut. Es wirkt ohne viel Schnörkel und allein das Bild verrät mir schon, auf welche Art von Roman ich mich einstellen kann.

Fazit

Ich war auf Zeitreise. Und auf was für einer.

Ayleva hat mich an die Hand genommen und ohne dass ich mich dagegen wehren konnte, war ich im mittelterlichen Hattingen gefangen. Dort erlebte ich jede Menge Abenteuer, die Lust auf mehr machten. Flüssig und zügig wird die Geschichte vorangetrieben, Zeit zum Atmen bleibt kaum, was einem stetigen Spannungsbogen garantiert

Ich bin Ayleva und Ludger gerne gefolgt. Der Autorin ist es gelungen, eine längst vergangene Zeit und regionale Geschichte für mich so glaubwürdig und tief darzustellen, dass die Story mich auch Tage später nicht los ließ. Ich hab mich selbst nochmal an den PC gesetzt und mir die Schauplätze, wie zum Beispiel Burg Altena. angeschaut. Gut recherchiert und einiges auf sich genommen schafft es Ina Tomec, längst Vergangenes lebendig werden zu lassen. Da hat sich alles, was sie unternommen hat, wirklich gelohnt.

Kleine Kritikpunkte habe ich jedoch.
Zu Anfang wurde ich mit Ayleva nicht so recht warm. Es ging mir da doch ein wenig zu schnell. Dachboden, schwupps Mittelalter. Und auch beim ersten Realisieren, was mit ihr passiert ist, ist sie mir zu emotionslos. Aber sie entwickelt sich, und das finde ich sehr positiv. Mit den Schwierigkeiten und den Erlebnissen wächst Ayleva und man merkt, dass sie ihr Schicksal mutig antritt.

Dann habe ich es auch ein wenig bereut, dass ich den Klappentext gelesen habe. Da wurde mir alles ein wenig vorweggenommen. Ich glaube, da täte die Autorin gut dran, das zu kürzen, um nicht schon alles an Geschichte vorweg zu nehmen. So konnte ich zum Beispiel gar nicht mit Ayleva fiebern, ob sie denn mit Ludger zusammenkommt oder nicht. Das wusste ich ja schon.

Ansonsten hatte ich viel Spaß beim Lesen und tolle Stunden in einer spannenden Vergangenheit. So macht Geschichtsunterricht Spaß. Es war fast, als würde ich einen Film sehen, denn ich konnte das Mittelalter sogar riechen.

Für diese Leistung und trotz leiser Kritik gebe ich 5 Eselsöhrchen. Ich reise gerne noch einmal mit Ina Tomec, denn Geschichten für Zeitreisen gibt es regional bestimmt genug.

Meine Bewertung:

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Historie

„Der Winterpalast“ von Eva Stachniak

von am Oktober 18, 2014

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Information

Verlag: Insel Verlag
Seitenzahl: 532 Seiten
ISBN: 3458359702
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

 

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

 

Handlung

Nachdem Warwaras Eltern sterben, ist sie auf sich allein gestellt. Sie kommt im Zarenpalast als Dienstmädchen unter, wo sie sich aber aufgrund der strengen Regentschaft der Hausdame gar nicht wohlfühlt.

Doch ihre Aufmerksamkeit und ihr Gespür überall die Ohren zu haben, um so wichtigen Flurfunk im Palast zu erhalten, lassen sie bald schon zur Spionin werden. Sie wird eine „Zunge“, eine Spionin im Auftrag der Zarin.

Als die junge Sophie von Anhalt-Zerbst in den Palast kommt, spürt Warwara, dass Sophie zu großem bestimmt ist, und lauscht fortan heimlich für die spätere Zarin „Katharina die Große“. Dabei muss sie immer auf der Hut sein, denn sie kann im politischen Machtgefüge nur sich selbst vertrauen.

 

Layout

Ein Palast im Schnee ist auf dem Cover im Hintergrund zu sehen. Davor, von der Rückenansicht, eine Frau, in Pelz gekleidet, die auf den Palast zugeht. Im oberen Drittel ist in goldgelber Schrift der Titel zu lesen.

Das Cover beeindruckt mich schon, als ich es das erste Mal sah. Ich hatte es immer mal wieder in der Hand. Die Struktureffekte der Schrift fühlen sich hochwertig an und machen Lust auf Lesen. Beim Anblick fühlt man sich sofort in der Zeit zurückversetzt.

Das Auge und die Hand lesen eben mit.

 

Fazit

Dieses Buch ist mir praktisch zugelaufen. Einsam und verlassen lag es draußen. Und da es mir Leid tat, habe ich dem Buch ein neues zu Hause geschenkt. Ich wollte es eh immer lesen und voller Vorfreude blätterte ich es auf.

Ich kann von Glück sagen, dass ich die ganzen Male, in der ich es in der Hand hatte, dem Drang es zu kaufen doch widerstanden habe.

Die erste Hälfte etwa fand ich das Buch eigentlich ganz gut. Der flüssige Erzählstil, ohne unnötige Schnörkel, trieb die Handlung zügig voran, so dass die ersten 250 Seiten schnell gelesen waren. Aber irgendwann kam der Zeitpunkt, da fesselte es mich nicht mehr. Ich hatte den Eindruck, die Handlung plätschere nur noch dahin. Es kamen keine neuen Aspekte, immer die gleichen Dinge passierten.

Vor allem der Hauptprotagonistin Warwara fehlte es an charakterlicher Stärke und ich empfand sie sehr emotionslos. Und auch die Umgebung und die Zeit waren für mich persönlich nicht genug ausgearbeitet. Irgendwie blieb das Buch für mich sehr schmucklos.

Eigentlich mag ich historische Romane, da jede Zeit was Besonderes darstellt. Und auf dem Zarenhof hätte ich mir so sehr gewünscht, den Prunk zu sehen, und das Elend, vor allem zu Anfang, zu riechen. Das ist der Autorin jedoch bei mir leider nicht gelungen.

Für einen vielversprechenden Start, der dann stark nachließ vergebe ich zwei Eseslöhrchen, ich habe nämlich nicht zu Ende gelesen.

Meine Bewertung:

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Fantasy | Historie

„Zeitgenossen – Gemmas Verwandlung“ von Hope Cavendish

von am September 12, 2014

 

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Verlag: Create Space

ISBN: 1491074604

Seiten: 225

Format: Taschenbuch, eBook

 

Im Rahmen einer Wanderbuchaktion hatte ich die Chance das Taschenbuch zu lesen, Kommentare im Buch zu hinterlassen und mich mit einer jungen Vampirin anzufreunden.

 

Handlung

Wir schreiben das Jahr 1599. Nachdem die junge Apothekertochter Gemma von Vampiren angegriffen wird, hängt ihr Leben am seidenen Faden. Nur durch die Verwandlung in Seinesgleichen gelingt es dem Vampir Viscount Arlington die junge Frau zu retten. Durch ihn lernt Gemma alles, was sie als gerade geborene Vampirin wissen muss und auch ihr Verlangen nach Menschenblut lernt sie dank seiner Anleitung zu unterdrücken.

Eigentlich ist Gemma angetan von ihrem Retter, doch er scheint ein Verräter zu sein. Deswegen beschließt sie, von seinem Anwesen zu fliehen. Auf sich allein gestellt verlässt Gemma ihr Heimat London und sucht Zuflucht in einem kleinen Dorf in Schottland. Da es in dieser Zeit jedoch schwer ist, als Frau allein zu leben, beschließt sie, dass es am Sichersten für sie ist, sich als Mann auszugeben. Das ist der Beginn einer beschwerlichen Reise. Nach Freunden, nach Vertrauten quer durch die Welt und die Zeit.  Immer auf der Suche nach Antworten und nach sich selbst. Was bedeutet es, ein Vampir zu sein?

 

Layout

In den oberen zweidritteln des Covers sieht man in warmen Erdtönen gehalten die untere Hälfte eines Frauengesicht bis zu Nase. Haare und Schmuck lassen erahnen, dass es sich um eine gepflegte, aristokratische Dame handelt. Prominent erscheinen die Vampirzähne, die sofort auf die Richtung des Romans hindeuten.

Im unteren Drittel findet man auf braunem Grund  den Namen der Autorin und den Titel.

Ich mag das Cover sehr. Es spricht mich an und macht neugierig.

 

Fazit

Als das Buch in Bielefeld als Wanderbuch ankam, habe ich mich richtig gefreut. Ich hatte mich schon vorher belesen gemacht, was andere denn von dem Buch so sprechen und ich war richtig neugierig. So legte ich ein bereits begonnenes Buch zur Seite und widmete mich Gemmas Geschichte.

Spannend fand ich die Kommentare, die meine Vorleserinnen bereits geschrieben hatten und musste immer mal wieder Schmunzeln. Wie süß sie die Liebesszenen kommentiert hatten. Oder die Kerle. *Schmacht*

Ich mochte Gemma von Anfang an. Hope Cavendish versteht es, die Geschichte zügig und spannend voranzutreiben. Manchmal jedoch geht mir das alles aber zu schnell. Da bekam ich zwischenzeitlich richtig Stress, wie schnell die Schauplätze gewechselt wurden, wie schnell Liebeleien vorbei waren. Ich wäre gerne länger an Orten geblieben, um dort mit Gemma anzukommen, die Umgebung zu sehen und auch, vor allem, denn das liebe ich am Mittelalter, es zu riechen. Das kam mir leider ein wenig zu kurz.

Auch Informationen, die ich für richtig interessant und wichtig empfunden habe, kamen nur so am Rande vor, wurden mir nur in Nebensätzen hingeworfen. Wie zum Beispiel die Tatsache, dass Vampire schneller als Pferde sind.

Aber die Charaktere und wie sie in die historisch geschehenen Ereignisse eingebracht wurden, dass fand ich großartig und ich mag diese Art von Geschichtsunterricht sehr gerne. Vor allem zum Ende der Geschichte versteht es die Autorin, mich zu fesseln und mit jeder Seite, die das Buch dünner wurde, hatte ich Angst vor dem Ende. Ich wollte nicht, dass es endet. Es ging doch erst los.

Ich verstehe diesen ersten Band als Einführung und vor allem die letzten Kapitel haben mir gezeigt, dass die Autorin ihr Handwerk versteht. Ich freue mich auf den zweiten Band, der schon auf meinem Kindle ist.

Trotz einiger Schwächen, die aber durch starke Charaktere wieder relativiert wurden, vergebe ich 4 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

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Fantasy | Historie | Jugendbuch

„Zeitenzauber – Die magische Gondel“ von Eva Völler

von am Juli 19, 2014

Kurzinformation

Verlag : Baumhaus Verlag

ISBN: 9783833900266

Seitenzahl: 336

Format: Buch, eBook, Hörbuch

 

Ich habe das Buch mit Softcover gelesen.

 

Handlung

Die 17 jährige Anne verbringt gemeinsam mit ihren Eltern die Sommerferien in Venedig. Wirklich begeistert ist sie nicht. Zum Glück lernt sie Matthias und seine Familie kennen. Gemeinsam besuchen die beiden Familien eine historische Gondelparade. Eine Gondel zieht Anna in ihren Bann, denn sie sieht anders aus. Diese Gondel ist rot, obwohl alle anderen schwarz sind. Im Gedränge wird Anna ins Wasser geschubst und der Gondelführer zieht sie in das Boot. Als sie wieder auf den Bootssteg gehen will, macht sie sich vor allem Sorgen um ihren iPod. Das ist jedoch das kleinste Problem, denn ihr wird schwindelig und komisch. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich zwar immer noch in Venedig, jedoch in der Vergangenheit 1499.

 

Layout

Auf einem blauen Hintergrund prangt ein großer Vollmond in der Mitte des Covers. In einer roten Gondel steht ein Mädchen in einem weißen, prunkvollen Kleid, in der Hand hält sie eine Laterne.

Der Titel ist in großen, roten Buchstaben mitten in den Mond geschrieben. Die Schrift ist ein wenig erhaben, wenn man über die Buchstaben streicht. Über der Biegung des Vollmonds steht der Name der Autorin in heller, gelber Schrift. Kleine Sterne, angedeutetes Wasser und im Hintergrund eine Silhouette einer Stadt runden das Cover ab.

Auf mich wirkt das Layout stimmig und ansprechend. Es macht neugierig und der Bick bleibt auf jeden Fall ein paar Sekunden auf dem Einband hängen.

Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die Schriftgröße ist ausreichend und gut zu lesen.

 

Fazit

Ein kleines Bonbon für zwischendurch, so habe ich dieses ich empfunden.

Die Idee einer Zeitreise ist sicher nicht neu. Nach Rubinrot war ich eigentlich mit dem Thema auch erst einmal durch. Dank meiner Schwester habe ich das Buch jedoch lesen können. Und es war gut.

Charme, Witz und Spannung verzaubern mich in diesem Buch. Ich bin mit der Hauptprotagonisten Anna gerne ins Jahr 1499 gereist. Ich fand die Idee total gut, dass Anna zwar weiß, dass sie aus der Zukunft kommt, jedoch andere es nicht erfahren können, weil sie es einfach nicht sagen kann. So schützt die Zeit sich selbst. Einen iPod gibt es nicht, also kann sie dieses Wort zwar denken, sich vornehmen es zu sagen, aber es kommt was anderes heraus. Toilette, Fehlanzeige. Abtritt heißt es.

Anna erzählt mir ihre Geschichte selber. Und ich spüre, wie sie von einem doch eher aufmüpfigen Teenie zur jungen Erwachsenen wird. Ich habe mit ihr gelitten, geliebt und gelacht.

Und ich habe einiges an geschichtlichem Hintergrundwissen ganz nebenbei erhalten,

Ich habe es gern gelesen, auch wenn es mich nicht umgehauen hat. Und da es spannend aufgehört hat und ich wissen will, wie es mit Anna und ihrer Liebe, die sie in der Vergangenheit kennenlernt, weitergeht, bin ich froh, dass hier schon Band 2 liegt.

Aber ich denke, da geht noch mehr und da ich Luft nach oben haben will vergebe ich gutgelaunte und erwartungsvolle 3 Eselsöhrchen!

Meine Bewertung:

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