„Sternenfunken“ von Nora Roberts

Information

Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3734103407
Seitenzahl: 480 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Der zweite Band der Sternen-Trilogie.

Es geht hauptsächlich um die Beziehung zwischen Annika und Sawyer. Und es geht weiter mit der Suche nach den Sternen.

Annika kommt aus dem Meer. Und für diese Mission ist sie an Land gekommen. Aber wer hätte gedacht, das die Meerjungfrau an Land auf ihre große Liebe Sawyer trifft?
Nicht nur, dass sie noch immer gegen ihre Feinde kämpfen müssen, das alleine steht der Liebe schon im Weg. Sie haben auch nur sehr begrenzte Zeit, denn Annika muss auf jeden Fall wieder zurück ins Meer. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und ein Kampf gegen Gefahren und Tabus.

Layout

Der zweite Band reiht sich vom Layout passend in die Reihe ein. Dieses Mal erscheint das Cover in einem satten pink. Ein kleines Boot ankert auf Wasser, im pinken Himmel funkeln Sterne. Romantisch und verträumt wirkt das Cover. Der Titel und der Name der Autorin stechen sofort ins Auge.

Fazit

Ich versuche einfach mich kurz zu fassen, um nicht zu viel von der Handlung zu verraten. Das ist eben das Problem an solchen Trilogien.

Die Liebesgeschichte ist eine typische Roberts Geschichte. Viel Drama und Herzschmerz. Es ist rührend, wie Annika und Sawyer immer wieder ihre nicht so ganz normale Liebe hinterfragen. Dass Annika eine Meerjungfrau ist, das fand ich zu Anfang befremdlich und auch für Nora Roberts ist so viel Fantasie ja doch eher ungewöhnlich, auch wenn es immer mal wieder magische Momente in Roberts-Romanen gab.

Leider finde ich die ersten 100 Seiten sehr langgezogen. Es ist einfach viel Geplänkel und viel Luft um nichts. Es ist für die Handlung nicht sonderlich wichtig, diese Trainingseinheiten und das viele Gerede um Sex und Liebe. Nichts desto trotz ist es irgendwie niedlich, dass Annika so naiv wirkt.

Ab etwa der Hälfte des Buches wird so richtig Fahrt aufgenommen und neben der Liebesgeschichte geht es endlich wieder um Action und Abenteuer.

Insgesamt fand ich den 2. Band schwächer als den ersten und vergebe 3 Eselsöhrchen.

Und nun lese ich mal fix den dritten Band, denn ich will trotz allem wissen, wie es weitergeht!

Meine Bewertung:

„The Asylum for wayward victorian Girls“ von Emelie Autumn

Information

Verlag: The Asylum Emporium
ISBN: 978-0998990927
Seitenzahl: 392 Seiten
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook, welches dieses Jahr neu erschienen ist. Das Taschenbuch ist mittlerweile die 4. Auflage und erschien bereits 2009. Das Buch gibt es bisher nur auf Englisch.

Handlung

Nachdem Emelie einen Selbstmordversuch hinter sich hat, wird sie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Sie beschreibt ihren Aufenthalt dort und ihre Gefühle.
Scheinbar gleichzeitig, jedoch in einer fremden Zeit, kommt Emely ebenfalls eine Klinik für schwer erziehbare Mädchen.
Beide Geschichten sind unterschiedlich und dennoch gleich, denn beide Emelies/Emelys gehören, obwohl getrennt, doch irgendwie zusammen. Und beide haben einen „Feind“. Ihren Arzt, der ihre Persönlichkeit durch verschiedene Methoden brechen will.

Layout

Das Cover zeigt die Beine von einem Mädchen mit Ringel-Overknees, die an einigen Stellen Löcher haben. Der Titel ist in verschnörkelten Buchstaben zu lesen. Das Cover wirkt düster, aber es macht neugierig. Die Kapitel sind mit Überschriften abgeteilt, und man weiß direkt, welche Emely/Emelie gerade erzählt.

Fazit

Ein zum Teil biographischer Roman, der auf eine mysteriöse Weise erzählt wird. Die Emely/Emelie im Hier und Jetzt erzählt sehr nüchtern und sarkastisch vom Klinikaufenthalt, hinterfragt Therapien und Handlungen des Personals und versucht immer sich selbst zu schützen. Ich kann die Gefühle gut nachvollziehen. Sofort bekommt sie als Patientin einen Stempel aufgedrückt. Sie passt in ein Schema, was in der Klinik vordefiniert wurde und das gilt dann in jedem Fall für alle Patienten.
Gäbe es nur diesen Teil der Geschichte, wäre das Buch allerdings nicht typisch Emelie Autumn. Durch den Teil der anderen Emely, der in einer alternativen, viktorianischen Vergangenheit spielt, bekommt der Roman etwas mysteriöses und groteskes. Ratten, die sprechen, sind da nur der Gipfel. Man fragt sich immer, was will die Autorin Emelie vielleicht damit sagen?
Egal was es ist und egal was autobiografisch ist und was aus ihrer exzentrischen Fantasie entspringt, die Neuauflage als eBook ist gelungen.
Im Roman selbst gibt es immer wieder versteckte Links zu Internetseiten und man muss nach dem passenden „Schlüssel“ suchen, um den Inhalt sehen zu können. Ich habe es noch nicht gelöst. Ich wollte die Geschichte erst zu Ende lesen. Jetzt werde ich das Buch in Ruhe nochmals zerlegen und die Internetseiten besuchen.
Das Album „Orphelia“, welches gelichzeitig mit dem Buch erschien bekommt nun noch mehr Tiefgang und Verständnis.
Emelie Autumn ist eben ein Gesamtpaket an Künstlerin.
Zugegeben, man muss diese Art mögen, man muss das Groteske spannend finde. Aber wer auf Alice im Wunderland und all die merkwürdigen Interpretationen steht, der wird Emelie Autumns Buch lieben. Man hinterfragt dieses Buch nicht, denn man kann es nicht hinterfragen. Man wird einfach mit einem wirren und doch genialen Verstand konfrontiert, der anders tickt. Aber der einen in seinen Bann zu ziehen weiß.
Ich bin fasziniert und werde wohl noch lange an den Rätseln meine Freude haben.

5 Eseslsöhrchen von mir.

Meine Bewertung:

„Verrat aus Leidenschaft“ von J. D. Robb

Information

Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 528 Seiten
ISBN:  978-3734101472
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung:

Ein neuer Fall der Ermittlerin Eve Dallas.
Dieses Mal soll Kollegin Peabody alleine einen Fall aufklären, mit Dallas im Hintergrund als Assistenz. Eigenlicht scheint auf den ersten Blick auch alles sehr eindeutig. Ein paar Halbstarke überfallen ein Geschäft eines älteren Ehepaares, mit einem Elektroschocker wird der Ehemann durch einen Unfall ermordet.
Peabody könnte nun aufatmen, jedoch bekommt sie durch Zufall ein Gespräch von Kollegen aus dem Drogendezernat mit. Dabei scheint es um Korruption und Mord zu gehen. Ein brisanter Fall entwickelt sich schnell.
Und auch der eigentliche Fall ist nicht so einfach, wie es zunächst schien. Eve Dallas gibt alles, um für Gerechtigkeit zu sorgen.

Layout:

Das Cover ist im gewohnten Schwarz gehalten. Welche orange Pflanze abgebildet ist, erkenne ich leider nicht. Aber es passt sich den vorigen Bänden von Eve Dallas an.
Das Buch ist übersichtlich in Kapitel gegliedert.

Fazit:

Es steht J.D. Robb drauf, es ist J.D. Robb drin. Alle bekannten Ermittler und Protagonisten sind wieder dabei im 32. Fall von Eve Dallas.
Es ist ein Krimi in der Zukunft mit der entsprechenden Technologie, der gewohnte Wortwitz findet sich, und natürlich eine Spur Sex und Leidenschaft.
Es liest sich flüssig und man fühlt sich gut unterhalten.
Nach so vielen Bänden überrascht eigentlich nichts mehr. Aber während ich die vorigen Bände alle gleich stark fand, überzeugt mich der aktuelle Fall von Eve Dallas leider nicht vollständig.
Es zieht sich für mich irgendwie, der Pepp und die Schnelligkeit der anderen Bücher wird nicht erreicht.
Aber trotzdem ist es eben ein typischer Dallas Fall.
Von mir vorsichtige 3 Eselsöhrchen. Meinem Fandom der Reihe tut dies jedoch keinen Abbruch, Band 33 wird auch gelesen. Auf jeden Fall.

Meine Bewertung:

„Und jetzt lass und tanzen“ von Karine Lambert

Informataion

Verlag: Diana
ISBN: 978-3453291911
Seitenzahl: 224 Seiten
Format: gebundenes Buch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das gebundene Buch.

Handlung

Margeurites Mann Henri stirbt. Mit ihm war sie ihr ganzes Leben zusammen. Mit nun schon 78 muss sie ihr Leben neu definieren.
Es wird Zeit für Rückblenden, was war gut, was war schlecht. Wie war die Ehe, hat sie es sich so vorgestellt. Kann sie nochmal von vorne beginnen und vielleicht sogar versäumtes nachholen?

Auch Marcel verliert seine Frau, mit ihr war er von Jugend an zusammen. Als Nora stirbt ist Marcel 73 Jahre alt. Auch Marcel hinterfragt seine Leben.

Margeurite und Marcel beschließen beide, eine Thermalkur zu machen. Um aus dem Traueralltag zu entkommen. Dort begegnen sie sich das erste Mal. Und fühlen sich sogleich voneinander angezogen und fasziniert. Ist es möglich, sich im Alter noch einmal Hals über Kopf zu verlieben?
Und kann man sich nach Jahren der Gewohnheit auf einen völlig fremden Menschen neu einlassen? Das finden die beiden während der Kur heraus.

Layout

Der blaue Schutzumschlag besticht durch 2 skizzierte Häuserfassaden, eins rechts, eins links. Oben ein Seil gespannt. Ein Mann und eine Frau balancieren dort aufeinander zu.

Die Schrift ist einfach gehalten und sticht sofort in creme und schwarz ins Auge.

Ich finde das schlichte Cover sehr ansprechend und mein Blick verweilt darauf.

Das Buch ist in Kapitel unterteilt, welche abwechselnd von den Protagonisten gefüllt wird.

Als kleines Extra gibt es ein blaues Lesebändchen, welches den gleichen Ton hat wie der Papierumschlag.

Fazit

Klein, fein, voller Tiefgang, Gefühl und Liebe.
Der Roman fängt traurig an. Mit zwei Todesfällen und Trauerphasen der Protagonisten.
Doch die Stimmung ändert sich schnell.
Marcel und Marguerite treffen aufeinander und knüpfen erste zarte Bande.
Ein Liebesroman mit leisen Untertönen, der zum Nachdenken über das eigene Leben anregt? Was bedeutet Liebe? Wird es irgendwann Alltag und Gewohnheit? Und wie festgefahren ist man im fortgeschrittenen Alter?

Eine Geschichte, die mit wenig Seiten auskommt und doch ein ganz großer Roman ist.
Flüssig geschrieben, mit überzeugenden Charakteren und einem angenehmen Lesegefühl im Bauch.

Nach dem lesen fühlte ich mich leicht, befreit und frei. Wie eben beim Tanzen. Und ich weiß, Liebe ist immer möglich und man kann sich seine Unbeschwertheit, Jugend und Neugier im Herzen bewahren.

Von mir 5 Eselsöhrchen!

Meine Bewertung:

„Das Leuchten meiner Welt“ von Sophia Khan

Das Leuchten meiner Welt von Sophia Khan

Information

Verlag:  Diana Verlag
ISBN: 978-3453358966
Seitenzahl: 480 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch

Handlung

Es ist mittlerweile fünf Jahre her, dass Irenies Mutter verschwunden ist. Keiner weiß, was passiert ist. Oder man will es ihr nicht erklären. Mittlerweile ist Irenie 15 und lebt bei ihrem Vater. Mit dem kommt sie jedoch nicht wirklich gut klar, denn schon vor dem Verschwinden der Mutter war das Verhältnis von Konkurrenz geprägt, wer bekommt mhr Aufmerksamkeit von der verschwunden Yasmeen.
Eines Tages findet Irenie auf dem Dachboden einen Karton voll mit Briefen von ihrer Mutter und einem geheimnisvollen, ihr unbekannten Mann.
Noch nie fühlte sich Irenie ihrer Mutter und der Vergangenheit so nahe, so dass sie beginnt nach und nach die Korrespondenz zu lesen.
Nachdem sie den letzten Brief gelesen hat und bei ihrem Vater im Büro Unterlagen von einem Unfall findet, steht für Irenie fest, sie muss sich auf die Suche begeben, nach ihrer Mutter, der Vergangenheit und dem geheimnisvollen Briefeschreiber. Ihre Reise führt sie in Yasmeens Heimat, nach Pakistan.

 

Layout

Das Cover ist in einem verspielten Blau-Weißen Muster gehalten. Eine goldene Prägeschrift. Oben auf dem Cover findet man in schwarzer, filigraner Schrift den Namen der Autorin. Die goldenen Buchtstaben des Titels scheinen auf einem zerrissenen Briefumschlag daruntergeschrieben. Man erkennt sogar Stempel und Strichcode.

Fazit

Ein bewegendes Buch über eine ungewöhnliche Mutter-Tochter-Vater Beziehung. Und eine Reise in die Vergangenheit und eine fremde Welt.
Irenie ist eine sehr starke und selbstbewusste Hauptprotagonistin, die mir in einzelnen Kapiteln ihre Geschichte erzählt.
Dazwischen werde ich immer wieder in die Vergangenheit geworfen, immer wieder zu unterschiedlichen Zeitpunkten erlebe ich Yasmeens Leben.
Die Kapitel mit Irenie gefallen mir sehr gut. Die Beziehung zu ihrem Vater ist nicht ganz einfach, weil sie ihn für das Verschwinden der Mutter mitverantwortlich macht. Sie ist eine junge Frau auf der Suche nach sich selbst und geht mit dem Schicksal auf verwobenen wegen über die Vergangenheit ihrer Zukunft entgegen.
Doch die Kapitel, die mir die Vergangenheit schildern, die machen mir das Nachvollziehen der Geschichte ein wenig schwer. Ich kann mich zwar immer wieder in diese Kapitel einlassen, aber sie stören so ein wenig den Lesefluss. In welcher Zeit in Yasmeens Leben begegne ich der jungen Frau? Wo ist sie gerade?
Das hätte man so schön lösen können, wenn man die Kapitel mit Jahreszahl oder sonstigem gekennzeichnet hätte.
Nichts desto trotz bekomme ich eine sehr gut durchdachte, ein wenig dramatische und rührende Familiengeschichte. Ein Hauch Romantik ist ebenfalls zu finden. Alles in allem ein sehr solides Buch, was ich gerne gelesen habe. Es ist still, man darf keine lauten großartigen Wendungen erwarten. Das Buch besticht eher im Kleinen, es berührt das Herz und lässt den Leser mit einem zufriedenen Lächeln zurück. Was gibt es auch schöneres, als zu sich selbst zu finden?
Von mir, für eine leise, herzergreifende Geschichte 4 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Schattenblau – Das dunkle Raunen des Meeres“ von Karla Fabry

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Verlag: Create Space

Seitenzahl: 570 Seiten
ISBN:  978-1537213187
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung

Dies ist der 2. Band der Schattenblau Saga von Karla Fabry.

Ein halbes Jahr lebt Lilli nun schon mit ihrer Familie in Spanien. Und es ist schon soviel passiert. Sie ist in Alex verliebt, der sowohl an Land und auch im Meer leben kann.
Lilli entdeckt, dass es viel mehr als nur das Leben am Land gibt und erkennt, dass aber auch diese mysteriösen Wesen vielseitig sind und sich nicht immer nur gut verstehen.

Nun geht Lillis und Alex Geschichte weiter und alles spitzt sich noch mehr zu, wird noch dramatischer und leider auch brutaler. Denn die Welt weit unter dem Meer hat auch ihre Schattenseiten. Schattenblau eben und es gelten andere Gesetze als in Lillis Welt.

Als dann auch noch eine mysteriöse Krankheit ausbricht und sich die Wasserbewohner für die eher verhasste Menschenwelt einsetzt, ist es mit dem Frieden in dem fantastischen neuen Reich gänzlich hin.

Und Lilli ist mittendrin, denn sie hat eine wichtige Rolle in dem Krieg der Amphibien inne.

 

Layout

Das Cover gleicht dem von Band eins. Man erkennt wieder das verschwommene Gesicht der jungen Frau, welches unter Wasser zu sein scheint. Der Titel, welcher in weiß das Buchcover optisch in zwei Hälften teilt, ist in einer klaren, geschwungenen Schrift geschrieben.
In der unteren Hälfte sieht man ein Gewässer welches im Hintergrund durch einen Gebirgszug abgegrenzt ist. Stimmig und düster wirkt dieses Cover und lädt mich dazu ein, mich wieder in Lillis neue Welt zu begeben.

 

Fazit

Ich hatte immer leise gehofft, dass es einen zweiten Band gibt. Und als ich ihn dann endlich hatte, war ich höchst erfreut.
Die Handlung ist tatsächlich noch komplexer und verstrickter als im ersten Band und es machte mir einige Mühe, das alles kurz und spannend zusammenzufassen. Die Inhaltsangabe ist alles andere als vollständig. Aber ich mag auch nicht spoilern, denn das würde die Geschichte kaputt machen. Das ist so ein Buch, das muss man einfach selbst lesen.
Miteinander verwobene Handlungsstränge, vielschichtige, nachvollziehbare Charaktere und eine komplexe, neue Welt. Gepaart mit Karla Fabrys spannendem und lebendigem Erzählstil ist dieser zweite Band einfach ein Genuss. Fantasy-Freunde werden voll auf ihre Kosten kommen.
Ich hatte immer das Gefühl, ja, genauso muss das sein. Wenn es so etwas gibt, dann existiert diese Welt genau so wie Karla Fabry sie beschreibt. Oder gibt es die etwa schon so, und nur die Autorin weiß davon?
Ganz viele Punkte bringt Karla Fabry im zweiten Band zum runden Abschluss, aber irgendwie kann ich mich dem Gefühl nicht widersetzen, dass es noch Luft für einen dritten Band gibt. Ich weiß nicht, woran ich das fest mache. Aber ich glaube, Lillis Schicksal ist noch nicht zu Ende erzählt.

Klare, unumstrittene, wasserfeste 5 Eselsöhrchen

Klick auf diesen Link, um das Buch gleich euer eigen zu nennen:

Schattenblau: Das dunkle Raunen des Meeres

 

 

Meine Bewertung:

„Harry Potter und das verwunschene Kind“ nach einer Idee von J.K. Rowling, umgesetzt von John Tiffany und Jack Thorne

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Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 336 Seiten
ISBN: 978-3551559005
Format: gebundene Ausgabe

Handlung

19 Jahre sind nach dem Sieg gegen Voldemort und seine Anhänger vergangen. Wir setzen in der Szene ein, in der der siebte Harry Potter Band (Harry Potter und die Heiligtümer des Todes) aufgehört hat. Harry, Ginny, Draco, Ron und Hermine verabschieden ihre Sprösslinge, die nun in Hogwarts ihr erstes Schuljahr haben werden.
Albus Severus Potter und seine Cousine Rose Weasly-Granger besteigen voller Vorfreude den Hogwarts-Express. Im Zug treffen sie auf Scorpius Malfoy. Albus und Scorpius freunden sich sofort an. Allerdings geht das Gerücht um, dass Scorpius der Sohn von Voldemort sei.
Aus diesem Grund ist Rose eher verhalten und geht zu dem Malfoy Sohn auf Abstand.
Als Albus auch noch in das Haus Slytherin eingeteilt wird, beginnen für Albus harte Zeiten. Immer damit konfrontiert, dass der große Harry Potter sein Vater ist, versucht er seinen Platz in der Zauberwelt zu finden. Mit fatalen Folgen.
Er setzt es sich in den Kopf, die Vergangenheit zu ändern. Auch Albus möchte Großes leisten, und das stürzt die bekannte Ordnung in ein nie gewolltes Chaos.

Layout

Ein gelb-oranges Schutzcover umhüllt das gebundene Buch. In der Mitte sieht man so etwas wie ein Vogelnest mit Flügeln, was unweigerlich an den goldenen Schnatz erinnert. In diesem Nest sitzt zusammengekauert ein Junge. Der Titel ist im oberen Drittel des Covers und der Name Harry Potter prangt am größten ganz oben. Unten sieht man die Namen der verantwortlichen Macher des Buches. Alls ist in schwarzer Schrift geschrieben.
Auch ohne Schutzumschlag macht das Buch einen schmucken Eindruck. Der Einband ist schwarz und die goldenen Prägungen der Schrift auf dem Buchrücken und der gold geprägte goldene Schnatz macht das Buch sehr besonders.
Das Buch ist aufgebaut und geschrieben wie ein Theaterstückt, in Akte und Szenen unterteilt, so dass man sich gut zurechtfindet.

Fazit

Das Buch ist sozusagen die Vorlage für das Theaterstück. Wer hier einen ausformulierten, langen Roman erwartet, der wird enttäuscht.
Aber wenn man die Bilder vom Lesen der ersten Bände und der Filme im Kopf hat, dann hat man schnell das alte Hogwarts Feeling wieder und kommt ohne große Probleme in das Buch rein.
Es war sogar recht flüssig zu lesen, wenn man sich drauf einließ.
Leider bleiben Charaktere und Schauplätze zwar sehr platt durch diese Arte der Erzählweise, aber das wird ja auch durch Schauspieler wieder wett gemacht.
Die Handlung war stimmig, wenn auch nicht originell. Zeitreisen und dadurch veränderte Gegenwarten sind halt nicht mehr sehr innovativ.
Dennoch habe ich den achten Band sehr gerne gelesen und hab den kleinen, bescheidenen Wunsch, mal einen Film mit diesen Stoff zu sehen.
Für Harry Potter Fans ist das Buch einfach ein Muss, denn das Treffen auf alte und neue Protagonisten tat wirklich gut und man hat das Gefühl, Harry Potter besucht zu haben und zu wissen: Er ist glücklich und es geht ihm gut!

Von mir drei Eselsöhrchen, für eine Geschichte, die als Buch nicht ganz funktioniert.

Meine Bewertung:

„Die Schattenschrift“ von Dana Carpenter

 

Die Schattenschrift von Dana Carpenter

Information

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 432 Seiten
ISBN: 978-3453317277
Format: Taschenbuch, eBook

Handlung

Die Handlung des Romans ist in Böhmen im 13. Jahrhundert angesiedelt. Die Sitten sind rau, der Alltag hart und für ein junges Mädchen von 16 Jahren, welches auf sich allein gestellt ist, auch sehr gefährlich.
Maus wächst im Kloster auf. Sie weiß nichts von ihrer Herkunft, hat keinen richtigen Namen. Jedoch bemerkt sie früh, dass sie anders zu sein scheint, als andere Menschen. Sie ist was Besonderes. Sie ist ungewöhnlich klug, ihre Sinne sind schärfer als bei anderen Menschen. Sie sieht mehr, riecht mehr, hört mehr. Ob es Hexerei ist oder eine Gabe Gottes, dass weiß sie nicht.
Eines Tages rettet sie König Ottokar durch all diese Gaben das Leben.
Da ihre „Ziehmutter“ und ihr „Ziehvater“ Angst vor ihrer Gabe haben, die mittlerweile immer stärker und übernatürlicher wird, haben sie keine Einwände, als der böhmische König den Vorschlag macht, Maus mit sich nach Prag zu nehmen.
Maus muss ihr gewohntes Leben hinter sich lassen. Es ist für sie Fluch und Segen zugleich. Findet sie endlich heraus, wer sie wirklich ist? Oder wird sie als Hexe abgetan und endet, wie so manch andere Frau auf dem Scheiterhaufen?
Eine Reise durchs tiefste Mittelalter und der Weg zu sich selbst nimmt seinen Lauf.

Layout

Das Cover ist cremefarben mit einem roten Wachssiegel in der Mitte. Auf diesem sind schemenhaft mehrere alchimistische Zeichen sowie zwei ineinander geschachtelte, auf dem Kopf stehende Pentagramme zu sehen.
Der Titel und der Name der Autorin ist im selben Creme wie das Cover gestaltet und prangt über dem Wachssiegel.

Fazit

Eine Mischung aus historischem Roman und Fantasyliteratur.
Ich begleite eine junge Frau, die vor allem sich selbst finden will und muss, um zu verstehen, welche Rolle sie im Leben innehat.
Maus ist eine starke Hauptprotagonistin. Ihre Entwicklung im Buch ist nachvollziehbar.
Das Mittelalter wird durch Dana Carpenters Erzählweise wie durch Zauberhand völlig lebendig.
Ich hab mich stets gut unterhalten gefühlt. Der Spannungsbogen blieb stets gespannt und in jedem Kapitel konnte sie meine Neugier steigern.
Ab Seite 101 gab es tatsächlich kein Halten mehr.
Ich mag Fantasy und ich liebe historische Bücher. Beides in einem Buch zu bekommen, das war für mich Neuland. Aber dieser Versuch ist geglückt. Jeder, der auch nur ein Genre davon gerne liest, der wird das andere Genre dadurch lieben lernen.
Und alle, die auf starke, weiblich Hauptfiguren stehe, die kommen an Dana Carpenters „Die Schattenschrift“ nicht vorbei.
Damit kann der Winter kommen. Decke, einen Tee und ein Lesevergnügen bis tief in die Nacht. Dieses Buch wird euch nicht so schnell loslassen.

Von mir starke und magische 5 Eseslsöhrchen!

Meine Bewertung:

„Diener des Mondes“ von Yui Kikuta

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Verlag: Tokyopop
Seitenzahl: 188 Seiten
ISBN: 978-3-8420-2509-7
Alterfreigabe: ab 15 Jahre
Format: Manga

Handlung

Sozon bewirbt sich um eine Stell bei T.M. Job. Dies ist keine normale Firma. T.M. Job ist eine Personalvermittlung der Unterwelt für Monster, Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten, Informationsterroristen und ritterliche Kämpfer. Um dort arbeiten zu können, muss Sozon eine Prüfung bestehen. Aufgabe: Er soll einen Werwolf für die Arbeit bei T.M. Job rekrutieren, der sich bisher beharrlich weigert, für diese Firma zu arbeiten. Sozon gelingt das Unmögliche jedoch und fortan haben Sozon und Wehrwolf Vi einen Job und zudem werden sie Partner und Freunde. Denn beide waren einsam in ihrem vorherigem nehmen. Sie geben sich Halt und unterstützen sich gegenseitig.
Während Vis Vergangenheit und Fähigkeiten als klar sind, bleibt Sozons Fähigkeit erst einmal unbekannt. Doch in ihrem ersten Fall wird Sozon mit seiner tragischen Vergangenheit konfrontiert, was ihm und dem Team der T.M. Job einiges abverlangt.
Wird Sozon an den Geheimnissen zerbrechen oder geben ihm Vi und die Firma den Halt, den er sich immer gewünscht hat?

Layout

Das Cover ist in warmen Erdtönen gestaltet. Braun und Orange dominieren das Titelbild. Auf ihm sind zwei Menschen zu sehen. Entgegengesetzt liegen sie aneinander geschmiegt auf dem Boden. Aus dem Manga wird schnell klar, dass es sich um Sozon und Vi handeln. Der Titel des Mangas steht in weißer, großer Schrift im unteren Drittel.
Zu Beginn des Mangas gibt es eine Farbseite. Der Rest ist schwarzweiß. Die Zeichnungen sind klar strukturiert, die Charaktere gut definiert erkennbar und die Anordnung der Sprechblasen übersichtlich. Das verspricht beim Durchblättern schon einen Lesegenuss.

Fazit

Die Geschichte rund um Wesen mit magischen Fähigkeiten, einer „Firma“ für diese Geschöpfe, die im Auftrag handeln, die ist sicher nicht neu. Aber die Charaktere sind erfrischend authentisch und vielschichtig gestaltet und jeder bringt seine ganz eigenen Eigenschaften und Eigenarten mit. Die Geschichte bietet Spannung und Geheimnisse, so dass man am Ball bleiben will. Der Aufbau bietet nichts Außergewöhnliches oder Überaschendes bisher im ersten Band. Ein wenig Fanservice zwischen Sozon und Wehrwolf Vi ist vorhanden, wirkt aber nicht übertrieben oder störend.
Alles in allem ein sehr solider Manga aus dem Fantasygenre. Nicht sehr innovativ, aber mit sehr charmanten Hauptcharakteren. Für gemütliche Nachmittage auf dem Sofa, mit Kakao und dem nötigen, herzerwärmenden Kawaii-Faktor genau das richtige für jeden Otaku, der gerne süße, mystische Boys begleitet, die ihrer Arbeit und Freundschaft nachgehen.
Von mir gibt es drei Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Schattenengel“ von Sara Brandt

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Information:

Verlag: Create Space
Seitenzahl: 466 Seiten
ISBN: 978-1530487257
Format: eBook

Handlung:

Lizzie und Sam kennen sich von Kindesbeinen an. Viele Dinge haben sie miteinander erlebt,was sie eng zusammengeschweißt hat. Doch Sam hat ein Geheimnis. Als dieses ans Licht kommt, ist nichts mehr so wie es war. Denn nicht nur Sam hat Lizzie einiges verschwiegen. Auch ihre Tante und ihr Vater waren nicht aufrichtig zu ihr. Und so steht Lizzie urplötzlich zwischen Mächten, von denen sie nie geglaubt hat, dass es sie gibt. Und diese Mächte bekriegen sich. Engel und Dämonen. kämpfen miteinander. Lizzie muss sich sich für eine Seite entscheiden, und das fällt ihr alles andere als leicht. Eine gefährliche Findung nach der Wahrheit beginnt. Wer ist denn nun Gut und wer wirklich Böse?

Layout

Das Cover ist in einem dunklen Türkis gehalten, ein verschnörkeltes Ornament prangt filigran in Schwarz ziemlich mittig auf dem Cover. Klein darunter kann man den Namen der Autorin lesen. Der Buchtitel besteht aus Großbuchstaben und sticht sofort ins Auge. Ein weißer Flügel oben rechts und einer schwarzer Flügel unten links runden das Bild mit dem Anhänger am „L“ von „Schattenengel“ ab.
Das Buch ist in Kapitel mit einzelnen Überschriften gegliedert, was eine gute Struktur während des Lesens bildet.

Fazit

Ich hatte mir ja eigentlich geschworen, nie wieder Rezensionsexemplare zu nehmen. Aber manchmal muss man auch Ausnahmen machen, vor allem, wenn ein Buch sofort beim Klappentext neugierig macht. So machte ich während des Umzugs bei einer Leserunde mit und bekam das Rezensionexemplar von der Autorin.
In der Leserunde war ich wegen dem Stress im Umzug eher nur stille Leserin und musste auch während des Lesens lange überlegen, ob und ich was ich schreibe über das Buch.
Ich kam nicht wirklich in das Buch rein. Ich beginne irgendwie mittendrin, wie es scheint. Alle Protagonisten haben schon eine Vergangenheit miteinenader. Die Gespräche, die sie führen, setzen Wissen voraus, welches ich als Leserin nicht habe. Ich kam mir auf den ersten Seiten, ich denke es waren etwa 80, vor, als wäre ich zu spät ins Kino gekommen und hätte die wichtigsten Schlüsselszenen verpasst. Doch wie jedem Buch gab ich auch diesem Buch 100 Seiten Zeit und wieder einmal bewahrheitet es sich: Diese Zeit muss man einer guten Story geben. Es ist eben wie guter Weit, der braucht auch erst Zeit zum Atmen!
Nach und nach gelingt es der Autorin diese ganze Fragezeichen zu entwirren und je weiter ich lese, desto ein klareres Bild zeichnet sich ab. Dabei bleibt die Handlung spannend und bietet einige Wendungen, die nicht vorhersehbar sind und der Story zu einer rasanten Berg- und Talfahrt verhelfen.
Besonders positiv sind mir die Hauptprotagonisten aufgefallen. Lizzie und Sam wirken sehr lebendig und Sara Brandt schafft es, dass ich sie bildlich vor mir sehe. Ich fühle, was sie fühlen. Ich leide mit ihnen und vor allem Lizzies Situation zwischen allen Stühlen zu sitzen, zwischen Gut und Böse zu stehen und nicht zu wissen was denn nun Gut und Böse ist, ist gut herausgearbeitet. Aber auch die Nebenprotagonisten, ohne die eine Geschichte ja nie funktioniert, sind facettenreich dargestellt.
Die Autorin schreibt flüssig und nachvollziehbar.
An der einen oder anderen Stelle verwirrt mich das Buch zwar, vor allem immer dann, wenn viele Protagonisten auf einmal in einer Szene vorkommen.
Aber das verbuche ich eher als kleines persönliches Manko, mit dem vielleicht nur ich so meine Probleme habe, denn das ist nich das erste Mal, dass mich Menschenmassen in Büchern überfordern.
Ich bekomme viel Fantasie, Engel und Dämonen, wie ich sie bisher nicht betrachtet habe, Romantik, Liebe, Freundschaft und eine starke weibliche Hauptperson, die mit viel Drama und Leid ihr Leben neu sortieren muss. Es ist der Weg zum Erwachesenwerden und für seine Entscheidungen einzustehen, mit allen Konsequenzen.
Wegen anfänglichen Zündschwierigkeiten bekommt „Schattenengel“ von Sara Brandt 4 von 5 Eselsöhrchen von mir!
Auf den 2. Band bin ich gespannt.

Meine Bewertung: