„Und jetzt lass und tanzen“ von Karine Lambert

Informataion

Verlag: Diana
ISBN: 978-3453291911
Seitenzahl: 224 Seiten
Format: gebundenes Buch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das gebundene Buch.

Handlung

Margeurites Mann Henri stirbt. Mit ihm war sie ihr ganzes Leben zusammen. Mit nun schon 78 muss sie ihr Leben neu definieren.
Es wird Zeit für Rückblenden, was war gut, was war schlecht. Wie war die Ehe, hat sie es sich so vorgestellt. Kann sie nochmal von vorne beginnen und vielleicht sogar versäumtes nachholen?

Auch Marcel verliert seine Frau, mit ihr war er von Jugend an zusammen. Als Nora stirbt ist Marcel 73 Jahre alt. Auch Marcel hinterfragt seine Leben.

Margeurite und Marcel beschließen beide, eine Thermalkur zu machen. Um aus dem Traueralltag zu entkommen. Dort begegnen sie sich das erste Mal. Und fühlen sich sogleich voneinander angezogen und fasziniert. Ist es möglich, sich im Alter noch einmal Hals über Kopf zu verlieben?
Und kann man sich nach Jahren der Gewohnheit auf einen völlig fremden Menschen neu einlassen? Das finden die beiden während der Kur heraus.

Layout

Der blaue Schutzumschlag besticht durch 2 skizzierte Häuserfassaden, eins rechts, eins links. Oben ein Seil gespannt. Ein Mann und eine Frau balancieren dort aufeinander zu.

Die Schrift ist einfach gehalten und sticht sofort in creme und schwarz ins Auge.

Ich finde das schlichte Cover sehr ansprechend und mein Blick verweilt darauf.

Das Buch ist in Kapitel unterteilt, welche abwechselnd von den Protagonisten gefüllt wird.

Als kleines Extra gibt es ein blaues Lesebändchen, welches den gleichen Ton hat wie der Papierumschlag.

Fazit

Klein, fein, voller Tiefgang, Gefühl und Liebe.
Der Roman fängt traurig an. Mit zwei Todesfällen und Trauerphasen der Protagonisten.
Doch die Stimmung ändert sich schnell.
Marcel und Marguerite treffen aufeinander und knüpfen erste zarte Bande.
Ein Liebesroman mit leisen Untertönen, der zum Nachdenken über das eigene Leben anregt? Was bedeutet Liebe? Wird es irgendwann Alltag und Gewohnheit? Und wie festgefahren ist man im fortgeschrittenen Alter?

Eine Geschichte, die mit wenig Seiten auskommt und doch ein ganz großer Roman ist.
Flüssig geschrieben, mit überzeugenden Charakteren und einem angenehmen Lesegefühl im Bauch.

Nach dem lesen fühlte ich mich leicht, befreit und frei. Wie eben beim Tanzen. Und ich weiß, Liebe ist immer möglich und man kann sich seine Unbeschwertheit, Jugend und Neugier im Herzen bewahren.

Von mir 5 Eselsöhrchen!

Meine Bewertung:

„Elanus“ von Ursula Poznanski

Information

Verlag: Loewe
ISBN: 978-3785582312
Seitenzahl: 416 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Jona ist siebzehn und hochbegabt. Er wird eingeladen auf einer Universität zu studieren. Während alles mathematische und Computer ihm gar keine Probleme bereitet, ist alles Zwischenmenschliche doch sehr schwierig. Seine Eltern hoffen, dass er mit Hilfe der Gastfamilie auf dem Campus klarkommt.
Jonas Interesse jedoch gilt seiner Drohne. „Elanus“ wurde komplett von ihm gebaut, entwickelt und eine dazugehörige App ermöglicht es ihm seine Mitmenschen auszuspionieren. Dafür braucht er nur die Handynummern, mit der er die Spyware für „Elanus“ auf den Telefonen seiner Opfer installiert.
Vielleicht versteht er so seine Mitmenschen besser. Wenn er die Geheimnisse kennt.
Aber so manches Geheimnis birgt Gefahren. Und die eine oder andere Leiche im Keller ist auch für Jonas Leben nicht sehr gesund.
Was geht nur auf dem Campus der Universität ab? Und wer steckt da alles unter einer Decke. Jona gerät in etwas hinein, wo er am liebsten die Finger von gelassen hätte, und das nur wegen eines nicht ernstgemeinten Scherzes.

Layout

Das Cover ist plakativ. Viele, grüne Dreiecke, eine gelbe Kameralinse, die Schrift sehr klar und kantig. Ein schlichtes Layout, was aber Wirkung zeigt.

Das Buch ist in durchnummerierte Kapitel aufgeteilt.

Fazit

Ein Poznanski Jugendbuch. Zu Anfang beginnt die Geschichte um das Genie Jona sehr schleppend, wie ich finde, aber dank meiner 100 Seiten Regel, nimmt das Buch nach und nach Fahrt auf.
Ich verstehe Hauptprotagonist Jona nicht immer, aber genau das soll man ja auch nicht. Das passt eben zu dem Charakter, den Ursula Poznanski mit Jona entwickelt. Hochbegabt, aber menschlich eher distanziert mit skurrilen Denkweisen.
Die Geschichte baut sich langsam auf und mir wird ziemlich schnell klar in welche Richtung es wohl geht.
Es gutes und solides Buch der Autorin, für mich zählt es jedoch nicht zu den stärksten Erzählungen. Leider zu vorhersehbar, konstruiert und klischeehaft.
Nichts desto trotz, wie gewohnt, flüssig und packend geschrieben, mit gut ausgearbeiteten Protagonisten und einem angenehmen Erzähltempo bis zum Schluss.
Ich fühlte mich gut unterhalten, aber die kleine Drohne „Elanus“ verleitet mich jetzt nicht zu überschwänglichen Höhenflügen.
Von mir solide drei Eselsöhrchen, und eine Leseempfehlung für alle Techniknerds.

Meine Bewertung: