„Maybe Someday“ von Colleen Hoover

9783423740180Information:

Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-74018-0
Seitenzahl: 427 Seiten
Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch

Handlung:

Sydney lauscht gerne abends dem schönen Nachbarn, wenn er auf dem Balkon Gitarre spielt. Sie ist wie verzaubert von der Musik und auch von dem Musiker.
Auch Ridge, besagter Gitarrist, bekommt Sydneys Aufmerksamkeit mit. Sie tauschen über die Balkone hinweg Handynummern auszutauschen.
Als Ridge den Hinweis von Sydney bekommt, dass sie Texte auf seine Melodien schreibt, kommt das wie gerufen. Schließlich steckt er gerade in einer Blockade, ihm wollen einfach keine Worte einfallen.
Sydneys Texte gefallen ihm und seiner Band. Und gerade, als Ridge Sydney einen Vorschlag machen will, wie eine Zusammenarbeit aussehen kann, muss Ridge entscheiden, ob er ehrlich zu er ist.
Denn Ridge weiß, dass Sydneys Mitbewohnerin ein Techtelmechtel mit ihrem Freund hat.
Er offenbart ihr dieses Wissen und Sydney zieht noch an ihrem Geburtstag in Ridges WG.
Nun kann es mit dem Schreiben von Songs doch erst richtig losgehen.
Aber weit gefehlt. Ridge ist taub, Sydney verliebt sich in Ridge, Ridge findet Sydney sehr anziehend, aber er hat Maggie, die er über alles liebt.
Gefühlschaos, Musik und ein bewegtes Leben müssen Sydney und Ridge nun bewältigen.

Cover:

Schlicht weiß ist das Buch, darauf Farbklekse in Pink und Lila. Der Name der Autorin steht oben und der Buchtitel im unteren Drittel. In der Schrift des Buchtitels erkennt man das Gesicht einer jungen Frau in einer Art Spiegelung.
Das Buch ist in Kapitel unterteilt. Durch die Namen über den Kapiteln erkennt man sofort, wer nun die Geschichte erzählt.
SMS Nachrichten, Chatgespräche und Liedtexte sind gut gekennzeichnet. Alles ermöglicht einen flotten Lesefluss.

Fazit:

Ein Buch voller Musik und Liebe.
Es geht um Neuorientierung und der Frage, was will ich vom Leben. Veränderungen und die großen Gefühle.
Die Geschichte wird sowohl aus Sydneys, als auch aus Ridges Sicht erzählt. Immer im Wechsel. Es ist eine sehr unaufgeregte Geschichte, die jedoch durch ihre Kleinigkeiten und Nuancen zu begeistern weiß. Ein toller Typ, eine bewegte Vergangenheit, zwei Menschen, die sich lieben, aber es nicht wollen.
Und es ist ein Buch, wie Musik funktioniert. Wie man Songs schreibt, und was wichtig ist, wenn man Musik macht.
Vor allem, dass es diese Musik dann auch wirklich gibt, hat dieses Buch von Colleen Hoover für mich zu einer kleinen Perle gemacht.
Der Autorin gelingt es, den Leser schnell abzuholen und die Hauptprotagonisten lebendig werden zu lassen. Ich bekomme Einblick in eine Momentaufnahme des Lebens von Sydney und Ridge.
Bis zum Ende leide ich mit den beiden und bekomme ein Ende, wie man es sich bei leichter Lektüre eben wünscht.
Von mir entspannte, befriedigte und vor allem musikalische 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Die Spuren meiner Mutter“ von Jodi Picoult

Die Spuren meiner Mutter von Jodi Picoult
Die Spuren meiner Mutter von Jodi Picoult

Information

Verlag: C. Bertelsmann, Randomhouse Verlagsgruppe
Seitenzahl: 512 Seiten
ISBN: 978-3-570-10236-7
Format: Gebundene Ausgabe, Hörbuch, eBook

Handlung

Alice Metcalf ist Elefantenforscherin und verschwindet eines Nachts spurlos. Eine Leiche wird gefunden, Thomas kommt in eine psychiatrische Einrichtung und die dreijährige Jenna wird von der Großmutter großgezogen.
Mit dreizehn wird in Jenna der Wunsch immer größer endlich das Geheimnis jener Nacht aufzuklären. Sie vermisst ihre Mutter schrecklich, fühlt sich verlassen und hofft sehr, dass Alice noch lebt.
All ihre Recherchen bringen sie jedoch nicht weiter. So wendet sie sich verzweifelt an das Medium Serenity und Privatdetektiv Virgil, der schon als Polizist an diesem Fall vor zehn Jahren dran war.
Gemeinsam, mit dem Tagebuch von Alice machen sie sich auf die Suche nach der Verschwunden und sie finden mehr raus, als sie jemals gedacht haben. Denn nichts ist, wie es zu Anfang schien.

Layout

Das gebundene Buch kommt mit einem Schutzumschlag daher, welcher türkis ist. Die goldenen, verspielten Linien und Kreise glänzen. Im oberen Drittel ist in großer weißer Schrift der Name der Autorin zu lesen. Darunter in dunkleblau und kleiner der Titel. Auf den unteren Linien schreitet eine Elefantenfamilie.
Ich mag das Cover sehr. Es macht neugierig auf das Buch, weil Titel und die Elefanten jetzt nicht sofort für den Leser in einer klaren Verbindung stehen. Man greift ins Regal und liest auf jeden Fall den Klappentext.
Das Buch ist in verschiedene Erzählperspektiven eingeteilt. Durch die großen Überschriften, wer gerade erzählt, findet man sich schnell zurecht.

Fazit

Noch nie fiel mir ein Fazit so schwer. Nicht weil ich das Buch nicht mag, ganz im Gegenteil. Wenn ich versuche objektiv zu bleiben, dann kann ich sagen, die Geschichte ist ungewöhnlich, spannend und bietet eine einnehmende Familiengeschichte, die zu begeistern weiß.
Jodi Picoult gibt jedem Protagonisten eigene Kapitel im Wechsel, so dass jeder Charakter seine Geschichte erzählen kann. Als Leser kann man zu jedem gleich eine Beziehung aufbauen und versteht Beweggründe und Handlungsweise. Mit Jenna hat man Mitgefühl, Serenity nimmt einen mit in das Leben als Wahrsagerin und Medium und auch Virgil wird als verschrobener Privatdetektiv unter seiner rauen Schale ein weicher Kerl.
Die verschwundene Alice berichtet viel über die Elefantenforschung, was aber in direktem Zusammenhang mit ihrem eigenen Leben steht.
So wird aus dieser Familientragödie ein vielschichtiger Roman mit ganz vielen Facetten zu Mutterliebe, Trauer und zu sich selbst finden.
Allein wenn ich objektiv beurteilen müsste, dann bekommt dieses Buch von mir 5 Eseslsöhrchen.
Aber in diesem Fall muss und will ich auch subjektiv bewerten. Dieses Buch begleitete mich durch sehr schwierige vier Wochen. Nein, es sind schon fast fünf. Gerade als ich angefangen hatte, mich mit Jenna auf die Suche nach ihrer Mutter zu begeben starb meine Mama.
Nun war ich in der gleichen Position meine Mama zu vermissen und konnte Jenna so gut nachvollziehen.
Ein paar Wochen musste ich das Buch zur Seite legen, jedoch mit dem Wissen, ich breche es nicht ab.
Und ich habe es nicht bereut. Ein Stück weit steckt meine Trauer nun zwischen den Seiten des Jodi Picoults Roman. Mit Sätzen und Weisheiten, die die einzelne Protagonisten von sich gaben, kam ich durch viele dunkle Stunden.
Und vor allem der Schluss des Buches packte mich und hängt mir auch heute, zwei Tage später, noch nach.
Es vermittelt so viel Hoffnung und Glauben im Thema Tod, dass ich gerne daran glauben möchte, dass meine Mama jetzt auch hier ist.
Den Schluss möchte ich nicht spoilern. Er kam unerwartet und berührte mich tief.
Einige Picoults habe ich schon gelesen. Aber ich muss sagen, dass dieser hier bisher der stärkste in meinen Augen ist. Ob das nun meine objektive oder subjektive Meinung ist, das kann ich nicht trennen. Aber das muss ich wohl auch nicht, denn dieses Buch erwischte mich eiskalt in einer Ausnahmesituation. Manchmal geht das Schicksal eben merkwürdige Wege. Als ob jemand wusste, dass ich dieses Buch mal lesen sollte….
Warum auch immer es den Weg zu mir fand. Ich danke Jodi Picoult sehr für dieses Buch und kann es euch allen, egal welches Genre ihr mögt, nur ans Herz legen. Vermissen, Trauer, Sehnsucht, man wird es einfach besser aushalten.
Von mir 5 Eseslöhrchen und das Buch bekommt von mir einen Ehrenplatz im Regal, damit es jeder sieht. Da, wo bewegende und großartige Bücher eben hingehören.

Meine Bewertung: