„Die 5. Welle“ von Rick Yancey

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Verlag: Der Hörverlag
Laufzeit: 14 Stunden 34 Minuten
Gelesen von: Merete Berttschneider, Achim Buch, Philipp Baltus
Format: Hörbuch, Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch.

Handlung

 

Als die Anderen kamen, da veränderte sich Cassies Leben komplett. Die Anderen, sie sind nicht von der Erde, aber sie wollen die Erde, jedoch nicht die Menschen.
Die erste Welle legte die Welt lahm, Elektrizität ging nicht mehr. Dann bebte die Erde und Tsunamis zerstörten alles. Dann kam die Vogelgrippe, tödlich für die meisten Menschen.
Jetzt heißt es nur noch überleben.
Cassies Mutter stirbt, der Vater wird umgebracht und sie selbst von ihrem kleinen Bruder Sam getrennt. Sie will unbedingt wieder zu ihm, in die Militärbasis, wo alle Kinder hingebracht wurden. Zum Glück ist sie nicht allein. Sie wird gerettet von Evan Walker gerettet, als ihr Leben am seidenen Faden hängt. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen? Denn die Anderen sehen eben auch aus wie ganz normale Menschen.

Fazit

 

Endzeitstimmung auf höchstem Niveau. Endlich mal wieder ein Jugendbuch, was mich von vorne bis hinten begeistert.
Die Ideen sind keineswegs neu. In einer nahen Zukunft, die Welt verändert sich, junges Mädchen muss zur Kämpferin werden. Dann nehme man noch den Klassenschwarm, dem man einen Part im Buch widmet, den schönen Unbekannten, der faszinierend ist, ein wenig Romanze, ein paar Gestalten die nicht von dieser Welt sind und zack, hat man eine Mischung, die, wie man sehen kann, trotz bekannter Komponenten durch gut durchdachte Handlung und der richtigen Dosis wieder komplett neu schmecken kann.
Mir gefällt sehr, dass ich die Story aus drei verschiedenen Perspektiven erlebe, die später geschickt zusammengebracht werden. Düster, dicht gepackt nimmt mich der Autor mit. Sprachlich ist es leicht zu verstehen und weckt viele Bilder. Nachvollziehbare Charaktere, die sich schlüssig entwickeln.
Eine Mischung aus „Enders Game“, „Panem“ und „Seelen“.
Die Sprecher des Hörbuchs gelingt es, den Worten Lebendigkeit einzuhauchen. Emotionen werden transportiert und eine mitreißende Stimmung erzeugt.
Ich mag die Mischung die dem Autor dort gelungen ist. Und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil!
5 Kopfhörer, ähm Eselsöhrchen von mir.

Meine Bewertung:

„Der Sommer der Blaubeeren“ von Mary Simses

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Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 416 Seiten
ISBN: 978-3442382170
Format: Taschenbuch, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung

Auf dem Sterbebett verspricht Ellen ihrer geliebten Großmutter einen Brief in deren Heimatdorf Beacon in Maine zu bringen. An einen gewissen Chet.
Ellen, die sehr an ihrer Großmutter hängt, verspricht ihr das, und macht sich ganz selbstverständlich nach dem Tod auf den Weg aus dem Großstadtleben New York in die Provinz.
Ihren Verlobten und ihre Mutter lässt sie zurück.
Schon in den ersten Tagen merkt sie, wie wenig sie eigentlich über ihre Großmutter weiß.
In Beacon scheint nicht nur die Vergangenheit der Oma zu liegen, sondern auch ihre eigene Zukunft.
Nicht nur der Pier unter ihren Füßen bricht weg und lässt sie ins Meer fallen, ihr ganzes Leben gerät ins Wanken. Schuld sind die Blaubeeren, Roy, und das Talent ihrer Oma.
Für Ellen beginnt ein Selbstfindungstripp, getriggert aus der Vergangenheit.

Layout

Passend zum Titel sieht man Blaubeeren auf dem Cover auf hölzernem Hintergrund. Im oberen Drittel sind in den passenden Farben die Autorin und der Titel geschrieben.
Ein sehr harmonisches Bild, welches den Buchtitel abrundet und gleich Lust auf Sommer macht. Mich spricht das Cover sehr an. Wen wohl auch nicht, frisches Obst ist eben immer lecker.
Das Buch selbst weiß im inneren durch betitelte Kapitel zu überzeugen. Briefe und Notizen der Protagonisten werden mit verschiedenen Schriftarten hervorgehoben. Rein optisch ein wirkliches Highlight.

Fazit

Ja, war halt so ein typischer Frauenroman, wa? Humor, Liebe, eine schöne Landschaft, Lebensveränderung und einen Hauch Kitsch.
Nichts was es nicht schon gab, aber auch nichts, was eben nicht funktioniert.
So was liest man eben gern mal zwischendurch. Hauptprotagonistin Ellen steht kurz vor ihrer Hochzeit, die geliebte Oma stirbt und Ellen erfüllt ihr den letzten Willen. Die Konfrontation mit der Vergangenheit hat natürlich auch Auswirkung auf die Gegenwart.
Die Hauptprotagonisten sind jetzt eher typisch für dieses Genre. Sie selbstbewusst aber fragend. Der aktuelle Typ gediegen, nett, aber irgendwie nicht passend für sie. Der neue Kerl charmant, verwegen, frech, aber auch hinreißend.
Dann nehme man eben noch ein schönes Sommerfeeling, ein paar Briefe, die die Hauptprotagonisten zum Nachdenken bringen und man hat eine nette Lektüre für zwischendurch, wenn es mal nichts Anderes gibt.
Ich fühlte mich gut unterhalten. Aber es war eben nicht sehr überraschend oder innovativ. Aber wenn man so ein Buch in die Hand bekommt, ahnt man eh, wie es ausgeht. Deswegen war ich nicht enttäuscht.
Es war nicht grottenschlecht, aber eben auch nicht supergeil.
Von mir gutgelaunte drei Eselsöhrchen für einen Stoff, der wahrscheinlich so schnell wieder vergessen ist, wie er gelesen war.

Meine Bewertung:

Lesen auf dem Tablet

Ich bin schon lange Büchereiipad-718411_960_720kundin. Aber irgendwann geriet das in Vergessenheit, ich habe gekauft. Amazon und Kindle machten das möglich, so ein Klick und ab dafür. Doch da im Moment die finanzielle Situation nicht mehr den Kauf von Büchermassen zulässt, habe ich mich wieder aufs Leihen besonnen. Und auch die Bibliotheken bieten eine eBook-Ausleihe an.  Aber eben nicht im Kindle Format.
Zum Glück habe ich ein Tablet. Das probiere ich fröhlich aus.

Es gibt Vor- und auch Nachteile

Vorteile:
Musik und Lesen auf einem Gerät
Beleuchtet

Nachteil:
Unhandlich
Akkulaufzeit
Schwer und Groß

Tja, ich glaube, ich brauche echt noch nen günstigen Reader, der nicht Kindle heißt, denn das dieses Gerät einfach unhandlich und schwer ist, sind zwei Kriterien, die ich einfach nicht wegdiskutieren kann. Ich will mir im Bett halt einfachen keinen Bruch zuziehen.

„Harry Potter und der Stein der Weisen“ von Joanne K. Rowling

Harry Potter, Band 1_ Harry Potter und der Stein der WeisenInformation

Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 336 Seiten
ISBN: 978-3551354013
Format: eBook, Taschenbuch, gebundene Ausgabe, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Hardcover Ausgabe.

Handlung

Unter mysteriösen Umständen versterben Harrys Eltern. So wird er als Baby zu Onkel Vernon und Tante Petunia gebracht. Für Harry beginnt ein hartes Leben. Während sein Cousin Dudley von seinen Eltern in einer Tour verwöhnt wird, spürt Harry, das er anders ist. Um ihn herum geschehen immer merkwürdige Dinge. Onkel und Tante scheinen immer irgendwie Angst wegen ihm zu haben
Kurz vor seinem elften Geburtstag bekommt Harry zum ersten Mal Post. Doch sein Onkel vernichtet den Brief. Doch die Eulen, die diese Briefe bringen, sind jedoch sehr hartnäckig. Genervt versucht die Familie mit Harry zu flüchten.
In der Nacht zu seinem elften Geburtstag ist die Familie auf einer Insel. Dort bekommen sie merkwürdigen Besuch. Ein Riese stattet Harry Potter einen Besuch ab. Er gratuliert ihm zum Geburtstag und eröffnet ihm, wer Harry wirklich ist. Harry ist ein Zauberer und von nun an ist er Schüler der Hogwarts Schule. Für Harry beginnt ein ganz neues Leben und das erste Mal hat er das Gefühl, dass er irgendwo hingehört.

Layout

Ein Schachbrett mit riesigen Schachfiguren ist auf dem Cover zu sehen. Zwei kleiner gezeichntet Personen auf dem Spielbrett, ein Junge mit Brille im Vordergrund.
Der Titel des Buchs ist im typischen Harry Potter Logo ganz oben zu finden.
Die Kapitel sind betitelt, Schriftgröße ist angenehm und das Buch wirkt sehr übersichtlich.

Fazit

Ein Jugendbuch, auch für junggebliebene Erwachsene. Mit Harry Potter haben wir einen Hauptprotagonisten, der sehr glaubwürdig, kindlich agiert.
Die Autorin hat eine tolle parallele Welt geschaffen, die genauso sein muss. Alles ist dabei, eigene Währung, eigener Sport, eigene Stars.
Flüssig zu lesen, spannend und mit überraschenden Wendungen.
Ich lese die Buchreihe nun ein zweites Mal, und weiß schon, warum ich sie so sehr liebe.
Ich vergebe vier Eselsöhrchen, weil ich weiß, dass Frau Rowling noch nicht aus den vollen geschöpft hat.
Harry Potter gehört zurecht zu den Klassikern.

Meine Bewertung:

Der Letzte

  

Ich hab den ersten Harry Potter Band tatsächlich gestern Abend noch begonnen. Seite 100 war schnell erreicht. Da geht es grad zum Bahnhof für Harry, es geht los. Damals hab ich weitergelesen, heute auch. Schlüssig, spannend und leicht flutschend geschrieben. Der Hype hat einen Grund! 

Alan Rickman ~ Machs gut, mein Halbblutprinz

 Uff, die Nachricht hat mich doch geschockt. Natürlich gehört der Tod zum Leben dazu, aber trotzdem kommt er immer unerwartet. So wie der Tod von Alan Rickman, der Professor für Zaubertränke aus Hogwarts.

Gelesen habe ich schon immer, Bücher haben mich schon immer fasziniert. Aber diese Buchleidenschaft, der Sammelwahn kam mit Harry Potter. Die Eulenpost, Bücher direkt zum Erscheinungstermin bekommen, das war ein Highlight. Im Schlafanzug die Tür geöffnet, Kakao gekocht und die ganze Nacht gelesen.

Aus diesem Grund werde ich die  Harry Potter Bücher erneut lesen und rezensieren, irgendwie habe ich das Gefühl, das ich das machen muss.

Möge der sprechende Hut das Butterbier verteilen.

„Wyrm“ von Wolfgang Hohlbein

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Verlag: Piper
Seitenzahl: 304 Seiten
ISBN: 978-3492702980
Format: eBook, Taschenbuch, gebundene Ausgabe

Diese Rezension bezieht sich auf die Neuauflage des Taschenbuchs.
Handlung:

Joffrey Copplestone ist Landvermesser. Eine Straße soll neu gebaut werden, aber wie dem ja so ist, müssen einige Menschen und Gebäude dem Fortschritt weichen. Deswegen führt ihn sein Weg nach Magotty. Dort hat der schräge Kauz Morrison seine Farm, die der Straße weichen muss. Schon auf dem Weg zu der Farm, die wirklich weit weg vom Schuss ist, merkt Copplestone, dass etwas in der Umgebung sehr merkwürdig ist. Auch Morrison selbst ist nicht ganz ohne. Sein Äußeres ist entstellt, seine Sprache mehr als undeutlich. Er warnt Copplestone vor dem Unheil, welches in Magotty auf ihn lauert und er solle doch besser schnell verschwinden.
Copplestone jedoch hört nicht auf die Warnung, er möchte einfach seinem Job nachgehen, Morrison soll die Farm räumen. Er ahnt nicht, was unter der Stadt verborgen ist, und er ist nun voll im Visier des Horrors.

Layout:

Das Cover ist in der neuen Auflage komplett blau. Oben prangt ein großes W in hellblau, in weiß darunter kann man den Namen des Autors lesen, wieder in blau den Buchtitel. Ansprechend war das Cover für mich jetzt nur wegen dem Autor, denn eigentlich ist das Cover eher nichtssagend.
Das Buch ist in nummerierte Kapitel aufgeteilt. Große Zahlen teilen den Text deutlich und präsent auf.

Fazit:

Ich hatte das Buch schon einmal vor Jahren gelesen. Nachdem ich auf der Buchmesse in Franktfurt vor drei Jahren Wolfgang Hohlbein live sehen konnte, und das Buch gerade druckfrisch neu erschienen war, mit einem eBook Bonus für die Fortsetzung von Wyrm, habe ich es mir zugelegt. Vorher war die Story ein geliehenes Buch und stand nur in der Bücherei. In meiner Hohlbeinsammlung durfte es aber nicht fehlen.
Jetzt weiß ich, warum das Buch nicht hängen blieb.
Der Schreibstil ist zwar flüssig und man kommt auch ohne Probleme in die Geschichte rein, aber eine Glanzleistung ist es nun nicht. Ich empfinde die Charaktere sehr platt, manchmal handeln sie für mich irgendwie unlogisch und auch das Feeling kommt nicht besonders rüber. Gegruselt habe ich mich nicht und so wirklich vorstellen konnte ich mir „Wyrm“ auch nicht.
Wofgang Hohlbein muss man mögen, das steht fest.
Ich mag seine Bücher sehr. Dieses hatte aber weniger was mit Fantasy zu tun, sondern ist eher ein Horrorschmöcker, der aber auch nur am Horror mal vorbeigerutscht ist.
Schade, da habe ich wirklich schon bessere Bücher von ihm gelesen.
Es war nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Der zündete Höhepunkt fehlt irgendwie. Es ging alles viel zu schnell, als wollte er diese Geschichte einfach nur schnell beenden.
Aber ich freu mich auf die Fortsetzung, die nun auf meinem Reader wartet, dafür hat sich das Buch in jedem Fall gelohnt.
Weil ich zu Ende gelesen habe und wenigstens keine Langweile aufkam, gebe ich drei Eselsöhrchen!

Meine Bewertung:

Der Letzte

   
 
Das Buch lese ich zum zweiten Mal. Das erste Mal ist schon so lange her, dass ich nicht mehr weiß, um was es geht. Und da eine Neuaflage mit Bonusstory als eBook rauskam, hab ich das Buch gekauft. Damals war „Wyrm“ aus der Bücherei.

Es ist ein typischer Hohlbein. Man muss es eben mögen, aber ich liebe seine Art, Geschichten zu erzählen. Deswegen lese ich weiter!

„Obsidian. Schattendunkel“ von Jennifer L. Armentrout

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Verlag: Carlsen
Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN: 978-3551583314
Format: gebundene Ausgabe, eBook, Hörbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die gebundene Hardcover-Ausgabe

Handlung

Kat zieht mit ihrer Mutter aus dem warmen Florida nach West Virgina in ein kleines Kaff. Kat findet das alles doof. Sie muss ihre Freunde zurücklassen, es gibt noch kein Internet und in diesem Provinznest ist nichts los. Nicht mal an ihrem Buchblog kann die begeisterte Leseratte schreiben, dabei ist ihr doch gerade das ihr liebstes Hobby.
Ihre Mutter versucht Kat bei Laune zu halten und schlägt einen Besuch bei den Nachbarskindern vor. Nur schwer lässt Kat sich überzeugen. Als sie anklingelt, Öffnet ihr Daemon die Tür, der unverschämt, arrogant und hübsch ist.
Kat kann mit ihm nichts anfangen, aber als sie seine Schwester Dee kennenlernt, befreunden sich die ungleichen Mädchen sofort.
Noch vor Ende der Sommerferien bemerkt Kat, dass mit den Zwillingen irgendetwas nicht zu stimmen scheint, doch da ist es schon zu spät. Sie wird überfallen. Warum ist sie, seit sie Daemon und Dee kennt nicht mehr sicher? Was geht in der Stadt vor sich?

Layout

Der abnehmbare Papierumschlag ist hochwertig verarbeitet. Das Papier fühlt sich an, als wäre es mit Stoff überzogen.
Auf dem Cover sieht man ein Junge und ein Mädchen von hinten. Sie scheinen in ein Licht zu gehen. Alles erstrahlt in Bronze und Beige, Lichtpunkte und -reflexe lassen das Cover irgend leuchtend erscheinen. Der Titel des Buches ist groß im oberen Drittel des Bildes zu finden.
Das Buch ohne Umschlag ist mit creme- und gelbfarbenen Punkten auf beigen Hintergrund versehen.
Alles in allem ein sehr stimmiges Layout und wenn man weiß, um was es in den Büchern geht, auch sehr passend gewählt.
Es wirkt mystisch und verfehlt die Wirkung auf mich nicht. Ich will den Klappentext lesen.

Fazit

Wie ihr wisst, bin ich immer um eine möglichst objektive Kritik bemüht. Deshalb fange ich mit dem Positiven an.
Der Schreibstil fesselt, und man möchte wissen, was es mit dem geheimnisvollen Daemon auf sich hat. Auch das Coverdesign ist ansprechend und gefällt mir richtig gut.
Leider aber ist das Coverdesign und der Schreibstil nur schöne Fassade, denn wer Stephanie Meyer gelesen hat, der wird sich in diesem Buch sofort zurecht finden und kann das Ende bereits absehen.
Bis Seite 190 (ich habe ausnahmsweise mal weiter gelesen, weil ich wissen wollte, wer Daemon ist) war das Buch recht spannend und der typische „Er ist so schön“-Aspekt hat sich in Grenzen gehalten.
Aber ab Seite 191 wurde es dann nur noch absurd, und – soviel sei verraten – die Auflösung um Daemons Identität und seiner „Familie“ ist so platt wie eine Flunder.
Ich hatte ja Stephanie Meyer bereits angesprochen, und auch die Autorin nimmt in einer kleinen Randnotiz bewusst die Ähnlichkeit ihres Werks mit „Twilight“ auf die Schippe (ich spoilere nicht!). Hier nur der O-Ton von Daemon „Und ich glitzere auch nicht!“
Aber genau das ist leider das Hauptproblem dieser Story. Junges Mädchen kommt in eine neue Stadt, freundet sich mit den krassen Aussenseitern der Stadt an, und lernt ihre Geheimnisse kennen. Achja, erwähnte ich, dass der Hauptcharakter Daemon „total schön“ ist?
Seht ihr, und genau diese Ähnlichkeit zu „Twilight“ ist, was mich am meisten stört. Muss denn jedes Jugend-Fantasy-Buch exakt identisch ablaufen? Ich habe ja nichts gegen ein bisschen Romance einzuwenden, aber so ein naives Dummchen wie Kat brauche ich nicht zum hunderttausendsten Mal.
Wo sind die weiblichen Protagonistinnen mit „Eiern in der Hose“? Katniss Everdeen war da eine willkommene Abwechslung, aber „The Hunger Games“ ist nunmal kein klassischer „Romantasy“-Schinken. So bleibt mir wohl nichts anderes übrig als dieses Genre vorerst zu meiden.
Für Fans von Bella und Edward gibt es hier aber eine gute Geschichte die sich aber in allen Punkten mit „Twilight“ und „The Host“ deckt. Upps, jetzt habe ich doch gespoilert.
Und dann sind da noch einige kleine Probleme mit der Recherche und der Korrektheit der Angaben. Auch bei Fantasy sollte man, sofern die Story in unserer Welt spielt, zumindest die physikalischen Gesetze beachten, und sich nicht in sog. „Isso“-Aussagen flüchten.
Leider kann ich diesem Buch aufgrund meiner persönlichen, eher ablehenden Meinung dieser „Literaturgattung“ nur zwei Eselsöhrchen geben, wobei ich das zweite auch nur gebe, weil ich hin und wieder doch herzhaft lachen musste. Man hätte aus dieser Story einfach so viel mehr herausholen können.
Aber Jennifer L. Armentrout wählt die denkbar einfachste und (entschuldigung) dümmste Lösung. Dieses Buch ist also wirklich nur für eingefleischte Romantasy-Fans etwas, wobei ich hoffe, dass dieses Schema in den Folgebänden durchbrochen wird.

Meine Bewertung: