„Jori – Der kleine Troll“ – Kinderbuchreihe von Marita Sydow Hamann

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„Der erste Schultag“
Seitenzahl: 38 Seiten
ISBN: 978-3734733307
Verlag: Books on Demand
Format: eBook, Taschenbuch

„Der Angriff der Wespen“

Seitenzahl: 32 Seiten
ISBN: 978-3734765568
Verlag: Books on Demand
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf die eBooks.

Inhalt:

Jori ist ein kleiner Troll, für den es nun ernst wird. Die Schule ruft und Jori muss nun alles lernen, was es für Trolle zu lernen gibt. Am meisten freut er sich darauf, auf den Mäusen zu reiten und unsichtbar zu werden.
Der neue Alltag gefällt ihm sehr. Vieles macht Spaß, aber Jori muss auch einsehen, dass einiges auch anders ist, als in seiner Vorstellung. Unsichtbar werden, heißt ja gar nicht, dass man ihn nicht mehr sieht, vielmehr geht es um das Verstecken, denn die Menschen dürfen nicht wissen, dass es Trolle gibt.
So beginnt die Kinderbuchreihe um Jori, der viele Abenteuer erlebt und Gefahren bestehen muss, und für einen Moment sogar ein Held wird.

Layout:

Bunt und kindgerechte Bilder finden sich sowohl auf dem Cover und im Buch selbst. Es lockert die Geschichte auf und verleiht. Jori und seine Abenteuer werden so nochmal in Zeichnungen festgehalten, die an Buntstiftzeichnungen von Kindern erinnert. Sehr stimmig und verrät sofort, dass es sich um Kinderbuch für die Kleinen handelt.

Fazit:

Wie süß, eine Geschichte zum Vorlesen aber auch für die ersten Leseversuche hat Marita Sydow Hamann da geschrieben. Einfache Struktur, einfach Wortwahl, so dass auch die Kleinsten Joris Abenteuer ohne Probleme verstehen können die Abenteuer des kleinen Troll ein wahrer Genuss sind. Ob abends zum zu Bett gehen oder auf Reisen im Auto, mit Jori wird es einfach nicht langweilig.

5 Eselsöhrchen von mir-

Meine Bewertung:

„Steamtown – Die Fabrik“ von Carsten Steenberg und T.S. Orgel

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Verlag: Papierverzierer Verlag
Seitenzahl: 400 Seiten
ISBN: 978-3944544342
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.
Inhalt

In Steamtown geht es in einigen Vierteln sehr rau und gewaltvoll zu. So wundert es nicht, das eines Tages an der Bakers Hall eine Leiche gefunden wird, die auf grausame, fast schon bestialische Weise zugerichtet wurde. Dieser Fall scheint sehr brisant zu sein und erfordert gleich drei Ermittler, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der noch junge und unerfahrene Agent Eric van Valen trifft auf den in die Jahre gekommen Pater Siberius Grand und den etwas verschrobenen Forensiker Mister Ferret. Das Ministerium seiner Majestät besteht auf Diskretion und zügige, erfolgreiche Ermittlungen, bevor Panik in der Bevölkerung ausbricht.

Was zunächst nach einem einfachen Routinefall aussieht, entpuppt sich schnell als Albtraum und entführt unser Ermittlertrio in die Untiefen von Steamtown und in düstere Geheimnisse der Stadt.

Layout

Schwarz und Grün dominieren das Coverbild. Es mutete ein wenig wie die Plakate zu den James Bond Filmen an und führt den Leser gleich in die richtige Richtung des Genres. Eine schwarze Silhouette geht auf eine grün erleuchtete Tür zu, drum herum ein Zahnrad. Nach unten geht diese Tür weiter und es wird eine Art Reagenzglas mit grüner Flüssigkeit. In der Mitte dieses Bildes steht der Untertitel „Die Fabrik“ in einfacher, schnörkelloser weiser Schrift. Der Titel und die Autoren des Romans findet man oben auf dem Cover.

Das eBook ist übersichtlich durch Kapitel gegliedert.

Ein von außen gesehen sehr stimmiges Buch, Cover und Klappentext versprechen viel.

Fazit

Ich muss gestehen ich brauchte ein wenig, um mich in Steamtown und der Atmosphäre zurechtzufinden. Doch mit jeder Seite, die ich las und in der ich mich mitnehmen lies, entstand ein Bild vor meinem geistigen Auge. Wie ein Traum, vielleicht sogar Albtraum, in dem man nach und nach immer weiter abdriftet, nimmt mich der Kriminalroman im Steampunkgewand gefangen, hält mich fest und gibt mich nicht frei.

Als Agent van Valen auf den Schirm tritt, ist es um mich geschehen und ich muss lesen, es geht gar nicht anders.

Atmosphärisch dicht und mit Protagonisten, die alle ihren eigenen Charme versprühen, wird die Geschichte rund und bietet jede Menge Facetten rund um das Genre Steampunk. Es ist faszinierend, wie ich während des Lesens Geräusche der Umgebung aus dem Buch gehört habe, die Szenen vor Augen hatte und selbst Gerüche für mich realistisch wurden.

Dunkle, böse und brutale Geschöpfe, die in der Stadt leben, enstanden durch Substanzen, die in der Steamtown die Geschöpfe beeinflussen und verändern, sind sehr realistisch und angstmachend dargestellt. Also, ich für meinen Teil möchte solchen Monstern nicht begegnen. Mal gut, dass es in Steamtown extra Ämter für solche Angelegenheiten gibt.

Ein gelungener Steampunk Krimi ist das, zügig geschrieben, mit Protagonisten, die ich gerne auf der Mördersuche begleite.

Für einen Hochgenuss und eine Lesegeiselnahme, aus der ich nur schwer wieder in die Wirklichkeit fand, vergebe ich 5 Eseslsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Sturmzeit“ von Charlotte Link

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Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 545 Seiten
ISBN: 978-3442374168
Format: eBook, Taschenbuch, gebunden

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.
Handlung

Felicia stammt aus Ostpreußen. Ihrer Familie gehört ein Familiengut. Bisher konnten Felicia und ihre Geschwister ein sorgenfreies und unbeschwertes Leben führen. Nur die Liebe macht Felicia sorgen. Sie fühlt sich zu Alex hingezogen, der will aber nur Freundschaft.

Im Sommer 1914 bricht der erste Weltkrieg aus. Felicia muss vom Familiengut fliehen, ihre Brüder ziehen in den Krieg und auch Jugendliebe Alex verändert sich. Felicia muss vom verwöhnten Kind zur erwachsenen und verantwortungsvollen Frau innerhalb von Wochen heranreifen. Doch in der Liebe behält sie sich ihre kindliche Naivität.

Alex, der sich nun in eine andere Frau verliebt hat, soll eifersüchtig gemacht werden. Aber der Schuss geht nach hinten los. Sie heiratet und Alex ist davon unbeeindruckt.
Nun muss sich Felicia mit ihrem Schicksal abfinden, denn ihr „Notnagel“ Ehemann lässt sie nicht mehr ziehen.

Layout

Das Cover des Buches ist eher schlicht gehalten. Das Bild zeigt eine Landschaft, vorne eine Grasfläche, hinten sieht man im Nebel ein Gebirge. In großer, roter und klarer Schrift ist der Titel im oberen Drittel abgedruckt, der Name der Autorin steht darunter.

Das Buch ist in verschiedene Zeitabschnitte unterteilt, diese wiederum sind einzelne Kapitel unterteilt. Dadurch wird das Layout sehr übersichtlich.

Fazit

Auf die Buchreihe bin ich durch die Filme aufmerksam geworden. Den mehrteiligen Fernsehfilm fand ich toll und so machte ich mich gespannt auf die Suche nach dem Buch. Auf Tauschticket wurde ich schnell fündig und forderte Band eins der Reihe an. Ich dachte, die anderen könnte ich mir ja noch immer besorgen, wenn ich den ersten Band mag.

Das war eine gute Überlegung, denn Band eins gefiel mir gar nicht.

Charlotte Link packt mir viel zu viele Personen und Charaktere in dieses Buch und da bleibt leider die Charaktertiefe auf der Strecke. Ich werde mit Felicia nicht warm, ich versteh nicht, was sie an Alex so fasziniert und ihre Entscheidungen kann ich nicht nachvollziehen. Ihre Naivität und der Egoismus gingen mir sehr auf den Geist. Mitten im Krieg, allen geht es schlecht, findet sie sich ungerecht behandelt, wenn sie mit einem Zug fahren muss, der Verletzte transportiert. Und, oh nein, sie muss sogar helfen, diese Kranken zu pflegen. Da hat sie sich ja echt einen Zacken aus der Krone gebrochen.

Außerdem ist es der Autorin nicht gelungen, mir das Elend und die Brutalität des Krieges näherzubringen. Bei mir kam leider nichts an. Dabei liebe ich diese Bücher, mit geschichtlichem Hintergrund. Diese Story um Felicia jedoch, hätte meiner Meinung nach überall spielen können. Zeit und Ort wären beliebig austauschbar und Felicias Liebesleben würde noch genauso ablaufen können. Und auch die Grundidee ist nicht neu. Anwesen, Krieg, Mann an den man nicht rankommt, Anwesen wird zum Mittelpunkt. Kommt euch das bekannt vor? Richtig. Ich fühlte mich ein wenig an „Vom Winde verweht“ erinnert.

Klappentext und Film versprachen mehr, als das Buch dann hergegeben hat. Krimis liegen Frau Link in jedem Fall mehr, mit dieser Familiengeschichte kann ich leider nichts anfangen.

Ich habe etwas mehr geschafft als Seite 101, ich war schon auf Seite 200, aber bis dahin hatte es mich absolut nicht gepackt. Von mir nur ein Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Tokyo Ghoul“ von Sui Ishida

InformatioTGn:

Verlag: KAZÈ Manga
Seitenzahl: 224 Seiten
ISBN: 978-2-88921-205-7
Format: Manga
Handlung:

Eine Welt mit Monstern, die in der Nahrungskette noch über den Menschen stehen, weil sie Menschen als Nahrung brauchen. Das sind die Ghouls. Sie leben überall, unerkannt unter den Menschen, denn sie sehen genauso aus.

In dieser alternativen Realität lebt Bücherwurm und Oberschüler Ken Kaneki. Das erste Mal ist Ken unsterblich verliebt. Die schöne Unbekannte scheint genauso gerne zu lesen wie Ken und es muss wohl Fügung des Schicksals sein, dass sie den gleichen Autor mag.

Doch die erste Verabredung läuft anders als erwartet. Seine Auserwählte ist eine Ghoula und hat Ken zum fressen gern. Zum Glück passiert ein tragischer Unfall, bei dem die Ghoula stirbt. Ken wird ins Krankenhaus eingeliefert. Um sein Leben zu retten, transplantieren die Ärzte ihm eine Niere von dem verunglückten Mädchen. Nicht ahnend, dass es sich bei ihr um eine Ghoula handelt.

Schnell nach der OP bemerkt Ken, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt. Das Essen schmeckt verdorben, er hat keinen Appetit. Als dann jedoch der Hunger auf Menschenfleisch aufkeimt, ist Ken schier verzweifelt. Er will sich diesem Drang nicht hingeben.

In dieser Situation trifft er auf andere Ghouls. Welche, die sehr brutal sind und sich gegenseitig töten, andere, die zusammenhalten. Wo gehört Ken nur hin? Ist er ein Mensch, ist er ein Ghoul? Für Ken beginnt eine harte Zeit, in der er lernen muss sich selbst zu akzeptieren, wie er ist. Doch zum Glück tauchen auch neue Freunde auf, die bereit sind, ihn zu unterstützen, in beiden Welten zu leben.

Im Café Antik, in dem er schon als Mensch ein- und ausgegangen ist, arbeiten ausschließlich Ghouls. Dort wird ihm ein Platz angeboten, wo er arbeiten darf und mit Hilfe mit seiner neuen Identität ins Reine kommen kann. Denn vielleicht sind nicht alle Ghouls nur blutrünstige Killer.
Layout:

Auf einem weißen, matten Hintergrund ist in blaugrünen und schwarzen Schattierungen ein junger Mann mit einem Buch in der Hand abgebildet. Das ist Ken. Er sitzt auf einem massiven, aus dunklem Holz gefertigten Stuhl, sein rechtes Auge leuchtet rot. Er schaut nachdenklich und fast freundlich vom Cover herunter.

Der Titel des Mangas fällt durch die rotschwarze Farbgebung und den ausschließlich kantigen Großbuchstaben sofort ist Auge. Der Schriftzug ist in der linken Ecke des Covers zu finden.

Durch den Lack- bzw. Glanzeffekt des Covermotivs, sieht das Cover sehr edel aus.

Die Zeichnungen und Sprechblasen sind im Manga in Schwarz und Weiß gehalten. Durch verschiedenen Schriften, den Austausch der Farben, bei bestimmten Ereignissen und Sichtweisen, ist die Geschichte optisch klar gegliedert. Der erste Band ist in mehrere Kapitel eingeteilt, eine Kapitelübersicht findet man am Anfang des Mangas.

 

Das ist keine Geschichte für schwache Nerven. Diese Geschichte ist vor allem eins, sehr blutrünstig. Dabei ist Kens Story jedoch nicht platt. Sie geht in die Tiefe. Ich begleite Hauptprotagonist Ken in seiner Metamorphose zum Ghoul und erlebe beeindruckend ergreifend sein Seelenleben. Seine Empfindungen und die Qualen, die er durchlebt.

Das gefällt mir richtig gut und macht aus diesem Manga nicht nur ein Horror- oder Splatter-Ding, sondern auch ein Drama.

Die Zeichnungen sind realistisch gehalten, man kann die einzelnen Charaktere gut erkennen und durch verschiedene Schriften und Sprechblasen ist klar gekennzeichnet, ob es sich um die Gedankenwelt von Ken handelt oder ein Gespräch.

Es wirkt nicht zu überladen und die Anordnung der Bilder und Texte ist sehr übersichtlich. So macht Mangalesen Spaß.

Man muss schon einen Naht abkönnen, um Tokyo Ghoul zu mögen, aber wer nichts gegen doch ab und zu sehr detailgetreue Kampfszenen und die eine oder andere Grimasse gepaart mit diversen Körperflüssigkeiten hat, der wird diese Story wirklich lieben.

Ich mag es, das vermeintlich „Böse“ mir mal genauer betrachten zu können, denn meist steckt ja mehr dahinter als nur Gut oder Böse.

Vergleichbar mit „Monster“ oder „Elfenlied“, die ich ja auch liebe, vergebe ich beeindruckte 5 Eselsöhrchen und werde nun zum Mangadealer meines Vertrauens pilgern.

Meine Bewertung: