(Mehr als) 6 Fragen an Yvonne van Acht

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– Yvonne van Acht

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

– Schreiben gehört mich dazu wie atmen oder essen. Seit ich schreiben kann, schreibe ich. Mein erstes Gedicht schrieb ich mit acht Jahren und gewann damit überraschend einen Schulwettbewerb, meine erste Geschichte schrieb ich mit dreizehn. Schon früh begann ich, meine Gedanken und Ideen festzuhalten. Ich nannte sie „Skizzierte Gedanken“, da etwas „aufzeichnen“ nicht nur „schreiben“ sondern auch „zeichnen“ bedeutet. Beides begleitet mich auf allen Wegen.

In welchen Genres schreibst du am liebsten?

– Eine Geschichte ist zunächst erst einmal eine Geschichte. Ich schreibe, was ich notwendig finde aufzuschreiben. Das Genre ist nur die Schublade, wo ich es reinlege, um es für andere zu definieren. Für mich persönlich existiert das nicht wirklich.

Wie entsteht bei dir eine Geschichte?

– Sie entsteht zunächst im Kopf. Ist mir klar, was ich will, mache ich ein Konzept mit allen wichtigen Stationen der Geschichte. Ich stelle mir Fragen, was ist der Plot, was muss passieren, wenn A dies tut oder jenes. Die Kausalität muss stimmen.
– Dann skizziere ich die Charaktere, lege Äußeres fest, erstelle Steckbriefe, Familienstammbäume und Psychogramme. Ich definiere das soziale Umfeld, die Geschichte der Familie, die Herkunft des Charakters. Wenn der Charakter aus einem anderen Kulturkreis kommt, recherchiere ich diesen. Ich lege Architekturpläne der Häuser an, mache Grundrisse. Ich bereise die Orte, wo die Handlung spielt. Alles muss authentisch und echt sein.
– Die Szenen schreibe ich nicht chronologisch, sondern parallel. Da mir die Eckpunkte bekannt sind, kann ich gleichzeitig an mehreren Szenen arbeiten. Schön finde ich es, wenn mein Innerstes sich einmischt und mich überrascht. Dann kommen ungeahnte Elemente ins Spiel, die das Ganze sehr aufregend machen. Ist mir etwas unklar, meditiere ich darüber, bis es klar erscheint. Komme ich gar nicht weiter, lasse ich die Szene ruhen und arbeite an einer anderen weiter. Oftmals löst sich das Problem in einem Moment der Ruhe.
Deine Reihe um Jonas und die „Anders-Welt“ ist ja schon was ganz Besonderes. Deine Trilogie umfasst ja auch entsprechende Bilder, die du zeichnest. Erzähl uns doch von dieser Arbeit. Wie ist genau dieses Projekt entstanden?

– Ich nenne diese Arbeit „Den Schatz heben“ oder „Bilder fischen“. Damit meine ich, in meine Tiefen vorzudringen, um Bilder und Symbole meiner Seele aus dem Fluss des kollektiven Unbewussten zutage zu fördern, um die Gesichter und Wandlungsfähigkeit der Archetypen und ihren Einfluss zu zeigen. Dabei orientiere ich mich an den Stationen der „Heldenreise“, die in meinem Roman dem Protagonisten beispielhaft begegnen.
– Ich nehme mir also eine Manuskriptseite und spüre nach, welches innere Bild sie mir gibt und zeichne es dann. Dabei entsteht eine Art Wechselwirkung mit mir selbst, Wort und Bild sowie Innen und Außen werden eins. Das ist ein sehr poetischer Prozess und öffnet neben meiner Sichtweise auch viele Türen in mir. Es entsteht eine Art Landkarte der Seele. Das Zeichnen lässt mein Innerstes frei agieren und sich so ausdrücken, wie es mag. Gleichzeitig gelangt es in mein Bewusstsein und gibt mir die Möglichkeit einer erweiterten und kreativen Sichtweise. „Innen ist wie Außen, Oben ist wie Unten“, die Zeichnung ist die sichtbare und authentische Blaupause dieser Wechselwirkung von bewussten und unbewussten Inhalten. Es sind letztendlich Wegweiser zu meinem Selbst.

Was fasziniert dich so an der Philosophie?

– Meine Faszination gilt der steten Erweiterung meiner Sichtweise. Ich möchte, dass meine Gedanken beweglich bleiben, offen, tolerant und frei. Ich möchte in der Lage sein, andere zu verstehen. Dazu verhilft mir die Philosophie, da ich darin so unterschiedliche Gedanken und Weltanschauungen finde, die mich immer wieder dazu bringen, mich zu hinterfragen und meine Sicht neu zu überprüfen. Das macht meinen Geist sehr offen und weit. Mich interessiert, was andere Menschen denken und mich interessieren ihre Geschichten dazu, die meist erklären, warum sie so denken. Und dann möchte ich wissen, was ich dazu denke, welche Haltung ich einnehme. Das ist sehr spannend für mich, da ich schon so manches Mal bestimmte Erkenntnisse verworfen oder überdacht oder weiterentwickelt habe. Ich bin auf der Suche nach dem Unveränderlichen, dem Unwandelbaren, dem festen Kern.

Wer sind deine Vorbilder?

– Ich hab keine Vorbilder, eifere niemandem nach oder vergleiche mich. Ich möchte frei mit mir sein, um mich so frei wie möglich entfalten zu können.

Was liest du selbst am liebsten?

– Ich liebe Klassiker wie Herman Hesse, Goethe, Max Frisch oder Thomas Mann. Ich lese meist und überaus gerne Sachbücher aus den Bereichen Philosophie, Psychologie und west-östliche Weisheitslehren, spirituelle Lehren wie zum Beispiel der Hermetik oder Gnosis. Ich erfreue mich sehr an Biografien und an den besonderen Geschichten der Menschen, die sie tatsächlich erlebt haben. Mich faszinieren Märchen und Mythen sowie die Geschichten alter Kulturen.

Welche drei Dinge dürfen beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?

– Kaffee, Schokolade und Musik (Musik aber nur in den Pausen, um bestimmte Energien aufzutanken oder freizulassen)

Hast du eine Homepage/einen Blog/eine Facebookseite?

www.yvonne-van-acht.de
www.die-hueter-des-siebensterns.de
www.facebook.com/diehueterdessiebensterns

„Die Bestimmung – Fours Geschichte“ von Veronica Roth

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Verlag: CBT
Seitenzahl: 321 Seiten
ISBN: 3570163636

Format: Taschenbuch, eBook

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Tobias ist ein Altruan. Eine von vier Fraktionen in einem fernen Zukunftssystem. Mit 16 kann er sich entscheiden, welcher Fraktion er von nun an angehören will. Doch die Eignungstests zeigen, er ist ein Unbestimmter. Tobias ist sich nicht sicher, was er tun soll. Aber er muss sich entscheiden und es darf auf keinen Fall auffallen, dass er ein Unbestimmter ist, denn diese werden in der Gesellschaft verachtet. Eines steht für ihn jedoch fest. Er will weg von seinem Vater, der ihn stets unterdrückt und auch vor körperlicher Gewalt nicht zurückschreckt. Tobias entscheidet sich für die Freiheit, den Mut und die Kraft der Ferox. Weg von seinen Wurzeln findet er zu sich selbst und trägt von nun an den Namen Four.

Layout

Das Blau gehaltene Cover zeigt das Riesenrad, welches eine zentrale Bedeutung bei den Ferox hat. Flammen lodern rundherum. Darunter steht in weiß der Titel des Buches. Die Schrift ist die gleiche, wie schon bei den vorigen Büchern der Reihe.

Im unteren Drittel des Covers erkennt man Gebäude einer Stadt.
Die Geschichte ist in mehrere Teile unterteil, so dass man Fours Leben sehr strukturiert verfolgen kann.

Cover und Aufmachung wirken sehr stimmig und passen auf jeden Fall in die Buchreihe.

Fazit

Dazu kann ich nun gar nicht so viel sagen.

Als Ergänzung finde ich Fours Geschichte schon recht sinnvoll. Es zeigt mir Four nochmal von einer anderen, sehr persönlichen Seite. Doch es hat mir jetzt nicht sehr viel mehr Verständnis oder Offenbarungen geliefert, die ich nicht schon in den anderen Büchern hätte herauslesen können.
Ich empfinde dieses Buch daher eher als Schmankerl, welches auf keinen Fall ohne die gesamte Story geht.

Für mich war es nett, aber auch nicht mehr. Gebraucht hätte ich es jetzt nicht unbedingt. Da ich es aber trotzdem mochte, weil mir die Charaktere in den ersten Teilen schon gefallen haben, vergebe ich 3 Eselsöhrechen.

Meine Bewertung:

„Remember – Winterzauber“ von Andrea Bielfeldt

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Verlag: eBook bei Amazon erhältlich, Printbuch ist noch in Arbeit, folgt jedoch
Seitenzahl: 301
ISBN: noch nicht vorhanden
Format: eBook, Taschenbuch folgt

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung

Hannah fährt mit gemischten Gefühlen und mit einem altersschwachen Auto durch verschneite Landschaften zurück in ihre alte Heimat, um über die Weihnachtsfeiertage ihre Familie zu besuchen. Es kommt wie es kommen muss, ihr Auto bleibt liegen und zu allem Überfluss ist auch noch ihr Handyakku leer, so dass sie völlig hilflos in einer menschenleeren Pampa gestrandet liegt.

Ihr Warten wird jedoch belohnt, aber diese Hilfe hat sie sich nun echt nicht herbeigesehnt. Ihr Verflossener kommt mit dem Auto vorbei und bietet Pannenhilfe an. Obwohl sie auch nach Jahren der Trennung nicht gut auf ihn zu sprechen ist, nimmt sie erst einmal seine Hilfe an. Nick, der Helfer und Retter in der Not setzt jedoch auf schneeglatter Fahrbahn das Auto vor einen Baum. Er hat zwar nun ein Handy, aber in der Pampa ist das mit dem Empfang so eine Sache.

Zum Glück kommt Bruder Momo ebenfalls mit seinem Auto vorbei, wie es der Zufall eben will. Und auch er baut einen Unfall.

Das ist ja eine durchschlagende und schmerzende Konfrontation mit ihrer Vergangenheit. Doch egal wie sehr es auch wehtut und wie gern Hannah alles verdrängen würde. Ihr Herz ist mit der Vergangenheit noch lange nicht fertig und schreit nun nach einer Entscheidung. Hannah kann nicht fliehen und muss einsehen, vor Gefühlen davonlaufen bringt gar nichts, auch nach Jahren verfolgt es einen noch.

Layout

Das Cover ist schlicht, aber elegant und wirkungsvoll. So stelle ich mir Winterzauber vor. Graublau gestaltet mit Ornamenten und Ranken, die in die Mitte des Covers zu wachsen scheinen. Fasst wie Eisblumen an einem Fenster, wenn die Dämmerung im Winter einsetzt. Passend dazu wurde die Schrift für den Titel gewählt, so dass das Layout des Covers stimmig ist.
Romantisch, jedoch leise flüsternd wispert es Winterzauber.

Der Text ist klar strukturiert, so dass auch die beiden Erzählstränge und Perspektiven der Geschichte von Momo und Hannah klar zu erkennen sind. Sequenzen, die in der Vergangenheit spielen sind zusätzlich noch einmal kursiv gekennzeichnet und heben sich von der Gegenwart ab.

Fazit

ACHTUNG SPOILER

Andrea Bielfeldt hat hier so etwas wie einen Quickie geschrieben. Eine Reise in die Vergangenheit, eine Reise zu sich selbst und immer wieder die Frage, was wiegt im Leben mehr: Herz oder Kopf?

Ohne viele Umschweife taucht sie direkt in die Geschichte ein. Hannah und Momo, die zwei Hauptprotagonisten, erzählen mir ihre Geschichte selbst. Ich bekomme sowohl die Vergangenheit in kleinen Häppchen, als auch die gegenwärtigen Ereignisse aus beiden Perspektiven geschildert.

Aber die Dosis macht es eben. Und die ist stimmig. Ich bekomme immer so viele Brocken hingeworfen, das die Geschichte zügig erzählt wird, aber ich nur so viel, dass es spannend bleibt.

Momo und Hannah sind sehr authentisch ausgearbeitete Charaktere und ich kann mich gut in beide hineinversetzen. Vor allem Hannah ist eine Königin des Chaos und schumnmelt sich gleich mal in mein Herz. Ich kann lachen und weinen.

Manchmal hatte ich das Bedürfnis Hannah anzubrüllen. Jetzt hör doch mal auf dein Herz Kind, und nimm ihn dir. Ich bin mir sicher, das war das Anliegen der Autorin. Ich als Leser weiß, was Hannahs Herz eigentlich will, nur Hannah hat da noch leicht ein Brett vor ihrem Kopf.

Das war auch der einzige Wehrmutstropfen. Ich ahnte schnell, wohin die Reise mit Hannah gehen wird. Das mag daran liegen, dass besagter Herzensmensch eben einen eigenen Erzählpart bekommt.

Trotzdem wollte ich jedoch wissen, was es alles braucht, das Hannah endlich auf ihr Herz hört. Ich meine, es hätte ja auch durchaus kein Happy End geben können. Das mit den Unfällen kennen wir ja schon.

Für eine Zwischendurch-Geschichte um große Gefühle, die leise Musik und für durchschaubare Herzensangelegenheiten vergebe ich 4 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Das Geheimnis des Komponisten“ von Bettina Kiraly

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Verlag: BOD
Seitenzahl: 202
ISBN: 3735793614
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das Taschenbuch.

Handlung

Professor Christian Obermann versucht schon lange zu beweisen, dass die Marseillaise, die Nationalhymne Frankreichs, nicht von Claude Joseph Rouget de Lisle komponiert wurde, sondern das der Ruppersthaler Komponist Ignaz Pleyel dieses Werk geschaffen hat.

Nun scheint Obermann endlich einer heißen Spur auf der Fährte zu sein. Ein Originalteil der Komposition mit Pleyels Handschrift darauf taucht auf und Obermann soll für einen geheimnisvollen Unbekannten ein Gutachten schreiben. Seiner Tochter kommt dieses allerdings nicht sehr geheuer vor. Und als dann auch noch ihr Vater verschwindet und auch sie selbst in Gefahr zu sein scheint, weiß sie, da muss mehr dahinter stecken, als nur das komponierte Stück. Wem kann sie noch trauen und was will dieser doch sehr gutaussehende Privatdetektiv von ihr, der einfach so auf der Bildfläche erscheint?

Für Sara beginnt ein Abenteuer, in dem sie nicht nur Wahrheiten der Musik findet, sondern auch menschlich findet sich vieles wieder, was längst verloren schien.

Layout

Ein Zimmer, ein Flügel, gemütliche Atmosphäre und eine geschwungene Schrift im Titel lockt dazu, den Klappentext zu lesen. Ich schaue mir das Buch an, und es weckt unzählige Emotionen in mir. Ich höre fast die Klaviermusik, die man mit diesem schönen Instrument erzeugen kann.

Stimmungsvoll geling es dem Layout des Covers, mich neugierig zu machen. Was könnte dieses Buch beinhalten. Gut gelungen und für mich als visuelle Leserin, die sich von schönen Covern locken lässt, genau richtig.

Fazit

Ich bekomme hier einen Abenteuer Roman, mit geschichtlichen Fakten. Und das ist Bettina Kiraly in jedem Fall gelungen.

Spannend erfahre ich die Geschichte um die Marseillaise.

Ich folge dem Professor und seiner Tochter Sara gern. Ich bekomm hier nicht nur ein spannendes Abenteuer und ein Geheimnis, was ich auch gerne lösen will, sondern so ganz nebenbei und ganz selbstverständlich ist es eine Familiengeschichte, eine Liebesgeschichte und ein Buch um Musik zu lesen.

Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll und wie genau es der Autorin gelungen ist. Aber ich war komplett in der Geschichte, habe mit Saras Augen gesehen und mit den Augen des Professors.
Durch den Wechsel der Handlungsstränge erfahre ich viele Details und auch die Emotionen der Hauptprotagonisten erreichen mich. Es bewegt mich, was Vater und Tochter miteinander erlebt haben und wie sie jetzt zueinander stehen. Distanziert, jedoch immer mit dem Wunsch über den eigenen Schatten zu springen.

Zügig treibt Bettina Kiraly die Handlung voran, die Sprache ist flüssig, und ich weiß, es klingt dumm, aber sie ist auch voller Musik. Damit meine ich jetzt nicht, die Liedtexte im Buch, sondern diese Texte klangen. Ich hatte immer Musik im Ohr.

Lebendig gewordenen Geschichte, lebendig gewordene Musik und eine Liebesgeschichte. Ich musste schmunzeln, summen und Fingernägelkauen.

Und die Geschichte war nicht zu Ende, nachdem ich das Buch beendet hatte. Ich hatte das Bedürfnis selbst noch einmal Pleyel, Ruppersthal und die Hintergründe der Marseillais zu recherchieren.

Das war ein Buch nach meinem Geschmack. Ich könnte mir gut das Ganze in einem ZDF Fernsehfilm vorstellen. Das wäre eine Überlegung wert.

Ich danke für diesen Lesegenuss und gebe ganz klar 5 Eselsöhrchen.

Meine Bewertung:

„Klausmüller – Ein Esel sucht ein Pferd“ von Pebby Art

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Verlag: Create Space
ISBN: 1502355086
Seiten: 110
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung

Die Ferien stehen vor der Tür. Aber Klara ist alles andere als begeistert. Statt dem versprochenen Mallorca-Urlaub fahren ihre Eltern mit ihr zu Großtante Agnes. Klara ahnt Schlimmes. Das kann doch nur langweilig werden. Doch was Klara nicht weiß ist, dass die Großtante Pferde hat.

Das wiederum bringt ihren Stoffesel Klausmüller auf den Plan. Der beginnt doch tatsächlich zu sprechen und ist doch allen Ernstes ein wenig eifersüchtig, dass Klara sich so sehr für die Pferde begeistert. Und dann ist da auch noch dieser Junge Joey.

Es verspricht doch ein spannender Urlaub zu werden. Und dann verschwindet ein Pferd von der Weide spurlos. Jetzt zählt nur eins, das Pferd Favorit muss gefunden werden. Klausmüller will helfen und entdeckt eine magische Brille. Klara befindet sich in den spannendsten Ferien, die sie je hatte.

Layout

Mitten auf dem Cover liegt Klausmüller auf einem roten Liegestuhl unter dem Sonnenschirm. Die magische Brille hat er auf, die ihm als Sonnenbrille dient.
Der Buchtitel ist in einfacher, klarer Schrift über dem Bild zu lesen.
Bilder im Buch lockern die Geschichte auf.

Ich liebe dieses Cover und auch die Zeichnungen im Buch, zeigen sie doch nochmal, wie lustig und besonders Klausmüller ist.

Fazit

Da kann ich kurz und knackig sagen: Lustig!!!!
Ich hab lange nicht mehr so gelacht. Ich liebe Esel und ich weiß schon, warum ich als Mädchen nie Pferde mochte. Esel sind so viel cooler.

Diese Geschichte hat mich so sehr begeistert und belustigt, dass ich doch zwischendurch gar nicht mehr daran gedacht habe, dass es eigentlich ein Kinderbuch ist. Das hat voll auch meinen Nerv getroffen.
Spannend, witzig und mit originellen Charakteren weiß Pebby Art mal wieder zu begeistern. Dieses Buch ist mehr als nur Mädchenlektüre mit Ponys. Auch für Erwachsene, die sich ihr kindliches Gemüt beibehalten haben, dürfte diese Geschichte für zwischenzeitliche Belustigung zu empfehlen sein.

So etwas liest man immer wieder gern, und nicht nur vor. Ich glaube, Klausmüller hat das Zeug dazu, der nächste Kinderzimmerheld zu werden. Ich will ein Plüschtier, bitte. <3 Und noch mehr Merchandising.

Meine Bewertung:

Vorfreude ist die schönste Freude

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Und wenn das Warten ein Ende hat, dann steigt die Freude ins Unermessliche.

Schon der erste Band der Zeitgenossen Reihe hatte mich begeistert. Vampirin Gemma nimmt mich an die Hand und gemeinsam gehe ich mit ihr nicht nur durch dick und dünn, sondern auch durch die Geschichte.

Der zweite Band wartet darauf gelesen zu werden und Band drei liegt auch schon bereit auf meinem Reader.

Ein wenig ist es wie kurz vor der Bescherung. Wenn ihr Euch das Buch nochmal ins Gedächtnis rufen wollt, hier nochmal die Rezension zum ersten Band.

Zeitgenossen Band 1

Eine Entscheidung

cropped-DSC_8359-2.jpgIn den vergangenen Monaten habe ich von unzähligen Autoren und Selfpublishern Rezensionsexemplare erhalten. Ich bin ehrlich gesagt überwältigt von Eurem Interesse an meinem Blog.

Trotz dieser Tatsache möchte ich künftig von einer Zusendung von Rezensionsexemplaren absehen.

Hintergrund ist, dass ich meinen Blog als kritische, objektive Bewertung für Bücher sehe, nicht als Werbeplattform. Natürlich sind positive Rezensionen auch eine Werbung für den Autor und dessen Bücher, jedoch musste ich auf Social Media Plattformen miterleben, wie Rezensenten nahezu zum Wohlwollen genötigt wurden, bzw. sich verpflichtet fühlten, Bücher besser zu rezensieren.
Derartige Rezensionen verlieren aber in meinen Augen ihre Objektivität. Ich möchte eine Geschichte gut bewerten, wenn sie mir wirklich gefällt, und nicht, weil ich glaube, es dem Autor schuldig zu sein, nur weil er mir sein Buch zur Verfügung gestellt hat.

Aus diesem Grund werde ich künftig – auch um den Autor zu unterstützen – alle Rezensionsexemplare kaufen.

Es steht den Autoren frei, ihr Werk per e-Mail vorzustellen. Eine Rezensionsgarantie gibt es jedoch nicht, und Autoren, die ihre Rezensionsexemplare unverlangt einsenden werden nicht bevorzugt.

Es tut mir an dieser Stelle leid, diese Maßnahmen ergreifen zu müssen, aber in erster Linie geht es mir um eine objektive Bewertung der Bücher als Leserin. Ich will nicht in diesen Wettbewerb gehen, wer hat mehr Rezensionsexemplare, oder eine Erwartung von Autoren erfüllen müssen. Ich will wieder für mich lesen. Und für die Menschen, die meinen Blog schätzen, weil ich offen und ehrlich meine Meinung zu den Geschichten sage.

Rezensionen, deren Inhalt ich mit den Autoren vor Veröffentlichung der Rezension besprechen muss (wie es auf einigen Social media Groups der Fall ist), sind nicht objektiv.

Ich bitte um Verständnis, und hoffe, trotzdem den ein oder anderen Autor in meinem Mailpostfach „begrüßen zu dürfen“.

Den Autoren, die ich als „Fangirl“ verfolge und die ich durch diesen Blog kennenlernen durfte, denen danke ich von Herzen und keine Sorge. Ihr habt mich erobert, im Sturm, und ich werde euch weiterhin als Leserin treu bleiben.

Auch werde ich mich sicherlich, aber ganz bewusst, Blogtouren anschließen, weil ich die gemeinsame Arbeit mit den Bloggern und das Hinterfragen von Themen liebe, die nichts mit Rezensionen zu tun haben.

Und nun lasst uns bitte wieder zum Wesentlichen kommen. Das Lesen und Schreiben von Büchern, damit ich wieder Abenteuer erleben kann und die Welt wieder ein wenig bunter wird.

Euer Buchjunkie Kari

6 Fragen an Jan Reschke

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Jan Reschke

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Auch wenn ich schon vorher immer mal wieder etwas geschrieben habe, so richtig los ging es im Prinzip mit dem Beginn meiner journalistischen Laufbahn. Also in etwa mit Beginn meines Studiums.

In welchen Genres schreibst du am liebsten?
Da bin ich nicht festgelegt, es ist die Geschichte, die zählt. „Die Ummauerte Stadt“ ist ein sehr düsteres Buch, ich schreibe aber auch gerne humoristische Texte.

Wie entsteht bei dir eine Geschichte?
Es gibt eine Grundidee von der ausgehend ich die Geschichte nach und nach entwickele. Dabei kommen mir viele Ideen spontan beim Schreiben. Eine Geschichte entsteht bei mir eher nicht am Reißbrett, sondern entwickelt sich.

Wer sind deine Vorbilder?
Vorbilder, denen ich nacheifere habe ich eigentlich nicht. Allerdings gibt es einige Autoren, die mein Buch beeinflusst haben: Stanislaw Lem, George Orwell, Frank Herbert, Aldous Huxley sowie Arkadi und Boris Strugazki.

Was liest du selbst am liebsten?
Meistens lese ich Fantasybücher, festgelegt bin ich aber nicht. Dystopien lese ich ebenfalls gerne. Es kann aber auch ein gutes Sachbuch sein.

Welche drei Dinge dürfen beim Schreiben auf keinen Fall fehlen?
Motivation, Zeit, Kaffee

Hast du eine Homepage/einen Blog/eine Facebookseite?
http://www.janreschke.net/
https://www.facebook.com/JanReschke11

 

Ich danke Jan Reschke für das liebe Interview!

„Die Ummauerte Stadt“ von Jan Reschke

DieummauerteStadtInformation

Verlag: Papierverzierer-Verlag
Seitenzahl: 432 Seiten
ISBN: 3944544986
Format: eBook, Taschenbuch

Diese Rezension bezieht sich auf das eBook.

Handlung

Irgendwann in der Zukunft. Nichts ist mehr so, wie es war. Es gibt eine Zweiklassengesellschaft. Die Menschen in der Ummauerten Stadt sind der totalen Kontrolle der Oberschicht ausgeliefert. Alles ist rationalisiert, alles läuft nach strengen Regeln ab. Nahrungsvergabe, Ausgehzeiten, Wohnraum. Der unteren Schicht geht es nicht so gut. Es gibt nur Algen und Fleisch zu essen, mehrere Familien teilen sich eine Wohnung, und dennoch gibt es nicht genug Wohnraum für alle, so dass viele obdachlos sind.

Wasser ist knapp und es fehlt an allem.

In dieser Welt lebt auch Jeremiah. Außerhalb der Ummauerten Stadt sammelt er unter Lebensgefahr alles, was man noch gebrauchen kann. Immer wieder riskiert er in der vergifteten Atemluft und der Kontrolle durch die Aufseher sein Leben für die Gemeinschaft in der Ummauerten Stadt. Schon lange steht für ihn fest, dass er dieses Leben nicht mehr möchte, und dass es nun endlich an der Zeit ist, sich gegen dieses System zu wehren.

Layout

Das düstere wirkende Cover mit dem Mann, der in einer Art Schutzanzug auf ein entferntes, rundes Gebäude schaut, wirkt auf mich sowohl bedrückend, als auch entschlossen. Ein Mann, der bereit ist zu kämpfen. Im oberen Drittel findet man in weißer, klarer Schrift den Titel und den Autor.
Das Cover spricht mich sofort an, schubst mich schon ohne Klappentext in die richtige Richtung und macht neugierig. Ein sehr stimmungsvolles Cover, was mir Lust macht, mich mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen.

Das Buch ist gut strukturiert, die einzelnen Kapitel sind mit der Ortsangabe, wo gerade die Handlung spielt, betitelt. So weiß ich immer, in welchem Handlungsstrang ich mich gerade befinde und verliere nie den Anschluss.

Fazit

Eine düster gezeichnete Dystopie. Ich hatte immer ein beklemmendes Gefühl, während ich gelesen habe. Alles wirkte so real. Als könnte das genauso, gerade jetzt auf unserer Welt geschehen. Und viele Dinge passieren ja auch schon. Nahrungsverteilung, Ausgangsperren. So weit sind wir von diesem Szenario gar nicht weg, welches sich Jan Reschke da erdacht hat. Zwar nicht in unserem Mikrokosmos, aber in einem entfernten auf unserer Welt sicherlich.

Und genau das ist es, was die Geschichte spannend macht. Dieser Realismus.

Nichts wird beschönigt, es gibt kein Happy End. Schonungslos erfahre ich in verschiedenen Handlungssträngen die Geschichte von Jeremiah in der unteren Schicht, aber ich bekomme auch Einsicht in die Oberschicht.

Immer mal wieder lese ich von einem, der in einer Zelle ist, der mir persönlich seine Eindrücke schildert. Das trägt zum Spannungsbogen definitiv bei. Ich will wissen, was macht diese Regierung, an was forschen sie. Ich will wissen, wer der Mensch in dieser Zelle ist, der gequält wird.

Und dann bekomm ich die Wahrheit und bin fassungslos. Geschockt.

Auch jetzt sitze ich noch hier, schreibe die Rezension und kann kaum glauben, in welche Abgründe ich mitgenommen wurde. Und was ich am schlimmsten finde. Ich weiß, dass Menschen so sein können.

Dieses Buch hat kein Happy End, braucht es aber auch nicht. Es ist keine Teenie-Geschichte, in der, obwohl schlimme Dinge passieren, irgendwie trotzdem alles rosa und lieb ist. Es ist eine mögliche Zukunft, die ein Protagonist erlebt. Für Jeremiah, Goran und alle anderen, die so viel Grausames erlebt haben, musste es genau so enden. Leben ist eben nicht immer ein Ponyhof, wir leben nicht im Wunderland.

Aber jetzt wurde es aufgedeckt, vielleicht kommen andere, die alles zum Guten wenden, wie auch immer das Gute aussehen mag. Kommt wahrscheinlich drauf an, auf welcher Seite man lebt. So bleibt für mich als Leser doch ein kleiner Funken Hoffnung zurück.

Für bedrückend reale Lesestunden und einen kämpferischen Hauptprotagonist, mit dem ich gerne gegangen bin, vergebe ich 5 Eseslsöhrchen.

Meine Bewertung: